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	<title>Otto Sarrazin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T18:10:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Sarrazin&amp;diff=705698&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tfjt: /* Beruf */ Ergänzung (Herkunft), Beleg</title>
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		<updated>2025-07-15T08:46:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beruf: &lt;/span&gt; Ergänzung (Herkunft), Beleg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Sarrazin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Dezember]] [[1842]] in [[Bocholt]]; † [[6. Juni]] [[1921]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Bauingenieur]] und hochrangiger preußischer [[Baubeamter]], bei seinem Tod trug er den Titel &amp;#039;&amp;#039;Wirklicher Geheimer Oberbaurat&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sarrazin trat vor allem als Fachschriftsteller und Schriftleiter zweier wichtiger Fachzeitschriften hervor. Außerdienstlich war er ein führender Vertreter des [[Allgemeiner Deutscher Sprachverein|Allgemeinen Deutschen Sprachvereins]] und setzte sich für die Reinhaltung der deutschen Sprache ein – in erster Linie durch Vermeidung unnötiger Fremdworte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommunalpolitisch war er als [[Stadtverordneter|Gemeindeverordneter]] an seinem Wohnsitz aktiv, der damaligen [[Landgemeinde (Preußen)|Landgemeinde]] [[Berlin-Friedenau|Friedenau]] bei [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beruf ==&lt;br /&gt;
Sarrazin wurde als zehntes von dreizehn Kindern des Justizkommissars und [[Salm-Salm]]’schen Kammerdirektors Franz Sarrazin in Bocholt geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Otto Sarrazin.&amp;#039;&amp;#039; In: Wilhelm Schulte: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Köpfe. 300 Lebensbilder bedeutender Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 1977, ISBN 3-4020-5700-X, S. 269&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besuchte das [[Gymnasium Paulinum (Münster)|Gymnasium Paulinum]] in [[Münster]], wo er mit anderen Schülern den gymnasialen Gesangsverein [[Bardophonia]] gründete. Nach dem 1862 abgelegten [[Abitur]] studierte er Bauingenieurwesen. Anschließend an das 1. Staatsexamen wirkte er zunächst als &amp;#039;&amp;#039;Bauführer&amp;#039;&amp;#039; ([[Referendar]] in der öffentlichen Bauverwaltung) beim Bau der [[Berliner Ringbahn]] unter [[Ernst Dircksen]] mit. Nach seiner Teilnahme am [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] bestand er im Juni 1872 das 2.&amp;amp;nbsp;Staatsexamen zum &amp;#039;&amp;#039;Regierungs-Baumeister&amp;#039;&amp;#039; ([[Assessor]]), das wegen des Kriegsdienstes um elf Monate rückdatiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die dadurch erreichte Anrechnung der Kriegsteilnahme auf die Dienstzeit als Beamter spielte sowohl für [[Beförderung (Personalwesen)|Beförderungen]] als auch für die Berechnung eines [[Ruhegehalt]]s eine Rolle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war danach zunächst bei der &amp;#039;&amp;#039;Technischen Abteilung für das Eisenbahnwesen&amp;#039;&amp;#039; im preußischen [[Handelsministerium]] und als Hilfslehrer für Wasserbau an der [[Berliner Bauakademie]] beschäftigt. Ab Ende 1873 arbeitete er beim Bau der [[Moselbahn]] mit; er lebte während dieser Zeit in [[Koblenz]], wo er auch heiratete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch verschiedene Veröffentlichungen –&amp;amp;nbsp;unter anderem zu den befürchteten Auswirkungen bildungspolitischer Reformbestrebungen auf das staatliche Bauwesen&amp;amp;nbsp;– fiel er seinen Vorgesetzten als besonders sachkundig und wortgewandt auf. Als nach der Neuorganisation des staatlichen Bauwesens in Preußen [[Albert Maybach]] als nunmehr zuständiger [[Ministerium der öffentlichen Arbeiten|Minister der öffentlichen Arbeiten]] Anfang 1881 die Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Centralblatt der Bauverwaltung]]&amp;#039;&amp;#039; gründete, berief er Otto Sarrazin als [[Redakteur|Schriftleiter]] des neuen Blattes. Er erfüllte diese Aufgabe so erfolgreich, dass ihm 1885 zusätzlich die Leitung der bereits seit 1851 bestehenden &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Bauwesen]]&amp;#039;&amp;#039; übertragen wurde. Diese Doppelfunktion übte er bis zu seinem Eintritt in den [[Ruhestand]] am 30. Juni 1913 aus. Er wahrte dabei die eigenständigen Profile beider Blätter so gut, dass diese trotz der erheblichen Überschneidungen in Inhalt und Zielgruppe erst lange Jahre nach seinem Tod unter den Auswirkungen der [[Weltwirtschaftskrise]] zusammengelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachpflege ==&lt;br /&gt;
Neben dem Beruf galt Sarrazins Interesse auch der [[Sprachpflege]]. Er schrieb ein &amp;#039;&amp;#039;Verdeutschungs-Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; (1886 erschienen), in dem er viele [[Verdeutschung]]en, so zum Beispiel „[[Fahrrad]]“, auflistet. Ob er allerdings wirklich der Urheber dieser Begriffe ist, ist umstritten. So schreibt Pryor Dodge in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Faszination Fahrrad&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Pryor Dodge: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Fahrrad. Geschichte, Technik, Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Delius Klasing (Edition Moby Dick), Kiel 1997, ISBN 3-89595-118-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Begriff „Fahrrad“ sei bereits 1885 durch Übereinkunft deutscher Radfahrervereine eingeführt worden. Bei der Bahn setzte Sarrazin zum Beispiel die Begriffe ‚Abteil‘ (statt des zuvor üblichen &amp;#039;&amp;#039;Coupés&amp;#039;&amp;#039;), ‚Bahnsteig‘ (statt &amp;#039;&amp;#039;Perron&amp;#039;&amp;#039;), ‚Fahrkarte‘ (statt &amp;#039;&amp;#039;Billet&amp;#039;&amp;#039;) und ‚Rückfahrkarte‘ (statt &amp;#039;&amp;#039;Retourbillet&amp;#039;&amp;#039;) durch. Er ist damit ein wichtiger Vertreter des [[Deutscher Sprachpurismus|deutschen Sprachpurismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Blume: [https://gfds.de/erfolge-und-misserfolge-des-lexikalischen-purismus-in-deutschland-zur-zeit-des-allgemeinen-deutschen-sprachvereins-und-heute/#footnote-1769-44-backlink &amp;#039;&amp;#039;Erfolge und Misserfolge des lexikalischen Purismus in Deutschland zur Zeit des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins und heute&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv „Muttersprache“&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 3/2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1900 wurde Sarrazin Vorsitzender des [[Allgemeiner Deutscher Sprachverein|Allgemeinen Deutschen Sprachvereins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Ehrendoktor]]würde (als &amp;#039;&amp;#039;Dr.-Ing.&amp;#039;&amp;#039;) der [[Technische Universität Berlin#Geschichte|Technischen Hochschule Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
* Ehrendoktorwürde (als &amp;#039;&amp;#039;Dr. phil.&amp;#039;&amp;#039;) der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Ludwigs-Universität Gießen]]&lt;br /&gt;
* Staatsmedaille für Verdienste um das Bauwesen in Gold&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Otto Sarrazin † |Sammelwerk=[[VDI-Z Integrierte Produktion|Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure]] |Band=65 |Nummer=27 |Datum=1921-07-02 |Seiten=723}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1947 wurde die zuvor nach dem [[Sturmabteilung|SA]]-Scharführer &amp;#039;&amp;#039;Erwin Jänisch&amp;#039;&amp;#039; benannte Straße in [[Berlin-Friedenau]] in [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Friedenau#S|Sarrazinstraße]] umbenannt, um seine Verdienste als Friedenauer Gemeindeverordneter zu würdigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=11 |id=S105 |zlb98=1733 |kaupert=Sarrazinstrasse-12159-Berlin |name=Sarrazinstraße}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sein Grab befindet sich auf dem [[Friedhof Schöneberg III|Friedenauer Friedhof an der Stubenrauchstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch für eine deutsche Einheitsschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verdeutschungs-Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Ernst &amp;amp; Korn, Berlin 1886. / … / 4., vermehrte Auflage, Wilhelm Ernst &amp;amp; Sohn, Berlin 1912. / 5., vermehrte Auflage, Wilhelm Ernst &amp;amp; Sohn, Berlin 1918.&lt;br /&gt;
* {{ZentralblBauverw |Autor=Otto Sarrazin |Titel=Das Fremdwort in der Amtssprache und in Baukunst und Bauwissenschaft |Jahr=1884 |Heft=34a |Seiten=465 |Werkliste=1 |zlb=355}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Otto Sarrazin ist ein Urgroßonkel des Politikers [[Thilo Sarrazin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ZentralblBauverw |Autor=H. Zimmermann |Titel=Otto Sarrazin † |Jahr=1921 |Heft=53 |Seiten=329 f. |zlb=347}}&lt;br /&gt;
* Anke Heier: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Fremdwortlexikografie zwischen 1800 und 2007. Zur metasprachlichen und lexikografischen Behandlung äußeren Lehnguts in Sprachkontaktwörterbüchern des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 2012&lt;br /&gt;
* Klaus Rockenbach, Wilhelm Schulte: &amp;#039;&amp;#039;Otto Sarrazin 1842–1921, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Westmünsterländische Biografien, 3.&amp;#039;&amp;#039; Reihe: Geschichte im Westmünsterland, 9. Hrsg. und Verlag Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes, Vreden / Bredevoort 2018, S. 145–150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116807954}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116807954|LCCN=no2024078633|VIAF=45063590}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sarrazin, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Oberbaurat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bocholt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunalpolitiker (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sarrazin, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bauingenieur, preußischer Baubeamter und Fachschriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Dezember 1842&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bocholt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Juni 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tfjt</name></author>
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