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	<title>Otto Wallach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Wallach&amp;diff=23875&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Einzelnachweis</title>
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		<updated>2026-02-26T13:24:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Otto Wallach 1910.jpg|mini|Otto Wallach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Wallach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. März]] [[1847]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]; † [[26. Februar]] [[1931]] in [[Göttingen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Chemiker]] und [[Nobelpreisträger]]. Wallach war [[Organische Chemie|organischer Chemiker]] und hat mehrere Reaktionen zum Aufbau heterozyklischer Verbindungen und von Farbstoffen entdeckt. Wallach hat in der [[Terpen]]chemie grundlegende Arbeiten zur Strukturaufklärung und der Synthese dieser Stoffklasse geleistet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mathias Christmann |Titel=Otto Wallach: Begründer der Terpenchemie und Nobelpreisträger 1910 |Sammelwerk=Angewandte Chemie |Band=122 |Nummer=50 |Datum=2010-12-10 |Seiten=9775–9781 |Online=http://doi.wiley.com/10.1002/ange.201003155 |Abruf=2020-01-31 |DOI=10.1002/ange.201003155}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Otto Wallachs Vater entstammte einer [[Geschichte der Juden in Deutschland|jüdischen]] Familie und konvertierte zum [[Luthertum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frank Northen Magill&amp;quot;&amp;gt;Frank Northen Magill: &amp;#039;&amp;#039;The Nobel Prize winners: Chemistry&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;1901–1937&amp;#039;&amp;#039;. Salem Press, Pasadena 1990, ISBN 0-89356-562-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Verwaltungsbeamter und arbeitete im Rang eines Oberregierungsrats in [[Ostpreußen]]. Die Mutter, Otillie geb. Thoma, stammte aus der [[Franche-Comté]]. 1853 wurde sein Vater Direktor der Oberrechnungskammer in Potsdam und bezog ein Haus am Nauener Tor in Potsdam. Ab 1856 besuchte Otto Wallach ein Potsdamer Gymnasium mit Latein- und Griechischunterricht und bestand am 30. März 1867 das [[Abitur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium ===&lt;br /&gt;
Sein Chemiestudium begann er an der [[Georg-August-Universität Göttingen]] bei [[Friedrich Wöhler]] und setzte es in Berlin bei [[August Wilhelm von Hofmann]] fort. Dort lernte er auch autodidaktisch Sprachen: Englisch, Italienisch, Spanisch. Er kehrte bald wieder nach Göttingen zurück und promovierte dort &amp;#039;&amp;#039;Über vom [[Toluol]] abgeleitete neue [[Isomerie|isomere]] Verbindungen&amp;#039;&amp;#039; 1869 bei [[Hans Hübner (Chemiker)|Hans Hübner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1870 wurde er Mitarbeiter von [[August Kekulé]] an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]] und diente 1870/1871 im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] als Helfer beim Roten Kreuz. In seinen Erinnerungen beschrieb er den Kriegsausbruch in Bonn. 1871 ging er zu [[Agfa]] in Berlin, er war dort in der [[Chloral]]-Produktion tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privatdozent und Professor in Bonn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:AK Kekule-Bonn SS1872.jpg|mini|Wallach im Sommersemester 1872]]&lt;br /&gt;
Im April 1872 bekam Wallach in Bonn bei Kekulé eine Anstellung im Praktikum für organische Chemie (neben [[Ludwig Claisen]], Wilhelm Koenigs, Walter Spring) mit der Aussicht auf eine spätere [[Habilitation]]. Dort fand er eine Umsetzung von Chloral zu Dichloressigsäure oder Dichloressigsäureester unter dem katalytischen Einfluss von Cyanidionen. Diese Arbeit weitete er zu einer Habilitationsschrift aus und wurde am 4. Februar 1873 [[Privatdozent]], Anfang 1876 bekam er eine [[ordentliche Professur]]. In Bonn hielt Wallach nun bald Vorlesungen über analytische Chemie, organische Chemie, theoretische Chemie, Geschichte der chemischen Theorien, so dass sich Kekulé sehr positiv über Wallach äußerte. Ab 1879 unterrichtete Wallach in [[Pharmazie]]. Er bezog ab 1884 die [[Ätherische Öle|ätherischen Öle]] – die Terpene – in seine Forschungsarbeiten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Professor in Göttingen ===&lt;br /&gt;
Von 1889 bis 1915 war Wallach Direktor des Chemischen Instituts in Göttingen. Dort organisierte er den Ausbau des Instituts und Neuausrichtung des Studiums (samt der Prüfungsordnung), in das er u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Dissoziation (Chemie)|Dissoziationstheorie]] aufnehmen ließ und der [[Physikalische Chemie|Physikalischen Chemie]] größeren Raum gab. Die Zahl der Studenten im Praktikum stieg von 67 auf 260 (1914). Wallach war mit der Einstellung von neuen Mitarbeitern für die Ausbildung befasst: [[Arthur Kötz]] (Organische Synthese), Julius Meyer (Pulegensäure), [[Wilhelm Biltz]] (Terpenchemie und anorganische Chemie), Albert Hesse (Terpenchemie), Karl Arthur Scheunert, Walther Borsche (Amid-, Imidchloride), Johannes Sielisch, [[Heinrich Wienhaus]], [[Carl Mannich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründung des physikalisch-chemischen Instituts in Göttingen unter Leitung von [[Walther Nernst]] wurde von Ministerialrat [[Friedrich Althoff]] in die Wege geleitet. Die Leitung des Anorganik-Instituts erhielt [[Gustav Tammann (Chemiker)|Gustav Tammann]], später [[Richard Zsigmondy]]. Für chemische Technologie erhielt Ferdinand Fischer ein eigenes Institut. Neben Berlin und München wurde durch den Einfluss Wallachs Göttingen zur wichtigsten Ausbildungsstätte für Chemiker.&lt;br /&gt;
[[Datei:Museum-der-Göttinger-Chemie Portrait-Otto-Wallach-1925 Lena-Hoppe-2018.png|mini|Otto Wallach, vrmtl. 1925]]&lt;br /&gt;
Bei Wallach in Göttingen wurden 219 Doktoranden [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Darunter waren bekannte Wissenschaftler wie [[Hans Heinrich Schlubach]] (später Professor in Hamburg), [[Ernst Ludwig Eberhard Schmitz|Ernst Schmitz]] (Professor für Physiologie in Breslau), [[Arthur Binz]] (Generalsekretär der Deutschen Chemischen Gesellschaft), [[Walter Norman Haworth]] (Professor für Zuckerchemie und Nobelpreisträger), [[Frederick Challenger]] (Professor für Chemie in Leeds), Julius Salkind (Professor in Leningrad), Edward Kremers (Professor für Pharmazie in Madison, USA), Stefan Moycho und Franz Zienkowski.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grave of Otto Wallach at Stadtfriedhof Göttingen 2017 01.jpg|mini|Grab Otto Wallachs auf [[Stadtfriedhof Göttingen]]]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1909 erschien das Werk &amp;#039;&amp;#039;Terpene und Campher&amp;#039;&amp;#039; von Wallach. Im Jahr 1909 wurde er auch zum Präsidenten der Deutschen Chemischen Gesellschaft gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zeitung erfuhr Wallach im Jahr 1910, dass ihm der [[Nobelpreis für Chemie]] verliehen worden war. 1912 wurde Wallach Ehrenmitglied der Belgischen Chemischen Gesellschaft. Im November 1912 erhielt Wallach die [[Davy-Medaille]] der britischen [[Royal Society]], die ihm aber im Ersten Weltkrieg wieder abgesprochen wurde. Für den 31. Juli 1914, einen Tag vor Kriegsausbruch, war das Ausscheiden von Wallach aus dem Institut geplant. Er führte sein Amt dann jedoch bis zum 1. Oktober 1915 weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1930 erlitt Wallach einen [[Schlaganfall]], ein zweiter folgte im Februar 1931. Er starb am 26. Februar 1931 in Göttingen. Sein Grab befindet sich auf dem Stadtfriedhof Göttingen, auf dem außer ihm auch [[Max Born]], [[Otto Hahn]], [[Walther Nernst]], [[Max von Laue]], [[Max Planck]], [[Adolf Windaus]] und [[Richard Zsigmondy]] als Nobelpreisträger bestattet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Leistungen ==&lt;br /&gt;
Die Habilitationsschrift bezog sich auf eine sehr milde Oxidation von Aldehydgruppen (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Chloral]]) mit katalytischen Mengen Cyanidionen zu Carbonsäuren oder Carbonsäureestern.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wallach: &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Einwirkung von Cyankalium auf Chloral, eine neue Darstellungsweise von Dichloressigsäure&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Chem. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 114-119 (1873). {{Gallica |ID=bpt6k90676q |Seite=121}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese sehr milde Oxidation wird in leicht abgewandelter Form (Corey-Oxidation) auch heute für sehr empfindliche [[Allylalkohol]]e in Naturstoffsynthesen gerne genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Elias J. Corey, Norman W. Gilman, B. E. Ganem: &amp;#039;&amp;#039;New methods for the oxidation of aldehydes to carboxylic acids and esters&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 90 (1968), S. 5616.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Zugabe von Braunstein kann auch aus ungesättigten Alkoholen direkt die Carbonsäure oder der Carbonsäureester hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Einwirkung von Schwefelwasserstoff auf Cyanid entdeckte Wallach das Chrysean, eine Verbindung mit [[Thiazol]]ring an der eine Amino- und eine Thio-Carbamidgruppe geknüpft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wallach: &amp;#039;&amp;#039;Ueber ein neues schwefelhaltiges Derivat der Blausäure&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Chem. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 902-904 (1874). {{Gallica |ID=bpt6k90678d |Seite=908}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Säureamiden lassen sich nach Behandlung mit [[Phosphorpentachlorid]] Amidchloride und Imidchloride herstellen. Wallach entdeckte durch Umsetzung der Imidchloride mit Ammoniak oder Aminen die Stoffgruppe der Amidine. Aus den Säureamiden der Oxalsäure konnten so Abkömmlinge des [[Imidazol]]s hergestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Wallach und Arthur Grossmann: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntnis der Säureimidchloride und Amidine&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Chem. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 753-755 (1878). {{Gallica |ID=bpt6k906861 |Seite=756}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der weiteren Untersuchung konnte er auch Thiamide herstellen, die sich leicht am Schwefel alkylieren ließen, so dass sich leicht Thioester oder Thiole herstellen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Wallach: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntnis organischer Thioverbindungen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Chem. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1590-1596 (1878). {{Gallica |ID=bpt6k90687c |Seite=199}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Gebiet war die Entdeckung von wichtigen Farbstoffgruppen, den Disazo- und Trisazoverbindungen, die sich aus Azoxybenzol und Isomerisierung herstellen ließen.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Wallach: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Azofarbstoffe&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Chem. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;15&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 22-29 (1882). {{Gallica |ID=bpt6k90694n |Seite=25}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Firma Agfa konnte aufgrund dieser Entdeckung bald den Farbstoff Resorcinbraun in den Handel bringen. Im Arbeitskreis wurde dann auch die Monoacetylierung von [[Diamine]]n entwickelt, so dass nur eine Aminogruppe diazotiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Terpene]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wallachs bedeutendste Leistungen lagen auf dem Gebiet der Terpenchemie. Mit diesen Arbeiten begann er ab 1884. Wallach schrieb 129 längere Artikel zur Terpenchemie für Liebigs Annalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da zur Strukturaufklärung von organischen Verbindungen in früherer Zeit keine passenden spektroskopischen Methoden bekannt waren, mussten die Konstitutionsformeln anhand von [[Elementaranalyse]], [[Brechungsindex|Molekularrefraktion]], Eigenschaften und Verhalten, Abbaureaktionen oder Synthese überprüft werden. Die korrekte Einordnung in Stoffklassen war für diese Arbeiten von wesentlicher Bedeutung. Auch die Siedepunkte nutzte Wallach, um Stoffgruppen von Terpenen abzuleiten. Wichtigstes Ziel war zunächst die Terpengruppen mit der Summenformel C&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;16&amp;lt;/sub&amp;gt; zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1887 leitete Wallach für Pinen (gab auch den Namen für dies Terpen) eine bicyclische Struktur ab, die nahezu der tatsächlichen Struktur von Pinen entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wallach, Everhard Weber: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntniss der Terpene und der ätherischen Öle&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Liebigs Annalen der Chemie]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 239 (1887), S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge konnten viele andere Terpene mit Kristallisationsmethoden (Nitrosylchlorid, Bromanlagerung) abgetrennt und eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1885 vermutete Wallach, dass Terpene aus einem Grundbaustein, dem Isopren, aufgebaut sein müssten.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wallach: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntniss der Terpene und ätherischen Öle&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Liebigs Annalen der Chemie&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 227 (1885), S. 277.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtige Aufklärungsarbeiten leistete er zur Strukturermittlung von [[Pinen]], [[Limonen]], [[Cineol]], [[Dipenten]], [[Terpineol]], [[Pulegon]], [[Pinocarvon]], [[Cadinene|Cadinen]], [[Caryophyllen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Umlagerungsreaktionen wie beispielsweise von Terpinolen zu [[Phellandren]], [[Terpinen]] wurden von ihm untersucht. Er untersuchte die Umwandlung eines Sechsrings (Pulegon) in einen Fünfring (Pulegen, Pulegensäure) bei der Behandlung von Pulegon mit Brom und die Umwandlung bei Behandlung von [[Cyclohexanon]] mit Brom zu [[Cyclopentanon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Ringerweiterungsreaktionen wurden von Wallach und seinem Mitarbeiter H. Schrader untersucht. Wichtig waren die Arbeiten der Umwandlung von [[Carvon]] zu Eucarvon und die Umwandlung des Cyclohexanols in Cycloheptanol mit einer Reformatzky-Saytzeff-Reaktion.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wallach, Carl Ohligmacher: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntnis der Terpene und der ätherischen Oele. Beobachtungen in der Carvonreihe. III: Umwandlungsprodukte des Carvontribromids&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Liebigs Annalen der Chemie&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 305 (1899), S. 223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wallach: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntnis der Terpene und ätherischen Öle. 85. Abhandlung: Über das Verhalten der Nitrite primärer Basen und über Ringerweiterungen carbocyclischer Systeme&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Liebigs Annalen der Chemie&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 353 (1907), S. 318.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Wallach seine Arbeit an [[Ätherische Öle|ätherischen Pflanzenölen]] begann, waren die Inhaltsstoffe in jedem einzelnen Öl verschieden benannt. Er konnte zunächst nachweisen, dass es sich oft um identische Verbindungen handelte. Durch [[Additionsreaktion|Addition]] von [[Halogenwasserstoffe]]n gelang es Wallach schließlich auch, deren Strukturen aufzuklären. Die darauf folgende industrielle Entwicklung synthetischer [[Duftstoff]]e führte zum Zusammenbruch der klassischen Duftstoff-Monopole. Die neuen Möglichkeiten zur Analyse erlaubten erstmals Qualitätsstandards in der [[Parfüm]]industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wallach stellte 1887 die Biogenetische [[Isoprenregel]] auf (siehe [[Terpene]]). Die [[Leuckart-Wallach-Reaktion]] ist nach ihm und [[Rudolf Leuckart (Chemiker)|Rudolf Leuckart]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1885: Mitglied der [[Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|5363|IDName=otto-wallach|Name=|Datum=12. Oktober 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1889 [[Cothenius-Medaille]] der Leopoldina&lt;br /&gt;
* 1890 Mitglied der [[Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/otto-wallach/| titel=Mitglieder: Otto Wallach| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2026-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1907: Korrespondierendes Mitglied der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-otto-wallach-2915| titel=Mitglieder – historisch: Otto Wallach| hrsg=[[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]]| zugriff=2026-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1907: Assoziiertes Mitglied der [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique]], 1919 aus der Mitgliederliste gestrichen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/otto-wallach/| titel=Académicien décédé: Otto Wallach| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2024-12-17| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1910: [[Nobelpreis für Chemie]] mit der Begründung: &amp;#039;&amp;#039;als Anerkennung des Verdienstes, das er sich um die Entwicklung der [[Organische Chemie|organischen Chemie]] und der chemischen Industrie durch seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der [[Aliphat|alicyclischen Verbindungen]] erworben hat&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1911: preußischer [[Roter Adlerorden]] III. Klasse&lt;br /&gt;
* 1912: Ehrenmitglied im [[Gesellschaft Deutscher Chemiker|Verein Deutscher Chemiker]]&lt;br /&gt;
* 1915: preußischer [[Königlicher Kronen-Orden (Preußen)|Kronen-Orden]] II. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Nichtakademischer Titel|Ehrentitel]] &amp;#039;&amp;#039;Geheimer Regierungsrat&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Zeitpunkt der Ernennung noch nicht ermittelt--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Andenken an Otto Wallach errichtete das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[Dragoco]] Gerberding &amp;amp; Co. AG&amp;#039;&amp;#039; in Holzminden anlässlich des 70. Geburtstags seines Gründers, C. W. Gerberding, 1964 bei der [[Gesellschaft Deutscher Chemiker]] (GDCh) den Otto-Wallach-Fonds. Von 1966 bis 2002 verlieh die GDCh daraus die mit einem Geldpreis dotierte [[Otto-Wallach-Plakette]] an Forscher aus europäischen Ländern für ihre besonderen Leistungen auf dem Gebiet der etherischen Öle, der Terpene und Polyterpenen oder der biochemischen Lock- und Abschreckungsstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fakultät für Chemie der Georg-August-Universität Göttingen zeichnet besonders herausragende Leistungen zudem mit dem &amp;#039;&amp;#039;Otto-Wallach-Preis&amp;#039;&amp;#039; aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mondkrater]] [[Wallach (Mondkrater)|Wallach]] wurde 1979 nach ihm benannt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://planetarynames.wr.usgs.gov/Feature/6479 |titel=MOON – Wallach |hrsg=USGS Astrogeology Science Center |sprache=en |abruf=2024-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, ebenso die Otto-Wallach-Straße in Wiesbaden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.meinestadt.de/wiesbaden/stadtplan/strasse/otto-wallach-str. |titel=Otto-Wallach-Str., Wiesbaden |hrsg=meinestadt |sprache=de |abruf=2024-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tabellen zur chemischen Analyse&amp;#039;&amp;#039;. Weber, Bonn 1880. {{URN|nbn:de:hbz:061:2-30977}}&lt;br /&gt;
** 1. Verhalten der Elemente und ihrer Verbindungen. 1880. {{URN|nbn:de:hbz:061:2-35589}}&lt;br /&gt;
** 2. Methoden zur Auffindung und Trennung der Elemente. 2. Aufl. von „Hülfstabellen für den chemisch-analytischen Unterricht“ 1880. {{URN|nbn:de:hbz:061:2-35576}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Terpene und Campher. Zusammenfassung eigener Untersuchungen auf dem Gebiet der alicyclischen Kohlenstoffverbindungen&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. Leipzig : von Veit, 1914. {{URN|nbn:de:hbz:061:2-169647}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günther Beer, [[Horst Remane]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Otto Wallach, 1847–1931. Chemiker und Nobelpreisträger. Lebenserinnerungen. Potsdam, Berlin, Bonn, Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien und Quellen zur Geschichte der Chemie&amp;#039;&amp;#039;, Band 12.) Verlag für Wissenschafts- und Regionalgeschichte Engel, Berlin 2000, ISBN 3-929134-34-9.&lt;br /&gt;
* [[Leopold Ruzicka]]: &amp;#039;&amp;#039;Third Pedler lecture. The life and work of Otto Wallach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of the Chemical Society]]&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1932, S. 1582. ([[doi:10.1039/JR9320001582]])&lt;br /&gt;
* Carolyn Pratt Brock, W. Bernd Schweizer, [[Jack D. Dunitz]]: &amp;#039;&amp;#039;On the validity of Wallach’s rule. On the density and stability of racemic crystals compared with their chiral counterparts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of the American Chemical Society]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 113 (1991), S. 9811. ([[doi:10.1021/ja00026a015]])&lt;br /&gt;
* Walter Hückel: &amp;#039;&amp;#039;Otto Wallach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Chemische Berichte&amp;#039;&amp;#039;, 94. Jahrgang 1961, Nr. 8, S. 7–58.&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|329|330|Wallach, Otto|[[Horst Remane]]|117122025}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117122025}}&lt;br /&gt;
* {{Nobel-ch|1910|Otto Wallach}}&lt;br /&gt;
* {{Academictree|chemistry|51872}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Chemie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117122025|LCCN=n91088464|VIAF=49326763}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wallach, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Regierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobelpreisträger für Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wallach, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker, Nobelpreis für Chemie 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. März 1847&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Februar 1931&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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