<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Stadie</id>
	<title>Otto Stadie - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Stadie"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Stadie&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-20T20:17:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Stadie&amp;diff=1770754&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:26 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Stadie&amp;diff=1770754&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-02T19:26:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto „Fesele“ Stadie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. März]] [[1897]] in [[Berlin]]; † [[28. Juli]] [[1977]] in [[Velbert]]) war ein deutscher [[Krankenpfleger]] und Mitglied des [[Schutzstaffel|SS]]-Sonderkommandos im [[Vernichtungslager Treblinka]]. Stadie wurde in den [[Treblinka-Prozesse]]n zu sieben Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bis 1933 ==&lt;br /&gt;
Stadie besuchte die Volksschule in Berlin und arbeitete anschließend als Bote und später in einer Klinik, wo er sich Kenntnisse in der Krankenpflege aneignete. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er ab August 1914 Soldat. Dort wurde er zum [[Sanitäter]] ausgebildet und stieg in den Rang eines Sanitäts-[[Unteroffizier]]s und Sanitäts-[[Sergeant]]en auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg war er in [[Breslau]] und heiratete dort. Er blieb jahrelang arbeitslos und bekam 1927 eine Beschäftigung in [[Berlin]] als Krankenpfleger. 1933 trat er in die [[Schutzstaffel|SA]] ein und wurde [[SA-Rottenführer#Dienstränge|SA-Rottenführer]]. Zum 1. März 1937 schloss er sich der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] an (Mitgliedsnummer 3.900.666).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42280084&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war er im Polen- und am Frankreichfeldzug beteiligt und wurde als Sanitäts-[[Feldwebel]] entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tötungsanstalt Bernburg ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung aus der [[Wehrmacht]] war er an der [[NS-Tötungsanstalt Bernburg]] angestellt und für Transporte von Geisteskranken aus [[Halle (Saale)|Halle an der Saale]], [[Neuruppin]] und [[Eberswalde]] nach [[NS-Tötungsanstalt Bernburg|Bernburg]] zuständig, wo sie ermordet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bernburg lernte Stadie den Arzt [[Irmfried Eberl]] kennen, den späteren Kommandanten des [[Vernichtungslager Treblinka|Vernichtungslagers Treblinka]]. Später kam er als Sanitäter einer Einheit der [[Organisation Todt]] im Winter 1941/1942 nach Russland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vernichtungslager Treblinka ==&lt;br /&gt;
Im Sommer 1942 bis zum Juli 1943 war er als Verwaltungsleiter im Vernichtungslager Treblinka eingesetzt.&amp;lt;ref name=Land /&amp;gt; Er war für die SS-Lagermannschaft und Ukrainer Wachmannschaft zuständig und bekleidete den Posten eines [[SS-Scharführer|SS-Stabsscharführers]]. Er organisierte nach der Ankunft eines Transportes die planmäßige Durchführung der physischen Vernichtung. Er wies das deutsche und ukrainische Lagerpersonal, selbst bewaffnet mit einer Peitsche oder Schusswaffen, ein. Stadie wählte unter den Angekommenen Arbeitsjuden aus: „&amp;#039;&amp;#039;Die alten und kranken Juden liess er zur Erschiessung ins Lazarett bringen und spiegelte ihnen der Wahrheit zuwider vor, dass sie dort ärztliche Hilfe erhalten würden [...] In vereinzelten Fällen, in denen es beim Entladen eines Zuges Widerstand und Unruhe gab, machte er auch von seiner Schusswaffe Gebrauch. Wenn Schüsse über die Köpfe der Ankömmlinge wirkungslos blieben, schoss er auch in die Menschenmenge.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Land&amp;quot;&amp;gt;Landgericht Düsseldorf: {{Webarchiv|url=http://www.holocaust-history.org/german-trials/treblinka-urteil.shtml |archive-is=20140321212050 |text=Treblinka-Prozess-Urteil vom 3. September 1965, 8 I Ks 2/64   }}, abgerufen am 29. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht nachgewiesen werden konnte ihm, dass es durch seine Schüsse Verletzte oder Tote gab. Stadie gab [[August Miete]] nachweislich den Befehl den Lagerältesten &amp;#039;&amp;#039;Benjamin Rakowski&amp;#039;&amp;#039; wegen des verbotenen Besitzes von Gold und Geld zu erschießen.&amp;lt;ref name=Land /&amp;gt; Von den Häftlingen wurde er Fesele genannt, „&amp;#039;&amp;#039;weil er fett, klein [...] mit Wut verzerrtem Gesicht einer Bulldogge&amp;#039;&amp;#039;“ Reden vor den angekommenen Juden auf dem Bahnsteig des Vernichtungslagers hielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Willen&amp;quot;&amp;gt;Willenberg: Treblinka Lager. S. 44 u. Anm. 18, S. 218 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1943 wurde Stadie nach [[Italien]] zur [[Sonderabteilung Einsatz R]] beordert, wo er für Transport von Juden nach Deutschland zuständig war und bei der Sicherung und Bewachung strategisch wichtiger Straßen eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. 1945 wurde er aus dem Gefangenenlager [[Weilheim in Oberbayern]] nach [[Düsseldorf]] entlassen. Von dort zog er nach [[Duisburg]] und wohnte schließlich im Jahre 1946 in [[Nordenau]] im [[Sauerland]], wo er als Privatpfleger arbeitete und Andenken verkaufte. Ab 1962 war er Rentner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhaftung und Urteil ==&lt;br /&gt;
Am 15. Juli 1963 wurde er als Rentner in [[Nordenau]] (Kreis [[Meschede]]) aufgrund des Haftbefehls des Landgerichts in Düsseldorf vom 24. Juni 1963 verhaftet.&amp;lt;ref name=Willen /&amp;gt; Am 3.&amp;amp;nbsp;September 1965 wurde er wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum gemeinschaftlichen Mord an mindestens 300.000 Menschen und Beihilfe zum Mord zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 17.&amp;amp;nbsp;Dezember 1965 wurde er aus der Haft entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Samuel Willenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Treblinka Lager. Revolte. Flucht. Warschauer Aufstand.&amp;#039;&amp;#039; S. 95/96. Unrast-Verlag, Münster 2009, ISBN 978-3-89771-820-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Düsseldorf, 3. September 1965&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. XXII, bearbeitet von Irene Sagel-Grande, Adelheid L. Rüter-Ehlermann, H. H. Fuchs, [[C. F. Rüter]]. Amsterdam : University Press, 1981, Nr. 596, S. 1–238 [https://web.archive.org/web/20010217003415/http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd596.htm &amp;#039;&amp;#039;Verfahrensgegenstand: Vergasung von mindestens 700.000 überwiegend jüdischer Männer, Frauen und Kinder, sowie, in der Minderzahl, auch von Zigeunern. Tödliche Misshandlung, Erschiessung, Erschlagung und Erhängung einzelner Häftlinge sowie Zerfleischung durch &amp;#039;Barry&amp;#039;, den Hund des Lagerkommandanten.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2020-11-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stadie, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aktion T4)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im Vernichtungslager Treblinka]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sonderabteilung Einsatz R)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stadie, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stadie, Fesele (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Krankenpfleger und verurteilter Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. März 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juli 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Velbert]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
	</entry>
</feed>