<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Stamm</id>
	<title>Otto Stamm - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Stamm"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Stamm&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T21:03:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Stamm&amp;diff=2469579&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Stamm&amp;diff=2469579&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-15T13:06:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Stamm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Juli]] [[1915]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[19. Oktober]] [[1979]] in [[Tübingen]]) war ein deutscher [[Mediävistik|Mediävist]] und [[Mittelalterarchäologie|Mittelalterarchäologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stamm besuchte 1926 bis 1933 zunächst die &amp;#039;&amp;#039;Adlerflychtschule&amp;#039;&amp;#039; (heutige &amp;#039;&amp;#039;Klingerschule&amp;#039;&amp;#039;), dann die [[Max-Beckmann-Schule (Frankfurt am Main)|Liebig-Oberrealschule]] in [[Frankfurt am Main]]. Nach dem Tod der Eltern ging er einem kaufmännischen Beruf nach und beschäftigte sich nur in seiner Freizeit mit [[Heimatgeschichte]]. 1941 wurde Stamm zum Wehrdienst eingezogen, nach [[Athen]] versetzt holte er an der dortigen [[Deutsche Schule Athen|Deutschen Schule]] im Mai 1944 das Abitur nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft und der Rückkehr in seine Heimatstadt nahm Stamm 1946 an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Johann-Wolfgang-Goethe-Universität]] das Studium der Geschichte auf, das er 1952 erfolgreich mit Promotion abschloss. Zeitgleich begann er eine Tätigkeit als freier Mitarbeiter der [[Deutsche Bibliothek|Deutschen Bibliothek]] und der neu ins Leben gerufenen [[Frankfurter Historische Kommission|Frankfurter Historischen Kommission]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Stamm 1954 ursprünglich eine Volontärstelle des [[Historisches Museum Frankfurt|Historischen Museums Frankfurt]] antreten sollte, wurde er noch im selben Jahr für die bereits 1953 begonnenen Altstadtgrabungen des neu gegründeten [[Archäologisches Museum Frankfurt|Museums für Vor- und Frühgeschichte]] freigestellt. Zusammen mit [[Walter Sage]] hatte er 1955 die Grabungsleitung auf dem Domhügel inne, die dort mit großem Erfolg die Reste der [[Karolinger|karolingisch]]-[[Liudolfinger|ottonischen]] [[Königspfalz Frankfurt]] freilegen konnte; die Ergebnisse publizierte Stamm noch im selben Jahr vorab in der Zeitschrift [[Germania (Zeitschrift)|Germania]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss übertrug man ihm die Bearbeitung der [[Römisches Reich|spätrömischen]] und [[frühmittelalter]]lichen [[Keramik]] aus den Altstadtgrabungen. Die Erkenntnisse konnte Stamm 1962 in einem bis heute gültigen, zuletzt 2002 nachgedruckten Standardwerk zur Altstadt[[Stratigraphie (Archäologie)|stratigraphie]] und Keramik dieser Epoche im [[Rhein-Main-Gebiet]] vorstellen. Im selben Jahr veröffentlichte er die Ergebnisse der unter seiner Leitung seit 1956 am [[Saalhof]] getätigten Untersuchungen. Dabei räumte er unter anderem endgültig dessen über lange Zeit angenommenen karolingischen Ursprung aus und wies nach, dass das Gebäude wohl in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als [[Staufer|staufisch]]-[[Romanik|romanische]] Königsburg neu entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1957 hatte Stamm die Stelle für [[Mittelalterarchäologie|mittelalterliche Archäologie]] des Museums für Vor- und Frühgeschichte übernommen, womit sich seine Tätigkeit nun auf das gesamte Stadtgebiet ausweitete. Der weitaus größte Teil des Personals war in den Folgejahren jedoch mit Ausgrabungen in der Römerstadt [[Nida (römische Stadt)|Nida]] beschäftigt. Ab 1969 setzte die für die Archäologie schwierige Epoche der rasanten Neubebauung auch des westlichen Domhügels ein, wobei mit Ausnahme des [[Archäologischer Garten (Frankfurt am Main)|Archäologischen Gartens]] der gesamte Kulturboden zwischen [[Kaiserdom St. Bartholomäus|Dom]] und [[Römer (Frankfurt am Main)|Römer]] abgebaggert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1970 beginnende Neubau des Historischen Museums brachte weitere schwere Verluste, diesmal an den im Boden liegenden Bestandteilen der staufischen Königsburg. Stamm war während der gesamten Zeit bei Notgrabungen eingesetzt, seine erst 2007 auszugsweise veröffentlichten Tagebücher belegen ein weitgehendes Unverständnis der privaten, aber auch städtischen am Bau beteiligten Stellen gegenüber den von ihm geltend gemachten archäologischen Belangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stamm starb 1979 in [[Tübingen]], sein Nachlass befindet sich im [[Institut für Stadtgeschichte (Frankfurt am Main)|Institut für Stadtgeschichte]] in Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bürgerbücher der Reichsstadt Frankfurt 1311–1400 und das Einwohnerverzeichnis von 1387.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1955 (&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission&amp;#039;&amp;#039; 12).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur karolingischen Königspfalz in Frankfurt am Main.&amp;#039;&amp;#039; In: Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Germania. Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 33, Walter de Gruyter GmbH &amp;amp; Co. KG, Berlin 1955, S. 391–401.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der königliche Saalhof zu Frankfurt am Main. Mit einem Vorbericht über die Ausgrabungen des Museums für Vor- und Frühgeschichte 1958–1961.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1962 (Sonderdruck aus den &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Historischen Museums Frankfurt am Main&amp;#039;&amp;#039; 12).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spätrömische und frühmittelalterliche Keramik der Altstadt Frankfurt am Main.&amp;#039;&amp;#039; Nachdruck der Originalausgabe von 1962. Archäologisches Museum Frankfurt, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-88270-346-6 (&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Frankfurter Museums für Früh- und Vorgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 1).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gab es in Frankfurt eine staufische Pfalz?&amp;#039;&amp;#039; In: Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fundberichte aus Hessen.&amp;#039;&amp;#039; 19. / 20. Jahrgang 1979/80, Selbstverlag des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden 1980, S. 819–842.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Altstadtgrabung Frankfurt am Main. Hundert Jahre Stadtarchäologie, Vorgeschichte bis Hochmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: Römisch-Germanisches Zentralmuseum – Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen in Deutschland. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1950–1975. Teil 2. Römische Kaiserzeit im freien Germanien. Frühmittelalter I.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Römisch Germanischen Zentralmuseum in Kommission bei Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1975 (&amp;#039;&amp;#039;Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums&amp;#039;&amp;#039; 1/2), S. 426–436.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3782904591}},  S. 416.&lt;br /&gt;
* Magnus Wintergerst: &amp;#039;&amp;#039;Franconofurd. Band I. Die Befunde der karolingisch-ottonischen Pfalz aus den Frankfurter Altstadtgrabungen 1953–1993.&amp;#039;&amp;#039; Archäologisches Museum Frankfurt, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3-8827-0501-9 (&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt&amp;#039;&amp;#039; 22/1), S. 112–121.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://opac.regesta-imperii.de/lang_de/autoren.php?name=Stamm%2C+Otto Veröffentlichungen von Otto Stamm] im Opac der [[Regesta Imperii]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1029250634|LCCN=no/2003/66076|VIAF=47202977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stamm, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterarchäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt am Main im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stamm, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediävist und Mittelalterarchäologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Juli 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Oktober 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>