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	<title>Otto Lenz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Lenz&amp;diff=137563&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: BKL aufgelöst; form</title>
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		<updated>2025-12-28T14:57:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL aufgelöst; form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Juristen und Politiker Otto Lenz, zum Hygieniker und Bakteriologen siehe [[Otto Lentz]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-P002186, Otto Lenz.jpg|mini|hochkant|Otto Lenz (1951)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Otto Lenz.jpg|mini|Das Grab von Otto Lenz und seiner Ehefrau Marieliese geborene Pohl im Familiengrab auf dem [[Burgfriedhof Bad Godesberg]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Lenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Juli]] [[1903]] in [[Wetzlar]]; † [[2. Mai]] [[1957]] in [[Neapel]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Jurist und [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]). Er war von 1951 bis 1953 [[Chef des Bundeskanzleramtes]] und von 1953 bis zu seinem Tod [[Mitglied des Deutschen Bundestages]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Otto Lenz studierte Jura an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] und [[Philipps-Universität Marburg]]. In Freiburg wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindungen [[K.D.St.V. Arminia Freiburg im Breisgau]] und V.K.D.St. Rhenania Marburg, beide im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]. Er bekleidete dort im Wintersemester 1921/22 sowie im Sommersemester 1922 die Charge des Seniors. 1925 wurde er an der Universität Marburg mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Die Haftung bei Gattungsschulden in §&amp;amp;nbsp;279 BGB&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1928 trat er der [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Becker311&amp;quot;&amp;gt;Winfried Becker u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der christlichen Demokratie in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2002. ISBN 3-506-70779-5. S. 311&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere im Justizdienst ===&lt;br /&gt;
Seine erste Anstellung fand Otto Lenz 1928 in [[Berlin]] als Assessor in der Abteilung für Zivilrecht des preußischen Ministeriums der Justiz. In den Jahren von 1929 bis 1933 war er Leiter der Pressestelle des Ministeriums. Vom Juli 1932 bis zum März 1933 war er zugleich persönlicher Referent von [[Heinrich Hölscher]], der als [[Reichskommissar]] das Justizministerium leitete, bis dieser von den Nationalsozialisten abgesetzt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buchstab64&amp;quot;&amp;gt;Günter Buchstab: &amp;#039;&amp;#039;Engagierter Demokrat und begabter Kommunikator. Otto Lenz (1903 bis 1957) zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Politische Meinung]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 404 (Juli 2003), S. 63–71, hier S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Otto Lenz wurde daraufhin in die Handelsrechtsabteilung versetzt. Trotz des Protestes des [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|NS-Rechtswahrerbundes]] wurde er 1934 zum Landgerichtsdirektor befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er 1938 die Versetzung an ein Gericht ablehnte, weil er dem NS-Staat nicht als Richter dienen wollte, wurde er aus dem Amt entlassen. Daraufhin ließ er sich als Rechtsanwalt in Berlin nieder und vertrat u.&amp;amp;nbsp;a. jüdische Mandanten, deren Eigentum beschlagnahmt oder enteignet worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buchstab65&amp;quot;&amp;gt;Günter Buchstab: &amp;#039;&amp;#039;Engagierter Demokrat und begabter Kommunikator. Otto Lenz (1903 bis 1957) zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Politische Meinung]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 404, Juli 2003, S. 63–71, hier S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von Lenz gegründete Kanzlei existiert bis heute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.heidemann-drnast.de/de/historie |titel=Historie |hrsg=Notare und Rechtsanwälte Heidemann &amp;amp; Dr. Nast |abruf=2020-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war er Rechtsberater beim [[Reichskommissar]] am [[Oberprisenhof]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783000207037 |Titel=Lenz (Godesberg), Otto, Dr. |Fundstelle=L |Seiten=735–736 |KBytes=308}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung des Widerstandes gegen die NS-Diktatur ===&lt;br /&gt;
Durch die [[Donnerstagsgesellschaft]], einen Kreis ehemaliger Zentrumspolitiker, katholischer Beamter und Journalisten, kam Lenz in Kontakt zu [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskreisen]], u.&amp;amp;nbsp;a. – über [[Josef Wirmer]] – zu [[Carl Friedrich Goerdeler|Carl Goerdeler]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buchstab64&amp;quot; /&amp;gt; Lenz war kurzzeitig für den Fall eines gelungenen Staatsstreiches als Staatssekretär in der [[Reichskanzlei]] vorgesehen, was jedoch aufgegeben wurde, da er sich mit Goerdeler nicht verstand. Nach dem gescheiterten [[Attentat vom 20. Juli 1944]] versteckte Lenz [[Ernst von Harnack]] in seiner Berliner Wohnung und verteidigte erfolgreich [[Josef Müller (Politiker, 1898)|Josef Müller]] (bekannt als „Ochsensepp“) vor dem [[Reichskriegsgericht]] gegen die Anklage des [[Hochverrat]]s. Lenz wurde im Oktober 1944 verhaftet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Becker311&amp;quot; /&amp;gt; im Januar 1945 vor dem „[[Volksgerichtshof]]“ angeklagt und zu vier Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Am 28. April 1945 wurde er von der [[Rote Armee|Roten Armee]] befreit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buchstab65&amp;quot; /&amp;gt; Harnack war am 5. März 1945 hingerichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Otto Lenz war 1945 Mitbegründer der [[CDU]] in Berlin. Er war Mitunterzeichner des programmatischen &amp;#039;&amp;#039; Aufrufs der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands&amp;#039;&amp;#039; an die deutsche Öffentlichkeit vom 26. Juni 1945 zusammen mit [[Andreas Hermes]], [[Reinhard Moeller]], [[Heinrich Vockel]], [[Hildegard Staehle]], [[Jakob Kaiser]], [[Ferdinand Sauerbruch]], [[Ernst Lemmer]], [[Hans Lukaschek]], [[Theodor Steltzer]], [[Joseph Ersing]], [[Emil Dovifat]], [[Otto Nuschke]], [[Heinrich Krone]], [[Margarete Ehlert]], [[Artur Herzog (1900–1952)|, Artur Herzog]], [[Martin Schwab (Marineoffizier)|Martin Schwab]], [[Paulus van Husen]], [[Peter Hensen]], [[Theodor Bohner]], [[Eberhard Plewe]], [[Ernst Hülse]], [[Ferdinand Friedensburg (Politiker, 1886)|Ferdinand Friedensburg]], [[Walther Schreiber]], [[Otto Heinrich von der Gablentz]], [[Elfriede Kaiser-Nebgen|Elfriede Nebgen]], [[Eduard Bernroth]], [[Rudolf Peschel (Publizist)|Rudolf Peschel]], [[Wilhelm Happ]], [[Emil Graf Yorck von Wartenburg]], [[Johann Eudenbach]], [[Friedrich Smend]], [[Heinrich Albert (Politiker, 1896)|Heinrich F. Albert]], [[Hans Ludwig von Arnim|Hans von Arnim]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. Juni 1945, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste Pressereferent der neugegründeten Partei, die bei der Berliner Stadtverwaltung registriert wurde, war Lenz’ Freund [[Georg Dertinger]], der mit weiteren Gründungsmitgliedern der CDU bekannt war wie Ernst Lemmer und Otto Nuschke.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Joachim Lapp]]: &amp;#039;&amp;#039;Georg Dertinger: Journalist – Außenminister – Staatsfeind&amp;#039;&amp;#039;. S. 65, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2005, ISBN 3-451-23007-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1940er Jahre zog Lenz von [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Lenz wohnte bis dahin in [[Berlin-Dahlem]] und hatte seine Rechtsanwalts- und Notarkanzlei in Berlin-Charlottenburg laut: {{Berliner Adressbuch|1948|210|Lenz |Werk=T |Seite=208 |Kommentar=Spalte 5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach [[Bad Godesberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1951 bis 1953 war Lenz als [[Staatssekretär]] Chef des [[Bundeskanzleramt (Deutschland)|Bundeskanzleramtes]]. In dieser Position bemühte er sich um den Aufbau einer effektiven [[Öffentlichkeitsarbeit]] für die Bundesregierung. So war er ab 1951 maßgeblich am Aufbau der [[Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Kreise]] beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Edgar Jahn]]: &amp;#039;&amp;#039;An Adenauers Seite. Sein Berater erinnert sich&amp;#039;&amp;#039;. Langen Müller, München 1987. S.&amp;amp;nbsp;71–106, 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf seine Initiative hin gründete die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] die Firma &amp;#039;&amp;#039;Mobilwerbung&amp;#039;&amp;#039;. Beide Organisationen betrieben gemeinsam sowohl [[Propaganda]] für die Bundesregierung (u.&amp;amp;nbsp;a. für die [[Wiederbewaffnungsdiskussion|Wiederbewaffnung]] und den [[NATO]]-Beitritt) als auch Wahlkampf für die CDU vor der [[Bundestagswahl 1953]].&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Ilgen: &amp;#039;&amp;#039;„Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit“. Wie die Bundesregierung 1959 ihren Bürgern die NATO nahebrachte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;COMPARATIV&amp;#039;&amp;#039;, Heft 3/1994, S.&amp;amp;nbsp;69–95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lenz war 1956 maßgeblich an der Gründung der [[Deutsche Atlantische Gesellschaft|Deutschen Atlantischen Gesellschaft]] beteiligt, die ebenfalls die Verteidigungspolitik der Bundesregierung propagandistisch unterstützte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Kunczik]], Astrid Zipfel: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklung staatlicher Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In: Stephan Becker-Sonnenschein, Manfred Schwarzmeier: &amp;#039;&amp;#039;Vom schlichten Sein zum schönen Schein? Kommunikationsanforderungen im Spannungsfeld von Public Relations und Politik&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2002. ISBN 3-531-13714-X. S. 13–39, hier S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zu seinem Tod war er deren erster Präsident.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnulf Baring: &amp;#039;&amp;#039;Außenpolitik in Adenauers Kanzlerdemokratie. Bonns Beitrag zur europäischen Verteidigungsgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 1969. S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1953 scheiterten seine Pläne, ein dem früheren [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Propagandaministerium]] nachempfundenes „Informationsministerium“ (das auch die Zuständigkeit für den von [[Reinhard Gehlen]] geführten [[Bundesnachrichtendienst|Geheimdienst]] gehabt hätte) zu schaffen und zu leiten, an heftigen Protesten der Presse und am Einspruch der [[Hoher Kommissar (Deutschland)|Alliierten Hohen Kommissare]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=25657410 |Titel=Das Über-Ministerium |Jahr=1953 |Nr=35 |Seiten=5}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=25657573 |Titel=Es fing so harmlos an |Jahr=1953 |Nr=39 |Seiten=5f}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=25657712 |Titel=Um des Kanzlers Ohr |Jahr=1953 |Nr=40 |Seiten=8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach der Beendigung seiner Tätigkeit als Staatssekretär war er weiterhin auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Unter anderem gründete er 1956 gemeinsam mit [[Erich Peter Neumann]] die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Politische Meinung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; meldete im August 1955, Bundeskanzler [[Konrad Adenauer]] wolle Lenz als Nachfolger von [[Theodor Blank]] zum [[Bundesverteidigungsminister]] machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmvg&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=31971087 |Titel=Verteidigungsminister |Jahr=1955 |Nr=36 |Seiten=7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu kam es aber nicht, stattdessen erhielt [[Franz Josef Strauß]] dieses Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter ===&lt;br /&gt;
Von [[Bundestagswahl 1953|1953]] bis zu seinem Tode gehörte Lenz dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] an. Er vertrat den [[Bundestagswahlkreis Ahrweiler|Wahlkreis Ahrweiler]] im Parlament und gehörte dem [[Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages|Verteidigungsausschuss]] des Bundestages an. 1955 wurde er Mitglied der Beratenden Versammlung des [[Europarat]]es. Daneben war er als Rechtsanwalt tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
Otto Lenz starb am 2. Mai 1957 in einem Vorstadt-Krankenhaus von Neapel, laut Totenschein an [[Malaria]] Perniciosa – [[Urämie|Uremia]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ds19690630&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=45549303 |Titel=Alle miteinander |Jahr=1969 |Nr=27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tatsache, dass er trotz seiner schweren Erkrankung kein besseres Krankenhaus aufgesucht hatte und dass er zuvor anonym in einer Pension auf [[Ischia (Insel)|Ischia]] gewohnt hatte, löste Spekulationen in der Presse aus, die eine mögliche Vergiftung andeuteten. Erst lange nach seinem Tod wurde die Verwicklung von Otto Lenz in den [[HS-30-Skandal]] bekannt. Als Rechtsanwalt hatte er die deutsche Tochterfirma der Firma [[Hispano Suiza (Suisse)]] vertreten, die 85 Tage vor Lenz’ Tod den Zuschlag für die Lieferung von Schützenpanzern des Typs [[HS&amp;amp;nbsp;30]] erhalten hatte. Als Mitglied des Verteidigungsausschusses war Lenz an dieser Entscheidung beteiligt. Vor dem Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des HS-30-Skandals sagte ein Zeuge aus, Lenz habe hierfür einen großen Geldbetrag angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;engelmann&amp;quot;&amp;gt;Engelmann 1967, S. 20, 31, 47–61, 74 f., 86 f., 92, 98, 100–104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=46209459 |Titel=HS 30: Die Unvollendete |Jahr=1967 |Nr=47 |Datum=1967-11-13 |Seiten=60–82 |Kommentar=Titelgeschichte}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bewiesen wurden diese Vorwürfe jedoch nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Lenz zeitweise zu den wichtigsten Mitarbeitern von Konrad Adenauer gehörte, wird er in dessen vierbändigen Erinnerungen nicht erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Lenz’ Sohn [[Carl Otto Lenz|Carl Otto]] (* 1930) war 1965 bis 1984 Mitglied des Deutschen Bundestages und 1984 bis 1997 Generalanwalt am [[Europäischer Gerichtshof|Europäischen Gerichtshof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Haftung bei Gattungsschulden in §&amp;amp;nbsp;279 BGB&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Marburg 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handelsrechtliche Gesetze. HGB, AktG, GmbHG, GenG, HRV, WechsG, ScheckG, BinnenschG, GüterfernverkehrsG mit den wichtigsten Ergänzungsgesetzen und -verordnungen sowie den wichtigsten Bestimmungen aus den sonstigen Güterverkehrsgesetzen einschließlich der Einführungsvorschriften für die neuen Reichsgebiete&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 1939.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Gotto]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Im Zentrum der Macht. Das Tagebuch von Staatssekretär Lenz, 1951–1953&amp;#039;&amp;#039;. Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-0763-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Arnulf Baring]]: &amp;#039;&amp;#039;Außenpolitik in Adenauers Kanzlerdemokratie&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 1969.&lt;br /&gt;
* [[Günter Buchstab]]: &amp;#039;&amp;#039;Engagierter Demokrat und begabter Kommunikator. Otto Lenz (1903 bis 1957) zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die politische Meinung&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 404, Juli 2003, S. 63–71.&lt;br /&gt;
* Günter Buchstab: &amp;#039;&amp;#039;Otto Lenz (1903–1957). Staatssekretär im Kanzleramt&amp;#039;&amp;#039;. In: Günter Buchstab, Brigitte Kaff, [[Hans-Otto Kleinmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Christliche Demokraten gegen Hitler. Aus Verfolgung und Widerstand zur Union&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben im Auftrag der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]]. Herder, Freiburg im Breisgau 2004, ISBN 3-451-20805-9, S. 344–352.&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|233|234|Lenz, Otto|Klaus Gotto|118891685}}&lt;br /&gt;
* Johannes Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Adenauer: „Vorsicht und keine Indiskretionen!“ Zur Informationspolitik und Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung 1949–1955&amp;#039;&amp;#039;. [[Shaker Verlag]], Aachen 1995, ISBN 3-8265-0826-2.&lt;br /&gt;
* [[Hans Edgar Jahn]]: &amp;#039;&amp;#039;An Adenauers Seite. Sein Berater erinnert sich&amp;#039;&amp;#039;. Langen Müller, München 1987, ISBN 3-7844-2168-7, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit dem Staatssekretär im Bundeskanzleramt Dr. Otto Lenz&amp;#039;&amp;#039;, S. 71–76.&lt;br /&gt;
* Gesellschaft für Studentengeschichte und Studentisches Brauchtum e.&amp;amp;nbsp;V. München (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Widerstand und Verfolgung im CV&amp;#039;&amp;#039;.  1. Auflage. München 1983, ISBN 3-922485-01-4, S. 131–133.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* Jean-Michel Meurice: &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Kassen &amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarfilm, ARTE France, Maha und Anthracite. Frankreich 2008, 70’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118891685}}&lt;br /&gt;
* [[Günter Buchstab]]: [http://www.kas.de/wf/de/33.2031/ &amp;#039;&amp;#039;Engagierter Demokrat und begabter Kommunikator. Otto Lenz (1903 bis 1957) zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Politische Meinung]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 404, 4. Juli 2003.&lt;br /&gt;
* {{GDW|otto-lenz}}&lt;br /&gt;
* [https://www.konrad-adenauer.de/personen/seite/otto-lenz/ Kurzbiographie] auf dem [https://www.konrad-adenauer.de/ Adenauer-Portal] der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]] und der Stiftung [[Bundeskanzler-Adenauer-Haus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Chef des Bundeskanzleramtes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118891685|LCCN=n90703653|VIAF=64134724}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lenz, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Rheinland-Pfalz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Verteidigungsausschusses (Deutscher Bundestag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chef des Bundeskanzleramtes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamteter Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Attentat vom 20. Juli 1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goerdeler-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konrad Adenauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oberprisenhof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lenz, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Juli 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wetzlar]], Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neapel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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