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	<title>Otto Klepper - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:34:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Klepper&amp;diff=869127&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-05-29T15:12:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Klepper&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. August]] [[1888]] in [[Brotterode]]; † [[11. Mai]] [[1957]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Jurist]] und [[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1908 am humanistischen [[Gymnasium Hammonense]] studierte Klepper Rechtswissenschaft in [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Westfälische Wilhelms-Universität|Münster]], beeinflusst hat ihn vor allem die Gesellschaftslehre [[Lorenz von Stein]]s. Er wurde in Marburg Mitglied des [[Corps Hasso-Nassovia]], später aus diesem jedoch ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid von Pufendorf: &amp;#039;&amp;#039;Otto Klepper (1888–1957). Deutscher Patriot und Weltbürger.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 20–22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1914 wurde Klepper zum Referendar ernannt und legte im Dezember 1920 die Zweite juristische Staatsprüfung ab. Dazwischen kam es zum Einsatz als Meldereiter im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und er heiratete Gertrud Eickhoff, mit der er vier Kinder hatte. Er war ab 1921 als Syndikus beim Reformbund der Gutshöfe tätig, wurde 1923 geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Domänenpächterverbandes (DPV) und 1924 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Pächter-Kreditbank. Klepper bewohnte inzwischen in Berlin eine geräumige Villa im [[Bezirk Zehlendorf]], die der DPV 1924 erworben hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid von Pufendorf: &amp;#039;&amp;#039;Otto Klepper (1888–1957). Deutscher Patriot und Weltbürger&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 1997, ISBN 3-486-56241-X, S. 28, Fußnote 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1928 war er Präsident der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse. In diesem Amt führte er zahlreiche liberale Reformen durch, wofür er von agrarkonservativer Seite stark kritisiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patrick Bormann, Joachim Scholtyseck, Harald Wixforth |Hrsg=Institut für bankhistorische Forschung e.&amp;amp;nbsp;V. |Titel=Die kreditgenossenschaftlichen Zentralinstitute vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur bedingungslosen Kapitulation des NS-Staats (1914-1945) |Sammelwerk=Die Geschichte der DZ Bank. Das genossenschaftliche Zentralbankwesen vom 19. Jahrhundert bis heute |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=München |Datum=2013 |ISBN=978-3-406-64063-6 |Seiten=194-216}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1931 wurde er [[Freistaat Preußen|preußischer]] Finanzminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bei der Landtagswahl vom 24. April 1932 die Koalition aus SPD, Zentrum und DDP die Mehrheit verlor, gab es keine neue regierungsfähige Koalition, da die anderen Parteien keine ausreichende Mehrheit hatten. Daher blieb die Regierung [[Otto Braun]] als „geschäftsführende“ im Amt und auch Otto Klepper Finanzminister. Am 20. Juli 1932 setzte die Reichsregierung Papen in einem Staatsstreich, dem sogenannten [[Preußenschlag]], anlässlich des [[Altonaer Blutsonntag]]s per Verordnung die preußische Landesregierung unter dem Vorwand ab, sie habe die Kontrolle über die öffentliche Ordnung in Preußen verloren. Braun und [[Carl Severing]], die immerhin über die republikanische preußische Polizei von 90.000 Mann verfügten – die Reichswehr der Reichsregierung hatte selbst nur 100.000 Mann –, ließen sich am gleichen Tag von einem neu ernannten – nach Ansicht von Braun und Severing unrechtmäßigen – neuen Polizeipräsidenten mit zwei Polizeibeamten aus Büro und Amt jagen. Damit war auch Klepper sein Amt los. Klepper war entsetzt über den Fatalismus und die Passivität von Braun und Severing, wie er zum Jahrestag des Preußenschlages in der Exilzeitschrift [[Das Tage-Buch|&amp;#039;&amp;#039;Das Neue Tage-Buch&amp;#039;&amp;#039;]] in Paris schrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Deutschsprachige Exilpresse (1933–1945)#Das Neue Tage-Buch|Das Neue Tage-Buch]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Leopold Schwarzschild Paris – Amsterdam, Nr. 4, 22. Juli 1933, S. 90&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem [[Reichstagsbrand]] und angesichts Verfolgung aller Demokraten floh Klepper im Februar 1933 in die Botschaft [[Finnland]]s. Der mit ihm befreundete Botschafter [[Wäinö Wuolijoki]] ermöglichte ihm und seiner Frau am 6. März 1933 die Ausreise ins finnische [[Exil]] und nahm beide auf seinem Gut in [[Hauho]] zu sich.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Vorgängen siehe Astrid von Pufendorf: &amp;#039;&amp;#039;Otto Klepper (1888–1957). Deutscher Patriot und Weltbürger&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 1997, ISBN 3-486-56241-X, S. 151 ff.; Pufendorf gebraucht die Namensformen „Wuoliyoki“ und „Wuolyoki“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach ging Klepper nach [[Republik China (1912–1949)|China]] ins , wo er bis 1935 als Regierungsberater in der Finanzverwaltung tätig war. Anschließend hielt er sich in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], [[Spanien]], [[Frankreich]] und [[Mexiko]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Braunberger: &amp;#039;&amp;#039;Ein Wanderer zwischen den Zeiten. Otto Klepper wollte das Deutsche Reich reformieren und die Bundesrepublik prägen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 29. November 2022, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 wurde er aus dem Deutschen Reich [[Ausbürgerung|ausgebürgert]] und gründete im Pariser Exil die [[Deutsche Freiheitspartei (1937)|Deutsche Freiheitspartei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seine Angehörigen in den USA blieben, kehrte Klepper 1947 nach Deutschland zurück. Er ließ sich in [[Frankfurt am Main]] nieder, um dort als Rechtsanwalt und Notar tätig zu werden. Er war Mitbegründer der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; und hatte kurzzeitig deren Geschäftsführung inne. Außerdem war Klepper stellvertretender Vorsitzender der [[Wirtschaftspolitische Gesellschaft von 1947|Wirtschaftspolitischen Gesellschaft von 1947]], abgekürzt Wipog, deren Grundsatzerklärung von ihm mitformuliert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Wirtschaftspolitische Gesellschaft von 1947 e.&amp;amp;nbsp;V. (Wipog): [https://www.wipog.de/%C3%BCber-uns/geschichte-der-wipog/ &amp;#039;&amp;#039;Geschichtliches zu Wipog.&amp;#039;&amp;#039;] Text aus 2007 auf „wipog.de“. (abgerufen am 9. Mai 2020).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Klepper hatte sich schwerkrank kurz vor seinem Tod aus einem Krankenhaus in [[Frankfurt-Höchst]] in das [[Krankenhaus Waldfriede]] im nun [[West-Berlin]]er Zehlendorf verlegen lassen. Dort starb er einsam im Alter von 68 Jahren und wurde auf dem [[Waldfriedhof Zehlendorf]] beigesetzt, wo auch seine geliebte Tochter Gisela (1919–1925) ruhte.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Astrid von Pufendorf: &amp;#039;&amp;#039;Otto Klepper (1888–1957). Deutscher Patriot und Weltbürger&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 1997, ISBN 3-486-56241-X, zur Tochter Gisela S. 30, Fußnote 40; zu Kleppers Ende S. 297, Fußnote 358.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Eine Behauptung, Klepper habe der [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]] angehört, ging auf eine über mehrere Stationen abgewandelte Äußerung [[Erwin Topf]]s zurück und ist in den Parteiakten nicht nachzuweisen. Klepper selbst bekräftigte 1951 in einer Leserzuschrift, früher keiner Partei angehört zu haben und „nach wie vor parteilos“ zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid von Pufendorf: &amp;#039;&amp;#039;Otto Klepper (1888–1957). Deutscher Patriot und Weltbürger.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Braun III]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|12|49|51|Klepper, Otto|[[Martin Schumacher (Historiker)|Martin Schumacher]]|119491184}}&lt;br /&gt;
* Astrid von Pufendorf: &amp;#039;&amp;#039;Otto Klepper (1888–1957). Deutscher Patriot und Weltbürger&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 1997, ISBN 3-486-56241-X ([https://www.degruyter.com/document/doi/10.1524/9783486595888/pdf?licenseType=free Volltext digital verfügbar]).&lt;br /&gt;
* Astrid von Pufendorf: &amp;#039;&amp;#039;Mut zur Utopie. Otto Klepper – ein Mensch zwischen den Zeiten.&amp;#039;&amp;#039; Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-95542-118-2.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000001831|Otto Klepper}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Gerald Braunberger]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Otto Klepper: Ein Wanderer zwischen den Zeiten&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&lt;br /&gt;
   |Datum=2022-11-28&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/otto-klepper-ein-wanderer-zwischen-den-zeiten-18494621.html faz.net]}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klepper, Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1980, S. 371.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119491184}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wipog.de/%C3%BCber-uns/geschichte-der-wipog Geschichtliches zur Wipog]&lt;br /&gt;
* {{AdR|119491184}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=119491184}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/57dd526c-4739-4ac2-8dfc-13068cec1e5d/ Nachlass Bundesarchiv N 1509]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Preußische Finanzminister}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119491184|LCCN=n86127193|VIAF=40865122}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Klepper, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Finanzverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatenloser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Klepper, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (DNVP, später parteilos)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. August 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brotterode]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Mai 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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