<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Josef_Schlein</id>
	<title>Otto Josef Schlein - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Josef_Schlein"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Josef_Schlein&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-20T15:58:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Josef_Schlein&amp;diff=322113&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Leerzeichen nach Punkt eingefügt, deutsch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Josef_Schlein&amp;diff=322113&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-23T06:33:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen nach Punkt eingefügt, deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenkstein Otto Schlein.jpg|mini|Gedenkstein für Otto Schlein auf dem [[Westfriedhof (Magdeburg)]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Josef Schlein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Juni]] [[1895]] in [[Laurahütte (Oberschlesien)|Laurahütte]] ([[Oberschlesien]]); † [[3. Oktober]] [[1944]] in [[Oświęcim|Auschwitz]]) war ein deutscher Arzt und [[Kommunismus|Kommunist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schlein, ältester Sohn des jüdischen Kaufmanns Ferdinand Schlein (1873–1944) und seiner Frau Lina (1873–1944). Schlein legte 1914 am [[Wettiner Gymnasium]] in [[Dresden]] sein [[Abitur]] ab. Er begann dann 1914 in Berlin [[Medizin]] zu studieren. Nach dem [[Physikum]] wurde er 1917 als [[Feldarzt]] an der [[Deutsche Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] eingesetzt und dort am 7. November 1918 verwundet. Er wurde mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] II. Klasse ausgezeichnet. Vom Februar 1919 bis zum Oktober 1920 setzte er sein Medizinstudium fort, das er 1921 mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] beendete. Seine 1921 verteidigte [[Dissertation]] trägt den Titel &amp;#039;&amp;#039;Ueber Röntgenbehandlung des pruritus vulvae&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er spezialisierte sich als [[Dermatologie|Dermatologe]]. Am 15. Oktober 1922 erhielt er eine Anstellung als Assistenzarzt ohne Gehalt unter anderem bei [[Carl Lennhoff]] an der Städtischen Hautklinik [[Magdeburg]], die im April 1923 in eine besoldete Stelle umgewandelt wurde. Im darauffolgenden Mai heiratete er die Jüdin &amp;#039;&amp;#039;Anni Pieck&amp;#039;&amp;#039; (1903–1944) und im Dezember eröffnete er seine eigene Praxis in Magdeburg. Da er häufig arme Patienten kostenlos behandelte, wurde er &amp;#039;&amp;#039;Doktor der Armen&amp;#039;&amp;#039; genannt. Am 14. Januar 1927 kam die Tochter Vera Judith zur Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Schlein wurde um 1924 Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und war dort zeitweilig in der KPD-Bezirksleitung und Lehrer in der MASCH ([[Marxistische Arbeiterschule]]). Durch seine Lehrtätigkeit in [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] unterstützte er die [[Alija|Einwanderungsbewegung]] in [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]]. Schlein engagierte sich im [[Bund der Freunde der Sowjetunion]] (BdFSU) und war Mitglied in der „Liga für Mutterschutz und soziale Familienhygiene“, dem [[Verein Sozialistischer Ärzte]] und der &amp;quot;Zionistischen Vereinigung für Deutschland&amp;quot; (ZVfD).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Otto Schlein Stolperstein Magdeburg.jpg|mini|Stolperstein für Dr. Otto Josef Stein (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
1933 wurde er nach der „[[Machtergreifung]]“ durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in [[Dornburg (Gommern)|Dornburg]] inhaftiert. Ab 1935 durfte er infolge der [[Nürnberger Gesetze|Rassengesetze]] nur noch jüdische Bürger behandeln. Es folgte der Entzug der [[Approbationsordnung|Approbation]] und des Doktordiploms. 1936 flüchtete er mit seiner Familie in die [[Niederlande]]. Nach der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen wurde die gesamte Familie am 21. Juni 1943 durch die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet, in das [[Durchgangslager Westerbork]] und von dort am 18. Januar 1944 in das [[Ghetto Theresienstadt]] deportiert – mit der bekannten „Magdeburger Kaserne“, in der u.&amp;amp;nbsp;a. die jüdische Selbstverwaltung des Ghettos untergebracht war – wo Schlein auf seine gleichfalls deportierten Eltern traf und als Häftlingsarzt arbeitete. Am 28. September wurde Otto Schlein mit dem &amp;quot;Transport Ek&amp;quot; in das [[KZ Auschwitz-Birkenau]] [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]] und dort am 3. Oktober durch Zyklon B vergast. Am 11. Oktober folgte die Deportation von Anni Schlein mit dem &amp;quot;Transport Eq&amp;quot;, Vera Judith eine Woche darauf mit dem &amp;quot;Transport Es&amp;quot;. Beide wurden nach der Ankunft ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berufsschule Westerhüsen1.JPG|mini|Berufsschule Westerhüsen]]&lt;br /&gt;
Eine [[Magdeburger Straßen/S|Straße]] und die [[Berufsbildende Schulen IV „Dr. Otto Schlein“|Berufsbildenden Schulen IV „Dr. Otto Schlein“]] in Magdeburg tragen seinen Namen, zudem gibt es [[Stolpersteine]] im Gedenken an ihn und seine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Martin Wiehle]]: &amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; Magdeburg: Impuls Verl., 1993, ISBN 3-910146-06-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Historisches aus der Medizin in Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; Text: Ingeborg Heendorf [und 5 weitere]; Redaktion: Karin Seyffert. Magdeburg: Magdeburger Druckerei, 1997.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Schlein, Joseph Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: Guido Heinrich, Gunter Schandera (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Magdeburger Biographisches Lexikon]]. 19. und 20. Jahrhundert. Biographisches Lexikon für die Landeshauptstadt Magdeburg und die Landkreise Bördekreis, Jerichower Land, Ohrekreis und Schönebeck.&amp;#039;&amp;#039; Magdeburg: Scriptum-Verl., 2002, ISBN 3-933046-49-1.&lt;br /&gt;
* Werner Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Lebensweg eines jüdischen Arztes aus Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Förderverein der BbS IV &amp;quot;Dr. Otto Schlein&amp;quot; e.V., Magdeburg 2008.&lt;br /&gt;
* Nick Bertram: &amp;#039;&amp;#039;Otto Josef Schlein. Armenarzt, Magdeburger Zionist, Opfer des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Leipzig: Hentrich &amp;amp; Hentrich, 2021, ISBN 978-3-95565-462-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Otto Schlein|Otto Josef Schlein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125442394|VIAF=62510854}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schlein, Otto Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Sachsen-Anhalt ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Häftlingsarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dermatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schlein, Otto Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schlein, Otto Joseph&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Kommunist jüdischen Glaubens&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Juni 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Laurahütte (Oberschlesien)|Laurahütte]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oświęcim|Auschwitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>