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	<title>Otto Kohlhofer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T22:58:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Kohlhofer&amp;diff=1726579&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ejw0851: /* Gedenken */</title>
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		<updated>2025-06-09T13:12:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gedenken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dachau - Otto-Kohlhofer-Str.jpg|mini|Otto-Kohlhofer-Weg in Dachau (2022)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Kohlhofer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. August]] [[1915]] in [[München]]; † [[14. August]] [[1988]] in [[Wolfratshausen]]) war ein deutscher Kommunist und Häftling im [[KZ Dachau]]. Nach der [[Befreiung vom Nationalsozialismus]] war er Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau und machte sich um die Errichtung der [[KZ-Gedenkstätte Dachau]] verdient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Kohlhofer, Sohn eines Brauereiarbeiters, wuchs zusammen mit fünf Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen in München auf. Nach dem Volksschulbesuch begann Kohlhofer eine Ausbildung als Feinmechaniker bei dem Unternehmen Firma [[Rodenstock (Unternehmen)|Rodenstock]]. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den daraus resultierenden schlechten Arbeitsbedingungen versuchte Kohlhofer gemeinsam mit weiteren Lehrlingen erfolglos einen Streik zu organisieren. Aufgrund seiner politischen Tätigkeit wurde sein Arbeitsverhältnis noch vor Ausbildungsabschluss gekündigt. Ende 1932 wurde er Mitglied des [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|KJVD]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pisarski&amp;quot;&amp;gt;Angelika Pisarski {{Webarchiv |url=http://www.zbdachau.de/fates/ger/kohlhofe.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Otto Kohlhofer&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20090530033735}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kohlhofer wurde zwischen Ende 1932 bis Anfang 1933 Mitglied der [[Rote Hilfe Deutschlands|Roten Hilfe]] und war nach seiner bis April 1934 währenden Arbeitslosigkeit als [[Chauffeur]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mehringer&amp;quot;&amp;gt;Martin Broszat und Hartmut Mehringer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bayern in der NS-Zeit V. Die Parteien KPD, SPD, BVP in Verfolgung und Widerstand. &amp;#039;&amp;#039;, 1983,137f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme durch die Nationalsozialisten]] war Kohlhofer Leiter (Deckname &amp;#039;&amp;#039;Betti Gerber&amp;#039;&amp;#039;) einer kommunistischen Widerstandsgruppe, die im Münchner Untergrund tätig war. Angehörige der Widerstandsgruppe verteilten konspirativ kommunistische Flugblätter, so auch die Publikation „Im Mörderlager Dachau“ des Kommunisten [[Hans Beimler (Politiker)|Hans Beimler]]. Mitglieder der Widerstandsgruppe wurden im Juli 1935 durch die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] festgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mehringer&amp;quot; /&amp;gt; Kohlhofer wurde im März 1936 als Hauptbeschuldigter zu zweieinhalb Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt, die er im [[Justizvollzugsanstalt Amberg|Gefängnis Amberg]] in einer Einzelzelle verbrachte. Im Februar 1938 wurde er aus der Haft in das KZ Dachau überstellt. Dort war er in mehreren Arbeitskommandos tätig. Nachdem das KZ Dachau im Herbst 1939 zu Ausbildungszwecken für Angehörige der [[Waffen-SS]] geräumt wurde, erfolgte Kohlhofers Verlegung in das [[KZ Flossenbürg]], wo er auch im Steinbruch arbeiten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In körperlich geschwächtem Zustand wurden die Häftlinge im Februar 1940 wieder ins KZ Dachau überstellt. Kohlhofer erklärte sich insbesondere mit polnischen und russischen Häftlingen solidarisch und bemühte sich um zusätzliche Nahrungsmittel für kranke Häftlinge. Zudem war er am Bau eines Radios zum Abhören illegaler [[Feindsender]] beteiligt. Im Verlauf des Jahres 1943 ließ sich Kohlhofer freiwillig ins [[KZ-Außenlager Kottern-Weidach|Außenlager Kottern]] bei Kempten überstellen, wo die [[Messerschmitt AG]] Rüstungsgüter fabrizieren ließ. Im Februar 1944 erfolgte seine Rückverlegung ins KZ Dachau. Kohlhofer wurde Ende 1944, mit der Auflage sich einem [[Bewährungsbataillon]] der [[Wehrmacht]] anzuschließen, aus dem Lager nach [[Olmütz]] zu seiner Einheit entlassen, von der ihm im April 1945 die Flucht gelang. Danach konnte er bis zur [[Befreiung vom Nationalsozialismus|Befreiung]] untertauchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pisarski&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Mit der Rückkehr nach München heiratete Kohlhofer im November 1945 seine Freundin Resi, die er während seiner Zeit als KZ-Häftling im Außenlager Kottern als Verantwortlicher für die Milchversorgung im Nachbarort kennengelernt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goethe.de/ges/pok/dos/dos/ern/zeu/de2019695.htm &amp;#039;&amp;#039;„Man kann sich nicht vorstellen, wie gefährlich es war“ – Interview mit Resi Kohlhofer&amp;#039;&amp;#039; – Interview mit Resi Kohlhofer]&amp;lt;/ref&amp;gt; Kohlhofer erhielt 1946 eine Arbeitsstelle im [[Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten|bayrischen Landwirtschaftsministerium]], wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war. Als ehemaliger deutscher Dachauhäftling bildete er mit drei weiteren Mitgliedern des [[Comité International de Dachau]] eine Arbeitsgruppe für den Aufbau einer Gedenkstätte auf dem ehemaligen Lagergelände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits Anfang der 1950er Jahre engagierte sich Kohlhofer für den Aufbau einer Gedenkstätte und warb für dieses Vorhaben ehemalige Dachau-Häftlinge, sowohl die katholischen Geistlichen [[Leonhard Roth (Geistlicher)|Leonhard Roth]] und [[Johannes Neuhäusler]], als auch den bayrischen Landwirtschaftsminister [[Alois Hundhammer]]. Die Gedenkstätte wurde schließlich am 9. Mai 1965 eröffnet und das Internationale Mahnmal am 8. September 1968 eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.history.ucsb.edu/faculty/marcuse/publications/articles/dhfinal.htm &amp;#039;&amp;#039;Das ehemalige Konzentrationslager Dachau, 1945-1968&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Anfang der 1970er Jahre engagierte sich Kohlhofer bei der [[Friedensbewegung]] und gehörte dem Vorstand des „Fördervereins Internationale Jugendbegegnungsstätte“ an, nachdem es innerhalb des Dachau-Komitees zu Zerwürfnissen gekommen war. Kohlhofer starb Mitte August 1988 an einem Herzinfarkt in seiner Hütte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pisarski&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
In München, Bezirk Hadern, (1995) und in Dachau ist jeweils ein Weg nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gedenkstele des WiderstandsDenkmals am [[Platz der Freiheit (München)]] erinnert seit Juli 2016 an Otto Kohlhofer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stadtgeschichte-muenchen.de/sehenswert/d_sehenswert.php?id=5699 |titel=Sehenswürdigkeiten in München - Gedenkstele für Otto Kohlhofer (Platz der Freiheit) |abruf=2023-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Angelika Pisarski: &amp;#039;&amp;#039;Otto Kohlhofer&amp;#039;&amp;#039;, in: Hans-Günter Richardi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebensläufe – Schicksale von Menschen, die im KZ Dachau waren&amp;#039;&amp;#039;, BoD – Books on Demand 2001, Dachauer Dokumente Bd. 2, ISBN 978-3-8311-2190-8&lt;br /&gt;
* Comite Internationale de Dachau; Barbara Distel, KZ-Gedenkstätte Dachau (Hrsg.): „Konzentrationslager Dachau 1933 bis 1945 – Text- und Bilddokumente zur Ausstellung“, München 2005, ISBN 3-87490-750-3.&lt;br /&gt;
* Christa und Peter Willmitzer: &amp;#039;&amp;#039;Deckname »Betti Gerber«. Vom Widerstand in Neuhausen zur KZ-Gedenkstätte Dachau – Otto Kohlhofer 1915-1988&amp;#039;&amp;#039;, Allitera Verlag, München 2006, ISBN 3-86520-183-0 [http://www.nikolaus-brauns.de/Kohlhofer.htm]&lt;br /&gt;
* Norbert Göttler (Hrsg.): „Nach der Stunde Null. Stadt und Landkreis Dachau 1945 bis 1949“, in Band 2 der Reihe Dachauer Diskurse (Hg. Bernhard Schoßig und Robert Sigel), Herbert Utz Verlag GmbH, München 2008, ISBN 978-3-8316-0803-4&lt;br /&gt;
* [[Martin Broszat]] und Hartmut Mehringer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bayern in der NS-Zeit V. Die Parteien KPD, SPD, BVP in Verfolgung und Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; Von Hartmut Mehringer, Anton Grossmann und Klaus Schönhoven, Oldenbourg 1983, ISBN 3-486-42401-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122064291}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122064291|LCCN=n/2007/14543|VIAF=15642236}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kohlhofer, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Roten Hilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kohlhofer, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommunist und KZ-Häftling&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. August 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. August 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wolfratshausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ejw0851</name></author>
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