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	<title>Otto Pfleiderer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T08:09:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mimeike: Ergänzung/Link/Beleg</title>
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		<updated>2025-12-01T18:03:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung/Link/Beleg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Theologen Otto Pfleiderer. Für den gleichnamigen Ökonomen (* 1901; † 1989) siehe [[Otto Ernst Pfleiderer]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto-Pfleiderer.jpg|miniatur|Otto Pfleiderer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein.Otto.Pfleiderer.jpg|miniatur|Grab von Otto Pfleiderer auf dem [[Friedhof Lankwitz]]. Koordinaten des Grabes: {{Coordinate |text=/|NS=52.423822|EW=13.333856|type=landmark|region=DE-BE|name=Grabstein}}]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Pfleiderer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. September]] [[1839]] in [[Stetten im Remstal]]; † [[18. Juli]] [[1908]] in [[Groß-Lichterfelde]] bei [[Berlin]]) war ein deutscher protestantischer [[Theologie|Theologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Otto wurde als Sohn des Mathematiklehrers Eduard Karl Pfleiderer (* 9. März 1810; † 30. März 1861) und dessen Frau Anna Auguste Pfleiderer geb. Sigel (* 18. Dezember 1815; † 1873) geboren. Seine Kindheit erlebte er in Heilbronn und besuchte die Klosterschule Maulbronn. Nach dem Besuch des Seminars in Blaubeuren studierte Pfleiderer von 1857 bis 1861 Theologie und Philosophie an der [[Universität Tübingen]]. Hier wurden unter anderem [[Ferdinand Christian Baur]] und [[Johann Tobias Beck]] seine Lehrer. Danach war er in Eningen bei Reutlingen als Vikar tätig und absolvierte eine Studienreise durch Norddeutschland, außerdem in [[England]] und [[Schottland]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 wurde er Repetent am [[Evangelisches Stift Tübingen|Tübinger Stift]] und [[Habilitation|habilitierte]] sich dort 1865 als [[Privatdozent]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hu-berlin&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.hu-berlin.de/ueberblick/geschichte/rektoren/pfleiderer|titel=Otto Pfleiderer|hrsg=[[Humboldt-Universität zu Berlin|hu-berlin.de]]|zugriff=2013-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem kurzen Intermezzo 1868 als Stadtpfarrer in [[Heilbronn]], wurde er 1870 als Oberpfarrer und [[Superintendent]] nach [[Jena]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 1870/71 wurde er [[ordentlicher Professor]] für [[Praktische Theologie]] an der [[Universität Jena]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hu-berlin&amp;quot; /&amp;gt; Damit verbunden war er Universitätsprediger, sowie Direktor des homiletischen und katechetischen Seminars. Außerdem hatte man ihn zum Kirchenrat ernannt und er war im Wintersemester 1874 [[Liste der Rektoren der Friedrich-Schiller-Universität Jena|Rektor der Alma Mater]]. 1874 wurde er gegen den Willen der Theologischen Fakultät vom preußischen Kultusminister [[Adalbert Falk]] zum Professor für Exegese und praktische Theologie an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] (heute Humboldt-Universität) ernannt. Bereits im Wintersemester 1875/76 konnte er auf den Lehrstuhl für [[Systematische Theologie]] wechseln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hu-berlin&amp;quot; /&amp;gt; Dort wurde er 1894 ebenfalls Rektor der Hochschule und lehrte bis unmittelbar vor seinem Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde auf dem [[Friedhof Lankwitz]] in Berlin-Lichterfelde an der Grabstelle Abteilung C1 / 1. Wahlreihe Nummer 72 beigesetzt. Aus seiner am 15. Dezember 1868 geschlossenen Ehe mit Marie Kornbeck (* 5. März 1845: † 16. August 1921 in Berlin) stammt die Schriftstellerin Else Pfleiderer (* 3. März 1877 in Berlin; † 6. Juli 1937 in Bonn) verheiratet am 29. Juni 1904 mit Pfarrer Otto Zurhellen (* 27. März 1877 in Mülheim an der Ruhr; † 4. November 1914 in Andechy, Frankreich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht lange nach Otto Pfleiderers Tod wurde 1909 im heutigen [[Lichterfelde West|Berlin-Lichterfelde West]] die &amp;#039;&amp;#039;Pfleidererstraße&amp;#039;&amp;#039; nach dem evangelischen Theologen benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Rosemarie Gebauer|Titel=Die Villenkolonie Lichterfelde in Berlin|Verlag=:Transit Buchverlag|Ort=Berlin|Datum=2025|ISBN=978-3-88747-422-5|Seiten=132, 161 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Pfleiderer veröffentlichte vor allem über [[Religionsphilosophie]] und über die Geschichte des [[Urchristentum]]s. Aus Tübinger Vorlesungen ging sein erstes grundlegendes Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Religion, ihr Wesen und ihre Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (1868) hervor. Die &amp;#039;&amp;#039;Religionsphilosophie auf geschichtlicher Grundlage&amp;#039;&amp;#039; führte die Gedanken weiter und versuchte, die Tradition des [[Deutscher Idealismus|deutschen Idealismus]] mit der zeitgenössischen vergleichenden Religionswissenschaft zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner These, dass erst [[Paulus von Tarsus|Paulus]] mit seinem [[Paulinismus]] das Christentum begründet habe und dies als Ziel- und Höhepunkt des Hellenismus anzusehen sei, griff er Ansätze seines Lehrers Baur auf. Damit stellte er sich gegen die Ideen von [[Albrecht Ritschl (Theologe)|Albrecht Ritschl]] und [[Adolf von Harnack]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hu-berlin&amp;quot; /&amp;gt; Er hatte enge Verbindungen nach Großbritannien und in die USA, wo sein Einfluss größer war als in Deutschland. Pfleiderer gehörte zu den Förderern der Frauenbewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;Helene Lange: &amp;#039;&amp;#039;Intellektuelle Grenzlinien zwischen Mann und Frau.&amp;#039;&amp;#039; In: Die Frau. Monatsschrift für das gesamte Frauenleben unserer Zeit. 6/3 (1897), S.&amp;amp;nbsp;321–334, hier S. 330.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Religion.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1869 2. Bd. ([https://books.google.de/books?id=rKD0NREkMtcC Online])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moral und Religion nach ihrem gegenseitigen Verhältniss geschichtlich und philosophisch erörtert.&amp;#039;&amp;#039; Harlem, 1871 ([https://books.google.de/books?id=j1ZVAAAAcAAJ Online]), Leipzig 1872 ([https://books.google.de/books?id=p8UrAAAAYAAJ Online])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Paulinismus. Ein Beitrag zur Geschichte der urchristlichen Theologie&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1873, Leipzig 1890 ([https://archive.org/details/MN41487ucmf_6/mode/2up] auf archive.org)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Gedächtnißrede zur Feier seines Secular-Jubiläums.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1875&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Religionsphilosophie und ihre Bedeutung für die Theologie der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (1875)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Urchristentum, seine Schriften und Lehren, in geschichtlichen Zusammenhang beschrieben&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1878; 2. Aufl. Berlin 1902, 2. Bde.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religionsphilosophie auf geschichtlicher Grundlage.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1878, 2. Aufl. Berlin 1884, 2. Bde.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur religiösen Verständigung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1879&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der christlichen Glaubens- und Sittenlehre.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1882&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Religionsphilosophie von Spinoza bis auf die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; (1. u. 2. Aufl. 1883, 3. Aufl. Berlin 1893)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriß der christlichen Glaubens- und Sittenlehre als Compendium für Studierende und als Leitfaden für den Unterricht an höheren Schulen&amp;#039;&amp;#039; (1886; 6. Aufl. 1898)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Development of Theology in Germany since Kant and its Progress in Great Britain since 1825&amp;#039;&amp;#039; (1890; deutsch 1891) [http://archive.org/details/a603765000pfleuoft/ Online-Ressource]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Philosophy and Development of Religion&amp;#039;&amp;#039; (1894; [[Gifford Lectures]]) [http://archive.org/details/philosophyandde00pflegoog/ Online-Ressource]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Idee des ewigen Friedens&amp;#039;&amp;#039; (1895)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Christusbild des urchristlichen Glaubens, in religionsgeschichtlicher Beleuchtung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1903&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung des Christentums&amp;#039;&amp;#039;. München 1905   ([[iarchive:dieentstehungdes00pfleuoft|https://archive.org/details/dieentstehungdes00pfleuoft]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Verhältnis der Religionsphilosophie zu anderen Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1906&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religion und Religionen&amp;#039;&amp;#039; München 1906, 1911&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Christentums&amp;#039;&amp;#039; (1907)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinhard Leuze: &amp;#039;&amp;#039;Theologie und Religionsgeschichte. Der Weg Otto Pfleiderers.&amp;#039;&amp;#039; Kaiser, München 1980.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm Graf]]: &amp;#039;&amp;#039;Pfleiderer, Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 26 (2000), S. 429–437.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|349|350|Pfleiderer, Otto|Reinhard Leuze|118593668}}&lt;br /&gt;
* Eckhard Lessing: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschsprachigen evangelischen Theologie von Albrecht Ritschl bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-56196-2, Band 1, S. 65–71.&lt;br /&gt;
* [[Anton Bettelheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog.&amp;#039;&amp;#039; Georg Reimer, Berlin 1910, Jg. 1908, S. 209. ([http://www.archive.org/stream/BiographischesJahrbuchUndDeutscherNekrologBd131908#page/n213/mode/2up Online])&lt;br /&gt;
* {{RE3|24|316|323|Pfleiderer, Otto|Reinhold Seeberg}}&lt;br /&gt;
* Volodymyr Abaschnik: &amp;#039;&amp;#039;Otto Pfleiderer und die deutsche Theologie in der kritischen Darstellung von Timofej Butkevič&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal for the History of Modern Theology / Zeitschrift für Neuere Theologiegeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 28 (2021), S. 21–48.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118593668}}&lt;br /&gt;
* [http://www.berlin.de/imperia/md/content/basteglitzzehlendorf/geschichte/pfleiderer.pdf Ehrengräber und erwähnenswerte Grabstellen - Berlin.de] (PDF-Datei; 34 kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.hu-berlin.de/de/ueberblick/geschichte/rektoren/pfleiderer Otto Pfleiderer] im Professorenkatalog der Humboldt-Universität zu Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118593668|LCCN=n/79/78160|VIAF=64013825}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pfleiderer, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionsphilosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Systematischer Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pfleiderer, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher protestantischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. September 1839&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stetten im Remstal]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Juli 1908&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Groß-Lichterfelde bei [[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mimeike</name></author>
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