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	<title>Otto Henkell - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T19:35:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Henkell&amp;diff=170383&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GünniX: Archivlink geprüft</title>
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		<updated>2025-07-30T04:50:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Henkell otto.jpg|mini|Büste Otto Henkells am Biebricher „Henkell-Schlösschen“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Henkellschloss1.jpg|mini| Gebäude der Sektkellerei Henkell &amp;amp; Co., gen. „Henkell-Schlösschen“ an der [[Biebricher Allee]] in [[Wiesbaden]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Heinrich Adolf Henkell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Mai]] [[1869]] in [[Mainz]]; † [[16. Juli]] [[1929]] in [[Schwarzach im Pongau]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Unternehmer]] und Inhaber der [[Henkell &amp;amp; Co. Sektkellerei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Otto Henkell wurde am 20. Mai 1869 in Mainz geboren. Sein Vater Rudolf Henkell (1843–1912) war Inhaber der 1856 gegründeten Sektkellerei Henkell &amp;amp; Co., seine Mutter war Anna Henkell geb. Gastell. Seine Schwester Elsa wurde Künstlerin und heiratete 1898 den Maler [[Hans Beat Wieland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Henkell besuchte von 1877 bis 1885 das Großherzoglich Hessische Gymnasium in Mainz, anschließend die Handelsschule in [[Antwerpen]], die er 1887 erfolgreich abschloss. Seinen Militärdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]] leistete er im [[Husaren-Regiment „König Humbert von Italien“ (1. Kurhessisches) Nr. 13|(1. Kurhessischen) Husaren-Regiment Nr. 13 „König Humbert von Italien“]] ab&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.henkellvineyards.com.au/family_de.htm |wayback=20090912162416 |text=Hundertjährige Familiengeschichte }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verbrachte seine Gesellenzeit in [[London]] und [[New York City]]. Aus den USA brachte er vielfältige Erfahrungen im Bereich kaufmännischer Tätigkeiten und verschiedene [[Marketing]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;ideen mit, etwa wie bestimmte Produkte im Markt platziert und intensives Kundeninteresse gewonnen werden können. Nach seiner Rückkehr nach Mainz im Jahr 1891 erhielt er [[Prokura]] im Unternehmen seines Vaters, der Kellerei Henkell &amp;amp; Co. in Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ein Jahr später wurde er 1892 Teilhaber der von seinem Großvater [[Adam Henkell]] gegründeten Wein- und Sektkellerei in [[Mainz]] mit dem Wirkungsbereich „Champagner-Fabrik“. Dabei fasste er den Entschluss, für die Kellerei Henkell einen [[Markenartikel]] zu kreieren und in den Markt einzuführen. Diese [[Marke (Recht)|Marke]] war „Henkell Sect Trocken“.&amp;lt;ref&amp;gt;Henkel, Otto Heinrich Adolf (1869–1929) Gesellschaft für die Geschichte des Weines e. V. In: Archiv der Sektkellerei Henkell &amp;amp; Söhnlein KG, Wiesbaden&amp;lt;/ref&amp;gt; 1894 begann er mit den ersten [[Werbekampagne]]n; da sich bereits bei diesem Schritt ein zunehmendes Kundeninteresse einstellte, ging er 1899 den nächsten Schritt, indem die Marke „Henkell Trocken“ in renommierten Wochenzeitschriften mit künstlerischer Aufmachung noch intensiver beworben wurde. Die Wirkung war enorm und brachte ein gutes Wachstum für das Unternehmen. Diese Umstände nutzend baute er es zum marktführenden Unternehmen aus. 1900 wurde ihm die volle Entscheidungsgewalt in der Kellerei Henkel &amp;amp; Co. übertragen. Mit dem Umzug der Kellerei nach [[Wiesbaden-Biebrich|Biebrich]] im Jahr 1909 traf er weitere, in die Zukunft reichende Entscheidungen. Von dem Stuttgarter Architekten [[Paul Bonatz]] ließ er 1907–1909 in Biebrich ein repräsentatives Gebäude für Verwaltung und Produktion der Sektkellerei Henkell &amp;amp; Co. errichten. Der Bezug des neuen Gebäudes erfolgte 1909. Bereits 1910 erreicht er von den Umsatzzahlen her den Spitzenplatz in der deutschen Sektindustrie. Durch den gestiegenen Umsatz wurde es notwendig, weitere Produktions- und Lagerkapazität zu schaffen. Das geschah 1912 mit dem Bau einer Kellerei in [[Reims]] in der französischen Region [[Champagne]], ebenfalls nach Entwurf von Bonatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verstand Otto Henkell sich als Vertreter einer „Aufbau-Generation“ und nutzte vor allem die 1924 mit dem [[Dawes-Plan]] einsetzende Stabilisierung der deutschen Volkswirtschaft zur Erweiterung von Produktion und Kundennetzwerken. Als seine älteste Tochter Annelies am 5. Juli 1920 den im Weinhandel international erfahrenen [[Joachim Ribbentrop]] in Wiesbaden heiratete,&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|21|500|502|Ribbentrop, Joachim von|Wolfgang Michalka|118600192}}&amp;lt;/ref&amp;gt; übertrug er diesem den Aufbau und die Führung der Berliner Niederlassung der Kellerei. Am 16. August 1929 starb Otto Henkell in Schwarzbach bei Salzburg – einige Wochen vor Beginn der [[Weltwirtschaftskrise]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Auseinandersetzungen um das Erbe ==&lt;br /&gt;
Otto Henkell war mit Katharina, genannt Käthe, geb. Michel (1871–1942), verheiratet. Beide hatten drei gemeinsame Kinder:&lt;br /&gt;
* [[Annelies von Ribbentrop|Anna Elisabeth]], genannt Annelies (* 12. Januar 1896 in Mainz; † 5. Oktober 1973), ab 1920 verheiratet mit Joachim Ribbentrop (ab 1925 durch [[Adoption]] &amp;#039;&amp;#039;von Ribbentrop&amp;#039;&amp;#039;); Dieser war zunächst im Unternehmen seines Schwiegervaters tätig und später [[Außenminister]] des Deutschen Reichs. Sie war bekennende [[Nationalsozialismus|Nationalsozialistin]] und bekam Auszeichnungen von rechtsextremen Vereinigungen.&lt;br /&gt;
* Franziska Katharina Stephanie, genannt Fänn (* 1898), war in erster Ehe mit dem Kölner Unternehmer &amp;#039;&amp;#039;Orla Arntzen&amp;#039;&amp;#039; (1882–1973) verheiratet, ab 1932 in zweiter Ehe mit dem ebenfalls geschiedenen Textilunternehmer [[Willy Schniewind]], der dann auch im [[Aufsichtsrat]] von Henkell &amp;amp; Co. saß.&lt;br /&gt;
* Stefan-Karl Henkell (1908–1940) (verheiratet Utrecht 1937) mit Line Caroline Adriana Antonia Fentener van Vlissingen (1914–1980).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Otto Henkells einziger Sohn 1940 als Soldat in Frankreich gefallen war, erbten dessen noch minderjährige Kinder gemeinsam einen Anteil von 35 Prozent des Unternehmens &amp;#039;&amp;#039;Henkell &amp;amp; Co. Sektkellerei KG&amp;#039;&amp;#039;, Otto Henkells Tochter Anneliese von Ribbentrop hielt 10 Prozent, seine Tochter Franziska hielt ebenfalls 10 Prozent. Die restlichen 45 Prozent entfielen auf Otto Henkells Bruder Karl. Als Karl Henkell 1944 bei einem Bombenangriff auf Wiesbaden starb, erhielten seinen Anteil unter Vormundschaft seiner Ehefrau Alice († 1946) die beiden Söhne Otto junior und Hans-Alexander. Letzterer kam 1945 bei einem Flugzeugabsturz bei Oppenheim ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Henkells Neffe Otto junior wurde dann Karls Alleinerbe und hielt einen Anteil von 45 Prozent, als er 1946 23-jährig die Leitung des Unternehmens Henkell übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage eines Vertrags von 1942 hatte ein Sohn aus der Ehe von Ribbentrop-Henkell, der von der Mutter, Anneliese von Ribbentrop geb. Henkell zu bestimmen war, einen klaren Rechtsanspruch auf Aufnahme in das Unternehmen als geschäftsführender Gesellschafter. 1951 sollte auf Wunsch der seit 1946 verwitweten Anneliese von Ribbentrop ihr 31-jähriger Sohn Rudolf Joachim von Ribbentrop ins Unternehmen eintreten. Da jedoch 1951 die Erinnerung an die Herrschaft des Nationalsozialismus und den Krieg, schließlich den Nürnberger Prozess und Joachim von Ribbentrops unrühmliches Ende durch Hinrichtung noch sehr frisch waren, hielt es der Henkell-Aufsichtsrat für unklug, einen Ribbentrop in die Geschäftsleitung aufzunehmen, „da alle Welt sich noch an Hitlers Außenminister erinnere und sich dies auf die Verkaufszahlen nicht fördernd auswirken könne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anneliese von Ribbentrop bestand aber auf dem Vertrag von 1942 und strengte 1951 mit ihrem Sohn Rudolf als Nebenkläger einen Prozess gegen das Unternehmen und ihren Vetter Otto junior an. Der Prozess zog sich hin. Schließlich wurde 1963 Annelieses weiterer Sohn Adolf (* 2. September 1935), der sich später &amp;#039;&amp;#039;Henkell-von Ribbentrop&amp;#039;&amp;#039; nannte, mit Prokura in die Henkell &amp;amp; Co. Sektkellerei KG aufgenommen. Adolf Henkell-von Ribbentrop ist seit 1985 mit Christiane geb. Gräfin [[Eltz (Adelsgeschlecht)|Eltz]] (* 27. November 1951), der Mutter des ehemaligen deutschen Verteidigungsministers [[Karl-Theodor zu Guttenberg]], verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 wurde die Kellerei Henkell von der [[Dr. August Oetker KG|Oetker-Gruppe]] übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|139892354}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=139892354|titel=Henkell, Otto Heinrich Adolf|datum=2025-07-28}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=20804162 |Titel=Familie Ribbentrop: Die Qualität des Sektes |Jahr=1951 |Nr=48 |Datum=1951-11-28 |Seiten=12–15 |Kommentar=Rudolf von Ribbentrop soll bei Henkell eintreten – Der Prozess}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=45142807 |Titel=Adolf Richard Barthold von Ribbentrop |Jahr=1963 |Nr=12 |Datum=1963-03-20 |Seiten=88 |Kommentar=Adolf von Ribbentrop erhält Prokura bei Henkell}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139892354|VIAF=102726959}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Henkell, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Weinbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Henkell, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Henkell, Otto Heinrich Adolf (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer und Sektfabrikant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Mai 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mainz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juli 1929&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schwarzach im Pongau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GünniX</name></author>
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