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	<title>Otto Leonhard Heubner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Leonhard_Heubner&amp;diff=1599441&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hejkal: +Quelle</title>
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		<updated>2026-02-03T20:12:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Quelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WP Otto Leonhard Heubner.jpg|miniatur|Otto Leonhard Heubner]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heubnerplaque.jpg|miniatur|Gedenktafel in Freiberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Leonhard Heubner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Januar]] [[1812]] in [[Plauen]]; † [[1. April]] [[1893]] in [[Blasewitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stadtarchiv Dresden]], Standesamt Blasewitz, Sterbe-Nebenregister 1893, Nr. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[deutsche]]r [[Jurist]], [[Politiker]] und [[Dichter]]. Er gehörte der [[Frankfurter Nationalversammlung]] an und war nach dem [[Dresdner Maiaufstand]] 1849 Mitglied der provisorischen Regierung. Als „Sächsischer Turnvater“ ließ er in Zeiten der Reaktion die fortschrittliche [[Friedrich Ludwig Jahn|Jahnsche Turnbewegung]] wiederaufleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehemaliges Amthaus Mühltroff, Infotafel Otto Leonhard Heubner.jpg|mini|Ehemaliges Amthaus Mühltroff, Infotafel Otto Leonhard Heubner]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrentafel für Otto Leonhard Heubner im Gymnasium St. Augustin Grimma (im Durchgang des Hauptportals).JPG|mini|Ehrentafel für Otto Leonhard Heubner im Gymnasium St. Augustin Grimma (im Durchgang des Hauptportals)]]&lt;br /&gt;
Der Sohn des in Plauen und [[Mühltroff]] praktizierenden [[Rechtsanwalt]]s und späteren Bürgermeisters Johann Friedrich Leonhard Heubner (1768–1838) erhielt bis 1824 Privatunterricht. Dem Besuch der [[Gymnasium St. Augustin|Fürstenschule Grimma]] schloss er ab 1829 ein Studium des [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Universität Leipzig]] an. Nachdem er dieses erfolgreich abgeschlossen hatte, trat er 1832 als Praktikant in die Kanzlei seines Vaters in Plauen ein. 1834 erhielt er selbst die Zulassung als Advokat und ließ sich in seiner Heimatstadt nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Revolutionary War Medal of the May Uprising in Dresden, Kingdom of Saxony, 1849, obverse.jpg|mini|links|Medaille aus der Revolutionszeit einer Straßenschlacht beim Dresdner Maiaufstand, Vorderseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Revolutionary War Medal of the May Uprising in Dresden, Kingdom of Saxony, 1849, reverse.jpg|mini|links|Die Rückseite dieser Medaille mit den Daten des Aufstandes und den Namen der Initiatoren der Provisorischen Regierung Sachsens, Tschirner, Heubner und Todt]]&lt;br /&gt;
1833 begannen seine Aktivitäten für die Turnbewegung. In den auf die Befreiungskriege folgenden Jahren wurde die Jahn’sche Turnbewegung seitens der Obrigkeit politisch beargwöhnt und teilweise polizeilich verfolgt, sodass man von der „Turnsperre“ in dieser Zeit spricht. Die 1833 von Heubner in Plauen gegründete erste Turnanstalt wurde beispielgebend für spätere weitere Gründungen in Sachsen, was zur Folge hatte, dass das Land in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine führende Rolle in der deutschen Turnbewegung spielte. Heubner, aus dessen Feder übrigens neben vielen Gedichten auch mehrere Turnerlieder stammen, wurde so zum „Sächsischen Turnvater“. Auch der Turnergruß „[[Gut Heil]]!“ sowie die rot-weißen Turnerwimpel gehen auf ihn zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1838 und 1843 fungierte er als Direktor des [[Patrimonialgericht]]s des Grafen von Hohenthal-Püchau in Mühltroff. Gleichzeitig war er [[Königreich Sachsen|königlich sächsischer]] Kommissar für die Ablösung der Feudallasten im [[Vogtland]]. 1843 wurde er zum Kreisamtmann von [[Freiberg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heubner gehörte 1848/1849 der Frankfurter Nationalversammlung an, wo er sich zunächst der Fraktion der gemäßigten Linken, bald aber schon den entschiedenen Linken um [[Robert Blum]] anschloss. An dem „[[Volksthümliches Handbuch der Staatswissenschaften und Politik|Staatslexikon für das Volk]]“ von Blum beteiligte er sich und schrieb diverse Lemmata. Nachdem er im Dezember 1848 im 61., 62. und 63. Wahlbezirk als Kandidat der Vaterlandsvereine in die I.&amp;amp;nbsp;Kammer des [[Sächsischer Landtag (1831–1918)|Sächsischen Landtags]] gewählt worden war, legte er sein Mandat in der [[Paulskirche (Frankfurt am Main)|Paulskirche]] nieder. In Sachsen trat er vehement für die von der Nationalversammlung erarbeitete und beschlossene Reichsverfassung und die darin verankerten Grundrechte für das deutsche Volk ein. Während des [[Dresdner Maiaufstand]]s gehörte er vom 4. bis zum 9.&amp;amp;nbsp;Mai 1849 der [[Sächsische Revolutionsregierung|provisorischen Regierung]] an, zusammen mit [[Samuel Erdmann Tzschirner]] und [[Carl Gotthelf Todt]]. Am 10.&amp;amp;nbsp;Mai wurde er in Chemnitz mit [[Michail Alexandrowitsch Bakunin|Michail Bakunin]] verhaftet. Nachdem er eine Untersuchungshaft in Dresden und auf der [[Festung Königstein]] verbüßt hatte, kam es zum Prozess gegen ihn, in dem er am 28.&amp;amp;nbsp;Januar 1850 wegen [[Hochverrat]]s [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] wurde. Die Strafe wurde aber bereits am 12. Mai 1850 in eine [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslange Haftstrafe]] umgewandelt, die er im [[Justizvollzugsanstalt Waldheim|Zuchthaus Waldheim]] abbüßte. Am 28.&amp;amp;nbsp;Mai 1859 erhielt er anlässlich der Hochzeit des sächsischen Prinzen Georg den Gnadenerlass für seine Strafe, allerdings ohne seine bürgerlichen Ehrenrechte wieder zu erlangen. Seinen Beruf als Rechtsanwalt konnte er deswegen nicht mehr ausüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Leonhard Heubner2.JPG|miniatur|Grab Otto Leonhard Heubners auf dem Alten Annenfriedhof in Dresden]]&lt;br /&gt;
Im Herbst 1859 trat er in den juristischen Beirat der Sächsischen Hypotheken-Versicherungsgesellschaft in Dresden ein, zu deren 2. Direktor er 1862 aufstieg und schließlich 1865 deren Direktorat übernahm. Nachdem ihm die bürgerlichen Ehrenrechte 1865 wieder zuerkannt worden waren, wurde er 1867 wieder als Rechtsanwalt in Dresden tätig. Als Vertreter des 15.&amp;amp;nbsp;bäuerlichen Wahlbezirks war er 1869 bis 1871 Mitglied der II.&amp;amp;nbsp;Sächsischen Kammer.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Matzerath: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952&amp;#039;&amp;#039;, Dresden 2001, S.&amp;amp;nbsp;105 (als Otto Bernhard Heubner gelistet); Döscher/Schröder führen ihn unter seinem korrekten Namen&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Mitglied der [[Deutsche Fortschrittspartei|Deutschen Fortschrittspartei]]. Ab 1869 war er Stadtverordneter von Dresden. Im August 1871 wurde er als besoldetes Mitglied in den Rat der sächsischen Residenzstadt berufen, dem er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1887 angehörte. In dieser Zeit war ihm als Leiter des städtischen Schulamts die Entwicklung des Dresdner Schulwesens anvertraut. Heubner starb 1893, sein Grab befindet sich auf dem [[Alter Annenfriedhof|Alten Annenfriedhof]] in Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist der Vater des Arztes [[Otto Heubner|Johann Otto Leonhard Heubner]]. Sein Bruder ist der Jurist [[Ernst Leonhard Heubner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* O. L. H…r: &amp;#039;&amp;#039;Englische Dichter: eine Auswahl englischer Dichtungen mit deutscher Uebersetzung&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig: Georg Wiegand, 1856.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eduard Sparfeld: &amp;#039;&amp;#039;Otto Leonhard Heubner und seine Selbstvertheidigung über seine Theilnahme an den Vorfällen zu Dresden im Mai 1849&amp;#039;&amp;#039;. Gebrüder Toll, Zwickau 1850. [https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/88750/1/0/ SLUB Dresden]&lt;br /&gt;
* {{ADB|50|287|293|Heubner, Otto|[[Viktor Hantzsch]]|ADB:Heubner, Otto}}&lt;br /&gt;
* Josef Matzerath: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952.&amp;#039;&amp;#039; Sächsischer Landtag, Dresden 2001, S.&amp;amp;nbsp;43 und 105.&lt;br /&gt;
* [[Josef Matzerath]]: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Formierungen und Brüche des Zweikammerparlaments (1833–1868).&amp;#039;&amp;#039; Sächsischer Landtag, Dresden 2007, S.&amp;amp;nbsp;53.&lt;br /&gt;
* Elvira Döscher, [[Wolfgang Schröder (Historiker)|Wolfgang Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Parlamentarier 1869–1918. Die Abgeordneten der II. Kammer des Königreichs Sachsen im Spiegel historischer Photographien. Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Droste, Düsseldorf 2001, ISBN 3-7700-5236-6, S.&amp;amp;nbsp;395–396.&lt;br /&gt;
* Otto Leonhard Heubner: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte. Zum Besten seiner Familie herausgegeben von seinen Brüdern&amp;#039;&amp;#039;. Thost, Zwickau 1850.&lt;br /&gt;
* Gustav Heubner: &amp;#039;&amp;#039;Das vereinigte Gutenbergs- und Turnfest der Stadt Plauen am 24. Juni 1840 nebst den dabei gehaltenen Reden und gesungenen Liedern.&amp;#039;&amp;#039; Wieprecht, Plauen 1840.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Meinel]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Leonhard Heubner. Sein Leben, seine turngeschichtliche und politische Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Limpert, Dresden 1928.&lt;br /&gt;
* Eugen Isolani: &amp;#039;&amp;#039;Otto Leonhard Heubner. Lebensbild eines Deutschen Mannes&amp;#039;&amp;#039;, Dresden 1893.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116779969}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=116779969}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116779969|VIAF=25362703}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heubner, Otto Leonhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionär 1848/49]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichterjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Grimma)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Plauen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1812]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blasewitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Turnen, Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Dresdner Maiaufstand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heubner, Otto Leonhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Politiker und Dichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Januar 1812&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plauen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. April 1893&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Blasewitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hejkal</name></author>
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