<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Braasch</id>
	<title>Otto Braasch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Braasch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Braasch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T18:48:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Braasch&amp;diff=1056776&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Berlinschneid: Link kor bzw. aktualisiert.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Braasch&amp;diff=1056776&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-19T18:58:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link kor bzw. aktualisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Braasch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. November]] [[1936]] in [[Kutenholz]]; † [[5. August]] [[2021]] in [[Lahr/Schwarzwald]]&amp;lt;ref&amp;gt;Elmar Stöttner: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.idowa.de/regionen/landshut/landshut/ein-international-renommierter-luftbild-archaeologe-art-178146 Ein international renommierter Luftbild-Archäologe.]&amp;#039;&amp;#039; Nachruf auf idowa.com, 9. August 2021. Abgerufen am 9. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://trauer.sueddeutsche.de/todesanzeige/otto-braasch Traueranzeige Otto Braasch] auf &amp;#039;&amp;#039;trauer.sueddeutsche.de&amp;#039;&amp;#039; vom 14. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Oberstleutnant]] der Luftwaffe und [[Luftbildarchäologie|Luftbildarchäologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bereits 1956 erwarb er den [[Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer]] und trat 1958 in die noch junge [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe]] der [[Bundeswehr]] ein. Er schlug die [[Offizier]]slaufbahn ein und ließ sich zum Kampfflugzeugführer ausbilden. Im Jahr 1961 qualifizierte er sich auf der US-amerikanischen Perrin Air Force Base in [[Texas]], USA, für diesen Beruf. Zwischen 1961 und 1980 bekleidete er in der Luftwaffe verschiedene Posten wie den eines Flugzeugführers, [[Geschwaderkommodore]]s oder Luftfahrzeugoperationsoffiziers. Noch während seiner Dienstzeit begann er sich ab 1974 als Fluglehrer an Wochenenden für die am Boden erkennbaren Reste des Limes in Süddeutschland zu interessieren. Er las sich in die Materie ein und wurde insbesondere durch die Korrespondenz mit den Wissenschaftlern [[Irwin Scollar]] vom [[Rheinisches Landesmuseum Bonn|Rheinischen Landesmuseum Bonn]] und dem [[Provinzialrömische Archäologie|Provinzialrömischen Archäologen]] [[Dietwulf Baatz]], zum damaligen Zeitpunkt Leiter des [[Saalburgmuseum]]s, gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braasch verließ 1980 die Luftwaffe, um neben seiner Leidenschaft als Flieger auch seinem starken Interesse an Archäologie und Geschichte nachzugehen. Als [[Luftbildarchäologie|Luftbildarchäologe]] flog er zunächst ab 1980 im Auftrag des [[Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege|Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege]] und kurz darauf ab 1982 auch für das [[Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg]]. Für das Landesamt in Baden-Württemberg baute er eines der größten Luftbildarchive Deutschlands auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.denkmalpflege-bw.de/service/bild-und-planarchive/luftbildarchiv.html Luftbildarchiv] des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in anderen Bundesländern und weit über die Grenzen Deutschlands hinaus wurde Braasch aktiv. Nach der Wende 1990 arbeitete er auch in Ländern des ehemaligen [[Ostblock]]s wie Ungarn, Tschechien und Polen. Seit 1. Juli 1990 entfielen die aus dem [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]] stammenden, lähmenden Freigabeverfahren für Luftbilder in der Bundesrepublik Deutschland, die bis dahin die Arbeit der Luftbildarchäologie erheblich erschwert hatten. Da die insbesondere bei laufenden Bauarbeiten gemachten Aufnahmen eine besondere Brisanz haben, wurde ein rascher Nachrichten- und Bildversand des auszuwertenden Materials an die zuständigen Stellen innerhalb der Denkmalpflege immer wichtiger. Als ehemaliger Soldat konnte Braasch hier seine Erfahrungen einbringen. So wurde es eine der Aufgaben des archäologischen Luftbildarchivs, den Archäologen einen Zeitvorsprung zu verschaffen, um Zeugnisse der Vergangenheit vor dem Zugriff der Baggerschaufel zu retten. Braasch forderte in diesem Zusammenhang auch, wichtige Flugbeobachtungen unmittelbar nach der Landung an die Außenstellen der Archäologischen Denkmalpflege zu übermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Befliegungen und Aufnahmen des ehemaligen Oberstleutnants lieferten Erkenntnisse über zahlreiche neue archäologische Stätten oder ergänzten deren Erkenntnis. So fand er unter vielem anderen 1985 das [[Römerlager Marktbreit]] und entdeckte 1991 die Kreisgrabenanlagen von [[Kreisgrabenanlage von Goseck|Goseck]] und Kyhna. Anfang der 1990er Jahre fotografierte Braasch Reste der [[Grubenhaussiedlung am Petersteich]] sowie des [[Römisches Marschlager von Wilkenburg|Römischen Marschlagers Wilkenburg]]. Im Jahr 2001 konnte er nach Jahrzehnten der intensiven Befliegung dieses Raumes erstmals den frühkeltischen Großgrabhügel am [[Ipf]] aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braasch hat schon früh den Kontakt zu ausländischen Kollegen gesucht und den Austausch besonders mit französischen und englischen Luftbildarchäologen dauerhaft gepflegt. Zu seinen Tätigkeiten gehörte auch die Ausbildung junger Nachwuchstalente, darunter [[Klaus Leidorf]] und [[Baoquan Song]]. Sein Wissen gab er aber auch als [[Lehrbeauftragter]] weiter. Seit 1996 war er in dieser Funktion an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] und seit 1999 an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
1986 wurde er mit dem [[Akademie-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] ausgezeichnet. 1993 erhielt er den [[Archäologie-Preis Baden-Württemberg|Württembergischen Archäologiepreis]], 1994 den Deutschen Preis für Denkmalschutz. 1996 wurde er &amp;#039;&amp;#039;honorary fellow&amp;#039;&amp;#039; der [[Society of Antiquaries of London]]. Der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]] hat ihm am 13.&amp;amp;nbsp;Dezember 1999 die [[Ehrendoktorwürde]] verliehen. Am 19.&amp;amp;nbsp;September 2001 erhielt Braasch von der [[European Association of Archaeologists|Europäischen Vereinigung der Archäologen]] den European-Archaeological-Heritage-Preis auf dem Kongress der Vereinigung in [[Esslingen am Neckar]] verliehen. 2002 wurde ihm von der [[Universität Pécs]] der Grad eines Dr. phil. verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Baoquan Song, Klaus Leidorf: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Otto Braasch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Prähistorische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039; 2022&lt;br /&gt;
* Christoph Steffen: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf Dr. Dr. h.c. Otto Braasch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege in Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039; 51, 2022, S. 82–83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|137836252}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20151219132726/http://www.fu-berlin.de/presse/artikelarchiv/1999/991213_braasch/index.html Ehrendoktorwürde für Otto Braasch, FU-Nachrichten 1-2-2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137836252|LCCN=n83199578|VIAF=29849703}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Braasch, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftbildarchäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärpilot (Luftwaffe der Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberstleutnant (Luftwaffe der Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Freien Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Society of Antiquaries of London]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2021]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Braasch, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Oberstleutnant der Luftwaffe und Luftbildarchäologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. November 1936&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kutenholz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. August 2021&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lahr/Schwarzwald]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Berlinschneid</name></author>
	</entry>
</feed>