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	<title>Otto Brahm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Brahm&amp;diff=186651&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gaviloh: Grammatik</title>
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		<updated>2026-02-03T19:28:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Otto Brahm.JPG|mini|hochkant=1.1|{{center|Otto Brahm, Porträtfoto von [[Nicola Perscheid]] (1912)}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Brahm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Februar]] [[1856]] in [[Hamburg]]; † [[28. November]] [[1912]] in [[Berlin]]; eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Abrahamsohn&amp;#039;&amp;#039;, [[Pseudonym]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Anders&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Kritiker]], [[Theaterleiter]] und [[Regisseur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Lessing-Theater Hauptdarsteller (BerlLeben 1904-09).jpg|mini|Die Hauptdarsteller des Lessingtheaters unter der Direktion von Otto Brahm (1904–1912)]]&lt;br /&gt;
Brahm war der Sohn eines dänischen Kaufmanns aus [[Jütland]] und einer Mutter aus [[Brandenburg an der Havel]]. Zunächst arbeitete er als Theaterkritiker. 1889 wurde Brahm Präsident des Theatervereins &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Bühne (Verein)|Freie Bühne]]&amp;#039;&amp;#039;, der in Berlin gerade von Theaterkritikern neu gegründet worden war und sich der Aufführung sozialkritischer Dramen der [[Naturalismus (Theater)|Naturalisten]] verpflichtet hatte. Das erste inszenierte Stück war &amp;#039;&amp;#039;[[Gespenster (Ibsen)|Gespenster]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Henrik Ibsen|Ibsen]], bald folgte die Uraufführung von [[Gerhart Hauptmann|Hauptmanns]] &amp;#039;&amp;#039;[[Vor Sonnenaufgang]]&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann ebenfalls 1889 vom [[S. Fischer Verlag]] zum Theaterverein eine Monatsschrift gegründet wurde, übernahm Brahm die Aufgabe des Chefredakteurs der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Bühne (Zeitschrift)|Freie Bühne für modernes Leben]].&amp;#039;&amp;#039; Sie wurde zum Sprachrohr des Naturalismus in Deutschland. Die Ziele wurden recht pathetisch ausgedrückt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Bannerspruch der neuen Kunst, mit goldenen Lettern von den führenden Geistern aufgezeichnet, ist das eine Wort: Wahrheit; und Wahrheit, Wahrheit auf jedem Lebenspfade ist es, die auch wir erstreben und fordern … Nicht die objective Wahrheit, die dem Kämpfenden entgeht, sondern die individuelle Wahrheit, welche aus der innersten Ueberzeugung frei geschöpft ist und frei ausgesprochen: die Wahrheit des unabhängigen Geistes.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsches Theater (1894–1904) ===&lt;br /&gt;
Brahm übernahm 1894 die Leitung des &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Theater Berlin|Deutschen Theaters]]&amp;#039;&amp;#039; und machte Hauptmann zu seinem Hausdichter. [[Max Reinhardt]] hat 1894 im Ensemble des &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Theaters&amp;#039;&amp;#039; begonnen. Brahm förderte während dieser Zeit auch [[Fritz Stavenhagen (Schriftsteller)|Fritz Stavenhagen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lessingtheater (1904–1912) ===&lt;br /&gt;
Von 1904&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtb&amp;amp;datum=19040922&amp;amp;seite=4&amp;amp;zoom=33&amp;amp;query=%22otto%2Bbrahm%22&amp;amp;ref=anno-search |titel=Meldung |datum=1904-09-22 |zugriff=2017-01-11 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis zu seinem Tod 1912 leitet er das [[Lessingtheater (Berlin)|Lessingtheater]] in Berlin und machte es durch Uraufführungen von Gerhart Hauptmann und Arthur Schnitzler zu einer führenden deutschsprachigen Bühne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Theaterleiter analysierte Brahm vor jeder Inszenierung den Text eines neuen Stückes, um so die Aufführung ganz auf die spezifischen Eigenheiten auszurichten. Die Schauspieler wurden angehalten, nicht – wie bisher üblich – zu [[Deklamation|deklamieren]], sondern realistisch und psychologisch nachvollziehbar zu agieren. Mit diesen Neuerungen leistete Brahm einen wichtigen Beitrag zur Etablierung des [[Kammerspiel]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb in Folge einer Operation eines Darmgeschwürs, die am 25. November 1912 stattgefunden hatte, während der Premierenvorstellung von Schnitzlers &amp;#039;&amp;#039;Professor Bernhardi&amp;#039;&amp;#039; im Lessing-Theater.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Berlin-Kalender 1997&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. [[Luisenstädtischer Bildungsverein]], 1997, ISBN 3-89542-089-1, S. 212: 28. November.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brahm dürfte homosexuell gewesen sein. Eine Stelle im [[Tagebuch (Schnitzler)|&amp;#039;&amp;#039;Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;]] von [[Arthur Schnitzler]] lässt sich so lesen, dass er mit [[Stefan Vacano]] in einer intimen Beziehung war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1925-12-11.html |titel=Freitag, 11. Dezember 1925 |sprache=de |abruf=2023-09-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine frühere Stelle scheint das zu wiederholen und auch den Freund [[Paul Schlenther]] als homosexuell zu bezeichnen; Schnitzler scheint dem aber nicht zuzustimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1911-07-08.html |titel=Samstag, 8. Juli 1911 |sprache=de |abruf=2025-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus hatte er ein Verhältnis mit Clara Jonas (1863–1922), der Frau seines Mitstreiters im Verein &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Bühne (Verein)|Freie Bühne]]&amp;#039;&amp;#039; und Justiziar des &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Theaters&amp;#039;&amp;#039; [[Paul Jonas (Anwalt)|Paul Jonas]]. Beide überlebten ihn. Ein Konvolut von etwa eintausend Briefen liegt seit 2008 bei der [[Berliner Akademie der Künste]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Mitte, Schumannstraße, Deutsches Theater, Büste Otto Brahm.jpg|mini|hochkant|[[Eberhard Bachmann]]: Büste für Otto Brahm, (1962)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brahms Denkmal (siehe Bild) steht in der Berliner Schumannstraße vor dem [[Deutsches Theater (Berlin)|Deutschen Theater]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brahms jüngerer Bruder war der Theaterschauspieler [[Ludwig Brahm]], sein Neffe der Schauspieler [[John Brahm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
[[Kurt Tucholsky]] verewigte Brahm in seinen &amp;#039;&amp;#039;Ratschlägen für einen guten Redner&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Merk Otto Brahms Spruch: Wat jestrichen is, kann nich durchfalln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Panter (d.i. Kurt Tucholsky) in: Ratschläge für einen schlechten Redner / Ratschläge für einen guten Redner, Vossische Zeitung, 16.11.1930, Nr. 542, http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Werke/1930/Ratschl%C3%A4ge+f%C3%BCr+einen+schlechten+Redner (abgerufen am 17. Januar 2026)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Ritterdrama des achtzehnten Jahrhunderts, Studien über Joseph August von Törring, seine Vorgänger und Nachfolger&amp;#039;&amp;#039;. Strassburg : K.J. Trübner, 1880.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karl Stauffer-Bern. Sein Leben, seine Briefe, seine Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1892.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kritische Schriften&amp;#039;&amp;#039; [in zwei Bänden]. Hg. [[Paul Schlenther]]. Berlin: [[S. Fischer Verlag]] 1915.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Briefe ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Bölsche (Schriftsteller)|Wilhelm Bölsche]]. Briefwechsel mit Autoren der Freien Bühne. Hrsg. von Gerd-Hermann Susen. Berlin: Weidler Buchverlag 2010 (Briefe und Kommentare), S. 83–156&lt;br /&gt;
* Otto Brahm &amp;#039;&amp;#039;/ [[Gerhart Hauptmann]]: Briefwechsel 1888–1912&amp;#039;&amp;#039;. Erstausgabe mit Materialien. Hrsg. von Peter Sprengel. Narr, Tübingen 1985, ISBN 3-87808-386-6 (Deutsche Text-Bibliothek)&lt;br /&gt;
* Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Hrsg. und eingeleitet von Oskar Seidlin. Vollst. Ausg. Verlagsort: Tübingen. Verlag: Niemeyer, 1975.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Ersetzt die frühere Ausgabe&amp;#039;&amp;#039;: Oskar Seidlin: &amp;#039;&amp;#039;Der Briefwechsel Arthur Schnitzler–Otto Brahm&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Selbstverlag der Gesellschaft für Theatergeschichte, 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein bisher unbekannter Brief Arthur Schnitzlers an Otto Brahm&amp;#039;&amp;#039;. Hg. [[Reinhard Urbach]]. In: Modern Austrian Literature, Jg. 10 (1977) H. 3/4, Special Arthur Schnitzler Issue, S. 19–21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Buth: &amp;#039;&amp;#039;Das Lessingtheater in Berlin unter der Direktion von Otto Brahm (1904–1912). Eine Untersuchung mit besonderer Berücksichtigung der zeitgenössischen Theaterkritik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1965 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* Horst Claus: &amp;#039;&amp;#039;The Theatre Director Otto Brahm&amp;#039;&amp;#039;. Ann Arbor (Michigan) 1981.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|507|508|Brahm, Otto|Hubert Kulick|118514245}}&lt;br /&gt;
* Jeanette R. Malkin: &amp;#039;&amp;#039;Der Theatermann Otto Brahm: ein widerwilliger Jude&amp;#039;&amp;#039;. In: Aschkenas, Bd. 24 (2014), Heft 2, S. 215–242.&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Brahm, Otto|5|62|63|Mirko Nottscheid}}&lt;br /&gt;
* Evamaria Westphal-Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Max Halbe und das Berliner Theater. I. Siegmund Lautenburg und sein Beitrag zur Rezeption der „Jugend“, II. Otto Brahm und seine Beziehungen zu Max Halbe&amp;#039;&amp;#039;, in: Jahrbuch „Der Bär von Berlin“, hrsg. v. [[Verein für die Geschichte Berlins]], 28. Jahrgang, Berlin 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118514245}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://cgi-host.uni-marburg.de/~omanz/forschung/modul_main.php?f_mod=Mh03&amp;amp;amp;seite=2 |wayback=20051202115225 |text=Zitate aus Freie Bühne }}&lt;br /&gt;
* [https://archiv.adk.de/bigobjekt/3909 Otto-Brahm-Archiv] im Archiv der [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste, Berlin]]&lt;br /&gt;
* Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: &amp;#039;&amp;#039;Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente 1891–1931.&amp;#039;&amp;#039; Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, ISBN 978-3-8353-3228-7 ([https://www.wallstein-verlag.de/9783835332287-hermann-bahr-arthur-schnitzler-briefwechsel-aufzeichnungen-dokumente-1891-1931.html Verlagspräsentation]) [https://bahrschnitzler.acdh.oeaw.ac.at/view.html?author=A002065 Briefe] Brahms an [[Hermann Bahr]] und Arthur Schnitzler sowie umgekehrt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118514245|LCCN=n/81/112021|VIAF=22161138}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brahm, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterkritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Darstellender Künstler (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brahm, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Abrahamsohn, Otto (wirklicher Name); Anders, Otto&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kritiker, Theaterleiter und Regisseur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Februar 1856&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. November 1912&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gaviloh</name></author>
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