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	<title>Otto Riese - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 18. November 2025 um 15:30 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-18T15:30:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Riese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Oktober]] [[1894]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[4. Juni]] [[1977]] in [[Pully]] bei [[Lausanne]]) war ein deutscher [[Jurist]], [[Richter]] und [[Hochschullehrer]]. Er war Senatspräsident des [[Bundesgerichtshof]]s in Karlsruhe und der erste Richter der [[Bundesrepublik Deutschland]] am [[Europäischer Gerichtshof|Europäischen Gerichtshof]]. Er gilt als Pionier des [[Internationales Privatrecht|Internationalen Privatrechts]] und des [[Luftfahrtrecht]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NJW&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Otto Riese wurde geboren als Sohn des als Baumeister und Ingenieur von Eisenbahnlinien in Afrika und Asien bekanntgewordenen geheimen Baurats [[Johann August Otto Riese]], welcher unter anderem die Bauleitung für die [[Bagdadbahn]] innehatte, und der Karoline Elise geb. Euler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und berufliche Laufbahn ==&lt;br /&gt;
=== Studium und frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Riese besuchte das [[Goethe-Gymnasium (Frankfurt)|Goethe-Gymnasium in Frankfurt am Main]] und studierte ab 1913 bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] drei Semester Rechtswissenschaften an der [[Universität Lausanne]]. Während seines Studiums in Lausanne wurde er Mitglied der [[Société d’Étudiants Germania Lausanne]]. Riese nahm als Freiwilliger an den Kämpfen im Westen teil und war zuletzt [[Leutnant]] der [[Reservist|Reserve]] und [[Adjutant|Abteilungsadjutant]] im Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg setzte er sein Studium an der [[Universität Leipzig]] und der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt]] fort. Anschließend verfasste er seine Dissertationsarbeit unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;„Die rechtliche Konstruktion der nach den Sozialisierungsgesetzen zu bildenden Syndikate“&amp;#039;&amp;#039; und wurde 1921 an der Universität Frankfurt zum [[Doktor der Rechte]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1923 schloss er sein Studium mit dem zweiten [[Juristenausbildung in Deutschland#Referendariat und zweites Staatsexamen|juristischen Staatsexamen]] ab und war anschließend [[Assessor]] am [[Landgericht Frankfurt am Main]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1924 bis 1925 war er [[Volontär]] am Bankhaus [[M.M.Warburg &amp;amp; CO]] in Hamburg. Anschließend wechselte er ins [[Reichsministerium der Justiz]], für das er von 1925 bis 1935 zuerst als Hilfsreferent für Völkerrecht und internationales Verkehrsrecht und später als Leiter des Referats Völkerrecht und internationales Recht tätig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FS&amp;quot;&amp;gt;Widmung von [[Walter Strauß (Politiker)|Walter Strauß]] in: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Otto Riese aus Anlaß seines siebzigsten Geburtstages.&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 1964&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war zudem Mitglied des Internationalen Ausschusses der Luftrechtssachverständigen und nahm in diesem Jahr als Sekretär der deutschen [[Delegation (Abordnung)|Delegation]] auf der Brüsseler Seerechtskonferenz teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 studierte ein halbes Jahr [[Common Law|englisches Recht]] in [[London]] und wurde Ende 1928 zum [[Oberregierungsrat]] im Reichsjustizministerium befördert. Riese spezialisierte sich im Bereich des [[Internationales Privatrecht|Internationalen Privatrechts]] vor allem auf das [[Luftfahrtrecht]] und nahm von 1924 bis 1938 als Delegierter und Fachmann ersten Ranges an [[Diplomatie|diplomatischen]] Staatenkonferenzen zur Vereinheitlichung des Luftprivatrechts in Paris, Warschau, Rom und Brüssel teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1929 bis 1930 unternahm Riese auf eigene Kosten ausgedehnte Studienreisen nach [[Indien]], [[Siam]], [[Niederländisch-Indien]], [[China]] und [[Japan]] und war 1933 Berichterstatter (Rapporteur) der Internationalen Diplomatischen Konferenz für Luftprivatrecht in Rom und war Mitglied des Comité International Technique d’Experts Juridiques Aériens in Paris und des Luftrechtsausschusses der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht (heute: [[Deutsche Gesellschaft für Internationales Recht]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 erfolgte seine Ernennung zum [[Ministerialrat]] im Reichsjustizministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laufbahn als Professor ===&lt;br /&gt;
Bereits 1928 hatte sich Riese in Gesprächen mit der Université de Lausanne und der Erziehungsdirektion des [[Kanton Waadt|Kantons Waadt]] dafür eingesetzt, dass der wegen der niedrigen Studentenzahlen während des Ersten Weltkrieges inzwischen seit 10 Jahren zum Erliegen gekommene deutsche Rechtsunterricht an der sonst französischsprachigen Université de Lausanne wieder etabliert werden konnte. Die Verhandlungen führten zu dem Ergebnis, dass der Dekan der juristischen Fakultät und die Erziehungsdirektion 1931 die Berufung eines deutschen Privatdozenten als außerordentlichen Lehrbeauftragten in Aussicht stellten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neumayer&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Heinz Neumayer]]: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre deutscher Rechtsunterricht an der Universität Lausanne.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gratiae Fructus, Festschrift zu Ehren der Universität Lausanne.&amp;#039;&amp;#039; S. 26 f. Donau-Druck, Regensburg 1997, ISBN 3-927529-46-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Riese für die Dauer eines Sommers vom Reichsjustizministerium Urlaub erhalten hatte, nahm er das an ihn gerichtete Angebot an, als [[Lehrbeauftragter]] für [[Bürgerliches Gesetzbuch|Deutsches Bürgerliches]] und [[Zivilprozessrecht (Deutschland)|Zivilprozessrecht]] Vorlesungen an der [[Université de Lausanne]] zu halten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neumayer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 wurde er in Lausanne zum außerordentlichen Professor für deutsches Recht ernannt und zunächst für die übliche Dauer von 2 Jahren verpflichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neumayer&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem er seine feste Professur am [[Lehrstuhl für deutsches Recht der Universität Lausanne]] erhalten hatte, schied er auf seinen Wunsch offiziell aus dem Verband des Reichsjustizministeriums aus. Am 18. Mai 1939 beantragte Riese die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde zum 1. September desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.076.995).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34961573&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Simon: An der Peripherie des nazifizierten deutschen Hochschulsystems. Basel 2022. S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges konnte Riese weiterhin Vorlesungen in Lausanne halten, wobei er allerdings neben einem reduzierten Programm für deutsche Studenten seit 1937 auch Vorlesungen über &amp;#039;&amp;#039;droit aérien international&amp;#039;&amp;#039; (internationales Luftfahrtrecht) und ab 1941 über &amp;#039;&amp;#039;la réforme actuel du droit civil allemand&amp;#039;&amp;#039; in französischer Sprache für schweizerische Studenten hielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neumayer2&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Heinz Neumayer]]: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre deutscher Rechtsunterricht an der Universität Lausanne.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gratiae Fructus, Festschrift zu Ehren der Universität Lausanne.&amp;#039;&amp;#039; S. 28. Donau-Druck, Regensburg 1997, ISBN 3-927529-46-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 lehnte er einen Ruf an die [[Universität Mainz]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NJW&amp;quot;&amp;gt;Eugen Langen: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf für Otto Riese.&amp;#039;&amp;#039; Neue Juristische Wochenschrift (NJW) 1977, S. 1522.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch dem Angebot einer Beamtenstelle in der Verwaltung der britisch besetzten Zone folgte er nicht und stellte so den weiteren Lehrbetrieb für deutsche Rechtsstudierende an der Université de Lausanne trotz der noch anhaltenden widrigen Umstände sicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neumayer2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde er dort schließlich zum ordentlichen Professor für deutsches Recht, Recht der deutschen [[Wertpapierrecht|Wertpapiere]], [[Luftfahrtrecht|Luftfahrt-]] und [[Verkehrsrecht]] und [[Rechtsvergleichung]] ernannt. Ab 1950 übte er zugleich das Amt des Dekans der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Lausanne aus und war ab 1951 noch als [[Honorarprofessor]] an der Universität Lausanne tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1956 nahm Professor Riese als deutscher [[Delegierter]] und [[Delegation (Abordnung)|Delegation]]sleiter auch fortgesetzt an den Konferenzen der &amp;quot;[[International Civil Aviation Organization]]&amp;quot; (ICAO), einer [[Sonderorganisationen der Vereinten Nationen|Sonderorganisation der Vereinten Nationen]] und ihres Rechtsausschusses teil. Hierüber berichtete er nach Einstellung der juristischen Fachzeitschrift „Archiv für Luftrecht“ im Jahre 1943 in verschiedenen deutschen Völkerrechts[[periodika]] und seit 1952 regelmäßig in der neu erscheinenden juristischen Fachzeitschrift „Zeitschrift für Luftrecht und Weltraumrechtsfragen“ (die heutige [[Zeitschrift für Luft- und Weltraumrecht]] (ZLW)). Darüber hinaus untersuchte er die Rechtsentwicklung des Luftfahrtrechts in mehreren luftrechtlichen Monographien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richter am BGH und am EGKS-Gerichtshof ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde er im Rahmen des Wiederaufbaus einer höchstrichterlichen Gerichtsbarkeit für die Bundesrepublik am 20. September 1951 vom damaligen Justizminister [[Thomas Dehler]] als Senatspräsident an den [[Bundesgerichtshof]] in Karlsruhe berufen und übernahm dort als Nachfolger von [[Wilhelm Schelb]] den Vorsitz des [[III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs|III. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;NJW&amp;quot;/&amp;gt; dem insbesondere auch in die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte gehörende öffentlich-rechtliche Streitsachen, vor allem Amtshaftungssachen zugeteilt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits kurz darauf wurde er von der [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit der Aufgabe betraut, in Umsetzung des [[Schuman-Plan]]s als Richter an der Mitbegründung des Gerichtshofes der [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl|Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl]] mitzuwirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FS&amp;quot;/&amp;gt; Daraufhin arbeitete er vom 4. Dezember 1952 bis zum 6. Oktober 1958 fast 6 Jahre lang als Richter am [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl|EGKS]]-Gerichtshof in [[Luxemburg (Stadt)|Luxemburg]], dem Vorläufer des Europäischen Gerichtshofs. Otto Riese gehörte zusammen mit Charles Léon Hammes (1898–1967) aus [[Luxemburg]], Adrianus van Kleffens (1899–1973) aus den [[Niederlande]]n, Petrus Serrarens (1888–1963) ebenfalls aus den Niederlanden, Massimo Pilotti (1879–1962) aus Italien, [[Jacques Rueff]] (1896–1978) aus [[Frankreich]] und [[Louis Delvaux]] (1895–1976) aus [[Belgien]] der ersten am EGKS-Gerichtshof eingerichteten Kammer an.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.: [[Liste der Richter am Europäischen Gerichtshof]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit seiner Vereidigung am 10. Dezember 1952 war Riese der erste deutsche Richter einer höchstrichterlichen Instanz auf europäischer Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner Arbeit am EGKS-Gerichtshof folgten vom 7. Oktober 1958 bis zum 6. Februar 1963 über vier weitere Jahre als Richter und [[Kammer (Gericht)|Kammer]]präsident an dem daraus hervorgegangenen neu gegründeten [[Europäischer Gerichtshof|Europäischen Gerichtshof]] aller drei [[Europäische Gemeinschaften|Europäischen Gemeinschaften]], dem seit 1992 obersten [[Rechtsprechung|rechtsprechenden]] Organ der [[Europäische Union|Europäischen Union]] (EU) mit Sitz in [[Luxemburg (Stadt)|Luxemburg]]. Damit war er zudem der erste deutsche Richter dieses Gerichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste wurde Riese 1961 mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Riese kritisierte 1963 die Sprachregelung, die [[französische Sprache]] als einheitliche und einzige Arbeitssprache des Europäischen Gerichtshofs zu verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu ausführlich: Otto Riese: &amp;#039;&amp;#039;Das Sprachenproblem in der Praxis des Gerichtshofes der europäischen Gemeinschaften&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vom deutschen zum europäischen Recht – Festschrift für Festschrift für Heinz Dölle.&amp;#039;&amp;#039; 1963, S. 507–524.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Sprachregelung verschaffe den Richtern französischer Muttersprache erhebliche Vorteile gegenüber den anderen Richtern und ermögliche ohne Übersetzungen unmittelbare geheime Beratungen des Richterkollegiums. Anderseits mute sie ihnen auch zu das nicht immer glänzende Französisch ihrer Kollegen anhören zu müssen und auferlege ihnen die „&amp;#039;&amp;#039;toilette de style&amp;#039;&amp;#039;“ der Urteilsentwürfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ebenda.&amp;lt;/ref&amp;gt; Riese hat mit seinen Äußerungen Kritik erfahren, die aber nicht offen ausgesprochen worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Joachim Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des internationalen Zivilverfahrensrechts&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Ausgabe 1, Hrsg. vom Max-Planck-Institut für Ausländisches und Internationales Privatrecht. S. 60&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Jahre in Lausanne ===&lt;br /&gt;
1963 kehrte Otto Riese im Alter von 68 Jahren nach Lausanne zurück, wo man ihn zur Leitung des an der Universität gegründeten Instituts für Rechtsvergleichung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unil.ch/cdcei/fr/home.html |titel=Centre de droit comparé, européen et international |sprache=fr |abruf=2021-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; berufen hatte. Diese Aufgabe hatte er als Direktor bis 1972 inne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|21|606|607|Riese, Otto|Udo Wörffel|117532711}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hielt er dort bis 1966 als [[Honorarprofessor]] weiterhin deutsch- und französischsprachige Vorlesungen zu [[Rechtsvergleichung]] und deutschem Zivilrecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Riese veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen zu luftrechtlichen Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war ein passionierter Sammler japanischer Farbholzschnitte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot; /&amp;gt; Seine Sammlung bestehend aus über 179 Blättern ist bis zuletzt 2009 Gegenstand mehrerer Ausstellungen gewesen. Das [[Museum für Angewandte Kunst (Frankfurt am Main)]] kaufte die Sammlung 2012.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.journal-frankfurt.de//journal_news/Kultur-9/Japanische-Holzschnitte-MAK-kauft-die-Sammlung-Otto-Riese-16601.html |titel=MAK kauft die Sammlung Otto Riese - Japanische Holzschnitte |abruf=2021-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Riese war unverheiratet und starb am 4. Juni 1977 im Alter von 82 Jahren in Pully bei Lausanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] 1. Klasse (1914)&lt;br /&gt;
* Eisernes Kreuz 2. Klasse (1914)&lt;br /&gt;
* [[Verwundetenabzeichen]] (1918)&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband]] (1961)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Methoden der internationalen Vereinheitlichung des Privatrechts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Schweizerisches Recht&amp;#039;&amp;#039; Band 86, Halbband 1, 1967, S. 1–31&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Sprachenproblem in der Praxis des Gerichtshofes der europäischen Gemeinschaften&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Vom deutschen zum europäischen Recht – Festschrift für Festschrift für Heinz Dölle.&amp;#039;&amp;#039; 1963, S. 507–524.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einheitliche Gerichtsbarkeit für vereinheitlichtes Recht?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht]]&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1961, S. 604–628&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das mehrseitige Abkommen über gewerbliche Rechte im nichtplanmäßigen Luftverkehr in Europa.&amp;#039;&amp;#039; Kirschbaum Verlag, Bielefeld 1959&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Internationalprivatrechtliche Probleme auf dem Gebiet des Luftrechts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Luft- und Weltraumrecht&amp;#039;&amp;#039; 1958, S. 271&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luft- und weltraumrechtliche Gegenwartsfragen.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erfahrungen aus der Praxis des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Richterzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; 1958, S. 270–274.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Précis de droit aérien international et suisse.&amp;#039;&amp;#039;Pichon &amp;amp; Durand-Auzias, Paris 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luftrecht: das internationale Recht der zivilen Luftfahrt unter besonderer Berücksichtigung des schweizerischen Rechts.&amp;#039;&amp;#039; Koehler Verlag, Stuttgart 1949&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die staatsrechtliche Inkraftsetzung von Staatsverträgen in England.&amp;#039;&amp;#039; Tauchnitz Verlag, Leipzig 1929&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die rechtliche Konstruktion der nach den Sozialisierungsgesetzen zu bildenden Syndikate.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation an der Universität Frankfurt. Osterrieth Verlag, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1921&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|606|607|Riese, Otto|Udo Wörffel|117532711}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|48310|Riese, Otto|Autor=Fritz Sturm}}&lt;br /&gt;
* [[Fritz Sturm (Jurist)|Fritz Sturm]]: &amp;#039;&amp;#039;Hommage au professeur Otto Riese.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gratiae Fructus, Festschrift zu Ehren der Universität Lausanne – 100 Jahre deutscher Rechtsunterricht an der Universität Lausanne – 100 Jahre Korporation Germania Lausanne.&amp;#039;&amp;#039; Donau-Druck, Regensburg 1997, ISBN 3-927529-46-X, S. 33–37.&lt;br /&gt;
* Eugen Langen: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf für Otto Riese.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Juristische Wochenschrift]]&amp;#039;&amp;#039; 1977, S. 1522&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Otto Riese aus Anlaß seines siebzigsten Geburtstages (mit Beiträgen von Aubin, Bernhard, Ernst v. Caemmerer, Philippe Meylan, [[Karl Heinz Neumayer]], Gerd Rinck, [[Walter Strauß (Politiker)|Walter Strauß]]).&amp;#039;&amp;#039; Verlag C. F. Müller, Karlsruhe 1964&lt;br /&gt;
* Stephan von der Schulenburg (Hrsg.). Wolfgang Höhn (Werkkatalog): &amp;#039;&amp;#039;Helden der Bühne und Schönheiten der Nacht. Meisterwerke des Japanischen Holzschnitts aus den Sammlungen Otto Riese und [[Johann Georg Geyger]], Museum für Angewandte Kunst Frankfurt, 19. Februar – 10. Mai 2009.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung mit zahlreichen Illustrationen. Wienand, Köln 2009&lt;br /&gt;
* Rose Hempel: &amp;#039;&amp;#039;Meisterwerke des japanischen Farbholzschnitts – die Sammlung Otto Riese.&amp;#039;&amp;#039; Katalogbuch anläßlich der Ausstellung &amp;quot;Meisterwerke des Japanischen Farbholzschnitts, die Sammlung Otto Riese&amp;quot; im Museum für Ostasiatische Kunst Köln vom 24. September bis 7. Dezember 1997. Prestel Verlag, München, New York 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119512637}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.uni-koeln.de/jur-fak/instluft/geschinst4.html Dauerhafte und ergiebige Zusammenarbeit: Das Institut und Professor Otto Riese]&amp;#039;&amp;#039;, Institut für Luft- und Weltraumrecht, Rechtswissenschaftliche Fakultät der [[Universität Köln]]&lt;br /&gt;
* [https://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_7014/ Kurzbiographie (mit Foto) auf den Seiten der Ehemaligen Mitglieder des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften]&lt;br /&gt;
* [https://www.koeblergerhard.de/Rechtsfaecher/Luftrecht15.htm Biographie Otto Rieses af den Seiten von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler]&lt;br /&gt;
* [https://www.cvce.eu/obj/vereidigung_der_ersten_sieben_richter_des_gerichtshof_der_egks_10_dezember_1952-de-bde6d6dd-c33b-4850-9f48-9beb85f34ac0.html Vereidigung der ersten sieben Richter des Gerichtshofs der EGKS am 10. Dezember 1952], Audiodokument, Vereidigung Otto Rieses ab 00:00:45 min.&lt;br /&gt;
* [https://www.cvce.eu/obj/richter_bei_der_ersten_arbeitssitzung_des_gerichtshofs_der_egks_in_luxemburg_10_dezember_1952-de-a46176f6-55f0-44b3-8c88-4587be7844ec.html Richter bei der ersten Arbeitssitzung des Gerichtshofs der EGKS in Luxemburg am 10. Dezember 1952]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsches Recht Lausanne}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119512637|LCCN=n/86/803239|VIAF=392750}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Riese, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Lausanne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Bundesgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter am Europäischen Gerichtshof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilprozessrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Riese, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Richter am Europäischen Gerichtshof&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Oktober 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juni 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pully]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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