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	<title>Otto Gröllmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T09:08:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Gr%C3%B6llmann&amp;diff=2099716&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gerbil am 29. April 2025 um 15:41 Uhr</title>
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		<updated>2025-04-29T15:41:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gröllmann Otto Hamburg.jpg|mini|Gedenktafel für Otto Gröllmann am Thalia-Theater in Hamburg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Gröllmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Juli]] [[1902]] in [[Hamburg]]; † [[12. Juli]] [[2000]] in [[Berlin]]) war ein [[deutscher]] [[Grafiker]], [[Bühnenbildner]] und [[Widerstandskämpfer]] gegen das [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regime]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Otto Gröllmann wurde als Sohn eines [[Sattler]]meisters in [[Hamburg-Billbrook|Billbrook]] geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Kai Möller: Hamburger Aufstand 1923 - Otto Gröllmann: Bühnenbildner, Barrikadenkämpfer und Chronist, in Willi-Bredel-Gesellschaft, Hamburg, Rundbrief 2023, S. 16–22&amp;lt;/ref&amp;gt; Otto Gröllmann, genannt ‚Otje‘, absolvierte von 1917 bis 1920 eine Ausbildung als [[Bühnenmaler|Theatermaler]] am [[Hamburger Schauspielhaus]]. In seiner Freizeit war er in der Freien Proletarischen Jugend&amp;lt;ref&amp;gt;[https://aggb-katalog.de/vufind/Record/fzh.134870395 Freie Proletarische Jugend]&amp;lt;/ref&amp;gt; aktiv und lernte dort [[Willi Bredel]] kennen. Er arbeitete danach am Operettenhaus und am [[Altonaer Theater|Altonaer Stadttheater]] als Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Willi Bredel und den damaligen [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]-Referenten [[Ernst Thälmann]] kam er in Kontakt zur Hamburger [[Arbeiterbewegung in Deutschland|Arbeiterbewegung]]. 1922 wurde er Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]. Am 23. und 24. Oktober 1923 nahm er in Schiffbek am [[Hamburger Aufstand]] teil und wurde zu 17 Monaten Festungshaft verurteilt, die er aufgrund von Krankheit und Amnestie nicht antreten musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Kai Möller: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Aufstand 1923 – Otto Gröllmann: Bühnenbildner, Barrikadenkämpfer und Chronist.&amp;#039;&amp;#039; In: Willi-Bredel-Gesellschaft (Hamburg): &amp;#039;&amp;#039;Rundbrief 2023&amp;#039;&amp;#039;, S. 16–22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröllmann engagierte sich als Schriftführer der Hamburger Sektion der „Assoziation revolutionärer bildender Künstler“ (ASSO) und bei der Agitprop-Gruppe des Arbeitertheaterbundes „Die Nieter“, deren Dekoration und Kostüme er mitgestaltete. Außerdem zeichnete er viele Flugblätter und Transparente sowie Titelbilder für die „[[Hamburger Volkszeitung]]“ (HVZ). Er illustrierte Willi Bredels erste Buchveröffentlichung „Marat der Volksfreund“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Beteiligung am Widerstand gegen die NS-Diktatur wurde er Ende 1933 verhaftet. Er wurde zunächst ins [[KZ Fuhlsbüttel|Konzentrationslager Fuhlsbüttel]] eingeliefert und im Februar 1934 ins [[Untersuchungshaftanstalt Hamburg|Hamburger Untersuchungsgefängnis]]. Wegen seiner Verbindung zur KPD angeklagt, wurde er zu 17 Monaten Gefängnis verurteilt, die er im [[Gedenkstätte Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel|Strafgefängnis Wolfenbüttel]] verbrachte. Nach der Gefängnishaft war er wieder am Theater, aber auch als Maler auf dem Bau tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald fand er wieder Kontakt zu seinen Genossen [[Adolf Wriggers]], [[Addi Matschke]], [[Robert Abshagen]] und [[Franz Jacob]], mit denen er seine Widerstandstätigkeit fortsetzte. 1938 wurde er am [[Thalia Theater (Hamburg)|Thalia Theater]] in Hamburg als Atelierleiter und [[Bühnenbild]]ner eingestellt. Das Archiv der [[Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe]] wurde von Gröllmann im Thalia-Theater versteckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Verhaftung von über Deutschland abgesetzten Fallschirmspringern um [[Walter Gersmann]] wurde auch Gröllmann erneut verhaftet. Nach Verhören unter Folter durch Angehörige der [[Staatspolizeileitstelle Hamburg|Gestapo]] kam er mit weiteren Gefangenen im März 1943 ins Untersuchungsgefängnis. Dort erlebte er die [[Operation Gomorrha|Luftangriffe auf Hamburg]] im Juli 1943 und wurde als Folge des daraus entstandenen Chaos bei den Hamburger Justizbehörden am 4. August 1943 „vorübergehend“ entlassen. Gröllmann gelang es, sich einer Wiederverhaftung zu entziehen und hielt sich in Deutschland verborgen. Er erhielt wieder Kontakt zu seiner Widerstandsgruppe, die bis zum April 1945 weiterhin illegale Flugblätter herausgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Befreiung vom Nationalsozialismus]] nahm er seine Tätigkeit als Bühnenbildner am Thalia-Theater wieder auf. Gröllmann war 1945 Mitbegründer der [[Sozialistische Freie Gewerkschaft|Sozialistischen Freien Sozialistischen Gewerkschaft]] in Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Schlüter: &amp;#039;&amp;#039;Ein mutiger Schritt – Der Aufbau der Gewerkschaft HBV in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Gewerkschaft HBV Hamburg, Hamburg 1988, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der [[Theaterfotografie|Theaterfotografin]] [[Gertrud Gröllmann]] (1917–1977) bekam er 1947 eine Tochter, die Schauspielerin [[Jenny Gröllmann]]. Aus deren Ehe mit [[Ulrich Mühe]] stammt Gröllmanns Enkelin [[Anna Maria Mühe]], die ebenfalls als Schauspielerin tätig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Initiative von Willi Bredel übersiedelte er mit seiner Familie 1948 nach Schwerin und 1954 nach [[Dresden]], wo er an den dortigen Staatstheatern weiter als Bühnenbildner arbeitete. In der DDR wurde er 1986 mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Berliner Zeitung]], 30. April 1986, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Wendezeit 1989/90 „formulierte er mehrfach öffentlich scharfe Kritik am stalinistisch anmutenden [[ancien régime]] [[Erich Honecker]]s“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kay Weniger]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Geleitwort von [[Paul Spiegel]]. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gröllmann starb im Juli 2000 mit 97 Jahren in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Altes Museum (Berlin, Germany), Staatliche Museen zu Berlin (Germany : East), Christine Hoffmeister, Christian Suckow (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Revolution und Realismus: revolutionäre Kunst in Deutschland 1917 bis 1933,&amp;#039;&amp;#039; Seite 31, Staatliche Museen zu Berlin, 1978.&lt;br /&gt;
* [[Maike Bruhns]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunst in der Krise. Band 2: Künstlerlexikon Hamburg 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 2001, ISBN 3-933374-95-2, S. 168–171.&lt;br /&gt;
* Florian Henckel von Donnersmarck: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben der anderen&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp Verlag: Frankfurt am Main.- 2006, ISBN 3-518-45786-1, S. 202.&lt;br /&gt;
* [[Kay Weniger]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Geleitwort von [[Paul Spiegel]]. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 147.&lt;br /&gt;
* Torsten Harmsen: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bebraverlag.de/verzeichnis/titel/nazi-und-kommunist.html Nazi und Kommunist. Zwei deutsche Leben].&amp;#039;&amp;#039; BeBra Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-8393-0178-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Holger Tilicki: {{Webarchiv | url=http://www.bredelgesellschaft.de/schoeps/rb2001.htm#Otto | wayback=20050312232120 | text=Ein Nachruf auf Otto Gröllmann}}&lt;br /&gt;
* Torsten Harmsen: [https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/nazi-und-kommunist-zwei-menschen-erzaehlen-ihre-geschichte-li.2294340 Nazi und Kommunist: Zwei Menschen erzählen ihre Geschichte]. In: Berliner Zeitung, 7. März 2025 (Vorabdruck aus dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Nazi und Kommunist. Zwei deutsche Leben)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1165190389|LCCN=n/97/858406|VIAF=31296027}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grollmann, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bühnenbildner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Häftling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Hamburger Aufstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gröllmann, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gröllmann, Otje&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bühnenbildner und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Juli 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juli 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gerbil</name></author>
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