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	<title>Otto Huntemüller - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T18:05:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Huntem%C3%BCller&amp;diff=2188146&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hsingh: /* Leben und Werk */</title>
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		<updated>2026-01-13T14:33:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Werner Gustav Huntemüller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Dezember]] [[1878]] in [[Hoya]]; † [[13. Februar]] [[1931]] in [[Davos]]) war ein deutscher Arzt, Hygieniker (Schüler von [[Robert Koch]]), Sportmediziner und Hochschullehrer. Seinen Initiativen war 1920 die erstmalige Institutionalisierung von Sport und Sportmedizin an einer deutschen Universität zuzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Nach der Reifeprüfung am [[Gymnasium Bückeburg]] 1900 studierte Huntemüller in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] Medizin. Nach Staatsexamen und [[Promotion (Doktor)|Promotion]] 1905 bereiste er als Schiffsarzt beim [[Norddeutscher Lloyd|Norddeutschen Lloyd]] viele Länder von Nord- und Südamerika bis Indien, China und Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr trat er als Assistent in das Berliner [[Robert Koch-Institut#Geschichte|Institut für Infektionskrankheiten „Robert Koch“]] ein. In West- und Ostpreußen richtete er danach Stationen zur Bekämpfung von [[Typhus]] und [[Cholera]] ein. In [[Jerusalem]] gründete er 1913 ein bakteriologisches Institut. Ein Jahr später [[Habilitation|habilitierte]] er sich an der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Hessischen Landesuniversität]] in Gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] unterbrach Huntemüllers Lehrtätigkeit in Gießen mit seiner Einberufung als Militärarzt. Während dieser Tätigkeit war er zunächst Oberarzt in einem bayerischen Feldlazarett, später beratender Hygieniker der deutschen Irak-Gruppe in Bagdad. 1917 war er an der Bekämpfung der Cholera während der Kämpfe des deutschen [[Asien-Korps]] in [[Palästina (Region)|Palästina]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Einsetzung als [[Außerordentlicher Professor]] für Hygiene 1919 an der Universität Gießen setzte er sich sofort engagiert für die Einführung von Leibesübungen an den Hochschulen ein. Bereits ab 1919 wurden Sportkurse für Studenten angeboten, im folgenden Wintersemester 1919/20 erstmals ein theoretischer Kurs über Turnen und Sport mit medizinischem Schwerpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interessen des [[Reichswehrministerium]]s an der körperlichen Ertüchtigung nach dem Wegfall der [[Wehrpflicht]] in Deutschland gemäß dem [[Versailler Vertrag]] beförderten die Bildung eines universitären Instituts für Körperkultur. Damit im Einklang stehend mit den Zielen Huntemüllers, die &amp;#039;&amp;#039;körperlich vollkommen verlotterten Studenten&amp;#039;&amp;#039; über den gesundheitlichen und erzieherischen Wert der Leibesübungen zu einem &amp;#039;&amp;#039;körperlich und sittlich gesunden Nachwuchs, der frei von zehrenden Seuchen wie Tuberkulose, Rachitis und Geschlechtskrankheiten, unempfindlich gegen die Lockungen von Bacchus und Venus den Lebenskampf aufnehmen kann&amp;#039;&amp;#039;, zu erziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Gissel: &amp;#039;&amp;#039;Die Gründung des Gießener Instituts für Körperkultur.&amp;#039;&amp;#039; In: Institut für Sportwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 70. Geburtstag (1920–1990).&amp;#039;&amp;#039; Copy-shop, Darmstadt 1990, S. 10–33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung des &amp;#039;&amp;#039;I. Universitätsinstituts zur wissenschaftlichen Erforschung der Leibesübungen&amp;#039;&amp;#039; erfolgte am 22. Oktober 1920 an der Universität Gießen in Anwesenheit des Generalsekretärs des [[Deutscher Reichsausschuß für Leibesübungen|Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen]] [[Carl Diem]]. Erst zwei Jahre später wurde Huntemüller mit der Leitung des Instituts betraut, das 1924 auf Weisung der Landesregierung in eine Medizinisch-hygienische Abteilung und in eine Philosophisch-pädagogische Abteilung untergliedert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten auf bakteriologischem Gebiet wurde Huntemüller bekannt durch seine Untersuchungen über den &amp;#039;&amp;#039;Einfluß der Leibesübungen auf die natürlichen Abwehrkräfte...&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Huntemüller: &amp;#039;&amp;#039;Der Einfluß der Leibesübungen auf die natürlichen Abwehrkräfte (Alexine) im Blutserum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Leibesübungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, 1930, S. 435–442.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligte sich Huntemüller an der Gründung des [[Weltverband für Sportmedizin|Weltverbandes für Sportmedizin]] während der II. Olympischen Winterspiele 1928 in St. Moritz. Seine dort und bei den folgenden IX. Olympischen Sommerspielen in Amsterdam in Zusammenarbeit mit [[Frowalt Heiss]] durchgeführten medizinischen Untersuchungen waren der Beginn künftiger sportmedizinischer Felduntersuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* O. Huntemüller: &amp;#039;&amp;#039;Die Cholera an der Sinaifront 1917. Ein Beitrag zur Epidemiologie und Bekämpfung der Infektionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Band 89, Nr. 3, Dez. 1919, S. 416–436.&lt;br /&gt;
* O. Huntemüller: &amp;#039;&amp;#039;Körperliche Erziehung und Schulhygiene.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hirt, Breslau 1924.&lt;br /&gt;
* P. E. Nowacki, N. Gissel: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. med. habil. O. W. G. Huntemüller – Pionier der deutschen Universitätssportmedizin.&amp;#039;&amp;#039; In: K. Tittel, K.-H. Arndt, W. Hollmann: &amp;#039;&amp;#039;Sportmedizin – gestern, heute, morgen.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sportmedizinische Schriftenreihe der DHfK.&amp;#039;&amp;#039; Band 28). J. A. Barth, Leipzig / Berlin / Heidelberg 1993, ISBN 3-335-00346-2, S. 73–77.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1018796185|VIAF=222800594}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Huntemuller, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hygieniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakteriologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Justus-Liebig-Universität Gießen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Huntemüller, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Huntemüller, Otto Werner Gustav&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt, Hygieniker, Sportmediziner und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Dezember 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hoya]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Februar 1931&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Davos]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hsingh</name></author>
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