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	<title>Otto Kunkel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Kunkel&amp;diff=1115090&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Krummbart: Bericht 1931</title>
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		<updated>2026-03-15T16:51:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bericht 1931&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Kunkel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Juli]] [[1895]] in [[Grünberg (Hessen)|Grünberg]], [[Kreis Gießen]]; † [[18. Februar]] [[1984]] in [[München]]) war ein deutscher [[Prähistoriker]]. Er wirkte bis 1945 als Direktor des [[Pommersches Landesmuseum (Stettin)|Pommerschen Landesmuseums]] in [[Stettin]]. Nach dem Krieg leitete er von 1953 bis 1960 die [[Archäologische Staatssammlung|Prähistorische Staatssammlung]] in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Kunkel besuchte in [[Gießen]] das Gymnasium. Sein Studium an der [[Universität Gießen]] wurde durch Kriegsdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] unterbrochen. Noch vor Kriegsausbruch trat Kunkel im SS 1913 in Gießen der [[Verband Deutscher Burschen|Studentischen Reformverbindung Adelphia]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VDB&amp;quot;&amp;gt;Verband Deutscher Burschen (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis - 1. Januar 1933. Selbstverlag, gedruckt von der Buchdruckerei Freisinger Tagblatt, o. O., o. J.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz nach dem Krieg beteiligte er sich 1920 zudem an der Gründung der [[Verband Deutscher Burschen|Tuiskonia Darmstadt]] als Tochterverbindung Adelphias.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VDB&amp;quot; /&amp;gt; 1922 wurde er in Gießen mit einer Dissertation über &amp;#039;&amp;#039;Der [[Mäander (Ornamentik)|Mäander]] in den vor- und frühgeschichtlichen Kulturen Europas&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Anschließend arbeitete als er Assistent am [[Oberhessisches Museum|Oberhessischen Museum]] in Gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 wurde Kunkel [[Kurator (Museum)|Kustos]] der Stettiner Altertumssammlung. Diese Sammlung gehörte damals der [[Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst|Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde]] und war zunächst wenig ansprechend im [[Städtisches Museum Stettin|Städtischen Museum Stettin]] aufgestellt. Die Gesellschaft übereignete die Sammlung bald an den [[Provinzialverband Pommern]], 1928 konnte Kunkel sie in ein neues Museumsgebäude, das bisherige Landeshaus, überführen. So war das [[Pommersches Landesmuseum (Stettin)|Provinzialmuseum Pommerscher Altertümer]] entstanden; Kunkel wurde der erste und einzige Direktor. 1934 wurde das Museum in &amp;#039;&amp;#039;Pommersches Landesmuseum&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Geschichte des Pommerschen Landesmuseums informiert das [[Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa]] (BKGE): [https://www.bkge.de/archiv-stettin.php?register=St%E4dtisches+Museum+Stettin]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1933 war der Prähistoriker [[Hans Jürgen Eggers]] Assistent bei Kunkel. Kunkel beantragte am 1. Juni 1937 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.739.357).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/24170940&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Achim Leube]]: &amp;#039;&amp;#039; Erinnerungen an Pommerns Ur- und Frühgeschichtsforschung im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. in: Felix Biermann, Ulrich Müller und Thomas Terberger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Die Dinge beobachten ...“. Archäologische und historische Forschungen zur frühen Geschichte Mittel- und Nordeuropas. Festschrift für Günter Mangelsdorf zum 60. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Archäologie und Geschichte im Ostseeraum. Archaeology and history of the Baltic, Rahden, Westf., Leidorf, 2008, ISBN 978-3-89646-462-0, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunkel war seit 1924 staatlicher Vertrauensmann für die Bodenaltertümer der [[Provinz Pommern]]. Als solcher betreute er die ehrenamtlich tätigen [[Kreispfleger für Bodenaltertümer]], wobei es ihm gelang, alle 29 Kreise mit Kreispflegern zu besetzen. Hinzu kamen zwei hauptamtliche Außenstellen in [[Koszalin|Köslin]] und [[Greifswald]]. Ferner unterstützte Kunkel die pommerschen Kreisheimatmuseen. Von 1934 bis 1940 fanden unter seiner Leitung Ausgrabungen in und um [[Wolin (Stadt)|Wollin]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] sicherte Kunkel, der aus Altersgründen keinen Militärdienst leisten musste, die Bestände des Landesmuseums durch rechtzeitige Auslagerungen und Kellerdeponate. Mitte April 1945 wurde Kunkel zum Stettiner [[Volkssturm]] einberufen, mit dem er am 24. April 1945 die Stadt in Richtung Westen verließ. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Stettin an [[Polen]], das seine Einwohner [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]], und der polnische Staat eignete sich die für ihn erreichbaren Bestände des Pommerschen Landesmuseums an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunkel erhielt 1947 einen Ruf an das [[Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege|Bayerische Landesamt für Denkmalpflege]] mit Amtssitz in Würzburg, wo er als Hauptkonservator tätig war. Von 1953 bis 1960 leitete er die [[Archäologische Staatssammlung|Prähistorische Staatssammlung]] in München. In den Jahren 1951 bis 1954 führte er Aufsehen erregende Grabungen an der [[Jungfernhöhle]] durch. 1960 wurde er [[Honorarprofessor]] an der [[Universität München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Forschungen und Tätigkeiten wurde ihm der [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerische Verdienstorden]] (1962) und der [[Pommerscher Kulturpreis|Pommersche Kulturpreis für Wissenschaft]] (1980) verliehen. Die [[Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst]] machte Kunkel zu ihrem Ehrenmitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Kunkel heiratete 1925 Ilse Hahne, eine Tochter des damaligen Stettiner Stadtschulrats [[August Hahne]]. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und drei Töchter hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oberhessens vorgeschichtliche Altertümer&amp;#039;&amp;#039;. Marburg 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus Pommerns Urgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Emil Hartmann, Berlin 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fundnachrichten aus Pommern&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichtenblatt für deutsche Vorzeit&amp;#039;&amp;#039;, 7. Jahrgang, Leipzig 1831, S. 92–100 ([https://www.google.de/books?id=G8UcAQAAMAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA92 Google Books]).&lt;br /&gt;
* mit Karl August Wilde: &amp;#039;&amp;#039;Jumne, Vineta, Jomsburg, Julin, Wollin. 5 Jahre Grabungen auf dem Boden der wikingerzeitlichen Großsiedelung am Dievenowstrom 1934–1939.&amp;#039;&amp;#039; Stettin 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Jungfernhöhle bei Tiefenellern. Eine neolithische Kultstätte auf dem Fränkischen Jura bei Bamberg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 5). C. H. Beck, München 1955.&lt;br /&gt;
* mit [[Hans Bernhard Reichow]]: &amp;#039;&amp;#039;Stettin, so wie es war.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joachim Gerhardt: &amp;#039;&amp;#039;Otto Kunkel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Baltische Studien]].&amp;#039;&amp;#039; Band 70 N.F., 1984, S. 148–150.&lt;br /&gt;
* Eckhard Wendt: &amp;#039;&amp;#039;Stettiner Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der [[Historische Kommission für Pommern|Historischen Kommission für Pommern]].&amp;#039;&amp;#039; Reihe V, Band 40). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2004, ISBN 3-412-09404-8, S. 299–300.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Werner]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Kunkel 14.7.1895–18.2.1984&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bayerische Vorgeschichtsblätter]].&amp;#039;&amp;#039; Band 50, München 1985, S. 1–7.&lt;br /&gt;
* [[Holger Th. Gräf]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunkel, Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: ders., Andrea Pühringer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grünberg. Das Stadtlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Magistrat der Stadt Grünberg, Grünberg 2022, ISBN 978-3-9801036-2-6, S. 106–107.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116610719}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116610719|LCCN=n84222657|VIAF=47128729}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kunkel, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prähistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Stettin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Archäologischen Staatssammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pommerschen Kulturpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kunkel, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Prähistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juli 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grünberg (Hessen)|Grünberg]], [[Kreis Gießen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Februar 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Krummbart</name></author>
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