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	<title>Otto Ruppius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-04T00:58:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Otto Ruppius (1819-1864).png|mini|Otto Ruppius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Eduard Otto Ruppius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Februar]] [[1819]] in Glaucha (Stadtteil von Halle a. d. Saale)&amp;lt;ref&amp;gt;Der Irrtum „Glauchau“ statt Glaucha wurde bereits 1864 vom Nachrufschreiber Otto Girndt begangen und zieht sich seitdem durch die Sekundärliteratur. Hainer Plaul gelang 2022 der Nachweis des tatsächlichen Geburtsorts anhand von Archivbelegen.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[25. Juni]] [[1864]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ruppius war der Sohn eines Verwaltungsbeamten. Seine Schulzeit verbrachte er in [[Langensalza]]. Im Anschluss daran absolvierte er eine kaufmännische Lehre in [[Erfurt]]. Da ihm dieser Beruf nach eigenen Aussagen „keinerlei interessantes Wagnis“ bot, meldete er sich 1839 freiwillig zum Militär. Dort brachte er es bis zum Regimentsschreiber und konnte 1841 mit seinem Erstling &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch für den preußischen Infanteristen&amp;#039;&amp;#039; debütieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 quittierte Ruppius seinen Dienst bei der Armee und ließ sich wieder in Langensalza nieder. Dort erlernte er den Beruf des [[Buchhändler]]s, der ihn aber auch nicht begeisterte. 1845 ging er nach Berlin und gründete zusammen mit seinem Freund Adolf Ries den [[Norddeutscher Volksschriftenverein|Norddeutschen Volksschriftenverein]]. Gemeinsam mit [[Jeremias Gotthelf]] gab er das „Organ“ desselben heraus. Noch im selben Jahr heiratete er Amalie Ahrends († 1880);&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kalliope.staatsbibliothek-berlin.de/de/ead?ead.id=DE-2060-BE-134-407362 Personenakte GSA 134/68,3.] Goethe- und Schiller-Archiv, kalliope.staatsbibliothek-berlin.de&amp;lt;/ref&amp;gt; später hatte er zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1848 publizierte Ruppius die &amp;#039;&amp;#039;Bürger- und Bauernzeitung&amp;#039;&amp;#039;, in der er Werke von Jeremias Gotthelf –&amp;amp;nbsp;in hochdeutscher Übertragung&amp;amp;nbsp;– veröffentlichen wollte. Dieses Projekt zerschlug sich, da Gotthelf seine Werke selbst ins Schriftdeutsche zu übertragen gedachte. In dieser Zeit entstand neben anderen auch Ruppius’ Werk &amp;#039;&amp;#039;Eine Weberfamilie&amp;#039;&amp;#039;, in dem er –&amp;amp;nbsp;gleich [[Gerhart Hauptmann]]&amp;amp;nbsp;– das Elend der schlesischen Weber thematisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am 5. Dezember 1848 auf Befehl des Königs [[Friedrich Wilhelm IV.|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;IV.]] die [[preußische Nationalversammlung]] aufgelöst wurde, kommentierte Ruppius dies mit einem politischen Artikel in seiner &amp;#039;&amp;#039;Bürger- und Bauernzeitung&amp;#039;&amp;#039;. Darin forderte er, Minister [[Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Politiker)|Friedrich Wilhelm von Brandenburg]] solle als [[Landesverrat|Verräter]] vor Gericht gestellt werden. Ruppius wurde angeklagt und am 16. Juni 1849 zu neun Monaten [[Festungshaft]] verurteilt. Die geringe Höhe der Haftstrafe kam nach Aussage des Gerichts nur zustande, da der Angeklagte „…&amp;amp;nbsp;durch freimütiges, aber doch höchst anständiges, mäßiges Benehmen einen sehr günstigen Eindruck machte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ruppius Ende 1849 seine Haftstrafe antreten sollte, flüchtete er in die [[USA]] und ließ sich in [[Nashville]] im Bundesstaat [[Tennessee]] als Musiklehrer nieder. Da ihm dort das Klima nicht zusagte, ging er nach [[Louisville (Kentucky)|Louisville]] in [[Kentucky]] und holte 1851 seine Frau mit den Kindern zu sich. Die &amp;#039;&amp;#039;German Musical Society&amp;#039;&amp;#039; in Louisville engagierte ihn und auch seine Frau des Öfteren für kleine Konzerte. 1853 brannte sein Haus bis auf die Grundmauern ab, die Familie verlor ihr gesamtes Hab und Gut.&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Aussagen von Otto Girndt handelte es sich dabei um Brandstiftung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruppius ging für ca. ein Jahr nach [[New York City]] und arbeitete dort als [[Redakteur]] bei der deutschsprachigen &amp;#039;&amp;#039;[[New Yorker Staatszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. 1855 ließ er sich mit seiner Familie in [[Milwaukee]] im Bundesstaat [[Wisconsin]] nieder und gründete dort die deutschsprachige Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Westliche Blätter&amp;#039;&amp;#039; mit dem Ziel, in den USA eine eigenständige deutsche Literatur zu begründen. Als er mit der Redaktion (und seiner Familie) 1859 nach [[St. Louis]] in [[Missouri]] wechselte, scheiterte er an den Bedingungen des heraufziehenden und schließlich ausbrechenden [[Sezessionskrieg|Bürgerkriegs]], in dem Missouri ein umkämpfter Grenzstaat war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in [[Preußen]] 1861 für „revolutionäre Umtriebe“ [[Amnestie]] gewährt wurde, kehrte Ruppius im August desselben Jahres nach Deutschland zurück und ließ sich 1862 in [[Leipzig]] nieder. Der Buchhändler [[Ernst Keil]] engagierte Ruppius für seine Familien-Wochenzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Gartenlaube]]&amp;#039;&amp;#039; und später für sein Periodikum &amp;#039;&amp;#039;Der Leuchtturm&amp;#039;&amp;#039;. Ruppius’ Auswanderergeschichte &amp;#039;&amp;#039;Ein Deutscher&amp;#039;&amp;#039; war der erste [[Roman]], den Keil in der &amp;#039;&amp;#039;Gartenlaube&amp;#039;&amp;#039; abdruckte; bis dahin hatte er es vermieden, längere Prosawerke zu veröffentlichen, die nicht innerhalb einer Monatsausgabe zum Abschluss gebracht werden konnten. 1863 ging Ruppius nach Berlin und gründete dort das &amp;#039;&amp;#039;Sonntagsblatt für Jedermann aus dem Volke&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von 45 Jahren starb Ruppius 1864 in Berlin an einem Hirntumor. Sein Freund, der Schriftsteller [[Otto Girndt (Schriftsteller)|Otto Girndt]], schrieb einen [[Nachruf|Nekrolog]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz beispielsweise zu [[Balduin Möllhausen]] war Ruppius nie im [[Wilder Westen|Wilden Westen]]. In seinen zahlreichen Romanen und Erzählungen thematisierte er die Schicksale deutscher Auswanderer als immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse. In zum Teil recht realistischer Sprache ließ er dabei – fast ausschließlich in den USA – die „guten Auswanderer“ schlussendlich über ihr „böses Schicksal“ siegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruppius.jpg|mini|Der Pedlar, Erfurt 1886 (Titelseite)]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch für den preußischen Infanteristen&amp;#039;&amp;#039;. 1841&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Pedlar&amp;#039;&amp;#039;. 1857&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geld und Geist&amp;#039;&amp;#039;. 1860&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Prärieteufel&amp;#039;&amp;#039;, 1861&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Genrebilder aus dem deutsch-amerikanischen Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1861&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube |Wikisource=Ein Deutscher &amp;amp;#40;Die Gartenlaube 1861&amp;amp;#41; |Titel=Ein Deutscher |Autor=Otto Ruppius |Jahr=1861 |Heft=10–35 |Seite=144–548 |Werkliste=1}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwei Welten&amp;#039;&amp;#039;. 1863&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Erzählungen aus dem deutschen und deutsch-amerikanischen Volksleben&amp;#039;&amp;#039;. Th. Knaur Verlag, Leipzig um 1900&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Vermächtnis des Pedlars&amp;#039;&amp;#039; (Volksbücher)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|29|715|716|Ruppius, Otto|[[Franz Brümmer]]|ADB:Ruppius, Otto}}&lt;br /&gt;
* Theodor Graewert: &amp;#039;&amp;#039;Otto Ruppius und der Amerikaroman im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Beck, Eisfeld 1935 (zugleich Dissertation, Universität Jena)&lt;br /&gt;
* Christoph Hering: &amp;#039;&amp;#039;Otto Ruppius, der Amerikafahrer, Flüchtling, Exilschriftsteller, Rückwanderer&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Sigrid Bauschinger]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Amerika in der deutschen Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 1975, ISBN 3-15-010253-7&lt;br /&gt;
* Undine Janeck: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Gartenlaube und Karl May. Deutsche Amerikarezeption in den Jahren 1871–1913&amp;#039;&amp;#039;. [[Shaker Verlag]], Aachen 2003, ISBN 3-8322-1494-1 (zugleich Dissertation, Universität Marburg)&lt;br /&gt;
* [[Hainer Plaul]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Ruppius – kein Landsmann Karl Mays&amp;#039;&amp;#039;. In: Karl-May-Haus Information Nummer 37, [[2022]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116708859}}&lt;br /&gt;
*{{Zeno-Autor|Literatur/M/Ruppius,+Otto}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|ruppius}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=Otto%20Ruppius&amp;amp;and&amp;amp;#91;&amp;amp;#93;=languageSorter%3A%22German%22 Otto Ruppius] im Internet Archive&lt;br /&gt;
* [https://www.ablit.de/ruppius/ruppius.htm Über Otto Ruppius] mit Bibliografien und Texten&lt;br /&gt;
* [http://www.abenteuerroman.info/autor/ruppius/bib/bib.htm Otto Ruppius: Bibliografie.] abenteuerroman.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116708859|LCCN=no91017643|VIAF=3229135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruppius, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westernliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiseliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Milwaukee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1819]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1864]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ruppius, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Februar 1819&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Glaucha&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juni 1864&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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