<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Ge%C3%9Fler</id>
	<title>Otto Geßler - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Ge%C3%9Fler"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Ge%C3%9Fler&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-20T19:59:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Ge%C3%9Fler&amp;diff=490852&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boobarkee: /* Einleitung */ korr.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Ge%C3%9Fler&amp;diff=490852&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-03T22:18:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1968-100-04A, Otto Karl Geßler.jpg|mini|Otto Geßler (ca. 1923)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Karl Geßler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Februar]] [[1875]] in [[Ludwigsburg]]; † [[24. März]] [[1955]] in [[Lindenberg im Allgäu]]) war ein deutscher [[Politiker]] ([[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]) und vom [[27. März]] [[1920]] bis zum [[19. Januar]] [[1928]] [[Reichswehrministerium|Reichswehrminister]]. Geßler war zudem von 1910 bis 1914 Oberbürgermeister von [[Regensburg]] und von 1914 bis 1919 [[Liste der Bürgermeister der Stadt Nürnberg|Oberbürgermeister von Nürnberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Bis Ende des Ersten Weltkriegs ===&lt;br /&gt;
Otto Geßler stammte aus einer bäuerlichen Familie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auerbach 105&amp;quot;&amp;gt;Hellmuth Auerbach: Geßler, Otto Karl, Politiker. In: [[Wolfgang Benz]], [[Hermann Graml]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1988, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater war beruflich Unteroffizier und später als Gutsverwalter tätig. Nach Besuch des Gymnasiums in Lindau und Dillingen studierte er [[Rechtswissenschaft|Jura]] an der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]], wo er im Wintersemester 1894/95 Mitglied der musischen [[Studentenverbindung]] [[AMV Fridericiana Erlangen]] wurde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haas&amp;quot;&amp;gt;Karl Eduard Haas: &amp;#039;&amp;#039;Die Akademisch-Musikalische Verbindung Fridericana im Sondershäuser Verband, vormals Studentengesangverein Erlangen&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag, Erlangen 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt; außerdem an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen]] und der [[Universität Leipzig]]. In Erlangen erfolgte 1898 seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Dr. iur.]] 1904 wurde er [[Staatsanwalt]] in [[Straubing]], 1906 Gewerberichter am [[Arbeitsgerichtsbarkeit (Deutschland)#Geschichte der Arbeitsgerichtsbarkeit|Gewerbegericht]] in München und 1910 [[Bürgermeister]] von Regensburg sowie 1914 [[Oberbürgermeister]] von [[Nürnberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geßler gehörte in München dem Intellektuellen-Kreis um die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Freistatt. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Curtius |Titel=Deutsche und antike Welt. Lebenserinnerungen |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt |Ort=Stuttgart |Datum=1950 |Seiten=242}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde von den nationalsozialen Ideen [[Friedrich Naumann]]s beeinflusst und war wie dieser für eine Öffnung nach links, auch zur [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], offen. Er gehörte der linksliberalen [[Freisinnige Volkspartei|Freisinnigen Volkspartei]] (ab 1910 der [[Fortschrittliche Volkspartei|Fortschrittlichen Volkspartei]]) an. Er befürwortete eine Fusion mit der [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] und der [[Deutsche Volkspartei (Deutsches Kaiserreich)|Süddeutschen Volkspartei (Demokraten)]]. Im März 1910 wurde Geßler bei der Gründungstagung der Arbeitsgemeinschaft liberaler Kreisverbände zum Vorsitzenden gewählt. Sie wurde in Bayern als Dachorganisation und zentrale Geschäftsstelle aller liberalen Parteien ein Meilenstein der Vereinigungsbestrebungen, die maßgeblich von den Nationalsozialen Friedrich Naumanns und den Jungliberalen vorangetrieben wurde. Sie strebte auch die Umwandlung der alten [[Honoratiorenpartei]]en zu einer modernen [[Volkspartei (Parteityp)|Volkspartei]] an. Da Geßler im Dezember 1910 zum Regensburger Bürgermeister gewählt wurde, trat er im Oktober 1911 als Vorsitzender zurück, blieb aber im Geschäftsführenden Vorstand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Chrobak |Titel=Politische Parteien, Verbände und Vereine in Regensburg 1869–1914, Teil II |Sammelwerk=Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg |Nummer=120 |Datum=1980 |URN=nbn:de:bvb:355-rbh-2127-7 |Seiten=211-384, hier S. 383 f. |Online=https://www.heimatforschung-regensburg.de/2127/1/982240_DTL2270.pdf |Abruf=2023-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] bewältigte er in enger Abstimmung mit SPD und Gewerkschaften die schwierige Versorgungslage, so dass es in der Industrie- und Arbeiterstadt Nürnberg, anders als in vergleichbaren Großstädten, nicht zu großen Streiks, Lebensmittelunruhen oder Krawallen kam. Er wurde im Juni 1916 in den kriegswichtigen Ernährungsbeirat Bayerns berufen. Er nutzte seinen Zugang zur Staatsspitze am 5. November 1918, um [[Otto von Dandl]], den Vorsitzenden des Ministerrats, und [[Ludwig III. (Bayern)|König Ludwig III.]] vor der unmittelbaren Umsturzgefahr zu warnen, und drängte auf eine sofortige [[Parlamentarisierung]] Bayerns. Er wurde, bevor [[Kurt Eisner]] am 8. November die Republik ausrief, als möglicher Nachfolger Dandls gehandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim Reimann |Titel=Der politische Liberalismus in der Krise der Revolution |Hrsg=Karl Bosl |Sammelwerk=Bayern im Umbruch. Die Revolution von 1918, ihre Voraussetzungen, ihr Verlauf und ihre Folgen |Verlag=Oldenbourg |Ort=München |Datum=1969 |Seiten=165-200, hier S. 168}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab Ende des Ersten Weltkriegs ===&lt;br /&gt;
Geßler war am 16. November 1918 im [[Augustiner-Bräu|Augustinerbräu]] neben [[Georg Hohmann]], [[Ludwig Quidde]], [[Ernst Müller-Meiningen]], [[Pius Dirr]] und [[Karl Hübsch]] einer der Gründer der Deutschen Volkspartei in Bayern. Die Neugründung bekannte sich klar zur Republik und wurde wesentlich von den Aktiven der Arbeitsgemeinschaft liberaler Kreisverbände, den Nationalsozialen und Jungliberalen getragen. Einige Monate später wurde sie zur [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei (DDP)]] umbenannt und schloss sich der reichsweiten DDP an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Oktober 1919 übernahm er das neu geschaffene Amt des [[Reichsministerium für Wiederaufbau|Wiederaufbauministers]] im [[Kabinett Bauer]]. Zwei Wochen nach dem [[Kapp-Putsch]] 1920 bildete [[Hermann Müller (Reichskanzler)|Hermann Müller (SPD)]] ein [[Kabinett Müller I|neues Kabinett]] und berief Geßler zum Nachfolger von Reichswehrminister [[Gustav Noske]] (SPD). Dieses Ministerium leitete Geßler unter mehreren [[Reichskanzler (Weimarer Republik)|Reichskanzlern]] (zuletzt im [[Kabinett Marx IV]]) fast acht Jahre lang. Er arbeitete als Reichswehrminister eng mit dem [[Reichswehr#Struktur der Reichswehr|Chef der Heeresleitung]] [[Hans von Seeckt]] zusammen, der ihn aber als bloßen Zivilisten kaum respektierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-10883, Hans von Seeckt und Otto Geßler retouched.jpg|mini|Otto Geßler und [[Hans von Seeckt]] (links), 1926]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Beendigung des „passiven Widerstands“ gegen die [[Ruhrbesetzung]] durch die [[Kabinett Stresemann I|Regierung Stresemann]] und der verfassungswidrigen Machtübernahme [[Gustav von Kahr]]s in Bayern verhängte [[Reichspräsident]] [[Friedrich Ebert]] am 26. September 1923 den [[Ausnahmezustand#Weimarer Republik|Ausnahmezustand]] über das gesamte Reich. Die vollziehende Gewalt übertrug er – im Sinne des sogenannten zivilen Ausnahmezustands – an Reichswehrminister Geßler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geyer14_362&amp;quot;&amp;gt;[[Martin H. Geyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Grenzüberschreitungen. Vom Belagerungszustand zum Ausnahmezustand.&amp;#039;&amp;#039; In: Niels Werber u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Erster Weltkrieg. Kulturwissenschaftliches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2014, S. 362.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser delegierte sie weiter an die [[Wehrkreis]]befehlshaber. Am 28. September ordnete Geßler ein Verbot der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Völkischer Beobachter]]&amp;#039;&amp;#039; an, nachdem diese einen beleidigenden Artikel gegen General von Seeckt und Reichskanzler Gustav Stresemann gedruckt hatte. Als sich Generalleutnant [[Otto von Lossow]] als Wehrkreisbefehlshaber in München weigerte, dies umzusetzen, enthob ihn Geßler am 20. Oktober seines Amtes. Der bayerische Generalstaatskommissar von Kahr ernannte Lossow daraufhin zum Landeskommandanten und betraute ihn mit der Führung des „bayerischen Teils des Reichsheeres“. Trotz dieses offen reichsfeindlichen Verhaltens der bayerischen Regierung erachtete Geßler eine Verhängung der [[Reichsexekution]] gegen Bayern als aussichtslos, da die Reichswehr unter Seeckt nicht bereit gewesen sei, diese auszuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich August Winkler]]: &amp;#039;&amp;#039;Weimar 1918–1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Verlag C.H. Beck, München 1998, S. 211, 223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Oktober bzw. Anfang November 1923 befahl Geßler jedoch die militärische Entmachtung der Landesregierungen von [[Geschichte Sachsens#Freistaat Sachsen (1918 bis 1933)|Sachsen]] und [[Geschichte Thüringens#Novemberrevolution 1918 und Weimarer Republik (1919–1933)|Thüringen]], an denen die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] beteiligt war. Zur Niederschlagung des Münchener [[Hitlerputsch]]es in der Nacht vom 8. zum 9. November 1923 erklärte der Reichspräsident dann den „großen“, d.&amp;amp;nbsp;h. militärischen, Ausnahmezustand, womit die Exekutivgewalt an General von Seeckt überging.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geyer14_362&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Friedrich Eberts 1925 beabsichtigte Geßler, als Sammelkandidat der bürgerlichen Parteien zur [[Reichspräsidentenwahl 1925|Wahl des Reichspräsidenten]] anzutreten. Er scheiterte aber vor allem am Widerstand des Reichsaußenministers Stresemann, der auf Grund von Informationen des deutschen Botschafters in Paris [[Leopold von Hoesch]] außenpolitische Bedenken hatte. Eine Präsidentschaft Geßlers hätte in Frankreich den Eindruck erwecken können, „die politische Leitung würde in die Hand der Reichswehr“ übergehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodor Eschenburg]], [[Ulrich Frank-Planitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Stresemann. Eine Bildbiographie.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1978, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1926 erreichte Geßler die Entlassung Seeckts als Chef der Heeresleitung. Anlass war die Teilnahme [[Wilhelm von Preußen (1906–1940)|Wilhelm Prinz von Preußens]], des ältesten Sohns des [[Hohenzollern]]-Kronprinzen, an einem [[Manöver (Militär)|Manöver]] des [[Infanterie-Regiment 9 (Wehrmacht)|Infanterieregiments Nr. 9]] der [[Reichswehr]], die für großes Aufsehen gesorgt hatte. Der einzige, der darüber nicht informiert gewesen war, war der Reichswehrminister selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stephan Malinowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Hohenzollern und die Nazis. Geschichte einer Kollaboration.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2021, ISBN 978-3-549-10029-5, S. 204 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geßlers Ziel war eine überparteiliche, neutrale [[Reichswehr]]. Zu diesem Zweck organisierte er sein Ministerium um: Durch die Schaffung einer Wehrmacht-Abteilung versuchte er, das militärische Entscheidungszentrum von der Heeresleitung weg auf sein Ministerium zu verlagern. Dies gelang nur teilweise, weil der Chef der neuen Abteilung wiederum ein Militär wurde: Oberst [[Kurt von Schleicher]], der dadurch zum engsten politischen Berater des Ministers wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auerbach 105&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz häufiger Regierungswechsel blieb Geßler nahezu acht Jahre im Amt. Vom 12. bis zum 17. Mai 1926 leitete er nach dem Rücktritt von Reichskanzler [[Hans Luther]] als dessen Stellvertreter für sechs Tage die Amtsgeschäfte. Am 3. Dezember 1926 trat er aus der DDP aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hdbg&amp;quot;&amp;gt;{{HdBG Parlament|116599723}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit wurden die Angriffe der SPD gegen ihn immer heftiger. Unter anderem wurde ihm eine Nähe zu rechtsgerichteten Kreisen und zur Großindustrie vorgeworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-05353, Wilhelm Groener und Otto Karl Geßler.jpg|mini|Geßler mit seinem Nachfolger im Amt des Reichswehrministers, [[Wilhelm Groener]] (1928).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen des Vorwurfs finanzieller Unregelmäßigkeiten in seinem Verantwortungsbereich im Zusammenhang mit der geheimen Aufrüstung der Reichswehr ([[Lohmann-Affäre (Weimarer Republik)|Lohmann-Affäre]]), vor allem des Bestehens von geheimen Fonds zur Rüstungsfinanzierung, musste Geßler am 28. Januar 1928 zurücktreten. Offiziell lautete die Begründung aber, er sei aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde der parteilose ehemalige General [[Wilhelm Groener]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Dezember 1928 bis Februar 1932 war Geßler Präsident des [[Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge|Volksbunds deutscher Kriegsgräberfürsorge]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hdbg&amp;quot;/&amp;gt; Am 31. März 1931 wurde er Vorsitzender des Luther-Bundes ([[Bund zur Erneuerung des Reiches]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;hdbg&amp;quot;/&amp;gt; Im Herbst 1931 scheiterte sein Versuch, [[Reichsministerium des Innern|Innenminister]] im [[Kabinett Brüning II]] zu werden;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hdbg&amp;quot;/&amp;gt; Brüning beauftragte Reichswehrminister Groener zusätzlich mit der Leitung dieses Ministeriums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|NS-Machtübernahme]] 1933 zog sich Geßler aus der Politik zurück. Er war Mitglied der [[Sperr-Kreis|Widerstandsgruppe]] um [[Franz Sperr]], hatte Kontakte zum [[Kreisauer Kreis]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;hdbg&amp;quot;/&amp;gt;, war 1944 in Pläne des Widerstands eingeweiht und im [[Schattenkabinett Beck/Goerdeler]] für den Fall eines gelungenen Staatsstreiches als Politischer Beauftragter im [[Wehrkreis VII (München)]] eingeplant. Zwei Tage nach dem Attentat auf [[Adolf Hitler]] am [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] wurde er verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hdbg&amp;quot;/&amp;gt; Er war bis zum 24. Februar 1945 im [[KZ Ravensbrück]] interniert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hdbg&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 beriet er den bayerischen Ministerpräsidenten [[Fritz Schäffer]]. Von 1949 bis 1955 war er Präsident des [[Bayerisches Rotes Kreuz|Bayerischen Roten Kreuzes]], von 1950 bis 1952 Präsident des [[Deutsches Rotes Kreuz|Deutschen Roten Kreuzes]] und danach dessen Ehrenpräsident.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haas&amp;quot; /&amp;gt; Von 1950 bis 1955 war Geßler Mitglied des [[Bayerischer Senat|Bayerischen Senats]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Erinnerungen &amp;#039;&amp;#039;Reichswehrpolitik in der Weimarer Zeit&amp;#039;&amp;#039; bereitete Geßler mit dem Journalisten [[Kurt Sendtner]] vor, der auch einen Lebensabriss schrieb, Dokumente hinzufügte und edierte sowie ein sehr persönlich formuliertes Geleitwort von Bundespräsident [[Theodor Heuss]] beschaffte. Die von Sendtner herausgegebenen Memoiren erschienen posthum 1958.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Reichswehrpolitik in der Weimarer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1958 ([https://daten.digitale-sammlungen.de/0012/bsb00123612/images/index.html?id=00123612&amp;amp;groesser=&amp;amp;fip=eayasdasyztsewqsdasxdsydsdassdaseayaxsxs&amp;amp;no=&amp;amp;seite=2 Volltext Digitalisat BSB München]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Manuskript, das für die Publikation erheblich gekürzt wurde, ist in Geßlers Nachlass im [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv Koblenz]] erhalten. Sendtner übergab dem Bundesarchiv nach Abschluss der Publikationen einen Teil des Nachlasses, der andere Teil kam vom Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes. Das Bundesarchiv beschreibt die Probleme und Lücken, aber auch den Wert des Nachlasses ausführlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/c7d1effa-d836-4607-8137-d94f80ebbf6d/ Nachlass Bundesarchiv N 1032].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1952: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1952: Ehrenbürger von [[Lindenberg im Allgäu]]&lt;br /&gt;
In Nürnberg wurde im Bezirk [[Schleifweg (Nürnberg)|Schleifweg]] die Otto-Geßler-Straße nach ihm benannt, ebenso gibt es in seinem Geburtsort Ludwigsburg, in Regensburg, in [[Lindau (Bodensee)|Lindau]] sowie in Lindenberg im Allgäu eine ihm zu Ehren benannte Straße. Die heutige [[Rotkreuzklinik Lindenberg]] trug bis ins Jahr 2010 den Namen &amp;#039;&amp;#039;Dr.-Otto-Geßler-Kreiskrankenhaus Lindenberg&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reichswehrpolitik in der Weimarer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Kurt Sendtner]], Geleitwort von [[Theodor Heuss]]. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1958 ([https://daten.digitale-sammlungen.de/0012/bsb00123612/images/index.html?id=00123612&amp;amp;groesser=&amp;amp;fip=eayasdasyztsewqsdasxdsydsdassdaseayaxsxs&amp;amp;no=&amp;amp;seite=2 Volltext Digitalisat BSB München]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Nürnberger Bürgermeisterstuhl im Weltkrieg. 1914–1918.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Walter Goetz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festgabe für Seine Königliche Hoheit Kronprinz Rupprecht.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Bayerische Heimatforschung, München 1953, S. 98–126.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Träger der Reichsgewalt.&amp;#039;&amp;#039; [Vorträge zum Staatsrecht]. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Aufbau der neuen Wehrmacht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zehn Jahre deutsche Geschichte 1918–1928&amp;#039;&amp;#039;, Otto Stollberg Verlag, Berlin 1928, S. 87–103.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die budgetrechtliche Bedeutung des Staatshaushaltes nach bayerischem Staatsrecht&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Juristische Fakultät, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, Erlangen 1900.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Harold J. Gordon Jr.|Harold J. Gordon]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichswehr und die Weimarer Republik 1919–1926&amp;#039;&amp;#039;. Bernard &amp;amp; Graefe, Frankfurt a. M. 1959.&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|350||Geßler, Otto Karl|Thilo Vogelsang|116599723}}&lt;br /&gt;
* Klaus-Dieter Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Otto Geßler&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Weltkrieg und Revolution in Nürnberg. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung.&amp;#039;&amp;#039; Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1971 (= &amp;#039;&amp;#039;Kieler Historische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 13), ISBN 3-12-907900-9, S. 85–105.&lt;br /&gt;
* [[Anton Schlögel]]: &amp;#039;&amp;#039;Fünf Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geist und Gestalt des Roten Kreuzes.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Bonn 1988.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
* [[Heiner Möllers]]: &amp;#039;&amp;#039;Reichswehrminister Otto Geßler. Eine Studie zu „unpolitischer“ Militärpolitik in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Europäische Hochschulschriften&amp;#039;&amp;#039;. Reihe 3: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und ihre Hilfswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 794). Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 1998, ISBN 3-631-33191-6.&lt;br /&gt;
* Manuel Limbach: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.theodor-heuss-haus.de/fileadmin/user_upload/pics/Unser_Programm/Heuss-Forum/THK_2017/Heuss-Forum_10-2017_Limbach.pdf Bayerische Liberale im Widerstand gegen Hitler: Otto Geßler und Eduard Hamm]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.theodor-heuss-haus.de/heuss-forum/ueber-das-forum/ Heuss-Forum]&amp;#039;&amp;#039; 10/2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116599723}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/006045}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=otto-gessler|Autor=Alexander Mühle, Arnulf Scriba}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|otto-gessler}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|116599723}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|116599723}}&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|116599723}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/c7d1effa-d836-4607-8137-d94f80ebbf6d/ Nachlass Bundesarchiv N 1032]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberbürgermeister von Regensburg&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberbürgermeister von Nürnberg&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Reichswehrminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Reichsinnenminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Bauer&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Müller I&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Fehrenbach&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Wirth I&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Wirth II&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Cuno&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Stresemann I&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Stresemann II&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Marx I&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Marx II&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Luther I&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Luther II&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Marx III&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Marx IV&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste DRK-Präsidenten&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116599723|LCCN=no92026676|VIAF=102145857814523020373}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gessler, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichswehrminister (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Attentat vom 20. Juli 1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ludwigsburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lindenberg im Allgäu)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Regensburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Nürnberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Senats]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Deutsches Rotes Kreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Bayerisches Rotes Kreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Ravensbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im SV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goerdeler-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Geßler, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Geßler, Otto Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DDP), MdR, Reichswehrminister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Februar 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ludwigsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. März 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lindenberg im Allgäu]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boobarkee</name></author>
	</entry>
</feed>