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	<title>Otto Liebknecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:37:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Liebknecht&amp;diff=1146212&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Louis Wu: /* Herkunft und Studium (bis 1900) */ Wikilink</title>
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		<updated>2025-08-12T17:35:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft und Studium (bis 1900): &lt;/span&gt; Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Wilhelm Otto Eduard Liebknecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Januar]] [[1876]] in [[Leipzig]]; † [[21. Juni]] [[1949]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Chemie|Chemiker]]. Er entwickelte unter anderem ein erfolgreiches Verfahren zur Herstellung des [[Bleichmittel]]s [[Natriumperborat]]. Als Chefchemiker des Unternehmens [[Degussa]] machte Liebknecht mit insgesamt 58 [[Patent]]en auf [[Synthese (Chemie)|synthetische]] Verfahren auf sich aufmerksam. Folglich wurde er auf eine Professur an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] berufen und war in Forschung und Lehre ein bekannter Vertreter des Fachs [[organische Chemie]] während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch Liebknechts familiäre (prominent-[[Sozialismus|sozialistische]]) Herkunft und seine damit zusammenhängende indirekte Eingebundenheit in die gesellschaftspolitisch wechselnden Perioden seiner Lebenszeit in Deutschland ([[Deutsches Kaiserreich|Kaiserreich]], [[Weimarer Republik|Republik]], [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Diktatur]], [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] und [[Deutschland 1945 bis 1949|Besatzungszeit]]) blieb er allerdings von damit verbundenen Brüchen in seiner Karriere nicht verschont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Studium (bis 1900) ===&lt;br /&gt;
Otto Liebknecht war der Drittgeborene von fünf Söhnen des Sozialisten und SPD-Mitbegründers [[Wilhelm Liebknecht]] und seiner zweiten Frau [[Natalie Liebknecht|Natalie]] (geb. Reh). Anders als sein Vater und seine beiden älteren Brüder, der 1919 ermordete [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Mitbegründer [[Karl Liebknecht]] und der letzte [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]-Vorsitzende [[Theodor Liebknecht]], wurde Otto Liebknecht nicht parteipolitisch aktiv, wenngleich auch er viele Jahre [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Mitglied war und sich außerhalb der Parteipolitik für die [[Arbeiterbewegung]] auf betrieblicher Basis einsetzte. Er promovierte 1899 bei [[Arthur Rosenheim]] an dessen privatem Wissenschaftlich-chemischen Laboratorium Berlin N mit einer Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Über Sauerstoffsäuren des Jods&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Rosenheim, Otto Liebknecht: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntniss der Jodsäure und Ueberjodsäure&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Justus Liebig’s Annalen der Chemie&amp;#039;&amp;#039;. 308, 1899, S. 104. [[doi:10.1002/jlac.18993080104]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Parteimitgliedschaft erschwerte ihm zunächst eine wissenschaftliche Karriere in der [[Wilhelminismus|wilhelminischen]] Ära des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]]. Um die Jahrhundertwende war es für Sozialdemokraten angesichts der zu jener Zeit vorherrschenden antisozialdemokratischen Sammlungspolitik der Monarchie nicht leicht, in der naturwissenschaftlich-akademischen Laufbahn des gehobenen Dienstes Fuß zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere und Forschung bei Degussa (1900 bis 1925) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte etwa ein Jahr, bis Liebknecht im Juli 1900 eine Anstellung im Forschungslabor der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Gold- und Silber-Scheideanstalt&amp;#039;&amp;#039; ([[Degussa]]) in Frankfurt am Main erhielt, wo er sich beispielsweise mit einem Verfahren zur [[Synthese (Chemie)|Darstellung]] und Reinigung von [[Indigo]] beschäftigte. In naturwissenschaftlichen Kreisen bekannt wurde Liebknecht jedoch vor allem durch seine Forschung hinsichtlich der Herstellung von [[Natriumperborat]], einem [[Persil#Geschichte|selbsttätigen]] [[Bleichmittel]]. Zwar hatte der Franzose [[François Jaubert]] bereits neun Monate vor ihm ein Patent hierzu angemeldet, jedoch entwickelte Liebknecht ein effektiveres und erfolgreicheres [[Synthese (Chemie)|Synthese]]-Verfahren, das seiner Arbeitgeber-Firma zu langfristigem Erfolg verhalf. Mit der Entwicklung dieses Verfahrens gilt er als einer der Erfinder des Waschmittels [[Persil]]&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt; (abgeleitet aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Per&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;borat-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ikat als Verbindung zwischen dem Bleichmittel Natriumperborat und dem Schmutzlöser [[Natriumsilikat]]). Dieses bis in die Gegenwart bekannte Produkt wurde 1907 als erstes selbsttätiges Waschmittel vom Düsseldorfer Unternehmen [[Henkel (Unternehmen)|Henkel]] auf den [[Markt]] gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner herausgehobenen Position in der Degussa setzte er sich auch für die Interessen der weniger privilegierten Betriebsbelegschaft ein und wurde 1920 nach den gesellschaftspolitischen Veränderungen infolge des Endes des Ersten Weltkriegs und der Gründung der [[Weimarer Republik]] zum Vorsitzenden des ersten [[Betriebsrat]]s der Degussa gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselvolle Jahre in Berlin (1925 bis 1949) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1925 kam es zum Bruch mit der Degussa. Auseinandersetzungen mit der Firmenleitung führten zu einem gerichtlich ausgetragenen Konflikt um die [[Arbeitsqualität|Qualität]] seiner Arbeit, der nach seiner Kündigung mit einem [[Vergleich (Recht)|Vergleich]] endete. Liebknecht zog nach [[Neubabelsberg]] bei Berlin in eine Villa nahe am [[Griebnitzsee]]. In Berlin arbeitete er von 1925 bis 1939 als Chefchemiker der &amp;#039;&amp;#039;Permutit AG&amp;#039;&amp;#039;. Zwischen 1931 und 1935 lehrte er zusätzlich an der späteren [[Humboldt-Universität Berlin]] Unter den Linden. Ab 1943 wurde er als freier wissenschaftlicher Berater der Essener [[Evonik Goldschmidt|Th.&amp;amp;nbsp;Goldschmidt AG]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus|Diktatur des Nationalsozialismus]] wohnte Otto Liebknecht mit seiner Ehefrau Elsa (geb. Friedland) bis 1945 weiterhin in seinem Haus am Griebnitzsee. Dass er und seine Frau trotz der jüdischen Herkunft seiner Frau die antisemitische NS-Herrschaft relativ unbeschadet überstanden, dürfte Liebknechts Verdiensten, auf die die Nationalsozialisten kaum verzichten konnten, und seiner Bedeutung als Chemiker geschuldet sein. Gleichwohl wurde er von den politischen Machthabern aufgrund seiner prominenten sozialistischen Herkunftsfamilie bzw. seinen noch lebenden, sich teilweise im [[Exil]] befindenden Verwandten – etwa dem 1933 in die Schweiz emigrierten Bruder [[Theodor Liebknecht|Theodor]], seinem seit 1931 in der Sowjetunion lebenden Sohn [[Kurt Liebknecht|Kurt]] oder dem Neffen [[Robert Liebknecht|Robert]] (Sohn Karl Liebknechts, der sich als Künstler einen Namen gemacht hatte) – misstrauisch beäugt und mehrfach von der [[Gestapo]] verhört. Seine Lehrtätigkeit wurde ihm 1935 untersagt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Liebknechts ihr Haus verlassen, da die sowjetische Besatzungsmacht alle Villen rund um den Griebnitzsee für eigene Zwecke requirierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Potsdam Neuer Friedhof asv2023-07 img15 Otto Liebknecht.jpg|mini|Grabplatte Liebknechts, [[Neuer Friedhof (Potsdam)]]]]&lt;br /&gt;
Von der neuen politischen Führung in der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]], der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]], wurde er aufgrund seiner Herkunft und der Namensverbindung zu zwei der bekanntesten Protagonisten der [[Geschichte der deutschen Sozialdemokratie|Geschichte des Sozialismus in Deutschland]] [[Protegé|protegiert]]. Auf Anregung von [[Wilhelm Pieck]], dem späteren ersten (und einzigen) Staatspräsidenten der [[DDR]], wurde Otto Liebknecht gegen Ende seines Lebens zum Professor der [[Organische Chemie|organischen]] und [[Anorganische Chemie|anorganischen Chemie]] an der im Ostsektor der Stadt befindlichen Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin ernannt, die 1949 in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]] umbenannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebknecht erlag wenig später, noch 1949, im Alter von 73 Jahren einem Krebsleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Kurt Liebknecht]] (1905–1994), promovierter Architekt, war von 1951 bis 1961 Präsident der [[Bauakademie der DDR|Deutschen Bauakademie]] (DBA) in der DDR.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/kurt-liebknecht biografischer Datensatz zu Kurt Liebknecht], online auf den Seiten der &amp;#039;&amp;#039;Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur&amp;#039;&amp;#039; (stiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr), abgerufen am 4. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Birgit Bertsch-Frank: &amp;#039;&amp;#039;Eine etwas ungewöhnliche Karriere. Otto Liebknecht&amp;#039;&amp;#039;; in Mechtild Wolf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Immer eine Idee besser: Forscher und Erfinder der Degussa&amp;#039;&amp;#039;; Frankfurt am Main, Degussa AG 1998 (S.&amp;amp;nbsp;54–75)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Evonik Geschichtsportal: [https://history.evonik.com/sites/geschichte/de/persoenlichkeiten/liebknecht-otto/ &amp;#039;&amp;#039;Der streitbare Forscher: Otto Liebknecht&amp;#039;&amp;#039;] (mit Foto)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116997079|VIAF=74617890}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liebknecht, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wilhelm Liebknecht|*Liebknecht, Otto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsrat (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Liebknecht|Otto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liebknecht, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Liebknecht, August Wilhelm Otto Eduard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Januar 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juni 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Louis Wu</name></author>
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