<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Opet</id>
	<title>Otto Opet - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Opet"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Opet&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T08:07:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Opet&amp;diff=1489069&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Werke (Auswahl) ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Opet&amp;diff=1489069&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-05T13:02:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke (Auswahl) ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Opet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. April]] [[1866]] in [[Berlin]]; † [[17. November]] [[1941]] in [[Hamburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Rechtswissenschaft]]ler ([[Privatrecht|Bürgerliches Recht]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Opet war ein deutscher [[Richter]] und [[Rechtswissenschaft]]ler, der sich im Schwerpunkt mit der [[Rechtsgeschichte]], dem Theaterrecht, dem [[Urheberrecht]] und dem [[Familienrecht]] befasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 wurde er nach dem Abschluss des juristischen Studiums an der Universität Berlin mit einer Arbeit „zur erbrechtlichen Stellung der Weiber in der Zeit der Volksrechte“ zum [[Dr. iur.]] promoviert. Ende 1891 legte er das [[Assessorexamen]] ab und wurde Gerichtsassessor im Bezirk des [[Kammergericht]]s Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er in Deutschland keine Gelegenheit zur [[Habilitation]] erhalten hatte – [[Ernst Joseph Cohn]] deutet an, dass dies mit einer Abneigung des damals einflussreichen Rechtshistorikers [[Heinrich Brunner (Rechtshistoriker)|Heinrich Brunner]] zusammenhing –, habilitierte er sich 1893 in [[Bern]], so dass Opet dort – bis einschließlich 1895 unbesoldet – Rechtsgeschichte, Urheberrecht und [[Patent]]recht las. Nachdem Opet 1897 sein Hauptwerk „Deutsches Theaterrecht“ veröffentlicht hatte, bemühte er sich erneut um einen eigenen Lehrstuhl in Bern und [[Graz]], was aber erfolglos blieb. Daraufhin wechselte er 1900 als Privatdozent an die [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]], wo er bei den Studenten beliebte und gut besuchte Vorlesungen hielt (&amp;#039;&amp;#039;Cohn&amp;#039;&amp;#039;). Dort lernte er auch [[Gustav Radbruch]] kennen. Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitete Opet als Richter. 1920 wurde er in Kiel zum unbesoldeten außerordentlichen Professor ernannt. Erst 1930 wurde er nach einem Urteil des [[Reichsgericht]]s ebendort ordentlicher [[Professor]] (Deutsches Recht) und 1931/1932 [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der juristischen Fakultät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Orientierung ==&lt;br /&gt;
Opet war von 1919 bis 1930 Mitglied der liberaldemokratischen [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]] (DDP). Von 1924 bis 1933 gehörte er ferner dem republikanischen [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]] an. Von 1932 bis 1932 war er Mitglied der [[Radikaldemokratische Partei|Radikaldemokratischen Partei]], die von ehemaligen DDP-Mitgliedern gegründet worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michael Grüttner, &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter, Berlin/Boston 2023, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Da Opet nicht nur dezidierter Anhänger der Weimarer Republik war, sondern auch Jude, forderte die Kieler Studentenschaft 1933 massiv seine Entlassung. Im November 1933 wurde er aufgrund des [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] aus dem Staatsdienst entlassen. Eine Beschwerde dagegen blieb wirkungslos. Seine Zugehörigkeit zum Judentum kostete Opet unter der nationalsozialistischen Herrschaft 1933 auch seine Position als Mitherausgeber des 1928 u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Paul Dienstag]] begründeten [[Archiv für Urheber- und Medienrecht|Archivs für Urheber-, Film- und Theaterrecht]] (UFITA), das von Anfang an eines der bedeutendsten Organe der Urheberrechtswissenschaft in Deutschland war. 1935 war er unter den Unterzeichnern des Geleitworts im ersten Heft der von &amp;#039;&amp;#039;Dienstag&amp;#039;&amp;#039; in der Migration begründeten Zeitschrift [[Geistiges Eigentum (Zeitschrift)|Geistiges Eigentum]], in der er in der Folge aber kaum in Erscheinung trat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opet starb während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] in [[Hamburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die erbrechtliche Stellung der Weiber in der Zeit der Volksrechte&amp;#039;&amp;#039;. Koebner, Breslau 1888 (Untersuchungen zur deutschen Staats- und Rechts-Geschichte; 25) ([http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB000190B100000000 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Prozesseinleitungsformen im ordentlichen deutschen Rechtsgang&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit der Volksrechte&amp;#039;&amp;#039;. Koebner, Breslau 1891.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Popularklage der Berner Handfeste: ein Beitrag zur Geschichte der Popularstrafklage im deutschen Recht; Antrittsvorlesung&amp;#039;&amp;#039;. Stämpfli &amp;amp; Cie. Bern 1894. Stämpfli &amp;amp; Cie, Bern 1894.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Theaterrecht&amp;#039;&amp;#039;. Calvary, Berlin 1897.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Verwandtschaftsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs für das Deutsche Reich&amp;#039;&amp;#039;. Vahlen, Berlin 1899.&lt;br /&gt;
* mit Wilhelm von Blum und Johannes Biermann: Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuche und seinen Nebengesetzen. Bd. 1: Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuche, Teil 4: Das Familienrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs, Abschnitt 3: Vormundschaft. Heymann, Berlin 1904.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zum Brautkauf nach altalemannischem Recht&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Festgabe der Kieler Juristen-Fakultät ihrem hochverehrten Senior Dr. Albert Hänel dargebracht zum fünfzigjährigen Doktor-Jubiläum am 28. Dezember 1907&amp;#039;&amp;#039;. Lipsius &amp;amp; Tischer, Kiel / Leipzig 1907, S. 177–214 ([https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/image/PPN734593252/187/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brauttradition und Konsensgespräch in mittelalterlichen Trauungsritualen: ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Eheschliessungsrechts.&amp;#039;&amp;#039; Vahlen, Berlin 1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Schutz der nationalen Minderheiten&amp;#039;&amp;#039;. Engelmann, Berlin 1919 (Monographien zum Völkerbund; 4).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klosterrecht und Reichsverfassung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 51 (1922), S. 207–227 ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN770142370_1922/page/211 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christoph Krauthoff. Ein Beitrag zum schleswig-holsteinischen Rechtsleben des 17. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 52 (1923), S. 72–116 ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN770142370_1923/page/76 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Simon Apel: &amp;#039;&amp;#039;Otto Opet (1866–1941)&amp;#039;&amp;#039;. In: Simon Apel, [[Louis Pahlow]], Matthias Wießner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des Geistigen Eigentums&amp;#039;&amp;#039;, Mohr Siebeck, Tübingen 2017, ISBN 3-16-154999-6, S. 208–212.&lt;br /&gt;
* Ernst J. Cohn: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Opet. Eine Studie zum Leben der deutschen Vorkriegsuniversität&amp;#039;&amp;#039;, in: Josef Tittel u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Multitudo Legum Ius Unum. Festschrift für [[Wilhelm Wengler]] zu seinem 65. Geburtstag, Band II: Kollisionsrecht und Rechtsvergleichung&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1973, S. 211–234.&lt;br /&gt;
* Ernst J. Cohn: &amp;#039;&amp;#039;Three Jewish Lawyers of Germany&amp;#039;&amp;#039;, in: Year Book XVII of the [[Leo Baeck Institut]]e, 1972, S. 155–178 (169 ff.).&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. Biogramme und kollektivbiografische Analyse&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter, Berlin/Boston 2023, ISBN 978-3-11-123678-0, S. 229.&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|547|548|Opet, Otto|[[Christian Hattenhauer]]|117134899}}&lt;br /&gt;
* [[Manfred Rehbinder]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Opet zur Sozialbindung des Urheberrechts&amp;#039;&amp;#039;, in: Ulrich Loewenheim (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Urheberrecht im Informationszeitalter. Festschrift für Wilhelm Nordemann zum 70. Geburtstag am 8. Januar 2004&amp;#039;&amp;#039;, München 2004, S. 87–93.&lt;br /&gt;
* [[Salomon Wininger]]: &amp;#039;&amp;#039;Große jüdische National-Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Band 4. Czernowitz, 1927, S. 365&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://cau.gelehrtenverzeichnis.de/person/b93c39b2-7af4-05bd-39d9-4d4c60a048ff Kieler Gelehrtenverzeichnis]&lt;br /&gt;
*[http://www.uni-kiel.de/ns-zeit/bios/opet-otto.shtml Biografische Notiz auf der Seite über vertriebene Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117134899}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117134899|LCCN=no/99/2079|VIAF=74621590}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Opet, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Reichsbanner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Opet, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. April 1866&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. November 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
	</entry>
</feed>