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	<title>Otto Bremer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:38:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Bremer&amp;diff=1618189&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freigut: /* Veröffentlichungen (Auswahl) */</title>
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		<updated>2025-10-29T17:20:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Veröffentlichungen (Auswahl)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Germanisten. Zum  Architekten und Entomologen siehe [[Otto Wassiljewitsch Bremer]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Bremer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. November]] [[1862]] in [[Stralsund]]; † [[8. August]] [[1936]] in [[Halle (Saale)]]) war ein deutscher [[Germanist]] und [[Phonetiker]]. Er lehrte von 1888 bis 1934 an der [[Universität Halle-Wittenberg]] und legte dort die Phonetische Sammlung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bremer war Sohn eines Buchhändlers. Er studierte nach dem Abitur am [[Gymnasium Stralsund]] von 1881 bis 1886 [[Deutsche Philologie]] und [[Vergleichende Sprachwissenschaft]]en an der [[Universität Leipzig]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]] (u. a. bei [[Karl Müllenhoff]], [[Wilhelm Scherer]]) und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] ([[Karl Bartsch]]). Im Jahr 1885 promovierte er in Leipzig bei [[Eduard Sievers]] mit einer Arbeit über die Entwicklung des [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] &amp;#039;&amp;#039;[[ē]]&amp;#039;&amp;#039; in den ältesten [[Germanische Sprachen|germanischen Sprachen]] zum [[Dr.&amp;amp;nbsp;phil.]] Seine Habilitation folgte 1888 – ebenfalls bei Sievers – an der Vereinigten [[Universität Halle-Wittenberg]] mit einer Arbeit zur [[amring]]isch-föhringischen Sprachlehre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sprachnachrichten 57&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Neues über Otto Bremer |Sammelwerk=Sprachnachrichten |Nummer=57 (I/2013) |Datum=2013-03 |ISSN=1868-8748 |Seiten=10 |Online=https://vds-ev.de/SN/sn2013-01.pdf }} {{Webarchiv|url=https://vds-ev.de/SN/sn2013-01.pdf |wayback=20180615190739 |text=Neues über Otto Bremer   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine ausgeprägte Rivalität pflegte er mit seinem Hallenser Germanistenkollegen [[Konrad Burdach]]. Studienreisen zur Erforschung der [[Nordfriesische Sprache|nordfriesischen Sprachen]] führten Bremer zwischen 1886 und 1898 nach [[Amrum]], [[Föhr]], [[Nordfriesland]], [[Helgoland]], [[Wangerooge]] und „Neu-Wangerooge“ bei [[Varel]]. Von 1888 bis 1904 hatte er die Position eines Privatdozenten, 1898 wurde er zum [[Titularprofessor]] für Deutsche Philologie an der Universität Halle ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IGL&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1904 bis 1921 war er nichtbeamteter, [[außerordentlicher Professor]] für Phonetik und Allgemeine Sprachwissenschaft, 1919 kam das von ihm schon zuvor beschäftigende&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Otto Bremer: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geographie der deutschen Mundarten in Form einer Kritik an [[Georg Wenker|Wenkers]] Sprachatlas des Deutschen Reichs.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1895.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fach Deutsche Mundartforschung hinzu. 1905 leitete er einen phonetischen Kurs im siebenbürgischen [[Hermannstadt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;IGL&amp;quot;&amp;gt;Hans-Joachim Solms: &amp;#039;&amp;#039;Bremer, Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: Christoph König (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Internationales Germanistenlexikon 1800–1950.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2003, S. 268–269.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1906 heiratete er Karoline Lange (geb. Brömmel). Mit ihr hatte er eine Tochter, zudem zwei Stiefkinder aus der ersten Ehe seiner Frau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|2|581|582|Bremer, Otto|Otto Basler|116482397}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Otto Bremer gründete 1910 die &amp;#039;&amp;#039;Phonetische Sammlung&amp;#039;&amp;#039;, die ab 1922 den Status einer selbstständigen Einrichtung der Universität Halle-Wittenberg hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IGL&amp;quot;/&amp;gt; Er betätigte sich auch als [[Sprachpflege]]r, von 1910 bis 1925 war er Vorsitzender des Zweigvereins Halle im [[Allgemeiner Deutscher Sprachverein|Allgemeinen Deutschen Sprachverein]] (ADSV). In mehreren Schriften sprach er sich scharf gegen den Gebrauch englischer und französischer Fremdwörter in der deutschen Sprache aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sprachnachrichten 57&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bremer hatte eine konservativ-patriotische Grundeinstellung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IGL&amp;quot;/&amp;gt; Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] verfasste er im Auftrag des Generals [[Erich Ludendorff]] eine Denkschrift für eine neue Sprachpolitik in Litauen ([[Ober Ost]]). Er war Mitglied der [[Deutsche Vaterlandspartei|Deutschen Vaterlandspartei]], des [[Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland|Vereins für das Deutschtum im Ausland]] (VDA)&amp;lt;ref name=&amp;quot;CPH&amp;quot;/&amp;gt; und ab deren Gründung 1918 Mitglied der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] (DNVP).&amp;lt;ref name=&amp;quot;IGL&amp;quot;/&amp;gt; Nach Kriegsende war er in der hallischen [[Bürgerwehr]] aktiv. Vor der [[Volksabstimmung in Schleswig]] 1920 warb Bremer für die deutsche Seite und wurde von der [[Internationale Kommission für die Überwachung des Plebiszits in Schleswig|Internationalen Kommission]] ausgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CPH&amp;quot;/&amp;gt; Ab 1921 war er beamteter, außerordentlicher Professor. 1928 wurde er zum Ordinarius ernannt und zugleich emeritiert. Als Emeritus lehrte er weiter und betreute seine Phonetische Sammlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IGL&amp;quot;/&amp;gt; Wegen seiner jüdischen Herkunft stellte er seinen Unterricht 1934 ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CPH&amp;quot;&amp;gt;{{CPH}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr darauf wurden ihm die Lehrbefugnis und die Dienstbezeichnung entzogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sprachnachrichten 57&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb an einer Krebserkrankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brockhaus 1892 Deutsche Mundarten.jpg|mini|Karte der deutschen Mundarten (1894)]]&lt;br /&gt;
Als Phonetiker interessierte sich Bremer besonders für die norddeutschen Dialekte, vor allem aber für den, bis 1930 noch auch auf [[Wangerooge]] und bis 1950 in Varel („Neu-Wangerooge“) gesprochenen Dialekt der Friesischen, das [[Wangerooger Friesisch]]. Er selbst bereiste die Insel, um Interviews mit Sprechern aufzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sprachnachrichten 57&amp;quot;/&amp;gt; In den Jahren 1893 bis 1926 publizierte er die „Sammlung kurzer Grammatiken deutscher Mundarten“. Für die 14. und [[Der Große Brockhaus, 15. Auflage|15. Auflage]] von [[Brockhaus Enzyklopädie|Brockhaus’ Konversations-Lexikon]] (1892 und 1929) erstellte er eine Darstellung der deutschen Mundarten und entwarf eine Mundartenkarte. Bremer stand mit seiner dialektologischen Arbeit in Konkurrenz zu [[Georg Wenker]] und seinem Projekt eines &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Sprachatlas|Deutschen Sprachatlas]]&amp;#039;&amp;#039;, über den er sich kritisch äußerte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einer der ersten Phonetiker arbeitete Bremer mit Tonaufnahmen auf [[Phonographenwalze]]n, diese wurden später auf [[Schellackplatte]]n überspielt und schließlich digitalisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sprachnachrichten 57&amp;quot;/&amp;gt; Seine Phonetische Sammlung wurde nach Bremers Tod [[Richard Wittsack]] zur weiteren wissenschaftlichen Betreuung übertragen. 1947 wurde die Sammlung mit dem von Wittsack gegründeten [[Institut für Sprechkunde]] vereinigt, woraus das spätere [[Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik der Universität Halle]] hervorging.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sprechwiss.uni-halle.de/allgemeines/geschichte_des_instituts/ Geschichte des Instituts], Abteilung Sprechwissenschaft und Phonetik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Germanisches ē. Teil 1: Die lautgesetzliche Entwicklung des idg. ē in den ältesten germanischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1885.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; Einleitung zu einer amringisch-föhringischen Sprachlehre.&amp;#039;&amp;#039; Norden 1888.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Phonetik.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1893. – Erneut: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Lautlehre.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1918.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geographie der deutschen Mundarten in Form einer Kritik von Wenkers Sprachatlas des Deutschen Reichs.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1895.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Aufgaben der deutschen Mundartenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1897.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ethnographie der germanischen Stämme.&amp;#039;&amp;#039; Straßburg 1899.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Regeln für die plattdeutsche Rechtschreibung nebst Textprobe und Wörterverzeichnis.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Germanische Heldenlieder.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herausgeber:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; Sammlung kurzer Grammatiken deutscher Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; 10 Bände. Leipzig (10. Band: Halle) 1893–1926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Otto Bremers reichhaltige Nachlass-Bibliothek wurde 1938, zusammen mit der von [[Konrad Burdach]], von der [[University of California, Berkeley]] erworben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kenneth G. Peterson: &amp;#039;&amp;#039;The University of California Library at Berkeley, 1900-1945.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley: University of California Press 1970, ISBN 9780520092112, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|581|582|Bremer, Otto|[[Otto Basler]]|116482397}}&lt;br /&gt;
* [[Ursula Hirschfeld]], Hans-Joachim Solms, [[Eberhard Stock]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Otto Bremer – Wegbereiter der sprechwissenschaftlichen Phonetik an der Universität Halle.&amp;#039;&amp;#039; Frank &amp;amp; Timme, Berlin 2016. ISBN 978-3-7329-0230-9.&lt;br /&gt;
* Claas Riecken: &amp;#039;&amp;#039;Nordfriesische Sprachforschung im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 2000.&lt;br /&gt;
* Claas Riecken: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Wissenschaftler als Erforscher des Friesischen und des Niederdeutschen.&amp;#039;&amp;#039; In: Fiete Pingel / Thomas Steensen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben und Judenverfolgung in den Frieslanden&amp;#039;&amp;#039;. Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 2001 (Nordfriisk Instituut; 166), ISBN 3-88007-287-6, S. 122–130.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116482397}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|319333485}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116482397|LCCN=no/88/2512|VIAF=59836867}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bremer, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonetiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Vaterlandspartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bremer, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist und Phonetiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. November 1862&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stralsund]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. August 1936&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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