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	<title>Otto Hunsche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Hunsche&amp;diff=1613863&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nico308 am 30. April 2026 um 06:18 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Otto Hunsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. September]] [[1911]] in [[Recklinghausen]]; † [[2. September]] [[1994]] in [[Mülheim an der Ruhr]]&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr, Bestand 1290&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Jurist]] und [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] im [[Reichssicherheitshauptamt]] (RSHA). Hunsche war als Angehöriger des [[Eichmann-Kommando|Sonderkommandos Eichmann]] maßgeblich an der [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] der [[Geschichte der Juden in Ungarn|Juden in Ungarn]] beteiligt und wurde deswegen 1969 zu zwölf Jahren Haft verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Kaufmanns studierte [[Rechtswissenschaft]]en in [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und wurde [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Während des Studiums wurde er Mitglied der [[Studentenverbindung]] [[Verband der Vereine Deutscher Studenten|VDSt Tübingen]], wobei er 1951 bei der Wiedergründung nicht mehr beitrat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/CSCP5ZIOGOQSW5IAM5YBSZQUPQ3CGY5U?lang=de Eintrag zu Heinrich Otto Hunsche in der Deutschen Digitalen Bibliothek]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Keuffel, Gerhard R. (Hrsg.), 120 Jahre Verein Deutscher Studenten zu Tübingen, Tübingen 2003, S. 204&amp;lt;/ref&amp;gt; Er trat 1933 der [[Sturmabteilung|SA]] und 1935 dem [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|NSRB]] bei. Am 23. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.877.864).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/17430091&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Hilfsrichter war er 1938 am [[Landgericht Elbing]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee191&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2013, S. 191&amp;lt;/ref&amp;gt;  Nachdem er 1939 bei der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] eine Anstellung gefunden hatte, fungierte er ab 1940 bei der Gestapo-Leitstelle in [[Berlin]] und bald darauf vertretungsweise als Leiter der [[Düsseldorf]]er Gestapo. Ab November 1941 war er als vertretender Sachgebietsleiter und ab Herbst 1942 als Sachgebietsleiter in dem sogenannten [[Eichmannreferat]] (IV B 4b – Recht) des RSHA unter [[Adolf Eichmann]] tätig. Seine Aufgaben umfassten Rechtsfragen, die insbesondere die Aberkennung der Staatsangehörigkeit und Konfiszierung des Vermögens der Deportationsopfer betrafen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Piper&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des Holocaust&amp;#039;&amp;#039;; Piper Verlag, München 1998, Band 2, Seite 628.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hunsche, der autorisiert war, die Uniform eines SS-Hauptsturmführers zu führen, war im Oktober 1942 Teilnehmer einer der [[Wannseekonferenz#Folgekonferenzen|Folgekonferenzen der Wannseekonferenz]] zur „[[Endlösung der Judenfrage]]“ im RSHA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee191&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderkommando Eichmann ==&lt;br /&gt;
Hunsche war von März bis November 1944 Angehöriger des [[Eichmann-Kommando|Sonderkommandos Eichmann]], das den Auftrag hatte, „die ungarischen Juden aus dem öffentlichen Leben auszuschalten und zu konzentrieren, danach zu deportieren und sie mit Ausnahme der voll Arbeitsfähigen zu vernichten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Landgericht  Frankfurt am Main Ks 1/63, S. 71, zitiert nach: Kerstin Freudiger: &amp;#039;&amp;#039;Die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 2002, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war in diesem Rahmen auch als Rechtsberater für „Judenfragen“ im ungarischen Innenministerium tätig. Noch nach dem offiziellen Ende der „[[Ungarn-Aktion]]“ organisierte Hunsche auf eigene Verantwortung die Deportation [[Juden in Ungarn|ungarischer Juden]] aus dem Internierungslager [[Kistarcsa]] in das [[KZ Auschwitz-Birkenau]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46174538|Titel=Der Stellvertreter|Autor=|Jahr=1964|Nr=18|Seiten=38|Datum=1964-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. April 1945 begleiteten Otto Hunsche und [[Hermann Krumey]] den Repräsentanten des Jüdischen Rettungskomitees Budapest, [[Rudolf Kasztner]], in das [[Ghetto Theresienstadt]] zu einer Aufführung des [[Propagandafilm]]s „[[Theresienstadt (Film)|Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet]]“, um der ausländischen „[[Greuelpropaganda]]“ bezüglich der Massenmorde an Juden entgegenwirken zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz-Bauer-Institut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte, Rezeption und Wirkung&amp;#039;&amp;#039;. Campus Verlag 1996, ISBN 3593354411, S. 334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Hunsche wurde am 12. Mai 1945 auf einer Alm bei [[Altaussee]] festgenommen und war anschließend bis 1948 interniert. Nach seiner Entlassung aus dem [[Internierungslager]] [[Esterwegen]] wurde er im Rahmen der [[Entnazifizierung]] als „Mitläufer“ eingestuft. Ab 1954 war Hunsche in [[Datteln]] als Rechtsanwalt tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee191&amp;quot;/&amp;gt; Hunsches Kurzvita war im [[Braunbuch der DDR]] aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland - Dokumentationszentrum der Staatlichen Archivverwaltung der DDR (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;BRAUNBUCH - KRIEGS- UND NAZIVERBRECHER IN DER BUNDESREPUBLIK UND IN WESTBERLIN&amp;#039;&amp;#039;, Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik&lt;br /&gt;
Berlin 1968 {{Webarchiv | url=http://www.braunbuch.de/2-02.shtml | wayback=20081014045311| text=online}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Angehörigen des „Sonderkommando Eichmann“ wurde nach Kriegsende aufgrund der Deportationen der ungarischen Juden ermittelt. Während [[Adolf Eichmann]] 1961 in [[Jerusalem]] zum Tode verurteilt und später hingerichtet wurde, kamen Hunsche und Eichmanns Stellvertreter Krumey erstmals 1957 in [[Untersuchungshaft]]. Hunsche wurde wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Mord]] 1962 vom [[Landgericht Frankfurt am Main]] zu fünf Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Aufgrund der Untersuchungshaft und weiterer Umstände musste er nur zwei der fünf Jahre Haftstrafe verbüßen und wurde bereits im Februar 1963 aus der Haft entlassen. Dieses Urteil hob der [[Bundesgerichtshof]] (BGH) jedoch am 20. Mai 1963 auf mit der Maßgabe einer Korrektur des Strafmaßes. Das Verfahren wurde daraufhin mit dem von Krumey verbunden und als Krumey-Hunsche-Prozess bekannt. In diesem Prozess wurde Hunsche, der von [[Hans Laternser]] verteidigt wurde, am 3. Februar 1965 freigesprochen. Krumey wurde zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Nachdem auch dieses Urteil vom BGH aufgehoben wurde, kam es zu einem erneuten Prozess. Am 29. August 1969 wurde Hunsche wegen Beihilfe zum Mord zu zwölf Jahren und Krumey wegen Mordes zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Freiheitsstrafe]] verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kerstin Freudiger: &amp;#039;&amp;#039;Die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen 2002, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Torben Fischer, Matthias N. Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der &amp;quot;Vergangenheitsbewältigung&amp;quot; in Deutschland - Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945 &amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 142f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 24. Dezember 1975 wurde er aus der [[JVA Tegel]] auf Bewährung entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Hunsches weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz Bauer]], [[Joachim Perels]] und [[Irmtrud Wojak]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Humanität der Rechtsordnung. Ausgewählte Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt/Main 1998, ISBN 3-593-35841-7.&lt;br /&gt;
* Kerstin Freudiger: &amp;#039;&amp;#039;Die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2002. ISBN 3-1614-7687-5.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783100393333}}&lt;br /&gt;
* Nathalie Gerstle: &amp;#039;&amp;#039;Krumey-Hunsche-Prozess&amp;#039;&amp;#039;. In: Torben Fischer, [[Matthias N. Lorenz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der „Vergangenheitsbewältigung“ in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld : Transcript, 2007, ISBN 978-3-89942-773-8, S. 142f.&lt;br /&gt;
* [[Israel Gutman]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des Holocaust – Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden&amp;#039;&amp;#039;, Piper Verlag, München/Zürich 1998, 3 Bände, ISBN 3-492-22700-7&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=46169395|Titel=Teufelskreis aus Blut und Tinte|Autor=[[Gerhard Mauz]]|Jahr=1965|Nr=7|Seiten=|Kommentar=Zum Urteil im Krumey-Hunsche-Prozess}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124428509|VIAF=40311730}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hunsche, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger des Eichmann-Kommandos]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSRB-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im VVDSt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Recklinghausen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hunsche, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hunsche, Heinrich Otto&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Regierungsrat und Täter des Holocaust&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. September 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Recklinghausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. September 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mülheim an der Ruhr]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nico308</name></author>
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