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	<title>Otto Georg Thierack - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T06:43:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dresdner90: /* Karriere im NS-Staat: Sächsischer Justizminister und Präsident des Volksgerichtshofs */ Erwähnung Schlegelberger-Konferenz</title>
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		<updated>2025-11-04T12:16:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Karriere im NS-Staat: Sächsischer Justizminister und Präsident des Volksgerichtshofs: &lt;/span&gt; Erwähnung Schlegelberger-Konferenz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-00627-0504, Dr. Otto Georg Thierack.jpg|miniatur|hochkant|Otto Georg Thierack (1940), Aufnahme aus dem [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Georg Thierack&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. April]] [[1889]] in [[Wurzen]], [[Königreich Sachsen]]; † [[26. Oktober]] [[1946]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neue Deutsche Biographie|NDB]], Bd. 26 (2013), S. 131; [[Deutsche Biographische Enzyklopädie|DBE]], Bd. 10 (1999), S. 6; [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, Zweite Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 623; Konstanze Braun: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Otto Georg Thierack (1889–1946)&amp;#039;&amp;#039;, zugl. Diss. Universität Kiel, Frankfurt am Main 2005, S. 241. Konstanze Braun bezieht sich auf die beglaubigte Abschrift der Sterbeurkunde im [[Landesarchiv Berlin]], SK 12708, Bd. 1, Bl. 40. Vgl. auch Diskussionsseite.&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Internierungslager Eselheide]] bei [[Stukenbrock]]&amp;lt;ref&amp;gt;heute zur Stadt [[Schloß Holte-Stukenbrock]], [[Nordrhein-Westfalen]]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[deutsche]]r Jurist und [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] Politiker. Er war [[Reichsjustizministerium|Reichsjustizminister]] unter [[Adolf Hitler]] von 1942 bis 1945. Zuvor war er von 1933 bis 1934 Justizminister von Sachsen und von 1936 bis 1942 Präsident des [[Volksgerichtshof]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Justizkarriere bis 1933 ==&lt;br /&gt;
Thierack studierte ab 1910 an den [[Philipps-Universität Marburg|Universitäten in Marburg]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]] Rechtswissenschaften, wurde Mitglied des [[Corps Guestphalia et Suevoborussia Marburg|Corps Guestphalia Marburg]] und legte am 20. Juli 1913 die erste juristische Staatsprüfung ab. Er wurde im Februar 1914 in Leipzig zur Thematik &amp;#039;&amp;#039;Wem fällt das Vermögen eines rechtsfähigen Vereins des Bürgerlichen Gesetzbuchs nach dem Verlust seiner Rechtsfähigkeit zu und wie gestaltet sich dieser Anfall?&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Zu dieser Zeit war er als Referendar in [[Scheibenberg]] tätig. Von 1914 bis 1918 nahm er als Kriegsfreiwilliger am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil, zuletzt mit dem Rang eines [[Leutnant]]s. Er erlitt eine Gesichtsverletzung und wurde mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] II. Klasse ausgezeichnet. Nach Kriegsende nahm er die unterbrochene juristische Ausbildung wieder auf und schloss sie am 10. April 1920 mit dem [[Staatsexamen#Rechts- und Verwaltungswissenschaft|Assessorexamen]] ab. Im selben Jahr wurde er als [[Richter auf Probe|Gerichtsassessor]] in [[Sachsen]] eingestellt. Von 1921 arbeitete er an der Staatsanwaltschaft in Leipzig. Dort war er von 1926 an als Staatsanwalt tätig. Zum 1. Oktober 1926 wechselte er als Staatsanwalt nach Dresden, wo er beim [[Oberlandesgericht Dresden|Oberlandesgericht]] wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere im NS-Staat: Sächsischer Justizminister und Präsident des Volksgerichtshofs ==&lt;br /&gt;
Am 1. August 1932 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein und am 15. Februar 1934 in die [[Sturmabteilung]] (SA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der Nationalsozialisten wurde Thierack am 12. Mai 1933 zum [[Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung#Geschichte|sächsischen Justizminister]] im [[Kabinett Killinger|Kabinett]] [[Manfred von Killinger]]s ernannt. Seine Aufgabe war, die „[[Reichsjustizministerium#Gleichschaltung der Justiz|Verreichlichung]]“ der Justiz als Teil der [[Gleichschaltung]] der Länder in seinem Land durchzuführen. Nach weiteren kurzen beruflichen Zwischenstationen wurde er 1935 Vizepräsident des [[Reichsgericht]]s und 1936 Präsident des [[Volksgerichtshof]]s. Der von ihm präsidierte Senat des Volksgerichtshofs verhandelte 87 Fälle. In 33 Fällen wurden gegen tschechische und deutsche Einwohner des [[Protektorat Böhmen und Mähren|Protektorats Böhmen und Mähren]] Todesurteile verhängt. Unter anderem verurteilte Thierack [[Ernst Niekisch]] zu lebenslänglichem Zuchthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. und 24. April 1941 nahm er an der [[Schlegelberger-Konferenz]] teil, einer Tagung höchster Justizbeamter zum Thema der „[[Vernichtung lebensunwerten Lebens]]“ im Rahmen der [[Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus|NS-Krankenmorde]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, S. 622.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1941 kam Thierack im Prozess gegen [[Alois Eliáš]] den Vorstellungen [[Reinhard Heydrich]]s entgegen. Dieser war soeben zum [[Reichsprotektor]] in Böhmen und Mähren ernannt worden und hatte das [[Standrecht]] eingeführt. Unter Umgehung der Gerichtsverfassung&amp;lt;!-- RGBl I 1936, S. 396, § 7 --&amp;gt; tagte der Volksgerichtshof in Prag, hielt die zuständige Staatsanwaltschaft heraus und akzeptierte den Leiter der Stapo-Stelle Prag als Anklagevertreter.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstanze Braun, S. 92–102.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heydrich beklagte sich anschließend über die Behinderung durch das Reichsjustizministerium, namentlich [[Franz Schlegelberger]], dankte aber ausdrücklich Thierack für dessen „vorzügliche Unterstützung“ und „politisches Verständnis“.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Heiber: &amp;#039;&amp;#039;Zur Justiz im Dritten Reich. Der Fall Elias.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]] 3 (1955) H. 3, S. 285 ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1955_3_3_heiber.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu seinem Aufstieg in der Justizverwaltung avancierte Thierack auch innerhalb der NSDAP. Am 30. Januar 1938 wurde er SA-Brigadeführer, am 20. August 1942 Oberbefehlsleiter der Partei und am 9. November 1942 SA-Gruppenführer und  SS-Gruppenführer ([[SS-Ehren- und Rangführer zur besonderen Verwendung|SS-Ehren- und Rangführer]]). Am 30. Januar 1943 erhielt er das [[Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP|Goldene Parteiabzeichen]] für besondere Verdienste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reichsjustizminister ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-J03230, Roland Freisler und Dr. Otto Thierack.jpg|mini|hochkant|Thierack (rechts) und [[Roland Freisler]] bei dessen Amtseinführung als Präsident des Volksgerichtshofes, August 1942.]]&lt;br /&gt;
In einer Rede vor dem Reichstag am 26. April 1942 äußerte sich Adolf Hitler verächtlich über die immer noch zu „formale“ Rechtsauffassung der Justiz und drohte zu milde urteilenden Richtern mit Entlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Domarus: &amp;#039;&amp;#039;Hitler. Reden und Proklamationen,&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 1963, Bd. 2, S. 1874 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Reichstag bestätigte im Anschluss Hitlers Position als oberster Gerichtsherr,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1942&amp;amp;size=45&amp;amp;page=349 Beschluß des Großdeutschen Reichstags] vom 26. April 1942 (RGBl. I, S. 247)&amp;lt;/ref&amp;gt; welche dieser schon beim „[[Röhm-Putsch]]“ für sich in Anspruch genommen hatte. Damit waren die letzten Reste einer formalen Gewaltenteilung beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Heinrich Himmler]] und Heydrich als Fürsprecher und guten Kontakten zu [[Martin Bormann]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sarah Schädler: &amp;#039;&amp;#039;„Justizkrise“ und „Justizreform“ im Nationalsozialismus. Das Reichsjustizministerium unter Reichsjustizminister Thierack (1942–1945),&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2009, ISBN 978-3-16-149675-2, S. 79/80.&amp;lt;/ref&amp;gt; ersetzte Thierack am 20. August 1942 den unliebsamen [[Franz Schlegelberger]] an der Spitze des [[Reichsjustizministerium]]s. Staatssekretär unter ihm wurde [[Curt Rothenberger]]. Am 27. August ernannte Hitler Thierack außerdem zum Präsidenten der [[Akademie für Deutsches Recht]]. Zudem leitete Thierack den [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein im [[Reichsgesetzblatt]] veröffentlichter [[Führererlass]] bevollmächtigte Thierack, „eine nationalsozialistische Rechtspflege aufzubauen“; hierbei könne er „von bestehendem Recht abweichen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1942&amp;amp;size=45&amp;amp;page=638 Erlaß des Führers über besondere Vollmachten des Reichsministers der Justiz] vom 20. August 1942 (RGBl. I, S. 525)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sarah Schädler weist darauf hin, dass der Erlass die für den Nationalsozialismus typischen unklaren Formulierungen beinhaltete, Handlungsspielräume offen ließ und Kompetenzstreitigkeiten heraufbeschwor. Es habe sich nicht um einen Freibrief gehandelt; stets blieb das Einvernehmen mit Partei- und Reichskanzlei entscheidend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichsjustizminister nahm sogleich nach seiner Ernennung einen einschneidenden Personalwechsel im Ministerium und den obersten Gerichtsbehörden vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Broszat: &amp;#039;&amp;#039;Zur Perversion der Strafjustiz im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 6 (1958), H. 4, S. 403 ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1958_4_5_broszat.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Staatssekretär Schlegelberger ließ sich in den Ruhestand versetzen, da er – nach eigener Angabe im Nürnberger [[Juristenprozess]] – nunmehr um die [[Richter (Deutschland)#Die richterliche Unabhängigkeit|richterliche Unabhängigkeit]] fürchten musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Roland Freisler]] trat die Nachfolge beim Volksgerichtshof an. Manchmal griff Thierack dort maßregelnd ein, wenn er die „in jahrelanger mühevoller Arbeit“ erworbene „Würde des Volksgerichtshofes“ beeinträchtigt sah.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; So kritisierte er die zu weite Auslegung des Tatbestandmerkmales „Öffentlichkeit“ bei der [[Kriegssonderstrafrechtsverordnung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesminister der Justiz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Namen des Deutschen Volkes - Justiz und Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1989, ISBN 3-8046-8731-8, S. 213.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thierack vereinbarte mit Himmler, in bestimmten Fällen verurteilte Strafgefangene zur [[Vernichtung durch Arbeit]] an die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] überstellen zu lassen. Zugleich wurde eine Korrektur von „nicht genügenden Justizurteilen“ durch „polizeiliche [[Sonderbehandlung]]“ besprochen, über die Thierack von Fall zu Fall selbst entscheiden wollte. Des Weiteren sollten [[fremdvölkische]] Straftäter nicht länger der [[Ordentliche Gerichtsbarkeit (Deutschland)|Ordentlichen Gerichtsbarkeit]] unterstehen. Im Bericht vom 18. September 1942 heißt es: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Auslieferung [[Asoziale (Nationalsozialismus)|asozialer]] Elemente aus dem Strafvollzug an den Reichsführer SS zur Vernichtung durch Arbeit. Es werden restlos ausgeliefert die [[Sicherungsverwahrung|Sicherungsverwahrten]], [[Juden]], [[Zigeuner]], [[Russen]] und [[Ukrainer]], [[Polen]] über 3 Jahre Strafe, [[Tschechen]] oder [[Deutsche]] über 8 Jahre Strafe nach Entscheidung des Reichsjustizministers. […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht Übereinstimmung darüber, daß […] in Zukunft Juden, Polen, Zigeuner, Russen und Ukrainer nicht mehr von ordentlichen Gerichten, soweit es sich um Strafsachen handelt, abgeurteilt werden sollen, sondern durch den Reichsführer SS erledigt werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht Thieracks über eine Besprechung mit Himmler am 18. September 1942 = Dokument 654-PS abgedruckt bei IMT: &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher…&amp;#039;&amp;#039;, fotomech. Nachdruck München 1989, ISBN 3-7735-2521-4, Dokumente Bd. 26, hier S. 201 und 203 / auch Dokument [[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945|VEJ]] 6/169 in: Susanne Heim (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945&amp;#039;&amp;#039; (Quellensammlung) Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren Oktober 1941–März 1943.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2019, ISBN 978-3-11-036496-5, S. 474–476.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thierack stellte am 13. Oktober 1942 in einem Schreiben an Bormann im Zusammenhang mit Polen, Russen, Juden und „Zigeunern“ bedauernd fest, dass die Justiz nur in kleinem Umfang dazu beitragen könne, Angehörige dieses Volkstums auszurotten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert Schädler, S. 276 mit Anm. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thierack führte die ab Oktober 1942 monatlich erscheinenden „[[Richterbriefe]]“ ein, in denen nach Auffassung der nationalsozialistischen Machthaber vorbildliche Entscheidungen in anonymisierter Form dargestellt wurden und an denen sich die [[Rechtsprechung]] orientieren sollte. Außerdem führte er sogenannte Vorschauen und Nachschauen ein. Danach hatten die [[Oberlandesgericht]]spräsidenten mindestens alle 14 Tage in Strafverfahren von [[Öffentliches Interesse|öffentlichem Interesse]] &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; der Entscheidung durch das Gericht mit der Staatsanwaltschaft und dem [[Landgericht]]spräsidenten, der dies der zuständigen Strafkammer weiterzuleiten hatte, zu erörtern, wie zu urteilen war.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-J03166, Berlin, Amtsübernahme Dr. Thierack.jpg|miniatur|Von links nach rechts: der Präsident des [[Volksgerichtshof]]es [[Roland Freisler]], Staatssekretär [[Franz Schlegelberger]], der bisher die Geschäfte des Reichsjustizministers geführt hatte, Justizminister Thierack und sein neuer Staatssekretär im Justizministerium [[Curt Rothenberger]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thierack arbeitete an Gesetzesvorhaben zur Friedensrichter-Ordnung sowie zum Jugendgerichtsgesetz und führte die Arbeiten zu einem [[Gesetz über die Behandlung Gemeinschaftsfremder]] fort, das 1945 druckreif vorlag.&amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf abgedruckt in: Schädler, S. 343–345.&amp;lt;/ref&amp;gt; Personen, die nach angeblich [[Kriminalbiologisches Institut der Sicherheitspolizei|kriminalbiologischen Erkenntnissen]] zu Verbrechen neigten, als Arbeitsscheue und Diebe, wegen Streitlust oder Charaktermängel nicht „den Mindestanforderungen der Volksgemeinschaft“ genügten, sollten von der Polizei bewacht oder in Lager eingewiesen werden. Bei Straffälligkeit konnten Gerichte sie zu unbestimmter Haftdauer und sogar zum Tode verurteilen oder sie als „unverbesserlich“ oder „lästiger Gemeinschaftsfremder“ der Polizei überweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Entwürfen für ein Gemeinschaftsfremdengesetz ab 1939 vgl. [[Wolfgang Ayaß]] (Bearb.): [https://web.archive.org/web/20161122223521/http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtg/dzd/dokumentenverzeichnisse/materialien_5_gemeinschaftsfremde.pdf &amp;#039;&amp;#039;„Gemeinschaftsfremde“. Quellen zur Verfolgung von „Asozialen“ 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;], Koblenz 1998 (= Materialien aus dem Bundesarchiv 5).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Intervention Hitlers ordnete Thierack an, Todesurteile seien unverzüglich zu vollstrecken. Bei Gnadengesuchen seien eigene Stellungnahmen des erkennenden Gerichts, der Staatsanwälte, der Generalstaatsanwaltschaft oder anderer Stellen grundsätzlich nicht mehr erforderlich. Im Reichsjustizministerium wurde ein Dienst geschaffen, der Tag und Nacht besetzt war, um Gnadengesuche beschleunigt abzulehnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 321 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thierack ließ sich im Januar 1943 von [[Rudolf Höß]] durch das [[KZ Auschwitz I (Stammlager)|Stammlager Auschwitz]] führen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- Auskommentiert, da unbelegt: Auf Betreiben von Thierack wurde im Dezember 1942 der [[Gedenkstätte Plötzensee|Hinrichtungsschuppen in Plötzensee]] mit acht eisernen Haken ausgestattet, um die [[Todesstrafe]] an mehreren Personen gleichzeitig durch Erhängen vollziehen zu können.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem im September 1943 einige Gebäude im [[Justizvollzugsanstalt Plötzensee|Gefängnis Plötzensee]] zerbombt worden waren, ordnete Thierack nach Aussage mehrerer Zeugen persönlich an, rund 300 zum Tode Verurteilte umgehend zu töten. Unter den Gehängten befanden sich Häftlinge, deren Gnadenverfahren noch liefen, sowie einige, bei denen das Gericht noch kein Todesurteil ausgesprochen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Grundlage einer Verordnung Thieracks vom 15. Februar 1945 wurden die bis dahin auf das Militär beschränkten Befugnisse der [[Standgericht]]e auch auf Zivilisten in allen „feindbedrohten Reichsverteidigungsbezirken“ ausgeweitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auflösung des NS-Staates und Suizid ==&lt;br /&gt;
Im April 1945 beharrte Thierack auf kompromissloser Härte. Er ließ den [[Oberlandesgericht|OLG]]-Präsidenten von [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]], [[Max Draeger (Jurist)|Max Draeger]], und dessen Generalstaatsanwalt, [[Fritz Szelinski]], in [[Świnoujście|Swinemünde]] verhaften, nachdem diese sich vor der heranrückenden [[Rote Armee|Roten Armee]] nach Westen geflüchtet hatten. Nach einem Verhör durch Thierack persönlich nahm sich Szelinski noch im Gefängnis das Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstanze Braun, S. 238 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Draeger wurde vom Volksgerichtshof wegen [[Fahnenflucht|Desertion]] zum Tode verurteilt und hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thieracks Wege in den letzten [[Zweiter Weltkrieg|Kriegstagen]] liegen weitgehend im Dunkeln. Er soll am 20. April 1945 Berlin verlassen haben, um sich nach [[Eutin]] zu begeben, wozu die noch in Berlin verbliebenen Minister angewiesen worden waren. Am 2. Mai befand er sich nachweislich in Eutin.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstanze Braun, S. 239.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Politisches Testament Adolf Hitlers|politischen Testament Hitlers]] war er als Justizminister in der Nachfolgeregierung vorgesehen. [[Karl Dönitz]] verzichtete aber auf Thierack und entließ ihn am 6. Mai 1945. Ob Thierack mit dem Regierungstross nach Flensburg ging, ist ebenso ungeklärt wie die Frage, ob ihn sein Entlassungsschreiben erreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstanze Braun, S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation wurde Thierack von den Alliierten als [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] gesucht, auch wegen Mordes.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstanze Braun, S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Briten inhaftierten ihn in [[Neumünster]], vermutlich im [[Internierungslager Gadeland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Konstanze Braun, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wann und unter welchen Begleitumständen die Festnahme erfolgte, ist ungeklärt. In das [[Internierungslager Eselheide]] verlegt, nahm sich Thierack das [[Suizid|Leben]], noch bevor er im [[Juristenprozess|Nürnberger Juristenprozess]] vor Gericht gestellt werden konnte. Der Todeszeitpunkt wurde auf 4 Uhr 30 bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstanze Braun, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Witwe Eveline, geb. Zumloh, erlebte das [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] bei ihrer Mutter in [[Triebes]], [[Thüringen]]. Sie hatte sich 1940 von Thierack getrennt. Dort wurde sie [[Entnazifizierung|entnazifiziert]] und bezog später eine kleine Rente.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstanze Braun, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] Berlin verhängte gegen Thierack bzw. gegen dessen Erben am 16. Januar 1961 eine Sühnemaßnahme in Höhe von 175.000 D-Mark. Diese wurde aus dem mit rund 188.000 D-Mark bewerteten Vermögen Thieracks beglichen, das vor allem aus Aktien bestand und vom Haupttreuhänder für NSDAP-Vermögen verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungen ==&lt;br /&gt;
[[Martin Broszat]] schreibt, Thieracks Amtsübernahme habe „die letzte extremste Phase des Ausverkaufs der Justiz eingeleitet“.&amp;lt;ref&amp;gt; Martin Broszat: &amp;#039;&amp;#039;Der Staat Hitlers. Grundlagen und Entwicklung seiner inneren Verfassung.&amp;#039;&amp;#039; 12. Aufl. München 1989, ISBN 3-423-04009-2, S. 421.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sarah Schädler relativiert dieses Urteil und hinterfragt, ob Thierack tatsächlich freigiebig Kompetenzen abgegeben habe:&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er machte Himmler Zusagen, die er aber – wie im Falle der umstrittenen Zulassung von Gestapo statt Staatsanwaltschaft&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 334. Siehe auch Dokument 654-PS abgedruckt bei IMT, ISBN 3-7735-2521-4, Dokumente Bd. 26, S. 203, Nr. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; – keineswegs immer einhielt, um die Kompetenzen des Justizministeriums bewahren zu können. Thierack stand jedoch nicht grundsätzlich in Opposition zur politischen Polizei, vielmehr war er selbst ein Verfechter drakonischer Härte; an der Strafverfolgung „rassisch minderwertiger Gruppen“ war er nicht interessiert und bei der „Abgabe von Asozialen an die Polizei“ zur [[Vernichtung durch Arbeit]] gab er freiwillig Kompetenzen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thierack war ein skrupelloser „Erz-Karrierist“,&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Heiber: &amp;#039;&amp;#039;Zur Justiz im Dritten Reich. Der Fall Elias.&amp;#039;&amp;#039; In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 3 (1955) H. 3, S. 285.&amp;lt;/ref&amp;gt; „machthungrig“, „ehrgeizig“ und „intrigant“&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 334.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde von Mitarbeitern als „fleißig und robust“, „selbstherrlich“ und „autokratisch“ beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 83 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Thierack kam der politischen Linie Hitlers näher als seine Vorgänger und wurde im Politischen Testament Hitlers als „ehrenhaft“ und „gewillt, den Krieg mit allen Mitteln weiter fortzusetzen“, charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 333.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thierack war ein „fanatischer Nationalsozialist“,&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 4, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; der mit Lenkungsinstrumenten wie den „[[Richterbriefe]]n“, Urteilsvor- und Nachschauen, Berichtspflichten und Kontrollreisen Einfluss auf die Rechtsprechung nahm, um die Unabhängigkeit der Richter zu zerstören. Während seiner Amtszeit stieg die Anzahl der Todesurteile; weniger als drei Prozent der [[Begnadigung|Gnadengesuche]] wurden von ihm befürwortet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Verschärfung des Strafvollzuges und die Abwicklung von [[Nacht-und-Nebel-Erlass|Nacht-und-Nebel-Verfahren]] trug Thierack die Verantwortung.&amp;lt;ref&amp;gt;Schädler, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|26|131||Thierack, Otto Georg|[[Jürgen Zarusky]]|124864309}}&lt;br /&gt;
* Konstanze Braun: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Otto Georg Thierack (1889–1946)&amp;#039;&amp;#039;, zugl. Diss. Universität Kiel, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-631-54457-X. ([http://www.sehepunkte.de/2009/04/12543.html Rezension] von [[Jürgen Zarusky]], sehepunkte.de)&lt;br /&gt;
* Sarah Schädler: &amp;#039;&amp;#039;„Justizkrise“ und „Justizreform“ im Nationalsozialismus. Das Reichsjustizministerium unter Reichsjustizminister Thierack (1942–1945).&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2009, ISBN 978-3-16-149675-2.&lt;br /&gt;
* Spruchkammer Berlin: Beschluss im Sühneverfahren gegen Otto Goerg Thierack, Az. Sprka 117/60, [https://fragdenstaat.de/anfrage/jungstes-suhneverfahren-entnazifizierung/ online im Internet via fragdenstaat.de], abgerufen am 5. Mai 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124864309}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/033164}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=124864309}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=otto-thierack|Autor=Gabriel Eikenberg}}&amp;lt;ref&amp;gt;Mit falsch übernommenem Sterbedatum, siehe Diskussionsseite.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.kj.nomos.de/fileadmin/kj/doc/2010/KJ_10_01_11.pdf Kritische Justiz, Jg. 10, H. 1:] [[Helmut Kramer]], &amp;#039;&amp;#039;Der Beitrag der Juristen zum Massenmord an Strafgefangenen …&amp;#039;&amp;#039; (Thierack passim), Volltext&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus Wachsmann]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://eprints.bbk.ac.uk/262/1/wachsmann1.pdf Annihilation through labor. The killing of state prisoners in the Third Reich.]&amp;#039;&amp;#039; The journal of modern history, 1999. (Wachsmann hat später eine Monographie zum Thema verfasst, die 2006 ins Dt. übersetzt wurde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124864309|LCCN=no/2008/25276|VIAF=13253547}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thierack, Otto Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Volksgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSRB-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsminister (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie für Deutsches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thierack, Otto Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (NSDAP), Präsident des Volksgerichtshofes (1936–1942), Reichsminister der Justiz (seit August 1942)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. April 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wurzen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Oktober 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stukenbrock]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dresdner90</name></author>
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