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	<title>Otto Stangl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-07-06T03:20:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Stangl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Oktober]] [[1915]] in [[Dachau]]; † [[20. Juli]] [[1990]] in [[München]]) war ein deutscher Galerist, Kunsthändler und Kunstsammler. Zusammen mit seiner Frau [[Etta Stangl|Etta]] gründete er 1947 in München mit der &amp;#039;&amp;#039;Modernen Galerie Etta und Otto Stangl&amp;#039;&amp;#039; eine der bedeutendsten Galerien der [[Avantgarde]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in Deutschland. Ihr Einfluss auf die Vermittlung zeitgenössischer Kunst spielte eine wichtige Rolle bei der Rehabilitierung der sogenannten „[[Entartete Kunst|entarteten Kunst]]“ des „[[Drittes Reich|Dritten Reichs]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Otto Stangl war der Sohn des Bildhauers und Akademieprofessors [[Hans Stangl]] (1888–1963), der in München seit der 1930er Jahre eine private Malschule betrieb, die auch zahlreiche Schülerinnen aus vermögenden Familien besuchten. Otto, der sich als Grafiker ausbilden ließ, lernte dort [[Etta Stangl|Hulda Elsa (Etta) Ibach]] (1913–1990) kennen, die 1942/1943 bei Hans Stangl studierte. Das Paar heiratete im September 1944. [[Etta Stangl|Etta]] stammte aus einem vermögenden Barmer Elternhaus; ihr Vater, der Klavierfabrikant [[Albert Rudolf Ibach]], war ein Kunstkenner und von 1921 bis 1937 Vorsitzender des Kunstvereins in Barmen-Wuppertal von 1921 bis 1937. Bereits 1920 hatte er bei [[Heinrich Thannhauser]] in München Aquarelle von [[Paul Klee]] gekauft, die den Grundstock für seine bedeutende Klee-Sammlung bildeten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Martiusstr.7 Muenchen-1.jpg|miniatur|hochkant|Martiusstraße 7 in Schwabing, Fotografie aus dem Jahr 2009]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luitpoldblock.jpg|miniatur|hochkant|Der Luitpoldblock heute]]&lt;br /&gt;
1948 gründete das Paar in einer hoch gelegenen Etage an der [[Schwabing]]er Martiusstraße 7 die &amp;#039;&amp;#039;Moderne Galerie Etta und Otto Stangl&amp;#039;&amp;#039;, die dort, mit ihren Geschäftsräumen, bis 1962 bestand und neben der Galerie [[Günther Franke]] einen der wichtigsten Treffpunkte von Avantgardekünstlern in München war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.villastuck.de/05/stunde0/historie.htm | titel=Stunde 0 | titelerg=Rupprecht Geiger und Hilla von Rebay |  hrsg=Museum Villa Stuck |zugriff=2011-05-29 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Arbeiten aus der Sammlung des verstorbenen Schwiegervaters bildeten den Grundstock der Galerie, die am 11. Februar 1948&amp;lt;ref&amp;gt;Clelia Segieth: &amp;#039;&amp;#039;Etta und Otto Stangl, Galeristen-Sammler-Museumsgründer&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2000, S.&amp;amp;nbsp;54&amp;lt;/ref&amp;gt; mit einer [[Alexej von Jawlensky|Alexej-von-Jawlensky]]-Ausstellung eröffnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Jawlenskys Werkverzeichnis nennt für die erste Stangl-Ausstellung den 15. Februar bis 25. März 1948, vgl. Maria Jawlensky, Lucia Pieroni-Jawlensky, Angelica Jawlensky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alexej von Jawlensky. Catalogue Raisonné of the oil-paintings&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, München 1991, S.&amp;amp;nbsp;502&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Juli 1949 fand in der Galerie die Gründung der „Gruppe der ‚Gegenstandslosen‘ süddeutschen Maler“ statt, die sich Ende 1949 in [[ZEN 49]] umbenannte. Der Name geht vermutlich auf den Vorschlag des  Bildhauers und Gründungsmitglieds [[Rupprecht Geiger]] zurück. Stangl förderte die kämpferische Gruppe, die als Ziel hatte, mit der radikalen Abkehr von der jüngsten Vergangenheit eine kulturelle Erneuerung Deutschlands anzustreben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.archiv-geiger.de/zen-49.html ZEN 49], www.archiv-geiger.de, abgerufen am 3. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem entwickelte er ein besonderes Interesse für die Vertreter der École de Paris. Auf eine erste Ausstellung von [[Hans Hartung]] im Frühjahr 1949 folgte drei Jahre später durch die Vermittlung Hartungs die erste deutsche Einzelausstellung von [[Gérard Schneider]] (Mai–Juni 1952) und anschließend eine von [[Pierre Soulages]] (Oktober–November 1952), mit dem die Stangls ebenfalls eine enge Freundschaft verband.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Schieder: &amp;#039;&amp;#039;Die Moderne Galerie Otto Stangl und die École de Paris&amp;#039;&amp;#039;, in: Franz Marc Museum. Kunst im 20. Jh. Stiftung Etta und Otto Stangl. Franz Marc Stiftung, hrsg. von Cathrin Klingsöhr-Leroy, Köln 2008, S. 276–285.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu der von [[Ludwig Grote]] zusammengestellten Gedächtnisausstellung [[Der Blaue Reiter]] im [[Haus der Kunst]] zeigte die Galerie Stangl vom 30. August 1949 an die Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Franz Marc. Aquarelle und Zeichnungen&amp;#039;&amp;#039;, zu der ein Katalog mit einem Vorwort von [[Klaus Lankheit]] erschien. Otto Stangl wurde in diesem Jahr von [[Maria Marc]] gebeten, den künstlerischen Nachlass ihres verstorbenen Mannes [[Franz Marc]] zu verwalten.  Vom 1. September bis zum Oktober 1952 zeigte die Galerie Wandteppiche von Maria Marc zusammen mit &amp;#039;&amp;#039;Zeichnungen aus dem letzten Skizzenbuch&amp;#039;&amp;#039; von Franz Marc. Nach dem Tod von Maria Marc am 25. Januar 1955 wurde Stangl Nachlassverwalter und „Hüter des Franz-Marc-Nachlasses“, der, gemäß Vermächtnis der Witwe, eine festgelegte Anzahl Gemälde an bedeutende Museen schenkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baumgartner225f&amp;quot;&amp;gt;Beate Ofczarek, Stefan Frey: &amp;#039;&amp;#039;Chronologie einer Freundschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: Michael Baumgartner, Cathrin Klingsöhr-Leroy, Katja Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Franz Marc. Paul Klee. Dialog in Bildern&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;225&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1962 bis 1975 hatte die Galerie im Luitpoldblock in der [[Brienner Straße]] 11 ihren Sitz.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zikg.eu/szm/stangl.htm &amp;#039;&amp;#039;Schenkung Bibliothek Etta und Otto Stangl&amp;#039;&amp;#039;], [[Zentralinstitut für Kunstgeschichte]], abgerufen am 15. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; 1962 fand dort eine umfassende Ausstellung mit Werken von [[Serge Poliakoff]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 zeigte Stangl eine denkwürdige Ausstellung mit [[Pablo Picasso]]s Grafik, ab 1969 wandte er sich der Konkreten Kunst mit [[Max Bill]] und [[Richard Paul Lohse]] zu und förderte die Konzeptionellen [[Antonio Calderara]], [[Günter Fruhtrunk]], [[Raimund Girke]] sowie den Bildhauer [[Arnaldo Pomodoro]]. Im Auftrag der Erben nach Maria Marc verkaufte Otto Stangl 1973 einen Großteil des schriftlichen Nachlasses an das im [[Germanisches Nationalmuseum|Germanischen Nationalmuseum]] in Nürnberg beheimatete [[Deutsches Kunstarchiv|Archiv für Bildend Kunst]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baumgartner226&amp;quot;&amp;gt;Beate Ofczarek, Stefan Frey, in: Michael Baumgartner, Cathrin Klingsöhr-Leroy, Katja Schneider (Hrsg.), S.&amp;amp;nbsp;226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Monate nach dem Tod von Otto Stangl am 20. Juli 1990 verstarb seine Frau Etta am 22. September des  Jahres in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stiftung Etta und Otto Stangl ==&lt;br /&gt;
Neben der Galerie  entstand die &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Etta und Otto Stangl,&amp;#039;&amp;#039; deren Teile nach dem Tod an verschiedene Museen und Dauerleihgaben überging. Das Wuppertaler [[Von der Heydt-Museum]] erhielt 31 Klee-Aquarelle für den im März 1992 eingeweihten Rudolf-Ibach-Paul-Klee-Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stangl förderte unter der Mitarbeit von [[Klaus Lankheit]] die Entstehung des 1986 eröffneten [[Franz Marc Museum]]s in [[Kochel am See]]&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Franz Marc Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;, zu der die am 9.&amp;amp;nbsp;November 2001 gegründete &amp;#039;&amp;#039;Stiftung Etta und Otto Stangl&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in [[Freiburg im Breisgau]] bedeutende Werke beisteuerte. 2008 wurde das Museum um einen würfelförmigen, von den Schweizer Architekten Diethelm &amp;amp; Spillmann geplanten Anbau, um 700&amp;amp;nbsp;m² erweitert. Der Neubau „[…] wurde für 6,5&amp;amp;nbsp;Millionen Euro von der in Freiburg ansässigen Stiftung Etta und Otto Stangl finanziert, die auch einen jährlichen Betrag zu den Betriebskosten zuschießt.“&amp;lt;ref&amp;gt;dpa: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.badische-zeitung.de/ausstellungen/franz-marc-museum-eroeffnet-erweiterungsbau--2448436.html Franz-Marc-Museum eröffnet Erweiterungsbau]&amp;#039;&amp;#039;. In: Badische Zeitung vom 18.&amp;amp;nbsp;Juli 2008. Abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Mai 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Bosetti: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.art-magazin.de/szene/7227/franz_marc_museum_umbau |wayback=20080612151645 |text=Mehr Platz, mehr Kunst }}&amp;#039;&amp;#039;, www.art-magazin.de, 11.&amp;amp;nbsp;Juni 2008, abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerung an Etta und Otto Stangl&amp;#039;&amp;#039;. In: Clelia Segieth: &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Etta und Otto Stangl – von Klee bis Poliakoff,&amp;#039;&amp;#039; Hatje, Ostfildern-Ruit 1993, ISBN 3-7757-0439-6, S.&amp;amp;nbsp;28&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Clelia Segieth: &amp;#039;&amp;#039;Etta und Otto Stangl, Galeristen, Sammler, Museumsgründer.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels, mit Beiträgen von Carla Schulz-Hofmann und Peter Klaus Schuster, Wienand, Köln 2000, ISBN 3-87909-675-9&lt;br /&gt;
* Andrea R. Stoll: &amp;#039;&amp;#039;Hommage an einen Galeristen. Otto Stangl und seine Künstlerfreunde.&amp;#039;&amp;#039; Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2003, ISBN 978-3-77579125-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119140926}}&lt;br /&gt;
* [https://www.franz-marc-museum.de/ Franz-Marc-Museum]&lt;br /&gt;
* [https://zadik.phil-fak.uni-koeln.de/archiv/bestandsliste/a-3-otto-stangl-muenchen Archivbestand Moderne Galerie Etta und Otto Stangl A3, ZADIK | Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung, Universität zu Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119140926|LCCN=nr/94/19305|VIAF=69732647}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stangl, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Galerist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franz Marc Museum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stangl, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Galerist, Kunsthändler und Kunstsammler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Oktober 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dachau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Juli 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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