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	<title>Otto Juliusburger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-05-28T12:35:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Juliusburger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. September]] [[1867]] in [[Breslau]]; † [[7. Juni]] [[1952]] in [[New York City|New York]]) war ein deutscher [[Psychiater]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Otto Juliusburger besuchte als Sohn eines angesehenen [[Juden in Breslau|jüdischen]] Kaufmanns ab 1878 das städtische evangelische [[Maria-Magdalena-Gymnasium]] in Breslau. Nach dem Abitur 1887 studierte er [[Studium der Medizin|Medizin]] in [[Universität Breslau|Breslau]] bei [[Carl Wernicke]] und in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. Danach war er in Berlin als [[Oberarzt]] an der [[Heil- und Pflegeanstalt Berolinum]] tätig, die von [[James Fraenkel]] (1859–1935), einem seinerzeit namhaften Psychiater, und [[Albert Oliven]] (1860–1921) geleitet wurde. Otto Juliusburger heiratete Elisa, eine Tochter von [[Julius Seligsohn]]; der Ehe entstammten ein Sohn und eine Tochter. Er verließ Berlin 1941 und [[Emigration|emigrierte]] mit seiner Familie in die USA. Bis zu seinem Tod lebte er in New York.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Als frei praktizierender Psychiater war Otto Juliusburger auch bei der Berliner [[Fürsorge]] für [[Geisteskranke]] und [[Drogensucht|Rauschgiftsüchtige]] tätig. Er setzte sich für einen liberalen Strafvollzug ein, er hielt Vorträge in Kreisen von Sozialisten, und der [[Sanitätsrat]] Dr. Juliusburger arbeitete über Jahre eng mit dem [[Institut für Sexualwissenschaft]] zusammen, dessen Leiter [[Magnus Hirschfeld]] war. 1902 schrieb er in der &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Monatsschrift zur Bekämpfung der Trinksitten&amp;#039;&amp;#039; einen Beitrag mit dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Was kann die Schule im Kampf gegen den Alkohol thun?&amp;#039;&amp;#039; Und 1907 hielt er vor dem [[Deutscher Bund für Mutterschutz und Sexualreform|Deutschen Bund für Mutterschutz]] einen Vortrag mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mutterschutz und Alkohol&amp;#039;&amp;#039;. Beeinflusst von [[Auguste Forel]] schloss sich Juliusburger der [[Guttempler]]-Bewegung an. Juliusburger hielt Vorträge beim [[Deutscher Arbeiter-Abstinenten-Bund|Arbeiter-Abstinenten-Bund]].&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 577&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er förderte kulturelle Gründungen der Arbeiterklasse und verband wissenschaftlich-philosophische Ideen mit populärer Aufklärungsarbeit. 1908 war die erste Zusammenkunft der [[Berliner Psychoanalytische Vereinigung|Berliner Psychoanalytischen Vereinigung]], an der neben Juliusburger auch [[Karl Abraham]], [[Iwan Bloch]] und [[Heinrich Koerber]] teilnahmen. 1910 besuchten Otto Juliusburger und [[Mosche Wulff]], der bis 1909 unter ihm gearbeitet hatte, den zweiten psychoanalytischen Kongress in Nürnberg, auf dem die [[Internationale Psychoanalytische Vereinigung]] (IPV) gegründet wurde. Er war Gründungsmitglied der Berliner Vereinigung, die sich als Ortsgruppe der IPV neu konstituierte, trat aber nach 1914 wieder aus. Schon als Student hatte sich Juliusburger für die Philosophen [[Baruch Spinoza]], [[Arthur Schopenhauer]] und [[Friedrich Feuerbach]] begeistert. Später war es vor allem [[Henry George (Ökonom)|Henry George]] mit seiner Idee der [[Bodenreform]], die Juliusburger auch öffentlich unterstützte. Mit [[Arnold Dodel]] und [[Ernst Haeckel]], beide Vertreter des [[Darwinismus]], war er freundschaftlich verbunden; ihr [[Deutscher Monistenbund|monistisches Gedankengut]] wurde auch zur Orientierung für seine Arbeit. 1929 wurde er zum 1. Vorsitzenden des [[Wissenschaftlich-humanitäres Komitee|Wissenschaftlich-humanitären Komitees]] (WhK) gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahlreichen Veröffentlichungen von Otto Juliusburger zeigen, wie vielseitig, aber auch wie komplex sein Denken und Schaffen im Sinne einer biologischen [[Naturphilosophie]] gewesen ist. Er lernte 1917 [[Albert Einstein]] kennen. Einsteins Neffe wurde ein Patient des Psychiaters. Aus dieser Begegnung entstand eine tiefe Freundschaft. Einstein schrieb später einmal an Juliusburger: {{&amp;quot;|An Ihnen sieht man, was für einen unerschütterlichen Halt das Streben nach Wahrheit verleihen kann}}. Einstein war es auch, der seinen Freund zur Emigration drängte und ihm und seiner Familie 1941 die Überfahrt in die Vereinigten Staaten bezahlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kritische Waffengänge&amp;#039;&amp;#039;. Deutschlands Großloge II des IOGT, Flensburg 1904.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weltanschauung und Abstinenz&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1904.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Psychologie der Organgefühle und Fremdheitsgefühle&amp;#039;&amp;#039;. Berlin/Leipzig 1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntnis der Kriegsneurosen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Monatsschrift für Psychiatrie und Neurologie]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 38, 1915, S. 305–318.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arzt und Krankenschwester&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blätter für Krankenpflege&amp;#039;&amp;#039;. Band 7, 1918, S. 97–99.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religion ist Illusion&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Urania (Zeitschrift)|Urania]]. Kulturpolitische Monatshefte über Natur und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Jahrgang IV, 1926/27.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biozentrale Psychoanalyse&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Psychiatrisch-Neurologische Wochenschrift]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 30, 1928, S. 20 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Seelische Auswirkungen der Arbeitslosigkeit und ihre Bekämpfung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Krankenkasse&amp;#039;&amp;#039;. Band 18, 1931, S. 454–457.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung Schopenhauers für die Psychiatrie. Gedanken zum 150. Geburtstage Arthur Schopenhauers&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1938.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleine Zeitschriftenbeiträge (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* In: [[Der sozialistische Arzt]]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Diskussionsbeitrag zu [[Gerhard Obuch]] (Der Strafvollzug …).&amp;#039;&amp;#039; Band II (1926), Heft 1 (April), S. 35 [https://archive.org/stream/DSA_II_1926_1#page/n35/mode/2up Digitalisat]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Diskussionsbeitrag zu [[Salo Drucker]] (Alkohol und Volksgesundheit).&amp;#039;&amp;#039; Band II (1926), Heft 1 (April), S. 41 [https://archive.org/stream/DSA_II_1926_1#page/n41/mode/2up Digitalisat]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;An den 46. Deutschen Ärztetag in Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Band III (1927), Heft 3 (Dezember), S. 5–7 [https://archive.org/stream/DSA_III_1927_3#page/n5/mode/2up Digitalisat]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Der sozialistische Arzt und der Kampf gegen den Alkoholismus.&amp;#039;&amp;#039; Band III (1928), Heft 4 (April), S. 36–37 [https://archive.org/stream/DSA_III_1928_4#page/n35/mode/2up Digitalisat]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Alkoholismus, Wohnungsnot, Bodenreform.&amp;#039;&amp;#039; Band VII (1931), Heft 5–6 (Mai–Juni), S. 158–161 [https://archive.org/stream/DSA_VII_1931_5-6#page/n31/mode/2up Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jahresbericht 1887 des Gymnasiums St. Maria-Magdalena in Breslau&lt;br /&gt;
* {{NDB|10|658|659|Juliusburger, Otto|[[Werner Leibbrand]]|11723141X}}&lt;br /&gt;
* [[Ludger M. Hermanns]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Abraham und die Anfänge der Berliner Psychoanalytischen Vereinigung.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Hubenstorf et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Medizingeschichte und Gesellschaftskritik. Festschrift für Gerhard Baader.&amp;#039;&amp;#039; Matthiesen, Husum 1997, S. 174–188.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Juliusburger, Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: Alma Kreuter: &amp;#039;&amp;#039;Deutschsprachige Neurologen und Psychiater. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon von den Vorläufern bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1996, Bd. 2, S. 670–672 ({{Google Buch|BuchID=IWkhAAAAQBAJ|Seite=PA670}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Juliusburger, Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Biographische Enzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Ausgabe. Bd. 5 (2006), S. 412 ({{Google Buch|BuchID=_QPbYJuMGRIC|Seite=PA412}}).&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band II, 1. Saur 1983, München ISBN 3-598-10089-2, S. 577.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://lbssbb.gbv.de/CHARSET=ISO-8859-1/DB=1/LNG=DU/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=juliusburger%2C+otto&amp;amp;x=18&amp;amp;y=5 Werke von Otto Juliusburger] in der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11723141X|VIAF=62320759}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Juliusburger, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Albert Einstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1867]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Juliusburger, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychiater&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. September 1867&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juni 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City|New York]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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