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	<title>Otto Dorfner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Egon1951: Ergänzung</title>
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		<updated>2026-04-15T14:28:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Dorfner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Juni]] [[1885]] in [[Kirchheim unter Teck]]; † [[3. August]] [[1955]] in [[Weimar]]) war ein [[Buchbinder]]meister und [[Bucheinband#Das Einbandschaffen vom 20. Jahrhundert bis heute|Kunsteinbandgestalter]], der nach seiner Berufung durch [[Henry van de Velde]] an die [[Kunstgewerbeschule Weimar]] dort als Werkstattleiter und [[Hochschullehrer]] wirkte. Er gründete eine Fachschule für Buchbinderei und entwickelte einen Stil, der als „Linienstil“ bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Otto Dorfner wurde am 13. Juni 1885 als achtes von zwölf Geschwistern in Kirchheim (Teck) in Württemberg geboren. Dort absolvierte er 1899 die Realschule mit der Reifeprüfung für den [[Einjährig-Freiwilliger|einjährig freiwilligen Militärdienst]] und 1902 eine Buchbinderlehre. Danach wirkte er sechs Jahre lang in verschiedenen Buchbindereien in Deutschland, bis er 1908 vor der Handwerkskammer in [[Meiningen]] seine Meisterprüfung ablegte. Danach arbeitete er in Münster und 1909/1910 in Meiningen. Weitere Studien führten ihn nach [[Berlin]], wo er in der Kunst-Klasse der Buchbinder-Fachschule unter den Lehrern [[Paul Kersten (Buchbinder)|Paul Kersten]] und [[Ludwig Sütterlin (Grafiker)|Ludwig Sütterlin]] seine Kenntnisse und Fertigkeiten vervollständigte. Von 1910 bis 1915 war er Lehrer an der Großherzogliche Kunstgewerbeschule in Weimar, die damals von Henry van de Velde geleitet wurde. Das Weimarer Adressbuch 1939/1940 nennt ihn als Professor und Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Thüringischen Landes- und Meisterschule für Handwerker.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
1914 erhielt Dorfner auf der Internationalen Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik eine Auszeichnung für die Arbeiten seiner Schüler. Auch erhielt er die Goldene Medaille für seine eigenen Arbeiten. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] führte er seine Lehrtätigkeit im 1919 neu gegründeten Weimarer [[Bauhaus]] fort, doch etablierte er schon 1922 in den Räumen seines eigenen Hauses in der Erfurter Straße eine private Fachschule für kunstgewerbliche Buchbinderei. 1926 wurde er zum Professor für Graphik und Schriftgestaltung an der Hochschule für Handwerk und Baukunst ernannt. 1923 war Otto Dorfner Mitbegründer der Vereinigung [[Meister der Einbandkunst]], deren Vorsitz er ab 1928 hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 erfolgten eine Erweiterung seiner privaten Lehranstalt und die Einführung von maschineller Buchbindertechnik. Neben der Lehre trat Dorfner vor allem mit Einbänden für [[Harry Graf Kessler]]s Weimarer [[Cranach-Presse]] in Erscheinung. Aber auch die Ehrengaben der Stadt Weimar und Thüringens an [[Joseph Goebbels]] und [[Adolf Hitler]] tragen Dorfner-Einbände; sie bedankten sich 1944, als sie ihn kurz vor [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] in die [[Gottbegnadeten-Liste]] des [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda]] aufnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harry Waibel]]: &amp;#039;&amp;#039;Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2011, ISBN 978-3-631-63542-1, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dorfner, Otto&amp;#039;&amp;#039;. In: Theodor Kellenter: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler&amp;#039;&amp;#039;. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1936 erhielt Dorfner den Kunst- und Literaturpreis der Stadt Jena, 1937 wurde er auf der Internationalen [[Weltfachausstellung Paris 1937|Weltausstellung]] in Paris mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Den Gutenberg-Ring der Stadt [[Leipzig]] erhielt er 1940.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorfners Biograph, der Leipziger Innungsmeister Wolfgang Eckhardt, bezeichnet die Hinwendung Dorfners zu [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] [[Faust. Eine Tragödie|Faust]] 1946 als „Neues Beginnen“. Tatsächlich sind nur wenige Faust-Einbände aus der Zeit davor bekannt. Demnach entschloss sich Dorfner, auch im Hinblick auf das anstehende Goethe-Jubiläum, alle verfügbaren Faust-Ausgaben, die von 1790 bis zum damaligen Zeitpunkt erschienen waren, mit seinen Einbänden zu versehen. Außerdem fertigte er Einbände für die 143-bändige Weimarer &amp;#039;&amp;#039;Sophienausgabe&amp;#039;&amp;#039; von Goethes Werken an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=André Kühn und Benjamin Grau |url=https://blog.klassik-stiftung.de/die-sophien-ausgabe-in-einer-bindung-von-otto-dorfner/ |titel=Die Sophien-Ausgabe in einer Bindung von Otto Dorfner |datum=2018-12-18 |zugriff=2019-01-27 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Sammlung kunstvoll eingebundener Faust-Ausgaben wird seit 2011 in der [[Herzogin Anna Amalia Bibliothek]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 wurde Dorfner mit [[Walther Klemm|Walter Klemm]] und [[Alexander von Szpinger]] in Weimar mit der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Malerei, Graphik, Buchkunst&amp;#039;&amp;#039; gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorfners Wohnhaus und Werkstatt in Weimar existierten noch weitgehend unverändert und wurden zuletzt als Ausbildungswerkstatt der Kunsthochschule [[Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle|Burg Giebichenstein]] genutzt. 2017 übergab diese die über 5000 Stücke umfassende historische Werkstatt an die [[Klassik Stiftung Weimar]] als Dauerleihgabe.&amp;lt;ref&amp;gt;Pressemitteilung der Burg Giebichenstein vom 24. August 2017 ([https://www.burg-halle.de/home/287_janssen/2017/Dorfner_Werkstatt/31_BURG_PR_Dorfner_Werkstatt.pdf PDF] Abgerufen am 11. Januar 2026).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Immobilie wurde 2019 an einen Projektentwickler aus Erfurt verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Mechthild Lobisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Van De Velde und Bauhaus: Otto Dorfner und ein wichtiges Kapitel der Einbandkunst.&amp;#039;&amp;#039; Reichert, Wiesbaden 1999.&lt;br /&gt;
* Bernd Löffler: &amp;#039;&amp;#039;Otto Dorfner im heimatlichen Umfeld in Kirchheim-Teck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Van de Velde und Bauhaus: Otto Dorfner........&amp;#039;&amp;#039;, S. 72 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dorfner, Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dietmar Eisold]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Künstler in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 160&lt;br /&gt;
* Johannes Mangei, Frank Sellinat: &amp;#039;&amp;#039;Eine besondere Erwerbung 2011: Die Sammlung von Dorfner-Einbänden zu Goethes Faust.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Supralibros&amp;#039;&amp;#039; 10, S. 24ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Malerei, Graphik, Buchkunst: Ausstellung vom 7. Mai–26. Juni 1955 in Weimar; Werke von Alexander von Szpinger, Walter Klemm, Otto Dorfner&amp;#039;&amp;#039;. – Erfurt: Verband Bildender Künstler Deutschlands, Bezirksleitung, 1955.&lt;br /&gt;
* [[John Dieter Brinks]], Beate-Dorfner-Erbs, Thomas Föhl und Frank Sellinat: &amp;#039;&amp;#039;Werkstatt Otto Dorfner – Buchkunst in Weimar.&amp;#039;&amp;#039; Klassik-Stiftung Weimar, Hirmer, München 2019, ISBN 978-3-7774-3279-3.&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Boettcher]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Dorfner.&amp;#039;&amp;#039; In: Titus &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;arwinski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebenswege in Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; Sechste Sammlung, Nr. 513, Vopelius, Jena 2025, S. 38–41,  ISBN 978-3-947303-43-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121564797}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121564797|LCCN=n00014719|VIAF=40238097}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dorfner, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchbinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Bauhaus-Universität Weimar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildende Kunst (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dorfner, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Buchbindermeister und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Juni 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kirchheim unter Teck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Weimar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Egon1951</name></author>
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