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	<title>Otto Müller (Computerpionier) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:09:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_M%C3%BCller_(Computerpionier)&amp;diff=2735651&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fridolin freudenfett: PD-Sort</title>
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		<updated>2024-11-21T11:56:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PD-Sort&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Otto Mueller (Computer-Pionier).Januar 1989.Wolff-Seybold.1288x1600.jpg|mini|Otto Müller, Januar 1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Müller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juli]] [[1934]] in [[Heilbronn]]; † [[26. August]] [[2020]] auf [[Gran Canaria]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://traueranzeigen.suedkurier.de/gedenkseite/Dr-h-c-Otto-Mueller-30_7_1934 |titel=Traueranzeige Dr. h. c. Otto Müller |werk=[[Südkurier]] Trauerportal |datum= |abruf=2020-09-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] Computerpionier und Unternehmer. Er gründete zusammen mit seiner ersten Frau [[Ilse Müller]] die Unternehmen [[CTM Computer |Computertechnik Müller]] (1972) und Hyperstone (1990). Die Gründungen beruhten jeweils auf seinen Eigenentwicklungen, zum einen einem 16-Bit-Rechner für die [[Mittlere Datentechnik]] und zum anderen einem [[RISC]]-[[Mikroprozessor]] für Controller-Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend und Tätigkeiten als Angestellter ==&lt;br /&gt;
Müller besuchte ein Gymnasium in Heilbronn bis zur [[Mittlere Reife|Mittleren Reife]], machte anschließend eine Rundfunkelektriker-Lehre in [[Backnang]] und studierte Elektrotechnik an der [[Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung|Fachhochschule Konstanz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er 1958 seine spätere Frau kennenlernte, war er in [[Backnang]] als Entwicklungsingenieur bei [[Telefunken]] angestellt. In dieser Firma wurde später der Großrechner [[TR 4 (Rechner)|TR 4]] entwickelt. 1961 bot er den Entwurf seines ersten eigenen Rechners seinem Arbeitgeber an. Ein Jahr darauf war daraus der fast fertige Rechner „TR 10“ geworden. Er und seine Frau boten den „TR 10“ Telefunken an, sie fanden aber kein Interesse, weil der Rechner als zu klein eingeschätzt wurde. Es wurden nur einige Prototypen gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 zogen die Müllers mit der Abteilung „Elektronische Rechengeräte“, in der er bei Telefunken arbeitete, von Backnang nach [[Konstanz]]. Noch im selben Jahr nahm er eine Anstellung beim [[IBM]] Research Center an. Seine Frau folgte ihm in die USA. 1964 warb die Firma [[Nixdorf Computer]] aus [[Paderborn]] die Müllers zurück nach Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projekte ==&lt;br /&gt;
=== Nixdorf 820 ===&lt;br /&gt;
Bei Nixdorf entwickelte Otto Müller seinen ersten kommerziell erfolgreichen Computer, die Wanderer Logatronic, aus der später das [[Nixdorf System 820]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CTM ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|CTM Computer}}&lt;br /&gt;
1969 kündigte Otto Müller bei Nixdorf, und die Familie Müller machte sich mit der Gründung des „Ingenieurbüros für Computertechnik Otto Müller“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.computerwoche.de/a/zwei-ex-commodore-manager-kaufen-ctm,1151373 |titel=SEL hat die Konstanzer DV-Division endlich an den Mann gebracht: Zwei Ex-Commodore-Manager kaufen CTM |werk=[[Computerwoche]] |datum=1989-07-07 |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140819214612/http://www.computerwoche.de/a/zwei-ex-commodore-manager-kaufen-ctm,1151373 |archiv-datum=2014-08-19 |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Konstanz selbständig. Ende 1969, Anfang 1970 zog das Ingenieurbüro einschließlich aller Angestellten nach [[Palo Alto]] in die USA, um für Dura/Itel einen Rechner zu entwickeln. Dieses Engagement dauerte zwar nur einige Monate, brachte die junge Firma aber ein deutliches Stück weiter auf dem Weg zum eigenen Rechner. Zurück in Deutschland gelang es Ende 1970 nach ein paar Wochen, einen entsprechenden Auftrag von der Firma [[Triumph-Adler]] zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== TA 1000 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|TA 1000}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Datenstation TA 1069 02.JPG|mini|Datenstation TA 1069, [[DB Museum Nürnberg]]]]&lt;br /&gt;
Im Januar 1972 schloss das Ingenieurbüro die Arbeiten für diesen Auftrag ab mit der Fertigstellung des Prototyps des Rechners [[TA 1000]], einem 8-Bit-System.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Bößenecker: &amp;#039;&amp;#039;Triumph-Adler: Die Perle braucht eine neue Fassung.&amp;#039;&amp;#039; VW muß seine Computer-Tochter besser für den Wettbewerb rüsten. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 10, 1981, 27. Februar 1981 ({{Webarchiv |url=http://www.zeit.de/1981/10/die-perle-braucht-eine-neue-fassung/seite-2 |text=zeit.de |wayback=20140819083657}} [hier Volltext-S. 2 von 3]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Rechner wurde u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
* eingesetzt bei der [[Deutsche Bundesbahn|Deutschen Bundesbahn]] (Bez.:TA1069) als [[Front-End und Back-End|Frontend]] zum konzerneigenen Buchungssystem&lt;br /&gt;
* Steuerberater [[Taylorix]] und freie Steuerberater erfassten die Buchungssätze ihrer Kunden auf [[Magnetband]]kassette und übermittelte dies per Modem an die [[Datev]]&lt;br /&gt;
* In vielen Rathäusern wurde die Datenverwaltung per Modem an die [[AKDB]] übermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Systemfachmann TA1000 Rudolf Schörger von 1973 bis 1979.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Viele Firmen verwalteten Rechnungswesen, Lagerbestand, Angebotskalkulation, Lohn und Lohnsteuer sowie Personaldaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CTM 70 ===&lt;br /&gt;
Auf der Hannover Messe 1972 präsentierte die neu gegründete Firma Computer Technik Müller [[CTM Computer|CTM]] den Prototyp eines eigenen 16-Bit-Rechners, des CTM70. An diesem Rechner arbeitete auch der Designer [[Hartmut Esslinger]] mit, der dafür im selben Jahr einen Preis des iF, International Forum Design erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://exhibition.ifdesign.de/entrydetails_de?beitrag_id=13324 |titel=Computer System CTM 70 |titelerg= |werk=iF online exhibition |hrsg=iF International Forum Design GmbH |datum=2014 |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140725034309/http://exhibition.ifdesign.de/entrydetails_de?beitrag_id=13324 |archiv-datum=2014-07-25 |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den darauf folgenden Jahren baute CTM seine Produktpalette aus von z.&amp;amp;nbsp;B. dem Bildschirmarbeitsplatz BAP70 oder dem Small Business System SBS bis hin z.&amp;amp;nbsp;B. zum Client-Server System CTM 9032 mit BAP90-Arbeitsplätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974/75 übernahm [[Diehl Stiftung|Diehl]] die Kapitalmehrheit an der Firma CTM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hyperstone ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1989 funktionierte der Prototyp eines 32-Bit-Hyperstone-Prozessors, den die Müllers entwickelt hatten, und sie beauftragten [[Siemens]] mit der Fertigung des gelieferten Layouts in Silizium. 1990 gründeten die Müllers das Unternehmen Hyperstone in Konstanz. Im selben Jahr kam der unter der Leitung von Otto Müller entwickelte Mikroprozessor E1 auf den Markt (siehe Computerwoche vom 2. November 1990). Dieser war der erste deutsche 32-Bit RISC-Prozessor. 1996 folgte eine Kombination aus einem RISC und einem [[Digitaler Signalprozessor|DSP]]. Die erste serienmäßige Anwendung des Hyperstone E1 erfolgte ab 1991 durch die Firma Hypercope GmbH in Aachen auf aktiven ISDN-Karten (Slot und PCMCIA). Der Hyperstone E1 zeichnete sich hier durch seinen geringen Stromverbrauch (&amp;lt;&amp;amp;nbsp;1A bei 5V) und die daraus resultierende geringe Wärmeentwicklung aus. Sein [[Prozessorarchitektur|Architekturkonzept]] und der daraus resultierende Befehlssatz waren für diese Zeit bahnbrechend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 erwirtschaftete Hyperstone mit 16 Mitarbeitern 4&amp;amp;nbsp;Mio. Euro Jahresumsatz. Im Juli 2003 verkaufte das Ehepaar Müller Hyperstone an die britische CML-Gruppe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.cmlmicroplc.com/en/media/press_releases/pr_03-07-03.aspx |text=&amp;#039;&amp;#039;CML Acquires Hyperstone AG&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140726033147}}. In: &amp;#039;&amp;#039;cmlmicroplc.com&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Im Juli 1994 erhielt Otto Müller vom Fachbereich Informatik der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] die [[Ehrendoktor]]würde verliehen. Es war die erste Ehrendoktorwürde, die dieser Fachbereich vergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gunhild Lütge: &amp;#039;&amp;#039;David hilft Goliath.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 51, 1987, 11. Dezember 1987 ({{Webarchiv |url=https://www.zeit.de/1987/51/david-hilft-goliath |text=zeit.de |wayback=20130518045810}} [Volltext der S. 1–3 von 4]; {{Webarchiv |url=http://pdfarchiv.zeit.de/1987/51/david-hilft-goliath.pdf |text=pdfarchiv.zeit.de |wayback=20140819192843}} [PDF; 222&amp;amp;nbsp;kB; Faksimile/Scan]).&lt;br /&gt;
* [[Ilse Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Glanz und Elend der Deutschen Computerindustrie.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1995, ISBN 3-593-35220-6, S. 58, 65, 74, 86–88, 110 f., 120, 125, 135, 251.&lt;br /&gt;
* Gabi Visintin: &amp;#039;&amp;#039;Zur Person Otto Müller.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Computer Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 1998, Heft 36, {{ISSN|0341-5406}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/newsticker/meldung/Glanz-und-Elend-der-deutschen-EDV-zum-65-Geburtstag-von-Ilse-Mueller-92269.html &amp;#039;&amp;#039;Glanz und Elend der deutschen EDV -- zum 65. Geburtstag von Ilse Müller.&amp;#039;&amp;#039;] In der Geschichte der Computertechnik sind Frauen kaum präsent. Die heute vor 65 Jahren in Stuttgart geborene Ilse Müller gehört zu den Pioniergestalten der deutschen EDV. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Heise online]].&amp;#039;&amp;#039; 25. Januar 2004&amp;lt;!-- abgerufen am 12. Oktober 2012 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=RdOuxeC1zCo |titel=Sharp PC 1500 und alte Computertechnik |m=4 |sec=32 |uploader=[[WDR Computerclub#Renaissance als Computer:club²|Computer:Club2]] |upload=2015-06-14 |kommentar=In dem Film von 2015 wird – ab Min. 4:32 – behauptet, dass Otto Müller verstorben sei. Dies war zu diesem Zeitpunkt falsch. – „Einmal mehr stellen [[Wolfgang Back]] und [[Wolfgang Rudolph (Moderator)|Wolfgang Rudolph]] in der beliebten Zuschauerserie ‚Technik von gestern‘ alte Geräte und alte Computertechnik vor, so u.&amp;amp;nbsp;a. den [[Sharp PC-1500|Sharp PC 1500]] Computer, und vieles mehr.“ U.&amp;amp;nbsp;a. auch zur Firmengeschichte der Hyperstone GmbH&amp;lt;!-- abgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;Dezember 2019 --&amp;gt;|laufzeit=13:03 Min}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-09-17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Muller, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manager (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Konstanz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Informatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Computerpionier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manager (Informationstechnik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2020]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Müller, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Computerpionier und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juli 1934&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Heilbronn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. August 2020&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gran Canaria]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fridolin freudenfett</name></author>
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