<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Nuschke</id>
	<title>Otto Nuschke - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Nuschke"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Nuschke&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T21:15:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Nuschke&amp;diff=61678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Dateigröße angepasst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Nuschke&amp;diff=61678&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-18T18:21:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Dateigröße angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F003810-0001, Frankfurt-Main, Evang. Kirchentag, Otto Nuschke.jpg|mini|Otto Nuschke auf dem [[Deutscher Evangelischer Kirchentag 1956|Deutschen Evangelischen Kirchentag in Frankfurt am Main, 1956]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Nuschke Frohburg.jpg|mini|Otto-Nuschke-Denkmal in dessen Geburtsstadt Frohburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tombstone Otto Nuschke.jpg|mini|Grab von Otto Nuschke auf dem [[Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden|Dorotheenstädtischen Friedhof]] in Berlin.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto-Nuschke-Ehrenzeichen VS.jpg|mini|Otto-Nuschke-Ehrenzeichen in Bronze]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Nuschke (timbre RDA).jpg|mini|Briefmarkenausgabe zum 100. Geburtstag Otto Nuschkes (DDR 1983)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Gustav Nuschke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Februar]] [[1883]] in [[Frohburg]]; † [[27. Dezember]] [[1957]] in [[Hennigsdorf]]) war ein deutscher [[Politiker]] und [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]]-Vorsitzender in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] bzw. der späteren [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Zudem war Nuschke ab 1949  stellvertretender [[Ministerpräsident]] der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Leipziger Buch- und Steindruckereibesitzer Gustav Otto Nuschke (1849–1924) und dessen Ehefrau Elisabeth Voigt (1853–1924). Sein Bruder Reinhard (* 1889) führte die Druckerei noch bis 1929 weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Bürgerschule in Frohburg erhielt Nuschke, der [[evangelisch]]en Glaubens war, noch einige Zeit Privatunterricht und besuchte dann die [[Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe|Akademie für graphische Künste]] in [[Leipzig]]. Er erlernte bei seinem Vater das Buchdruckerhandwerk. 1902 wurde Nuschke [[Redakteur]] der &amp;#039;&amp;#039;Hessischen Landeszeitung&amp;#039;&amp;#039; in [[Marburg]], deren Leitung er ein Jahr später übernahm. Während dieser Zeit belegte er als [[Gasthörer]] [[Vorlesung]]en an der [[Philipps-Universität Marburg]]. 1910 wechselte Nuschke als Redakteur zum &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. Von 1915 bis 1930 war er Chefredakteur der &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Volks-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Wilke (Medienwissenschaftler)|Jürgen Wilke]]: &amp;#039;&amp;#039;Presseanweisungen im zwanzigsten Jahrhundert. Erster Weltkrieg, Drittes Reich, DDR.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Köln / Wien 2007, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm er als Gefreiter des &amp;#039;&amp;#039;Garde-Landsturmbataillons Zossen&amp;#039;&amp;#039; teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1924]] ließ er den [[Gertrudenhof (Hennigsdorf)|Gertrudenhof]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nuschke engagierte sich im [[Verband für internationale Verständigung]], im [[Bund Deutscher Bodenreformer]] und der [[Deutsche Friedensgesellschaft|Deutschen Friedensgesellschaft]]. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der Nationalsozialisten bewirtschaftete er zunächst einen kleinen Hof in der Nähe von Berlin, den er aber auf politischen Druck hin aufgeben musste. Nuschke verhalf während der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Diktatur]] jüdischen Mitbürgern zur Flucht aus Deutschland, er selbst wurde mehrfach verhört und verhaftet. Auf Initiative [[Julius Leber]]s nahm er Kontakt zu den Attentätern des [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] auf und war von diesen als künftiger Leiter des Rundfunks vorgesehen. Nach Lebers Verhaftung musste er untertauchen und überlebte bis Kriegsende in der Illegalität.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Fischer, Gesellschaft der Freunde und Förderer der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landwirte im Widerstand 1933–1945&amp;#039;&amp;#039; (Begleitheft zur Ausstellung). Rostock 2005, ISBN 3-86009-288-X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1949 war Otto Nuschke Sprecher der deutschen Delegation, die am Gründungskongress der [[Weltfriedensrat|Weltfriedensbewegung]] in Paris teilnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Aufstand vom 17. Juni 1953|17. Juni 1953]], dem Tag des Volksaufstandes in der DDR, wurde er von Demonstranten in seinem Auto erkannt und über die [[Oberbaumbrücke]], die die Sektorengrenze bildete, nach [[West-Berlin]] gedrängt. Dort rettete er sich in eine Polizeistation vor der wütenden Menge.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heike Amos]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Westpolitik der SED 1948/49–1961. „Arbeit nach Westdeutschland“ durch die Nationale Front, das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und das Ministerium für Staatssicherheit&amp;#039;&amp;#039;. Akademie-Verlag, Berlin 1999, ISBN 978-3-05-003446-1, S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Verhören wurde er nach 36 Stunden freigelassen, ohne Schaden erlitten zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hagen: [https://books.google.com/books?id=lZdoKRnTF_kC&amp;amp;pg=PA148&amp;amp;dq=%22otto+nuschke%22&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=3&amp;amp;as_pt=ALLTYPES &amp;#039;&amp;#039;DDR – Juni &amp;#039;53&amp;#039;&amp;#039;]. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-515-06007-3, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Interview mit dem [[RIAS]] bekannte er sich zu seinem Staat DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Nuschke war viermal verheiratet. Er heiratete 1909 in Marburg die Konditorstochter &amp;#039;&amp;#039;Gertrud Matthaei&amp;#039;&amp;#039; (1887–1925); das Paar hatte einen Sohn. Nach ihrem Tod heiratete er 1927 Mathilde Küthmann (* 1900), die Ehe wurde 1933 geschieden. Die dritte Eheschließung erfolgte 1937 mit Charlotte Dittrich. Nach dem Krieg heiratete er 1948 Vera Günther (* 1927–2022), eine Tochter des Politikers [[Emil Günther (Politiker)|Emil Günther]] (1893–1976), mit der er einen weiteren Sohn hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kas.de/de/web/geschichte-der-cdu/personen/biogramm-detail/-/content/otto-nuschke-v1 Otto Nuschke], auf kas.de.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ruhestätte ===&lt;br /&gt;
Otto Nuschke wurde auf dem [[Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden|Dorotheenstädtischen Friedhof]] in Berlin am 30. Dezember 1958 beigesetzt. Die Predigt bei der kirchlichen Trauerfeier hielt Propst [[Heinrich Grüber]] in der [[Friedhofskapelle|Kapelle]]. Unter den Trauergästen befanden sich die Bischöfe [[Otto Dibelius]] und [[Friedrich-Wilhelm Krummacher]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 31. Dezember 1958, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einschätzung des ehemaligen Mitarbeiters von Nuschke im Staatsapparat sowie späteren Konsistorialpräsidenten, [[Kurt Grünbaum|Grünbaum]], dass der Parteivorsitzende nicht „ohne christliche Substanz“ und „innerhalb der CDU sehr einsam“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Schultze]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Kontext verschärfter Angriffe auf die Kirche&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02684-5, S. 112, unter Bezugnahme auf einen Bericht des ehemaligen CDU-Funktionärs für Kirchenfragen [[Willi Leisner]] gegenüber dem [[Ministerium für Staatssicherheit|MfS]].&amp;lt;/ref&amp;gt; gewesen sei, mag bei der Teilnahme der leitenden Kirchenvertreter eine Rolle gespielt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabanlage gestaltete der Steinbildhauermeister [[Alfred Späte]] (1917–1979) aus thüringischem [[Muschelkalk]] in seiner Bildhauer- und Steinmetzwerkstatt in [[Kayna]] im heutigen [[Burgenlandkreis]].&amp;lt;ref&amp;gt;Abbildung der Grabanlage mit vollständiger Namensnennung des Künstlers in der Bildunterschrift bei [[Gerhard Fischer (Politiker, 1930)|Gerhard Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke. Ein Lebensbild&amp;#039;&amp;#039;, Union Verlag, Berlin 1983, Bildtafeln zwischen S. 144 und 145; {{DNB|830365699}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Späte nahm persönlich an der Übergabe des Grabmals und den beiden dazugehörigen [[Obelisk]]en für den verstorbenen Parteivorsitzenden der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]] am [[17. Juni]] 1959 im Beisein von [[Gerald Götting]] teil, der in seiner Rede auf das geschichtsträchtige Datum einging.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 18. Juni 1959, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Partei ===&lt;br /&gt;
Nuschke trat schon früh der linksliberalen [[Freisinnige Vereinigung|Freisinnigen Vereinigung]] bei, deren [[Parteisekretär]] er 1906 im [[Regierungsbezirk Kassel]] wurde. Als sich die Vereinigung 1910 mit anderen linksliberalen Parteien zur [[Fortschrittliche Volkspartei|Fortschrittlichen Volkspartei]] zusammenschloss, übernahm er diese Funktion auch in der neuen Partei. Bei der [[Reichstagswahl 1912]] kandidierte er, auf Betreiben des bisherigen Abgeordneten [[Heinz Potthoff (Politiker, 1875)|Heinz Potthoff]], im Wahlkreis [[Fürstentum Waldeck-Pyrmont|Waldeck-Pyrmont]], unterlag jedoch knapp dem [[Wirtschaftliche Vereinigung (Deutsches Kaiserreich)|antisemitischen Kandidaten]] [[Georg Vietmeyer]]. Nachdem die Wahl für ungültig erklärt wurde, verzichtete er zugunsten [[Friedrich Naumann]]s auf eine erneute Kandidatur.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Nipperdey]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation der deutschen Parteien vor 1918&amp;#039;&amp;#039;. Droste, Düsseldorf 1961, S. 195, Anm. 3 (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien&amp;#039;&amp;#039;, Band 18; Habilitationsschrift, Universität Göttingen, Philosophische Fakultät, 1961); {{DNB|481047409}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 beteiligte er sich an der Gründung der [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]. In den 1920er Jahren war er zeitweise auch stellvertretender Reichsvorsitzender der Partei. Nuschke gehörte zu den Mitbegründern des republiktreuen [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold]] und wurde 1931 zum [[Generalsekretär]] der Deutschen Staatspartei, wie die DDP seit 1930 hieß, ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beteiligte sich Nuschke im Gegensatz zum Großteil der früheren DDP-Mitglieder nicht an der Gründung von [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|LDPD]] bzw. [[Freie Demokratische Partei|FDP]], sondern wurde, wie auch [[Ferdinand Friedensburg (Politiker, 1886)|Ferdinand Friedensburg]], [[Ernst Lemmer]] und [[Walther Schreiber]], 1945 Mitbegründer der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU in der Sowjetischen Besatzungszone]]. Nach der Entlassung des letzten frei gewählten CDU-Vorsitzenden [[Jakob Kaiser]] durch die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|Sowjetische Militäradministration]] im Dezember 1947 – der CDU-Vorstand unter Kaiser hatte die Teilnahme der CDU am [[Deutscher Volkskongress|Volkskongress]] abgelehnt – wurde Nuschke auf dem dritten Parteitag der CDU im September 1948 zum Parteivorsitzenden bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter ===&lt;br /&gt;
Nuschke war [[Reichstagswahl 1919|1919]] Mitglied der [[Weimarer Nationalversammlung]]. Im Jahre 1921 wurde er zum Mitglied des [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtages]], dem er bis 1933 angehörte, gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Landtagswahlen in der SBZ 1946]] wurde Nuschke [[MdL|Landtagsabgeordneter]] im [[Landtag Brandenburg (1946–1952)|Brandenburger Landtag]] und in [[Geschichte Sachsen-Anhalts|Sachsen-Anhalt]], was damals möglich war. Außerdem gehörte er dem Kreistag des [[Landkreis Osthavelland|Osthavellandes]] an. Im März 1948 wurde er gemeinsam mit [[Wilhelm Pieck]] ([[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]) und [[Wilhelm Külz]] ([[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|LDPD]]) Vorsitzender des [[Deutscher Volksrat|Deutschen Volksrates]], der die [[Verfassung der DDR]] ausarbeitete. Im Jahre 1949 wurde er zunächst Mitglied der Provisorischen [[Volkskammer]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Er gehörte anschließend bis zu seinem Tode der Volkskammer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
Nuschke war von 1949 bis zu seinem Tode [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik#Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates|stellvertretender Ministerpräsident der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eintritt für Normalisierung kirchlich-staatlicher Beziehungen in der DDR ==&lt;br /&gt;
{{Neutralität}}&lt;br /&gt;
Otto Nuschke setzte sich in den 1950er Jahren für die Normalisierung der kirchlich-staatlichen Beziehungen in der DDR ein und führte dazu intensive Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Wirth (Publizist)|Günter Wirth]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke&amp;#039;&amp;#039;. Union Verlag, Berlin 1965, S. 31 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Christ in der Welt&amp;#039;&amp;#039;, Band 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besuchte auf Einladung des Kirchentagspräsidenten [[Reinold von Thadden-Trieglaff]] den gesamtdeutschen Kirchentag in Frankfurt am Main 1956.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Wirth (Publizist)|Günter Wirth]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke&amp;#039;&amp;#039;. Union Verlag, Berlin 1965, S. 28 und 32 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Christ in der Welt&amp;#039;&amp;#039;, Band 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der politische Kurswechsel der DDR-Regierung von „Deutsche an einen Tisch“ zur Forderung nach Anerkennung der DDR als souveräner Staat führte zu Differenzen und zur Polemik,&amp;lt;ref&amp;gt;Carola Wolf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwanzig Jahre Kirchentag. Der Deutsche Evangelische Kirchentag zwischen 1949 und 1969&amp;#039;&amp;#039;. Kreuz-Verlag, Stuttgart 1969, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei Nuschkes Auftreten in der Arbeitsgruppe 3 von der Ost-CDU als „kämpferisch“ bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Wirth (Publizist)|Günter Wirth]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke&amp;#039;&amp;#039;. Union Verlag, Berlin 1965, S. 32 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Christ in der Welt&amp;#039;&amp;#039;, Band 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1951 war Otto Nuschke zusammen mit [[Wilhelm Pieck]] Besucher des Berliner Kirchentages, der unter der Losung stand: „Wir sind doch Brüder“, und äußerte sich dort zu kirchenpolitischen Fragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke. Ein Lebensbild&amp;#039;&amp;#039;. Union Verlag, Berlin 1983, S. 227.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 6. August 1956 empfing Otto Nuschke als Parteivorsitzender der Ost-CDU eine Delegation der Synode der [[Evangelische Kirche in Deutschland|Evangelischen Kirche in Deutschland]], der Synodale aus den Landeskirchen in der DDR angehörten, und erörterte mit ihr vor allem die „Auswirkungen der allgemeinen Wehrpflicht in der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|BRD]] und die Prinzipien der Werbung von Freiwilligen für die [[Nationale Volksarmee|NVA]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zeittafel zur Geschichte der CDU&amp;#039;&amp;#039;. Zusammengestellt von Volker Kahl; Schlussredaktion: Gerhard Fischer, 1977, S. 25 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Hefte aus Burgscheidungen&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 207).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1955 wurde ihm von der [[Universität Leipzig|Karl-Marx-Universität Leipzig]] die Ehrendoktorwürde verliehen (Dr.&amp;amp;nbsp;rer.&amp;amp;nbsp;pol. h.&amp;amp;nbsp;c.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1958 wurde die &amp;#039;&amp;#039;[[Jägerstraße (Berlin)|Jägerstraße]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Mitte]] in &amp;#039;&amp;#039;Otto-Nuschke-Straße&amp;#039;&amp;#039; umbenannt; deren Rückbenennung erfolgte 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=01 |id=O200 |zlb98=1490 |name=Otto-Nuschke-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin waren das dort –&amp;amp;nbsp;an der Ecke Charlottenstraße&amp;amp;nbsp;– befindliche vormalige Haus der Ost-CDU-Zentrale (&amp;#039;&amp;#039;Otto-Nuschke-Haus&amp;#039;&amp;#039;) sowie die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Zentrale Schulungsstätte der CDU&amp;#039;&amp;#039; in [[Burgscheidungen]] nach Nuschke benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute noch bestehen (Dr.-)Otto-Nuschke-Straßen in [[Rüdersdorf bei Berlin]], [[Brusendorf]], [[Senftenberg]], [[Guben]], [[Königsee]], [[Calau]], [[Rudolstadt]], [[Aue (Sachsen)|Aue]], [[Oelsnitz/Erzgebirge]], [[Greiz]], [[Zeulenroda]], [[Parchim]], [[Frohburg]], [[Bad Lobenstein]], [[Neustadt in Sachsen]], [[Lichtenstein/Sa.|Lichtenstein/Sachsen]], [[Fürstenwalde/Spree]] und in [[Lunzenau]]. Andere Straßenbenennungen wurden nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|demokratischen Wende]] wieder rückgängig gemacht. Dies war neben Berlin beispielsweise die Ehrensteinstraße in [[Leipzig]] oder die [[Lindenstraße (Potsdam)|Lindenstraße]] in [[Potsdam]], an der in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] und in der Zeit der DDR das [[Gedenkstätte Lindenstraße 54/55|Untersuchungsgefängnis für politische Häftlinge lag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die CDU der DDR stiftete nach seinem Tod das „[[Otto-Nuschke-Ehrenzeichen]]“ in den Rängen Gold, Silber und Bronze, das als höchste Auszeichnung der Partei an verdienstvolle Mitglieder vergeben wurde. Der Lyriker [[Jens Gerlach (Lyriker)|Jens Gerlach]] widmete ihm in &amp;#039;&amp;#039;Dorotheenstädtische Monologe&amp;#039;&amp;#039; ein Gedicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Gerlach: &amp;#039;&amp;#039;Dorotheenstädtische Monologe&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau Verlag, Berlin 1972, S. 111–114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1976 am [[Gendarmenmarkt]] in Berlin erbaute &amp;#039;&amp;#039;Otto-Nuschke-Haus&amp;#039;&amp;#039; wurde 2021 unter Denkmalschutz gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berlin.de/landesdenkmalamt/aktuelles/kurzmeldungen/2021/neu-unter-denkmalschutz-gendarmenmarkt-1046868.php |titel=Neu unter Denkmalschutz: Gendarmenmarkt |werk=berlin.de/landesdenkmalamt |datum=2021-02-05 |sprache=de |abruf=2021-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Darstellungen Nuschkes in der bildenden Kunst der DDR ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Nehmer]]: &amp;#039;&amp;#039;CDU-Vorsitzender Otto Nuschke&amp;#039;&amp;#039; (1960, Öl)&amp;lt;ref&amp;gt;Monika Flacke: &amp;#039;&amp;#039;Auftragskunst der DDR 1949–1990.&amp;#039;&amp;#039; Klinkhardt &amp;amp; Biermann, München 1995 (Abbildung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mensch, Politiker, Journalist&amp;#039;&amp;#039;. Union-Verlag, Berlin 1953.&lt;br /&gt;
* mit [[Heinrich Grüber]]: &amp;#039;&amp;#039;Nicht nebeneinander – Miteinander!&amp;#039;&amp;#039; Verlag Deutscher Friedensrat, Berlin 1955.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reden und Aufsätze. 1919–1950&amp;#039;&amp;#039;. Union-Verlag, Berlin 1957.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mahnung und Beispiel. Reden und Aufsätze aus den Jahren 1951–1957&amp;#039;&amp;#039;. Union-Verlag, Berlin 1958 ([[postum]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben für die Interessen des Volkes&amp;#039;&amp;#039;. Union-Verlag, Berlin 1983 (postum).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Agethen: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke (1883–1957). Stellvertretender Ministerpräsident der DDR&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Günter Buchstab]], Brigitte Kaff, [[Hans-Otto Kleinmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Christliche Demokraten gegen Hitler. Aus Verfolgung und Widerstand zur Union&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben im Auftrag der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]]. Herder, Freiburg im Breisgau 2004, ISBN 3-451-20805-9, S. 383–391.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Fischer (Politiker, 1930)|Gerhard Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke. Ein Lebensbild.&amp;#039;&amp;#039; Union-Verlag, Berlin 1983, {{DNB|830365699}}.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=otto-nuschke|lemma=Nuschke, Otto|autor=[[Helmut Müller-Enbergs]]|band=2|idNum=2546}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|375|376|Nuschke, Otto|Christian Ostermann|118589032}}&lt;br /&gt;
* [[Rosemarie Schuder]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke. Mensch, Politiker, Journalist&amp;#039;&amp;#039;. Union Verlag, Berlin 1953 (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;, Band 1); {{DNB|453616690}}.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-7700-5183-1}}&lt;br /&gt;
* [[Günter Wirth (Publizist)|Günter Wirth]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke&amp;#039;&amp;#039;. Union-Verlag, Berlin 1965 (= &amp;#039;&amp;#039;Christ in der Welt&amp;#039;&amp;#039;, Band 1); {{DNB|455708401}}.&lt;br /&gt;
* Christoph Wunnicke: &amp;#039;&amp;#039;Otto Nuschke.&amp;#039;&amp;#039; In: Christoph Wunnicke: &amp;#039;&amp;#039;Die Blockparteien der DDR. Kontinuitäten und Transformation 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2014, S. 22–29 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR&amp;#039;&amp;#039;, Band 34); [https://web.archive.org/web/20140909044207/http://www.berlin.de/imperia/md/content/lstu/schriftenreihe/bd34_2014.pdf?start&amp;amp;ts=1402048375&amp;amp;file=bd34_2014.pdf berlin.de] (PDF; 434 kB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118589032}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/022588}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118589032}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0011/adr/adrmr/kap1_2/para2_80.html Otto Nuschke] in den [[Akten der Reichskanzlei]]&lt;br /&gt;
* [https://digitaler-lesesaal.kas.de/application/files/Faust/1/ACDP-07-011-1840.pdf Gedenken an Nuschke vor Ost-CDU-Dienstbesprechung vom 6. Januar 1958.] (PDF; 139&amp;amp;nbsp;MB) Digitaler Lesesaal der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Parteivorsitzende der CDU (DDR)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118589032|LCCN=n83211258|VIAF=37708946}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nuschke, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Nationalsozialen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FVg-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Weltfriedensrates]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Reichsbanner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Attentat vom 20. Juli 1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Brandenburg 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen-Anhalt 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nuschke, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Nuschke, Otto Gustav (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DDP, CDU der DDR), MdNV, MdL, MdV und stellvertretender Ministerpräsident der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Februar 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frohburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Dezember 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hennigsdorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>