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	<title>Otto Schottenheim - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Naronnas: +Kategorie:Bayer</title>
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		<updated>2026-02-21T19:50:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Bayer&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Bayer (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Bayer&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Schottenheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Oktober]] [[1890]] in [[Regensburg]]; † [[2. September]] [[1980]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Arzt]] und [[Politiker]] ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]). Er war von 1933 bis 1945 [[Oberbürgermeister]] von Regensburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken bis 1935 ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung, Erster Weltkrieg und Folgen ===&lt;br /&gt;
Otto Schottenheim wurde 1890 in Regensburg als Sohn eines Postbeamten geboren. Er besuchte dort die Volksschule und das damals &amp;#039;&amp;#039;Neues Gymnasium&amp;#039;&amp;#039; genannte, heutige [[Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg|Albrecht-Altdorfer-Gymnasium]] und studierte an den Universitäten von [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Würzburg]], [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Erlangen]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] Medizin. 1912 wurde er Mitglied der [[Burschenschaft der Bubenreuther|Burschenschaft der Bubenreuther Erlangen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 445.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 5: &amp;#039;&amp;#039;R–S.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm er als Lazarettarzt teil, trat danach in die [[Freikorps]]kompanie „Sengmüller“ ein und beteiligte sich im Mai 1919 an der blutigen Niederschlagung der [[Räterepublik in Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Promotion 1920 ließ sich Schottenheim in Regensburg als praktischer Arzt nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Halter: &amp;#039;&amp;#039;Stadt unterm Hakenkreuz. Kommunalpolitik in Regensburg während der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; (hg. von den Museen und dem Archiv der Stadt Regensburg), 1994, S. 77. Alle biografischen Angaben stammen aus Halter (1994).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1922 engagierte er sich politisch im rechtsextremen [[Freikorps Oberland|Bund Oberland]] und später im nationalsozialistischen Verein [[Lebensborn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zum 1. April 1929 trat Schottenheim der NSDAP ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 122.988)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/39420190&amp;lt;/ref&amp;gt; und kurz darauf der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 1.527). Weiterhin wurde er Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]] und vieler anderen NS-Organisationen. Als praktischer Arzt genoss Schottenheim bei den unteren und schwachen sozialen Schichten hohes Ansehen. Als Mitglied der NSDAP war er weder der Gruppe der alten NS-Kämpfer ohne akademischen Abschluss, noch der Gruppe der jungen, aufstiegsorientierten Akademiker zuzurechnen. Vielmehr war Schottenheim als Akademiker und Nichtjurist das Beispiel für ein NSDAP-Mitglied aus der Gruppe der bürgerlichen, frühen Gesinnungsfreunde mit einer national geprägten Biographie, bürgerlicher Existenz und Berufslaufbahn und ausgestattet mit einem starken persönlichen und sozialen Engagement.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Mai&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Etablierung als Oberbürgermeister im Regime der NSDAP ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der NSDAP (Ende Jan. 1933) und erfolgte am 9.&amp;amp;nbsp;März 1933 die Berufung von [[Franz Ritter von Epp]] zum [[Reichskommissar]] von Bayern. Einige Tage später wurde die Ablösung der bayerischen Regierung durch Minister der NSDAP erzwungen. In Regensburg wurde am 20.&amp;amp;nbsp;März 1933 der amtierende Oberbürgermeister [[Otto Hipp]] von der SA aus seiner Wohnung geholt, in das Rathaus gebracht und unter dem Druck von Tumulten einer vor dem [[Altes Rathaus (Regensburg)|Alten Rathaus]] versammelten Menschenmenge gezwungen, seine Rücktrittserklärung zu unterschreiben. Unter Pfui-Rufen verließ er das Rathaus und wurde in „[[Schutzhaft]]“ genommen. Noch am selben Tag ernannte die örtliche NSDAP unter Kreisleiter [[Wolfgang Weigert]] Otto Schottenheim als kommissarischen Bürgermeister zum Nachfolger von Otto Hipp. Die Ernennung wurde vom neuen Innenminister in München bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beteiligung des Stadtrates an der Nachfolgeregelung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Das geschah, weil die NSDAP und die mit ihr kooperierende [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]] nach der Kommunalwahl 1929 beide jeweils nur ein einziges Mandat im Stadtrat hatten, gegenüber einer Mehrheit von [[Bayerische Volkspartei|BVP]] mit 14, [[BayernSPD|SPD]] mit 7 und Liberalen mit 4 Mandaten. Diese Zusammensetzung des Stadtrates, die in anderen Städten ähnlich war, wurde von der NSDAP als „unerträglich“ empfunden und hatte zur Folge, dass die Reichsregierung Ende März 1933 das [[Gleichschaltungsgesetz]] erließ. Nach diesem Gesetz musste die Zusammensetzung aller Stadträte dem Ergebnis der Reichstagswahlen vom März 1933 in der jeweiligen Kommune (ohne KPD) angepasst werden. Wegen des schlechten NSDAP-Ergebnisses bei dieser Wahl in Regensburg erbrachte aber auch diese Maßnahme im Regensburger Stadtrat – anders als in vielen anderen Städten – mit 12 Sitzen für die BVP und 5 Sitzen für die SPD keine Mehrheit für die NSDAP mit 10 Sitzen und 1 Sitz für die [[Deutschnationale Volkspartei|Kampfbund Schwarz-Weiß-Rot]]. Trotzdem bestätigte der Stadtrat in dieser Zusammensetzung am 29.&amp;amp;nbsp;Mai 1933 den bisher nur kommissarisch ernannten Bürgermeister Schottenheim als einzigen Kandidaten zum ehrenamtlichen (ab 1935 berufsmäßig) Oberbürgermeister. Die Vorsitzenden der Fraktionen von BVP und SPD bekundeten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit, nachdem schon vorher der bayerische Innenminister in einer Rede das Verbot dieser beiden Parteien angekündigt hatte (s.&amp;amp;nbsp;u.). Außerdem hatten beide Parteien bereits mehrere Wellen von Einschüchterungen durch örtliche NSDAP-Organisationen erlebt. Die Verlagsgebäude der BVP-Zeitung „Regensburger Anzeiger“ und der SPD-Zeitung „Volkswacht“ waren durchsucht worden, wurden dann gleichgeschaltet und nach und nach als [[Bayerische Ostwacht]] übernommen bzw. stellten wie im Fall der Volkswacht ihr Erscheinen ein. Im Verlauf der Einschüchterungsaktionen kamen 70 Personen in Vorbeugehaft, in erster Linie kommunistische Funktionäre, aber auch Mitglieder der von der SPD unterstützten Organisation [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]], der Gewerkschaften und auch jüdische Mitbürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eskaliert war die Situation bereits Anfang Mai 1933, als nach dem „[[Tag der nationalen Arbeit]]“ unter dem Motto „Volksgemeinschaft statt Klassenkampf“ die SA das &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaftshaus&amp;#039;&amp;#039; in Beschlag genommen und in [[Horst Wessel|Horst–Wessel–Haus]] umbenannt hatte. Auch die Geschäftsstellen der Christlichen Gewerkschaften und der [[Vereinigung der deutschen Bauernvereine|Bauernvereine]] wurden besetzt und deren Organisationen gleichgeschaltet. Am 12.&amp;amp;nbsp;Mai veranstaltete die [[Hitlerjugend]] auf dem [[Neupfarrplatz]] die [[Bücherverbrennung 1933 in Deutschland|Verbrennung von Büchern und Fahnen]]. Wenige Tage später kündigte der Gauleiter [[Adolf Wagner (Gauleiter)|Adolf Wagner]], als bayerischer Innenminister verantwortlich für die Polizeigewalt, bei einer Rede im Reichssaal des Rathauses in Regensburg die baldige Auflösung der Parteien an. Am 22.&amp;amp;nbsp;Juni 1933 wurde die SPD verboten und am 4.&amp;amp;nbsp;Juli folgte eine erzwungene Selbstauflösung der BVP nach Hausdurchsuchungen auch beim ehemaligen Ministerpräsidenten [[Heinrich Held (Politiker)|Heinrich Held]] und beim Bauernführer der BVP [[Georg Heim]]. Alle SPD- und BVB-Stadträte wurden in Schutzhaft genommen. Damit begann die völlige Gleichschaltung des Stadtrates, der ab Mitte Juli 1933 nur noch aus NSDAP-Mitgliedern bestand, die auch die frei gewordenen Sitze der ausgeschiedenen SPD- und BVP-Stadträte übernommen hatten. Nach der neu gestalteten [[Deutsche Gemeindeordnung|Gemeindeordnung]] von 1935 hatten diese Stadträte, die jetzt Ratsherren genannt wurden, nur noch beratende Funktion. Gemäß dem [[Führerprinzip]] sollte der Oberbürgermeister die Geschäfte der Stadt in eigener Verantwortung führen. Für diese Aufgabe gab Schottenheim seine Arztpraxis auf.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Albrecht&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Albrecht |Titel=Regensburg im Wandel. Studien zur Geschichte der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert |Hrsg=Museen und Archiv der Stadt Regensburg |Verlag=Mittelbayerische Verlags-Gesellschaft mbH |Ort=Regensburg |Datum=1984 |Reihe=Studien und Quellen zur Geschichte Regensburgs |BandReihe=2 |ISBN=3-921114-11-X |Seiten=215–222}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken als Oberbürgermeister ===&lt;br /&gt;
Nach einer anfänglichen Unterbrechung beließ Schottenheim den seit 1925 für die [[Bayerische Volkspartei]] amtierenden zweiten Bürgermeister [[Hans Herrmann (Politiker, 1889)|Hans Herrmann]] im Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen persönlichen Arbeitsschwerpunkten wählte Schottenheim neben Wehr- und Theaterangelegenheiten besonders die Erbauung von Wohnsiedlungen und die Siedlungsverwaltung. In seine Zeit als NSDAP-Bürgermeister fällt der Bauabschluss der [[Westheim (Regensburg)|Westheimsiedlung]]. Hauptakteur wurde Schottenheim bei Planung und Bau der später nach ihm benannten &amp;#039;&amp;#039;Schottenheimsiedlung&amp;#039;&amp;#039;, der heutigen [[Konradsiedlung-Wutzlhofen|Konradsiedlung]]. Der Bau dieser Siedlung war beim Amtsantritt von Schottenheim dringend erforderlich, angesichts von ca. 6.000 Arbeitslosen und 4.000 Wohnungssuchenden, die in den dichtbevölkerten Wohnquartieren der unteren Sozialschichten in der beengten Altstadt kein Unterkommen fanden.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Mai&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= Stefan Maier |Hrsg= M. Dallmeier, H. Reidel, Eugen Trapp |Titel= Die Schottenheimsiedlung als städtebauliches Konzept der Dreißigerjahre.|Sammelwerk= Denkmäler des Wandels, Produktion, Technik, Soziales |Band= Regensburger Herbstsymposium zur Kunst, Geschichte und Denkmalpflege, 2000|Verlag=Scriptorium Verlag für Kultur und Wissenschaft |Ort=Regensburg |Datum= 2003 |ISBN= 3-9806296-4-3|Seiten=17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Wohnkomplex, bei dem Schottenheim eine Rolle spielte, war die &amp;#039;&amp;#039;Siedlung Göring-Heim&amp;#039;&amp;#039;, die heutige [[Ganghofer-Siedlung]]. 1936/37 entstanden in einer ersten „Bauvornahme“ 608 Wohnungen in 152 Eigenheimen mit Einliegerwohnung und 76&amp;amp;nbsp;Vierfamilienhäusern. Von einem zweiten Bauabschnitt, der die Erstellung von über 500 weiteren Wohnungen zum Ziel hatte, konnten im Jahr 1939 noch 248 Wohnungen in 20&amp;amp;nbsp;Vierfamilien- und 21&amp;amp;nbsp;Achtfamilienhäusern erstellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier: [https://www.heimatforschung-regensburg.de/2283/1/1107021_DTL1748.pdf Die Siedlung „Göring-Heim“ in Regensburg (1937-1945)] Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 128 (1988),&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben vielen Ausschüssen gehörte er dem Beirat der im Juli 1936 gegründeten [[Messerschmitt GmbH]] an, die in Regensburg ein Flugzeugwerk gründen sollte. In der SA stieg Schottenheim zum Sanitätsbrigadeführer auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Führerlexikon: 1934/1935. Berlin Stollberg, 1934, S. 435.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der SS trug er seit dem 20.&amp;amp;nbsp;April 1944 den Rang eines [[SS-Brigadeführer]]s, einen Generalsrang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.geocities.com/~orion47/ Axis Biographical Research: Eintrag Otto Schottenheim] (siehe unter Waffen-SS)&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Sanitätsoffizier nahm Schottenheim an den ersten Wochen des deutschen [[Überfall auf Polen|Angriffskriegs gegen Polen]] teil, er begrüßte den Angriff mit begeisternden Worten. Schottenheim befürwortete u.&amp;amp;nbsp;a. auch die Praxis der NS-[[Zwangssterilisation|Zwangssterilisierungen]]. In der [[Reichspogromnacht]] am [[Novemberpogrome 1938|9. November 1938]] war Schottenheim nach Zeugenaussagen schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr am Tatort, der Synagoge in der Schäffnerstraße und verhinderte durch eigenes Eingreifen noch mögliche Löscharbeiten an der Synagoge persönlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Schottenheims Aussagen nach dem Krieg leitete er selbst in den letzten Kriegstagen, nachdem der Stadtkommandant und der Kreisleiter ihr Heil in der Flucht gesucht hätten und „Kampftruppenverbände oder SS-Formationen so gut wie keine mehr in der Stadt existierten“, die letztlich erfolgreichen Kapitulationsverhandlungen ein und löste die Volkssturmeinheiten auf. Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei bei seiner eigenen Rolle weitgehend um Schutzbehauptungen Schottenheims vor der Spruchkammer handelt, jedenfalls wurde am 27. April 1945 die Stadt Regensburg kampflos an die Amerikaner übergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Helmut Halter: &amp;#039;&amp;#039;Stadt unterm Hakenkreuz&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Robert Bürger |url=http://digital.bib-bvb.de/view/bvb_single/single.jsp?dvs=1680720211329~628&amp;amp;locale=de&amp;amp;VIEWER_URL=/view/bvb_single/single.jsp?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=39&amp;amp;bfe=view/action/singleViewer.do?dvs=&amp;amp;frameId=1&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true |titel=Regensburg in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 |werk=Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 123 (1983) Regensburg 1983. |abruf=2023-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Am 30. April 1945 wurde Schottenheim gefangen genommen und inhaftiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Im Sommer 1947 wurde Schottenheim im [[Entnazifizierung]]sprozess als „Hauptschuldiger“ angeklagt und als solcher zu viereinhalb Jahren Arbeitslager und zum Einzug seines Vermögens verurteilt. Der Argumentation seiner Verteidiger, Schottenheim habe Regensburg durch die kampflose Übergabe an die US-Streitkräfte vor der Zerstörung bewahrt, folgte die Lagerspruchkammer nicht. Die Berufungskammer stufte ihn am 27. August 1948 als „minderbelastet“ ein; nach bereits drei Jahren Haft kam er frei. Im so genannten „Synagogenbrandprozess“ im Jahr 1949 wurde Schottenheim freigesprochen, obwohl er sich nachts am [[Novemberpogrome 1938|9. November 1938]] schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr am Tatort aufgehalten hatte „und mögliche Löscharbeiten an der Synagoge selbst persönlich verhinderte“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Helmut Halter: &amp;#039;&amp;#039;Stadt unterm Hakenkreuz&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 189.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Schottenheim 1959.JPG|miniatur|Gedenktafel für Schottenheim bis Mitte 1990er am Gemeinschaftshaus der Siedlervereinigung]]&lt;br /&gt;
In den 1950er Jahren betätigte sich Schottenheim, mittlerweile als sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Mitläufer&amp;#039;&amp;#039; entnazifiziert, wieder als Arzt. Nachdem der Regensburger Stadtrat eine städtische Pensionszahlung für seine Zeit als Bürgermeister mehrfach abgelehnt hatte, verfügte die Bayerische Landesregierung im Jahre 1955, dass die Stadt dem ehemaligen nationalsozialistischen Bürgermeister Schottenheim eine Pension zu zahlen habe. Dies geschah auf Drängen des zwischenzeitlich für die [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] zum ersten Bürgermeister gewählten [[Hans Herrmann (Politiker, 1889)|Hans Herrmann]], der unter Schottenheim von 1933 bis 1945 zweiter Bürgermeister war.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Halter: &amp;#039;&amp;#039;Stadt unterm Hakenkreuz&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang August 1959 ließ Oberbürgermeister Hans Herrmann am Gemeinschaftshaus der Siedlervereinigung in der Konradsiedlung eine Gedenktafel anbringen. Darin wird das Wirken Schottenheims (und Herrmanns) gewürdigt, ohne das NS-Regime bzw. seine völkisch-[[Rassismus|rassistische]] Siedlerpolitik zu thematisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Maier: &amp;#039;&amp;#039;Schottenheim. „Die neue Stadt bei Regensburg“&amp;#039;&amp;#039;, 1992, S. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abbruch des Gemeinschaftshauses wurde die Tafel renoviert und ins Depot des [[Historisches Museum Regensburg|Historischen Museums]] gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenkpolitik ===&lt;br /&gt;
In seinem Nachruf vom September 1980 bezeichnete Oberbürgermeister [[Friedrich Viehbacher]] (CSU) seinen Vorgänger Schottenheim als uneigennützigen &amp;#039;&amp;#039;Mitläufer&amp;#039;&amp;#039; des NS-Regimes. In den letzten Kriegstagen des April 1945 habe Schottenheim unter Lebensgefahr durch die von ihm angeblich angewiesene bedingungslose Kapitulation die Stadt Regensburg vor der Zerstörung bewahrt. Diese wahrheitswidrige und gefällige Darstellung entspricht im Wesentlichen der Verteidigungsstrategie Schottenheims während seiner Entnazifizierungsverhandlungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Robert Werner: [https://www.regensburg-digital.de/ss-otto-schottenheim-als-retter-der-stadt/21072012/ &amp;#039;&amp;#039;SS-Brigadeführer Schottenheim als Retter der Stadt&amp;#039;&amp;#039;, 2012] (Aufsatz auf [[regensburg-digital]]; letzter Aufruf April 2023)&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei Jahre nach Schottenheims Tod behauptete [[Robert Bürger]], Regensburg vor der Zerstörung gerettet zu haben. Bürgermeister Schottenheim habe dies durch die kurzfristige Bereitstellung eines städtischen LKW ermöglicht. Inzwischen gilt auch die subjektive Darstellung Bürgers als widerlegt. Es dürfte großenteils das Verdienst des Stabsoffiziers [[Othmar Matzke]] sein, die Kapitulation und kampflose Übergabe der Stadt Regensburg in die Wege geleitet zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Peter Eiser, Günter Schießl: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsende in Regensburg. Revision einer Legende&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Waltraud Bierwirth und Klaus Himmelstein: &amp;#039;&amp;#039;Das November-Pogrom 1938 und der lange Weg zu einer neuen Synagoge.&amp;#039;&amp;#039; Walhallanet, Regensburg 2013, ISBN 978-3-9814689-4-6.&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 5: &amp;#039;&amp;#039;R–S.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 321–322.&lt;br /&gt;
* Berta Rathsam: &amp;#039;&amp;#039;Der große Irrtum. Dr. med. Schottenheim Mitläufer?&amp;#039;&amp;#039; Golddistel Verlag Regensburg 1981.&lt;br /&gt;
* Stefan Maier: &amp;#039;&amp;#039;Schottenheim. „Die neue Stadt bei Regensburg“ als völkische Gemeinschaftssiedlung&amp;#039;&amp;#039; (= Regensburger Schriften zur Volkskunde, Band 8), Bamberg 1992, ISBN 3-927392-30-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oberbürgermeister von Regensburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128379987|VIAF=33048586}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schottenheim, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Regensburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schottenheim, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), Bürgermeister von Regensburg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Oktober 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Regensburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. September 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Regensburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Naronnas</name></author>
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