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	<title>Otto Friedrich Ranke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Friedrich_Ranke&amp;diff=2249487&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lieberraldus: /* Zeit des Nationalsozialismus */</title>
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		<updated>2026-02-03T15:33:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeit des Nationalsozialismus&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Friedrich Ranke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. August]] [[1899]] in [[München]]; † [[19. November]] [[1959]] in [[Erlangen]]) war ein deutscher [[Physiologe]], Militärarzt ([[Oberfeldarzt]]) und [[Hochschullehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
===Leben bis 1933===&lt;br /&gt;
Otto Friedrich Ranke, dessen Vater der Psychiater Karl Ranke (1861–1951) war, absolvierte nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn ein [[Studium der Medizin]] an den Universitäten [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]]. In Freiburg bestand Ranke im Jahr 1923 das Staatsexamen und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] dort ein Jahr später bei [[Ludwig Aschoff]] mit der [[Dissertation]] „Über die Änderung des elastischen Widerstandes der Aortenintima und ihre Folge für die Entstehung der Atheromatose“ zum [[Dr. med.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Vierhaus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche biographische Enzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 8, Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-25038-5, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an seine Promotion studierte Ranke bis 1925 mit Hilfe eines Stipendiums der [[Rockefeller-Stiftung]] weiter an der [[Technische Universität München|TH München]] und widmete sich mathematischen Studien. Anschließend war Ranke als Assistent am Pathologischen Institut der Universität Freiburg und unter [[Philipp Broemser]] (1886–1940) von 1928 bis 1935 an den Physiologischen Instituten der Universitäten [[Universität Basel|Basel]] sowie [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keidel&amp;quot;&amp;gt;[[Wolf-Dieter Keidel]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto F. Ranke †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse der Physiologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 51 (1960), S. 20–37 ([http://www.physiologie1.uni-erlangen.de/de/History/Ranke_Nachruf.pdf Digitalisat]; PDF; 462&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Habilitation]] folgte im Jahr 1931 an der Universität Heidelberg mit der Schrift „Die Gleichrichter-Resonanztheorie: Eine Erweiterung der Helmholtzschen Resonanztheorie des Gehörs durch physikalische Untersuchung der Flüssigkeitsschwingungen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zeit des Nationalsozialismus===&lt;br /&gt;
Ranke gehörte dem [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]] an und wurde nach der Überführung des Stahlhelms in die [[Sturmabteilung]] (SA) Mitglied der SA. Zudem war er auch Mitglied im [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|NS-Lehrerbund]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|9783596160488|Seite=479}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1935 war Ranke in Berlin am &amp;#039;&amp;#039;Luftfahrtmedizinischen Forschungsinstitut&amp;#039;&amp;#039; des  [[Reichsluftfahrtministerium]]s bei [[Hubertus Strughold]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keidel&amp;quot; /&amp;gt; Ranke wurde 1936 in Berlin zum außerplanmäßigen Professor der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Pervitinampullen.jpg|mini|Ampullen des von Ranke an der [[Pépinière#Militärärztliche Akademie (1934–1945)|Militärärztlichen Akademie]] erforschten [[Methamphetamin]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Pervitin]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Von 1937 bis 1945 leitete Ranke das &amp;#039;&amp;#039;Institut Allgemeine und Wehrphysiologie&amp;#039;&amp;#039; an der [[Pépinière#Militärärztliche Akademie (1934–1945)|Militärärztlichen Akademie]] in Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt; Ranke legte dort 1939 ein Zentralarchiv für die [[Wehrmacht]] an und forschte zu Themen der Luftfahrtmedizin, Wärmeregulation und [[Ernährungsphysiologie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keidel&amp;quot; /&amp;gt; Sein Spezialgebiet waren leistungssteigernde Mittel. Ab 1938 führte er an Militärärztlichen Akademie Experimente mit [[Methamphetamin]] durch, weil es ihm als vielversprechendes Mittel zur Bekämpfung von [[Ermüdung (Physiologie)|Ermüdungserscheinungen]] erschien. Infolge der Studien Rankes wurde &amp;#039;&amp;#039;Pervitin&amp;#039;&amp;#039; systematisch in der Wehrmacht eingeführt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norman Ohler]]: &amp;#039;&amp;#039;Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2015, ISBN 978-3-462-04733-2, S. 70–126.&amp;lt;/ref&amp;gt; und fand insbesondere während der [[Blitzkrieg]]e gegen [[Polen]] und [[Frankreich]] 1939/40 millionenfache Verwendung. Allein von April bis Juli 1940 wurden mehr als 35 Millionen Tabletten an [[Heer (Wehrmacht)|Heer]] und [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] ausgeliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Pieper W. &amp;#039;&amp;#039;Nazis on Speed – Drogen im 3. Reich&amp;#039;&amp;#039;; Grüne Kraft 2002, ISBN 3-930442-53-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ranke war zudem beratender Wehrphysiologe der Heeressanitätsinspektion. Als [[Oberfeldarzt]] nahm Ranke an der Tagung über &amp;#039;&amp;#039;Ärztliche Fragen bei Seenot und Winternot&amp;#039;&amp;#039; am 26. und 27. Oktober 1942 in [[Nürnberg]] teil, wo auch über die Unterkühlungsversuche im [[KZ Dachau]] referiert wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Timo Baumann |Titel=Die Deutsche Gesellschaft für Kreislaufforschung im Nationalsozialismus 1933 – 1945 |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2017 |ISBN=978-3-662-54399-3 |DOI=10.1007/978-3-662-54400-6 |Seiten=205 |Online=http://link.springer.com/10.1007/978-3-662-54400-6 |Abruf=2023-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei dem Bevollmächtigten für das Gesundheitswesen [[Karl Brandt (Mediziner)|Karl Brandt]] war Ranke ab 1944 noch Angehöriger des wissenschaftlichen Beirates.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1945 bis 1959===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende leitete Ranke ab Anfang Mai 1946 an der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Universität Erlangen]] das Physiologische Institut, wurde aber nach drei Monaten durch die [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|amerikanische Militärregierung]] wieder entlassen. Von Mitte September 1947 bis zu seinem Tod war Ranke Professor für Physiologie an der Universität Erlangen und zugleich Direktor des dortigen Physiologischen Instituts.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Plattig (Zusammenstellung): &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.physiologie1.uni-erlangen.de/de/History/index.shtml |wayback=20190626165122 |text=www.physiologie1.uni-erlangen.de: Zur Geschichte des Institutes }}&amp;#039;&amp;#039;, Website des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie der FAU.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Forschungsschwerpunkte waren Sinnes- und Ernährungsphysiologe sowie die Physiologie des Stoffwechsels. Zudem war er ein begabter Mathematiker. Zu seinen Assistenten und Schülern gehörten der Physiologe [[Wolf-Dieter Keidel]] und der Chirurg und Würzburger Hochschullehrer [[Ernst Kern (Mediziner)|Ernst Kern]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Kern: &amp;#039;&amp;#039;Sehen – Denken – Handeln eines Chirurgen im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; ecomed, Landsberg am Lech 2000. ISBN 3-609-20149-5, S. (28–)29, 106, 306 und 312.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ranke war Autor mehrerer Fachpublikationen, so gab er 1950 zusammen mit [[Konrad Lang (Biochemiker)|Konrad Lang]] ein Lehrbuch zu &amp;#039;&amp;#039;[[Stoffwechsel]] und Ernährung&amp;#039;&amp;#039; heraus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ranke starb im November 1959 unerwartet an einer [[Arterielle Thrombose|arteriellen Thrombose]] im Schlaf&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keidel&amp;quot; /&amp;gt; bzw. am Schreibtisch sitzend.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Kern: &amp;#039;&amp;#039;Sehen – Denken – Handeln eines Chirurgen im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 2000, S. 312.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Nachfolger wurde sein Oberassistent, der Privatdozent Wolf-Dieter Keidel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488|Seite=479}}&lt;br /&gt;
* [[Wolf-Dieter Keidel]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto F. Ranke †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ergebnisse der Physiologie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 51 (1960), S. 20–37 ([http://www.physiologie1.uni-erlangen.de/de/History/Ranke_Nachruf.pdf Digitalisat]; PDF; 462&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* {{DeutBiogrEnz |Autor= |Lemma=Ranke, Otto Friedrich |Auflage=2 |Band=8 |SeiteVon=177}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11632936X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11632936X|LCCN=|VIAF=760921}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ranke, Otto Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humanphysiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luft- und Raumfahrtmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Standort Erlangen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ranke, Otto Friedrich &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ranke, Otto F.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Physiologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. August 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. November 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Erlangen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lieberraldus</name></author>
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