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	<title>Otto Neururer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Neururer&amp;diff=150531&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-40234-63 am 26. Februar 2026 um 10:58 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-26T10:58:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Otto Neururer.jpg|mini|hochkant|Der Selige Otto Neururer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Neururer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. März]] [[1882]] in [[Fließ|Piller]], [[Tirol (Bundesland)|Tirol]]; † [[30. Mai]] [[1940]] im [[KZ Buchenwald]], [[Deutschland]]) war ein katholischer Pfarrer, NS-Opfer und KZ-Häftling. Er wurde wegen verbotener Ausübung seines Priesteramtes ermordet und ist ein [[Seligsprechung|Seliger]] der katholischen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Otto Neururer wurde als zwölftes Kind des Müllers Alois Neururer und dessen Ehefrau Hildegard geb. Streng im Weiler Piller (Gemeinde [[Fließ]]) geboren. Er verspürte schon früh den Wunsch, Priester zu werden; daher besuchte er ab 1893 das Knabenseminar [[Vinzentinum (Brixen)|Vinzentinum]] in [[Brixen]]. Nach seiner Matura wechselte Neururer ins dortige [[Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen|Priesterseminar]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vinzentinum.it/formulare/jahresbericht-2007.pdf Jahresbericht 2007/2008 des Vinzentinums] (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB) S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; empfing 1907 in Brixen die [[Priesterweihe]] und wirkte anschließend als Religionslehrer in [[Innsbruck]]. 1932 wurde er Pfarrer in [[Götzens]]. Im März 1938 kam es zum [[Anschluss Österreichs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er einer jungen Frau von einer Eheschließung mit einem aus der Kirche ausgetretenen und geschiedenen [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] abriet, wurde Otto Neururer am 15. Dezember 1938 von der [[Gestapo]] verhaftet und zunächst in das Gefängnis nach Innsbruck, dann am 3. März 1939 in das [[KZ Dachau]] und am 26. September in das KZ Buchenwald gebracht.&lt;br /&gt;
[[Datei:Reliquie von Otto Neururer.jpg|mini|Reliquiar mit Asche von Otto Neururer am Kreuzaltar im [[Innsbrucker Dom|Dom zu Innsbruck]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Neururer, Gedenkplakette im Innsbrucker Dom.jpg|mini|Porträt Otto Neururer, Gedenkplakette im [[Innsbrucker Dom]]]]&lt;br /&gt;
Noch im Konzentrationslager wirkte er als Seelsorger. Im April 1940 kam ein Mithäftling auf ihn zu, der getauft werden wollte. Obwohl religiöse Handlungen im Lager strengstens verboten waren, begannen Otto Neururer und sein österreichischer Mitbruder [[Matthias Spanlang]] den Glaubensunterricht. Als dies bekannt wurde hängte man Neururer nackt und kopfüber an den Füßen auf, bis nach 34 Stunden der Tod qualvoll, infolge übermäßigen Blutandrangs im Kopf, eintrat. Seine Beine hatte man dabei mit Lammfellen umwickelt, um keine Spuren des Aufhängens zu hinterlassen. Man fürchtete eine Auslieferung des Leichnams an die Familie bzw. an die Kirche, da er der erste österreichische Priester war, der im KZ Buchenwald ermordet wurde. Laut dem Augenzeugen, Kaplan Alfred Berchtold (1904–1985), habe sich Otto Neururer beim Aufhängen nicht gesträubt und auch nicht geschrien, sondern nur leise murmelnd gebetet, solange er bei Bewusstsein war. Vier Tage später meldete man beim Abendappell auch den Tod von Pfarrer Spanlang; vermutlich wurde er in ähnlicher Weise ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Maria Lenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Christus in Dachau.&amp;#039;&amp;#039; Libri Catholici, Wien 1974, S. 112f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neururers Leiche wurde verbrannt und seine Urne im Juni 1940 postalisch von Weimar nach Innsbruck geschickt. Die Trauerfeier am 30. Juni 1940 in seinem letzten Dienstort Götzens gestaltete sich zu einer großen Glaubensdemonstration. Provikar [[Carl Lampert]] ließ im Auftrag der [[Apostolische Administratur Innsbruck-Feldkirch|Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch]] eine Todesanzeige veröffentlichen, in der der Todesort stand und mit den Worten „... sein Sterben werden wir nie vergessen“ auf die grausame Todesart angespielt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kath-kirche-vorarlberg.at/themen/carl-lampert-erinnern/dl_Todesanzeige_otto_neururer.gif/view Scan der Todesanzeige]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deshalb verhaftete man den Prälaten am 5. Juli 1940 und verschleppte ihn ins KZ Dachau. Am 1. August 1941 wurde er freigelassen; am 13. November 1944 wurde er hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seligsprechung ==&lt;br /&gt;
1996 wurde Otto Neururer von Papst [[Johannes Paul&amp;amp;nbsp;II.]] als Märtyrer, der wegen Ausübung priesterlicher Dienste ermordet wurde, [[Seligsprechung|seliggesprochen]]. Ein Teil seiner Asche ist seither im Innsbrucker Dom als Reliquie verwahrt. Im Jahre 2002 wurde eine Reliquie von Otto Neururer in den Altartisch der neuen [[Pfarrkirche Telfs-Schlichtling]] eingelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Provikar Carl Lampert, dessen Verhaftung am 5. Juli 1940 mit dem Tod Neururers verknüpft ist, wurde 2011 seliggesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel an Otto Neururer im Innsbrucker Dom.jpg|mini|Gedächtnistafel im Dom St. Jakob in Innsbruck]]&lt;br /&gt;
* 1977 wurde eine neue Gedenkstätte links unter der Empore der [[Pfarrkirche Götzens]] errichtet.&lt;br /&gt;
* Im Innsbrucker Stadtteil [[Olympisches Dorf (Innsbruck)|Olympisches Dorf]] wurde die &amp;#039;&amp;#039;Pfarrer-Otto-Neururer-Straße&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt. Dort befindet sich auch ein Gedenkstein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josefine Justic |Titel=Innsbrucker Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten |Verlag=Tyrolia-Verlag |Ort=Innsbruck |Datum=2012 |ISBN=978-3-7022-3213-9 |Seiten=241–242}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In [[Weimar]] wurde das zur katholischen [[Herz-Jesu-Kirche (Weimar)|Herz-Jesu-Kirche]] gehörende Gebäude in der [[Paul-Schneider-Straße (Weimar)|Paul-Schneider-Straße]] 5 [[Otto-Neururer-Haus (Weimar)|Otto-Neururer-Haus]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Tschol: &amp;#039;&amp;#039;Otto Neururer. Priester und Blutzeuge&amp;#039;&amp;#039;. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1982, ISBN 3-7022-1441-0.&lt;br /&gt;
* [[Armin Strohmeyr]]: &amp;#039;&amp;#039;Glaubenszeugen der Moderne: die Heiligen und Seligen des 20. und 21. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Patmos, Mannheim 2010, ISBN 978-3-491-72547-8.&lt;br /&gt;
* Diözese Innsbruck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pfarrer Otto Neururer. Ein Seliger aus dem KZ. [Dokumentation].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Redaktion „Kirche“, Innsbruck 1997, {{Falsche ISBN|3-9014-5053-4}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
Der Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;Otto Neururer – Hoffnungsvolle Finsternis&amp;#039;&amp;#039; von Hermann Weiskopf (Drehbuch von Peter Mair) geht – über eine Rahmenhandlung – der Lebensgeschichte Otto Neururers nach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LdiF|594205|Otto Neururer – Hoffnungsvolle Finsternis|Abruf=2022-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118587447}}&lt;br /&gt;
* {{Hl-Lex|b|Otto_Neururer.htm}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fliess.at/pfarre/priest_ord_persoen/neururer.htm Biografische Webseite der Heimatgemeinde Fließ zu Otto Neururer]&lt;br /&gt;
* [http://www.herzjesu-weimar.de/historisches/persoenlichkeiten/otto_neururer/prm/146/0/index.html Biografische Webseite der Herz-Jesu Gemeinde Weimar zu Otto Neururer]&lt;br /&gt;
* [http://www.rundschau.at/rundschau/artikel/artikel.php?artikel=1537 Biografische Gedenkseite zu Otto Neururer]&lt;br /&gt;
* [http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/871.html Józef Niewiadomski, Otto Neururer und seine österlichen Augen. Zum 70-en Todestag des Tiroler Märtyrers am 30. Mai 2010.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118587447|LCCN=n/2008/33107|VIAF=144996620}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neururer, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger|Otto, Neururer]] &amp;lt;!-- Hl. u. Sel. nach Vornamen sort. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neururer, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer katholischer Pfarrer, NS-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. März 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fließ|Piller]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Mai 1940&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Buchenwald|Buchenwald]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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