<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Praun</id>
	<title>Otto Praun - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Praun"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Praun&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-29T20:34:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Praun&amp;diff=1426938&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Elvis1909 am 25. März 2026 um 16:25 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Praun&amp;diff=1426938&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-25T16:25:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Praun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. April]] [[1894]] in [[München]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dieterwunderlich.de/Vera_Bruehne.htm |titel=Vera Brühne (Biografie) {{!}} Dieter Wunderlich: Buchtipps und mehr |sprache=de-DE |abruf=2023-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; † zwischen [[14. April|14.]] und [[19. April]] [[1960]] in [[Pöcking]]) war ein deutscher [[Gynäkologe]] und Immobilienhändler. Bekanntheit erlangte er durch seine Ermordung, für die [[Vera Brühne]] und [[Johann Ferbach]] in einem [[Indizienprozess]] zu lebenslanger Haft verurteilt wurden; Prauns Verstrickung in [[Waffenhandel]] und [[Spionage]] wurde hingegen niemals Gegenstand des Prozesses.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Nix: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/bruehne-vera-und-johann-ferbach/ Brühne, Vera und Johann Ferbach]&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Kurt Groenewold]], Alexander Ignor, Arnd Koch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politischen Strafprozesse&amp;#039;&amp;#039;, Online, zuletzt abgerufen am 12. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Otto Praun entstammte einer Familie, deren Mitglieder seit dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zur Führung der westdeutschen Geheimdienste gehörten. Sein Vetter [[Albert Praun]] war in der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] General der [[Nachrichtentruppe von Wehrmacht und Waffen-SS|Nachrichtentruppe]]. Er übernahm 1956 mit dem Decknamen „Schwarz“ in [[Pullach im Isartal|Pullach]] die Leitung der [[Fernmeldeaufklärung]]. Sein Neffe Dietrich Praun brachte es zum Leiter des Referats Sicherheit/Gegenspionage und wurde später unter dem Decknamen „Pranner“ [[Bundesnachrichtendienst|BND]]-Resident in [[Tunesien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praun „soll seit 1928 für einen Nachrichtendienst gearbeitet haben“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber&amp;quot; /&amp;gt; er war [[Vertrauensarzt]] der [[Allianz SE|Allianz]] und trat zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.725.299).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/33081441&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen 1937 und 1944 schützte Praun Menschen vor dem Zugriff der NS-Diktatur, indem er ihnen [[Attest]]e ausstellte. Ein Ehepaar wurde so vor der [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeit]] bewahrt. Die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] ermittelte gegen Praun wegen Verstoßes gegen die [[Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen]]. 1944 wurde von einem [[Ortsgruppenleiter]] ein Parteiordnungsverfahren wegen wiederholten „Nicht-Tragens“ des Parteiabzeichens angeregt. In einer Aktennotiz des BND fanden Journalisten 2001 den Hinweis, Praun habe „der [[Spionage]] von [[Adolf Hitler|Hitlers]] [[Wehrmacht]] als [[Offizier]] oder [[V-Person|V-Mann]] gedient und später auch dem BND“ und „sei in Waffenschiebereien verwickelt“ gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ds19680129&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=45465055|Titel=Verdienst im Halbdunkel|Jahr=1968|Nr=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 wurde eine frühere Mitarbeiterin der Abwehr, Sonja Bletschacher, in [[Starnberg]] tot aufgefunden. Sie war eine Freundin von Praun und hatte einen Oberst Bletschacher geheiratet, der 1944 gestorben war. Nach dem Krieg war Sonja Bletschacher einmal von Praun in sein Haus in Pöcking eingeladen worden. Praun war zum Fall Bletschacher befragt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber&amp;quot;&amp;gt;Oberfinanzpräsidium (Landesfinanzamt), Sophienstraße 6, München Unterhaltsakte Bletschacher, Aktenzeichen M.N.M 17836 nach [http://www.gabyweber.com/dwnld/bucher/machtrausch_kapitel.pdf Machtrausch] (PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB) aus [[Gaby Weber]] in &amp;#039;&amp;#039;Die Vergangenheit, die nicht endete – Machtrausch, Geschäft und Verfassungsverrat im Justizskandal Brühne-Ferbach&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. [[Ulrich Sonnemann]], Focus Verlag, Gießen, 1985, 206 S. S. 40&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Tötungsdelikt (Deutschland)|Tötungsdelikte]] im Landkreis Starnberg war die Kriminalpolizei in [[Fürstenfeldbruck]] zuständig. Im Fall Bletschacher wurde [[Suizid]] ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praun stellte [[Vera Brühne]] im Juli 1957 in München als [[Chauffeur|Chauffeuse]] ein, wofür er ihr einen gebrauchten [[VW&amp;amp;nbsp;Käfer]] zur Verfügung stellte und 200 [[Deutsche Mark]] monatlich zahlte. Im Oktober 1957 chauffierte Brühne Praun erstmals zu dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Finca]] Casavana&amp;#039;&amp;#039; an der [[Costa Brava]], die von der Verwalterin Katja Hintze betreut wurde. 1958 entließ Praun Hintze und übertrug Brühne die Verwaltung des Grundstückes bei [[Lloret de Mar]] in der [[Spanien|spanischen]] [[Provinz Girona]]. Am 23.&amp;amp;nbsp;Mai 1959 erstellte Praun in [[Arbúcies]] ein [[Testament]], in dem er Brühne ein lebenslanges Wohnrecht auf dem 8,3&amp;amp;nbsp;[[Hektar]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ds19730924&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=41972665|Titel=Der Tod kam nicht um 19.45 Uhr|Jahr=1973|Nr=39}}&amp;lt;/ref&amp;gt; großen Landsitz einräumte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
Als am 19. April 1960, dem Dienstag nach Ostern, Praun nicht in seiner Praxis in der [[Lindwurmstraße]] in München erschien, fuhr gegen 22:00&amp;amp;nbsp;Uhr seine Sprechstundenhilfe mit ihrem Mitbewohner nach [[Pöcking]]. Ihr Begleiter betrat die Villa über die Terrassentür und fand Praun erschossen vor. Die Polizei fand später auch die durch einen Genickschuss ermordete Haushälterin Elfriede Kloo im Souterrain der Villa. Der zuständige [[Polizeiobermeister|Kriminalobermeister]] Rodatus stellte noch in derselben Nacht einen – für die Aufklärungsstatistik positiven – erweiterten [[Suizid]] Prauns fest.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/1961/48/fuer-die-polizei-war-alles-klar/komplettansicht |titel=Bayern: Für die Polizei war alles klar {{!}} ZEIT ONLINE |datum=2017-01-18 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170118104009/http://www.zeit.de/1961/48/fuer-die-polizei-war-alles-klar/komplettansicht |abruf=2025-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. April 1960 wurde Praun auf dem [[Nordfriedhof (München)|Münchener Nordfriedhof]] beerdigt. Er hinterließ ein Vermögen, das auf 1,6&amp;amp;nbsp;Millionen Deutsche Mark geschätzt wurde, nach heutigem Wert etwa {{Inflation|DE|1.6|1960|r=1}} Millionen Euro. Am 2.&amp;amp;nbsp;August 1960 fand im [[Amtsgericht Starnberg]] die Testamentseröffnung statt. In seinem Testament vom 23.&amp;amp;nbsp;Mai 1959 räumte Praun Brühne ein lebenslanges Nutzungsrecht für sein Anwesen in [[Lloret de Mar]] ein. Praun vererbte sein Grundeigentum in Spanien an Brühne mit der Auflage, dass bei Antritt des Erbes ein Nacherbenvermerk zugunsten seines Sohnes Günther Praun (*&amp;amp;nbsp;1930) in das Grundbuch eingetragen wird. Brühne hätte das Gelände nutzen können, ein Verkauf wäre aber von der Zustimmung durch Günther Praun abhängig geblieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Testamentseröffnung war der Konsens über Prauns Todesursache nicht mehr ungeteilt. Zwei Wochen nach der Testamentseröffnung erstattete der Anwalt von Günther Praun bei der Staatsanwaltschaft beim [[Landgericht München II]] Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Mordes in zwei Fällen. Außerdem beantragte er die Exhumierung und Sektion der Leiche Otto Prauns. Am 27.&amp;amp;nbsp;Oktober 1960 gab der zuständige Ermittlungsrichter beim [[Amtsgericht München]] dem Ersuchen statt. Die anschließende Obduktion ergab, dass Praun mit zwei Kopfschüssen ermordet worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ds19700420&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=44944182|Titel=Die vielen Säulen des Richters Seibert|Jahr=1970|Nr=17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1962 wurde Brühne und dem Mitangeklagten [[Johann Ferbach]] der Prozess gemacht. Günther Praun brachte eine Reihe entscheidender [[Beweismittel]] in das Verfahren ein, die nicht polizeilich gesichert worden waren und von Praun hätten verfälscht worden sein können. Eine wichtige Rolle im Prozess spielten auch die widersprüchlichen Aussagen von Brühnes Tochter Sylvia Cossy, die ihre Mutter ursprünglich belastet hatte und ihre Aussage dann vor Gericht widerrief. Am 4.&amp;amp;nbsp;Juni 1962 wurden Brühne und Ferbach wegen gemeinschaftlichen Doppelmordes zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen]] [[Zuchthaus]]strafe verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2001/22/Die_wahrhaftige_Luegnerin &amp;#039;&amp;#039;Die wahrhaftige Lügnerin&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 22, 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein [[Revision (Recht)|Revisionsantrag]] wurde am 4.&amp;amp;nbsp;Dezember 1962 vom [[Bundesgerichtshof]] abgelehnt, das Urteil damit [[Rechtskraft (Deutschland)|rechtskräftig]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42945035.html Starre gelöst.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;13, 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt; Brühne wurde 1979 begnadigt und aus der Haft entlassen. Sie starb 2001.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Nix: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/bruehne-vera-und-johann-ferbach/ Brühne, Vera und Johann Ferbach]&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Kurt Groenewold]], Alexander Ignor, Arnd Koch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politischen Strafprozesse&amp;#039;&amp;#039;, Online, Stand April 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=108192229X|VIAF=163145542417296640092}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Praun, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immobilienmakler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Abwehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Praun, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsches Mordopfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. April 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=zwischen 14. April 1960 und 19. April 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pöcking]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Elvis1909</name></author>
	</entry>
</feed>