<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Lindig</id>
	<title>Otto Lindig - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Lindig"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Lindig&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T21:35:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Lindig&amp;diff=1596389&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Lindig&amp;diff=1596389&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-09-06T10:44:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lindig-Otto Vase kl.jpg|mini|Otto Lindig, Vase, Keramik mit Kupferoxidglasur und leichtem Lustereffekt, Höhe ca. 7 cm, Privatbesitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Lindig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Januar]] [[1895]] in [[Pößneck]]; † [[4. Juli]] [[1966]] in [[Wiesbaden]]) war ein deutscher [[Keramik]]er und [[Bildhauerei|Bildhauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Lindig besuchte von 1909 bis 1911 die Zeichen- und Modellierschule in [[Lichte]] ([[Thüringen]]) und machte anschließend eine [[Lehrling|Lehre]] im Atelier Bechstein in [[Ilmenau]]. 1913 trat er in die Keramik- und Modellierklasse der Großherzoglichen [[Kunstgewerbeschule Weimar]] unter [[Henry van de Velde]] ein. Ab 1915 bis 1918 studierte er Bildhauerei an der staatlichen Akademie [[Weimar]] unter [[Richard Engelmann (Bildhauer)|Richard Engelmann]]. 1919 erhielt er ein Meisteratelier an der Kunstgewerbeschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauhaus-Töpferei Dornburg ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Keramische Werkstatt am Bauhaus}}&lt;br /&gt;
1920 wurde durch das Staatliche [[Bauhaus]] Weimar im herzoglichen [[Marstall]] des [[Rokoko]]schlosses in [[Dornburg/Saale]] eine seit 1802 im Familienbetrieb bestehende Töpferwerkstatt (Krehan) übernommen, die der Arbeitsplatz von [[Gerhard Marcks]], [[Max Krehan]], Otto Lindig, [[Marguerite Friedlaender]] und [[Theodor Bogler]] werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosalinde Gothe, Jürgen M. Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Dornburg: Von Otto I bis Goethe&amp;#039;&amp;#039;. Edition Akanthus, 2002, ISBN 978-3-00-009673-0&amp;lt;/ref&amp;gt; 1920 wurde Lindig dort Lehrling und machte 1922 die [[Geselle]]nprüfung. Er übernahm zusammen mit seinem Schwager Theodor Bogler als Geselle die technische Leitung der Bauhaustöpferei&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle|url=http://www.bauhaus.de/bauhaus1919/werkstaetten/werkstaetten_keramik.htm|titel=Die keramische Werkstatt|hrsg=[[Bauhaus-Archiv]], Berlin|zugriff=2009-03-11|archiv-url=https://web.archive.org/web/20090306191445/http://www.bauhaus.de/bauhaus1919/werkstaetten/werkstaetten_keramik.htm|archiv-datum=2009-03-06|offline=ja|archiv-bot=2019-05-05 17:25:37 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es war die einzige existierende Bauhauswerkstatt außerhalb Weimars. Doch waren die Möglichkeiten zur seriellen Produktion für Lindig und die anderen Künstler sehr beschränkt. Er stellte Entwürfe her, nach denen nach 1925 in der Keramikwerkstatt Kaffee-, Teegeschirre und Schalen, ferner Vasen und Krüge produziert wurden. Die für ihn typische, bestechend einfache Gestaltung fand auch international Anerkennung, für eine [[Vase]] erhielt er 1937 den &amp;#039;&amp;#039;Grand Prix&amp;#039;&amp;#039; der [[Weltfachausstellung Paris 1937|Pariser Weltausstellung]]. Als das Bauhaus 1925 von Weimar nach Dessau wegzog und es dort keine Keramikwerkstatt mehr gab, wurde die Dornburger Werkstatt institutionell der [[Staatliche Bauhochschule Weimar|Staatlichen Bauhochschule in Weimar]] angegliedert. Lindig legte 1926 in Dornburg die [[Meister]]prüfung ab und blieb leitend in der Werkstatt tätig, wo er neben der eigenen Produktion auch an der Bauhochschule Eingeschriebene ausbildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1930 in [[Thüringen im Nationalsozialismus|Thüringen]] mit [[Wilhelm Frick]] der erste [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] Minister in einer deutschen Landesregierung an die Macht kam und man den „Kulturrassisten“ [[Paul Schultze-Naumburg]] zum Direktor der Weimarer Kunsthochschule berief, wurde die Bauhochschule geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Steffen Raßloff: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Sauckel. Hitlers &amp;quot;„Muster-Gauleiter“&amp;quot; und &amp;quot;Sklavenhalter&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; (Schriften der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Bd. 29). 3. Auflage, Erfurt 2008, ISBN 978-3-937967-18-9 [http://www.thueringen.de/imperia/md/content/lzt/sauckelbiographie.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit erlosch auch jede institutionelle Anbindung der Dornburger Werkstatt und finanzielle Zuwendungen versiegten. Nichtsdestotrotz führte Otto Lindig ab 1930 die Werkstatt als privater Pächter weiter. Seine moderne Formgebung erregte bei den neuen Machthabern, die zumal das deutsche Handwerk zu fördern behaupteten, keinen Anstoß. Doch die Werkstatt blieb auf Dauer völlig unrentabel: Am Ende konnte Lindig weder die Pacht noch andere Zahlungen auch nur annähernd begleichen. Im letzten Kriegsjahr wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen, nach seiner Rückkehr aus der [[Kriegsgefangenschaft]] gab er am 31. März 1946  die Dornburger Werkstatt endgültig auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://e-pub.uni-weimar.de/volltexte/2007/1131/pdf/Hans_Peter_Jakobson.pdf Hans-Peter Jakobson:Hommage Otto Lindig] (PDF; 2,9&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hamburg ==&lt;br /&gt;
1947 folgte Otto Lindig durch Vermittlung seiner ehemaligen Dornburger Assistentin [[Liebfriede Bernstiel]] dem Ruf seines ehemaligen Lehrers Gerhard Marcks an die Landeskunstschule Hamburg (später  [[Hochschule für bildende Künste Hamburg|Hochschule für bildende Künste]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Peter Jakobson |Titel=Erinnerungen an Liebfriede Bernstiel |Hrsg=Förderkreis Keramik-Museum Bürgel und Dornburger Keramik-Werkstatt e.&amp;amp;nbsp;V. |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Bürgel |Datum=2015 |ISBN= |Seiten=19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1947 bis 1960 war er dort Leiter der Keramikabteilung.&amp;lt;ref&amp;gt;Joanna Flawia Figiel, Peter Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Karlsruher Majolika: Führer durch das Museum in der Majolika&amp;#039;&amp;#039;, Zweigmuseum des Badischen Landesmuseums Karlsruhe, 2004, S. 74, ISBN 978-3-88190-368-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/1976/39/kunstkalender Ahrensburg: &amp;#039;&amp;#039;„Otto Lindig – Keramiken“&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 39/1976&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeitweilig lebte und arbeitete er mit seiner Lebensgefährtin Liebfriede Bernstiel in Hamburg; 1952 wurde die gemeinsame Tochter Christiane geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 1973 wurden Arbeiten des Handwerker-Künstlers im [[Museum für Gestaltung Zürich|Kunstgewerbemuseum]] in [[Zürich]], 1978 im [[Museum Schnütgen#Erster Standort Kunstgewerbemuseum|Kunstgewerbemuseum]] der Stadt [[Köln]] und 1990 im [[Museum für Kunst und Gewerbe]] in Hamburg gezeigt. Gelegentlich sind keramische Arbeiten des Künstlers im [[Auktion]]shandel zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.von-zezschwitz.de/detail.php?id=20&amp;amp;chapter=14&amp;amp;objectid=9616&amp;amp;PHPSESSID=ec75fe3f39994220aef2146fdbaf9419 |wayback=20150603215242 |text=von-Zezschwitz Auktionen I |archiv-bot=2019-05-05 17:25:37 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vonzezschwitz.de/detail.php?id=44&amp;amp;chapter=1&amp;amp;objectid=25138&amp;amp;PHPSESSID=d9978c8357b532e74b78e714378917b0 von-Zezschwitz Auktionen II]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tochter Otto Lindigs und Liebfriede Bernstiels, [[Christiane Bernstiel]], ist selbst Keramikerin geworden und setzt die Formtradition von Vater und Mutter fort, nicht zuletzt indem sie Kannen Otto Lindigs in jährlich limitierter Auflage aus den Originalformen herstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.christiane-bernstiel.com/&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Keramiker [[Lutz Könecke]], Urenkel Otto Lindigs, versteht seine Arbeit ebenfalls in Fortsetzung des Formverständnisses seines Urgroßvaters.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.lutzkoenecke.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Jakobson, Otto Lindig: &amp;#039;&amp;#039;Otto Lindig – der Töpfer: 1895–1966&amp;#039;&amp;#039;. Gera 1990.&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|603|604|Lindig, Otto|Gisela Reineking-von Bock|119125420}}&lt;br /&gt;
* Ulf Häder: &amp;#039;&amp;#039;Bauhaus – Lindig – Körting. Ein Musealisierungsprojekt in Nachbarschaft der Dornburger Schlösser.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten;&amp;#039;&amp;#039; 17.2013, S. 131–139&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Otto Lindig}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119125420}}&lt;br /&gt;
* [http://www.christiane-bernstiel.com/DU_CVOL.html Vita Otto Lindig auf Homepage der Tochter]&lt;br /&gt;
* [https://bauhauskooperation.de/wissen/das-bauhaus/koepfe/biografien/biografie-detail/person-Lindig-Otto-744 Otto Lindig] bei bauhauskooperation.de&lt;br /&gt;
* [https://www.bauhauskooperation.de/wissen/das-bauhaus/werke/keramik/hohe-deckelkanne-mit-ritzdekor/ &amp;#039;&amp;#039;Hohe Deckelkanne mit Ritzdekor. Otto Lindig, 1922&amp;#039;&amp;#039;] bei bauhauskooperation.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119125420|LCCN=n/95/30181|VIAF=25405842}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lindig, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moderne Keramik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer am Bauhaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler der Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HFBK Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lindig, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Keramiker und Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Januar 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pößneck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juli 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>