<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Basler</id>
	<title>Otto Basler - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Otto_Basler"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Basler&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T20:39:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Basler&amp;diff=574007&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Polarlys: /* Auszeichnungen */ format</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Basler&amp;diff=574007&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T21:50:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Auszeichnungen: &lt;/span&gt; format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|informiert über den deutschen Germanisten. Zum Schweizer Literaturkritiker siehe [[Otto Basler (Literaturkritiker)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Victor Emanuel Basler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Mai]] [[1892]] in [[Kitzingen]]; † [[28. Mai]] [[1975]] in [[Freiburg im Breisgau]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Germanistik|Germanist]], [[Volkskundler]] und [[Bibliothekar]]. Er war einer der bekanntesten deutschen [[Sprachforscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Studium und Militärdienst ===&lt;br /&gt;
Basler wurde 1892 als Sohn des Kaufmanns Wilhelm Emanuel Basler und dessen Frau Sophie, geb. Hendinger, im fränkischen Kitzingen im [[Königreich Bayern]] geboren. Er wuchs indessen in der Hauptstadt des [[Königreich Sachsen|Königreichs Sachsen]] auf und besuchte die dortige Bürgerschule. 1911 legte er die Reifeprüfung am städtischen [[Wettiner Gymnasium]] in Dresden ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;&amp;gt;Kerstin Steiger: &amp;#039;&amp;#039;Basler, Otto&amp;#039;&amp;#039;. In: Christoph König (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Germanistenlexikon 1800–1950.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–G.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1911 bis 1913 studierte er Deutsche und Englische Philologie und Romanistik u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Gottfried Baist]], [[Friedrich Brie]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]], [[Friedrich Kluge]], [[Emil Levy]], [[Hans Schulz (Germanist)|Hans Schulz]] und [[Philipp Witkop]] an der [[Universität Freiburg im Breisgau]] und 1913 sowie nach Kriegsunterbrechung von 1918 bis 1920 Germanistische Philologie, Altertumskunde, Indogermanische Sprachwissenschaften, Volkskunde, Nordische Studien, Französisch, Englisch und Geschichte u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Karl von Bahder]], [[Adolf Birch-Hirschfeld]], [[Karl Brugmann]], [[Max Förster (Anglist)|Max Förster]], [[Albert Köster]], [[Eugen Mogk]], [[Wilhelm Streitberg]], [[Georg Witkowski]] und [[Wilhelm Wundt]] an der [[Universität Leipzig]]. Während seiner Freiburger Studienzeit 1912 hielt er sich für mehrere Monate zum Spracherwerb in der [[Romandie|französischsprachigen Schweiz]] auf. Im Jahre 1919 legte er in Leipzig das [[Staatsexamen]] in Deutsch, Englisch und Französisch ab. 1920 wurde er beim Mediävisten [[Eduard Sievers]] an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig mit der in Auszügen im Fakultätsjahrbuch abgedruckten Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Zur Orthographie im althochdeutschen [[Tatian]]&amp;#039;&amp;#039; zum [[Dr. phil.]] promoviert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Schulzeit 1911/12 leistete er als [[Einjährig-Freiwilliger]] Militärdienst beim [[5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113|5. Badischen Infanterie-Regiment Nr. 113]] in Freiburg im Breisgau. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriege]] (1914–1918) diente er zunächst als [[Unteroffizier]]. Er war dann als Kompagnieführer eingesetzt; sein letzter Dienstgrad war [[Leutnant]] der [[Reserve (Militär)|Reserve]] beim Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 28.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bibliotheksdienst ===&lt;br /&gt;
Von 1920 bis 1925 war er an der durch [[Emil Jacobs (Bibliothekar)|Emil Jacobs]] geleiteten [[Universitätsbibliothek Freiburg|Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau]] tätig: [[Volontär]]assistent (1920), wissenschaftlicher [[Hilfsarbeiter]] (1920) und außerplanmäßiger [[Bibliothekar]] (1921).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 wechselte er an die 1919 gegründete [[Deutsche Heeresbücherei]] der [[Reichswehr]] nach Berlin. Dort wurde er hauptberuflicher Abteilungsvorstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BertschMarkner31f&amp;quot;&amp;gt;Hanno Birken-Bertsch, Reinhard Markner: &amp;#039;&amp;#039;Rechtschreibreform und Nationalsozialismus. Ein Kapitel aus der politischen Geschichte der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Eine Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Wallstein-Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-89244-450-1, S. 31f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1934 erfolgte die Ernennung des Angestellten im höheren Bibliotheksdienst zum beamteten Bibliothekar. Außerdem übernahm er unter [[Siegfried Klefeker]] das stellvertretende Direktorat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1936 bis 1945 war er Direktor der [[Bayerische Armeebibliothek|Bayerischen Armeebibliothek]] bzw. Vorstand der Wehrkreisbücherei des [[Wehrkreis]]kommandos [[Wehrkreis VII (München)|VII]] in München.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt; Während seiner Amtszeit machte er Bekanntschaft mit dem Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus [[Franz Sperr]], der als Reserveoffizier an der Heeresbibliothek tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Becker: &amp;#039;&amp;#039;Der bayerische Widerstandskreis um Franz Sperr und Otto Geßler&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ulrich Karpen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Europas Zukunft. Vorstellungen des Kreisauer Kreises um Helmuth James Graf von Moltke&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;C. F. Müller Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;). Müller, Heidelberg 2005, ISBN 3-8114-5333-5, S. 33–51, hier: S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wird in der Forschung bisweilen dem „Sperr-Kreis“ zugerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Becker: &amp;#039;&amp;#039;Existenzsicherung und Existenznöte von Katholiken im Widerstand&amp;#039;&amp;#039;. In: Detlef J. Blesgen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Financiers, Finanzen und Finanzierungsformen des Widerstandes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5). Lit, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2006, ISBN 3-8258-7662-4, S. 85–110, hier: S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt; Basler bekleidete zuletzt den Dienstgrad eines [[Oberstleutnant]]s der [[Wehrmacht]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moser78f&amp;quot;/&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 wurde er kurzzeitig Angestellter der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]], welche die Heeresbibliothek integriert hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochschuldozentur und -professur ===&lt;br /&gt;
Noch im Jahre 1939 bemühte man sich erfolglos, den Bibliotheksleiter Basler zum außerplanmäßigen Professor für [[Bibliothekswissenschaft]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] zu ernennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moser75&amp;quot;&amp;gt;Johannes Moser: &amp;#039;&amp;#039;Die Gründung des Münchner Instituts für deutsche und vergleichende Volkskunde. Ein wissenschaftsgeschichtlicher Blick in die 1950er und 1960er Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In: Johannes Moser, [[Irene Götz]], Moritz Ege (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Situation der Volkskunde 1945–1970. Orientierungen einer Wissenschaft zur Zeit des Kalten Krieges&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchner Beiträge zur Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 43). Waxmann, Münster u.&amp;amp;nbsp;a. 2015, ISBN 978-3-8309-3258-1, S. 69–92, hier: S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine spätere Berufung zum  [[Honorarprofessor]] für deutsche Wortforschung und neuhochdeutsche Sprachgeschichte, wie sie vom wenig später verstorbenen Präsidenten der Deutschen Akademie München, [[Erich Gierach]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt; bzw. dem Seminar für deutsche Philologie forciert worden war, scheiterte 1943/44 trotz vorheriger Zustimmung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moser75&amp;quot;/&amp;gt; der Fakultät am [[Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung|Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung]], [[Bernhard Rust]]. Nach Baslers Aussagen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt; lag es an der fehlenden und abgelehnten Parteimitgliedschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1943&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moser75&amp;quot;/&amp;gt; oder 1944/45&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt; lehrte er dennoch in Vertretung Gierachs bzw. war Lehrbeauftragter in München. Konkret übernahm er dessen Seminare und betreute fortan den wissenschaftlichen [[Nachlass]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hanno Birken-Bertsch, Reinhard Markner: &amp;#039;&amp;#039;Rechtschreibreform und Nationalsozialismus. Ein Kapitel aus der politischen Geschichte der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Eine Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Wallstein-Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-89244-450-1, S. 101f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1946/47 war er erneut Lehrbeauftragter für Deutsche Sprache und Wortforschung an der LMU München.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt; Überdies wirkte er als Dozent für Deutsche Sprache und Literatur an der [[Philosophisch-theologische Hochschule Freising|Theologischen Hochschule Freising]] bei München.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt; 1946 schlug man ihn in München erfolgreich für eine Honorarprofessur für Geschichte der neuhochdeutschen Schriftsprache und Volkskunde vor. Durch die [[Amerikanische Besatzungszone|US-Militärregierung]] wegen seines hohen militärischen Dienstgrades im Krieg enthoben, wurde er im Zuge eines Gerichtsbeschlusses von 1947 wieder eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moser78f&amp;quot;&amp;gt;Johannes Moser: &amp;#039;&amp;#039;Die Gründung des Münchner Instituts für deutsche und vergleichende Volkskunde. Ein wissenschaftsgeschichtlicher Blick in die 1950er und 1960er Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In: Johannes Moser, Irene Götz, Moritz Ege (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Situation der Volkskunde 1945–1970. Orientierungen einer Wissenschaft zur Zeit des Kalten Krieges&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchner Beiträge zur Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 43). Waxmann, Münster u.&amp;amp;nbsp;a. 2015, ISBN 978-3-8309-3258-1, S. 69–92, hier: S. 78f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1947 wurde er zum außerordentlichen [[Professor]] und 1952 zum ordentlichen Professor für Deutsche Philologie und Volkskunde berufen, wobei die Volkskunde eine untergeordnete Rolle spielen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moser78f&amp;quot;/&amp;gt; 1955 übernahm er das Dekanat der Philosophischen Fakultät, 1955/56 war er [[Senat]]smitglied. Nach seiner [[Emeritierung]] 1958 war er von 1959 bis 1970 Honorarprofessor für Deutsche Philologie und Volkskunde an der Universität Freiburg im Breisgau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt; Seine Forschungsschwerpunkte waren Deutsche Philologie, Volkskunde, deutsche Wort- und [[Mundart]]forschung, alemannische [[Heimatdichtung]], [[Heimatgeschichte]] und Fachsprachen. Zu seinen akademischen Schülern gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Isolde Baur]], [[Georg Michael Pflaum]], [[Franz W. Seidler]] und [[Karolina Zobel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger94&amp;quot;&amp;gt;Kerstin Steiger: &amp;#039;&amp;#039;Basler, Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: Christoph König (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Germanistenlexikon 1800–1950.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–G.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nebenamtliche Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Von 1929 bis 1938 war er Außenmitarbeiter der [[Duden]]-Redaktion beim [[Bibliographisches Institut|Bibliographischen Institut]] in Leipzig, von 1934 bis 1938 ehrenamtlicher Leiter der dortigen Sprachberatungsstelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den in der Publizistik kursierenden Falschangaben: Hanno Birken-Bertsch, Reinhard Markner: &amp;#039;&amp;#039;Rechtschreibreform und Nationalsozialismus. Ein Kapitel aus der politischen Geschichte der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Eine Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Wallstein-Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-89244-450-1, S. 102, Fn. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 1936 trat er kurzfristig als Nachfolger von [[Theodor Steche]] beim &amp;#039;&amp;#039;Völkischen Kurier&amp;#039;&amp;#039; des [[Tannenbergbund]]es in Erscheinung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BirkenbertschMarkner3234&amp;quot;&amp;gt;Hanno Birken-Bertsch, Reinhard Markner: &amp;#039;&amp;#039;Rechtschreibreform und Nationalsozialismus. Ein Kapitel aus der politischen Geschichte der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Eine Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Wallstein-Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-89244-450-1, S. 32, Fn. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1930 wurde er Mitarbeiter der Arbeitsstelle des [[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuches]] an der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]] in Berlin. Von Dezember 1934 bis zur Kündigung im Januar 1937 war er zudem wissenschaftlicher Leiter des [[Deutsches Sprachpflegeamt|Sprachpflegeamtes]] in Berlin, wobei ihm wohl in der Praxis, jedenfalls anfangs, durch die Reichswehr nicht freigegeben wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;BertschMarkner31f&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Simon: &amp;#039;&amp;#039;Der diskrete Charme des Sprachpflege-Diskurses&amp;#039;&amp;#039;. In: Rüdiger Vogt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Über die Schwierigkeiten der Verständigung beim Reden. Beiträge zur Linguistik des Diskurses&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Opladen 1987, ISBN 3-531-11831-5, S. 278–295, hier: 287f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Als der reformkritische [[Arthur Hübner (Germanist)|Arthur Hübner]] Funktionen übernahm, zog er sich zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Hanno Birken-Bertsch, Reinhard Markner: &amp;#039;&amp;#039;Rechtschreibreform und Nationalsozialismus. Ein Kapitel aus der politischen Geschichte der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Eine Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Wallstein-Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-89244-450-1, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 regte er gemeinsam mit [[Karl Reumuth]] eine [[Reform der deutschen Rechtschreibung von 1944|Reform der deutschen Rechtschreibung]] an, die jedoch kriegsbedingt nicht umgesetzt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IDS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1957 wirkte Basler als Leiter der Arbeitsstelle [[Bayerisches Wörterbuch]] der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] in München. Von 1965 bis 1971 war er ordentliches Mitglied des wissenschaftlichen Rates des [[Institut für Deutsche Sprache|Instituts für Deutsche Sprache]] in Mannheim. Außerdem wurde er Mitglied der [[Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften|Historischen Kommission]], der [[Kommission für bayerische Landesgeschichte]] (wo er das bayerische [[Ortsnamenbuch]] sprachlich betreute) und der [[Kommission für Sprachpflege]] (wo er bei der Erneuerung der Rechtschreibung mitwirkte). Von 1954 bis 1957 war er ferner Mitglied der [[Kommission für Mundartforschung]] (wo er mit der Neuherausgabe des Bayrischen Wörterbuchs von [[Johann Andreas Schmeller]] betraut war) an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
Basler war ab den 1920er Jahren Mitglied (ab 1940 Vorsitzender) des Deutschen Sprachvereins München, ab 1940 Mitglied des Verbands Deutscher Vereine für Volkskunde, Mitglied des [[Deutscher Germanistenverband|Deutschen Germanistenverbands]], Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein in Karlsruhe, Mitglied des Historischen Vereins für die Geschichte der Ortenau in Offenburg und ab 1968 der KoninklijkeZuid-Nederlandse Maatschappij voor Taal- en Letterkunde en Geschiedenis in Brüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin war er Mitglied der [[Deutsche Akademie (1925)|Akademie zur Wissenschaftlichen Erforschung und Pflege des Deutschtums]] in München, 1941/42 Beisitzer der Forschungsstelle für Sprachrichtigkeit, 1944 Ausschussmitglied und 1944/45 ehrenamtlicher Leiter des Deutschen Sprachamtes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
1923 übernahm er die Bearbeitung des von [[Friedrich Kluge]] angeregten und von [[Hans Schulz (Germanist)|Hans Schulz]] († 1915) begonnenen [[Deutsches Fremdwörterbuch|Deutschen Fremdwörterbuchs]], einem [[Standardwerk]], von dem er Band 2 (L–P, erschienen 1942) und die erste Lieferung von Band 3 (bis 1970, Buchstabe Q) erarbeitete. Anfang der 1970er Jahre übergab Basler aus Altersgründen die von ihm gesammelten Materialien zur Fertigstellung des Deutschen Fremdwörterbuchs dem Institut für Deutsche Sprache in Mannheim.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IDS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basler trat neben seinen Monographien u.&amp;amp;nbsp;a. als Rezensent und Autor in Fachzeitschriften und als Beiträger in Festschriften in Erscheinung. 1926/27 war er Herausgeber der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Muttersprache (Zeitschrift)|Muttersprache]]&amp;#039;&amp;#039; und 1944 im Auftrag der Deutschen Akademie Mitherausgeber (mit Erich Gierach und [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]) des &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuchs der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Ferner gab er die Edition &amp;#039;&amp;#039;Der große Duden&amp;#039;&amp;#039; (Bibliographisches Institut) heraus. Er arbeitete u.&amp;amp;nbsp;a. am Deutschen Wörterbuch, am [[Der Große Brockhaus, 15. Auflage|Großen Brockhaus]], an Meyers kleines Lexikon, am Handbuch der neuzeitlichen Wehrwissenschaft, am Deutschen Kulturatlas, an der deutschen Sprache des Mittelalters, am [[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]] und der [[Neue Deutsche Biographie|Neuen Deutschen Biographie]] mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur kommt es bisweilen zu Verwechslungen mit dem [[Otto Basler (Literaturkritiker)|gleichnamigen]] Schweizer Literaturkritiker.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BirkenbertschMarkner3234&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Nachlass ==&lt;br /&gt;
Basler, evangelisch-lutherisch, war in erster Ehe (ab 1921) mit Hertha (1892–1947), geb. Reh, und in zweiter (ab 1952) mit Margarethe, geb. Neugebaur, verheiratet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt; Er war Vater von zwei Kindern; sein Sohn fiel 1945 an der Front.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IDS&amp;quot;/&amp;gt; Im Alter [[Erblindung|erblindete]] er zunehmend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil seines Nachlasses befindet sich im Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, wo ein &amp;#039;&amp;#039;Otto-Basler-Archiv&amp;#039;&amp;#039; entstand. Über 15.000 Bände sowie Handschriften und Gedrucktes wurden 1969/70 mit Unterstützung der [[VolkswagenStiftung]] erworben. Besonderen Wert hat die Wörterbuchsammlung Baslers, die zum Grundstock der lexikographischen Fachbibliothek gehört. Weitere Bestände zu Basler sind seit 1997 bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Basler war Träger folgender Auszeichnungen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiger93&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1914: [[Eisernes Kreuz]] II. Klasse&lt;br /&gt;
* 1916: Eisernes Kreuz I. Klasse&lt;br /&gt;
* 1916: Ritterkreuz II. Klasse des [[Orden vom Zähringer Löwen|Ordens vom Zähringer Löwen]] mit Schwertern&lt;br /&gt;
* 1918: [[Militärverdienstorden (Bayern)|Bayerisches Militärverdienstkreuz]] mit Schwertern&lt;br /&gt;
* 1918: [[Militärverdienstkreuz (Österreich)|Österreichisches Militärkreuz]] mit Schwertern&lt;br /&gt;
* 1945: [[Kriegsverdienstkreuz (1939)|Kriegsverdienstkreuz]] I. Klasse mit Schwertern vom [[Oberkommando des Heeres]] (für die Aufrechterhaltung des Betriebs der Bayrischen Armeebibliothek&amp;lt;ref name=&amp;quot;IDS&amp;quot;&amp;gt;[https://www1.ids-mannheim.de/lexik/fremdwort/hansschulzottobasler.html Hans Schulz und Otto Basler], [[Institut für Deutsche Sprache]], abgerufen am 24. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Altsächsisch. Helland, Genesis und kleinere Denkmäler. In erl. Textproben mit sprachlich-sachl. Einf.&amp;#039;&amp;#039; Wagner, Freiburg 1923.&lt;br /&gt;
* (Bearb. mit [[Waldemar Mühlner]]): &amp;#039;&amp;#039;Der Volks-Duden. Neues deutsches Wörterbuch. Nach den für das Deutsche Reich, Österreich und der Schweiz gültigen amtlichen Regeln&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut, Leipzig 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wehrwissenschaftliches Schrifttum im 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Mittler, Berlin 1933, [https://digitale-bibliothek-mv.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:9-g-5378379 Digitalisat].&lt;br /&gt;
* (Bearb. mit Waldemar Mühlner): &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Duden. Reichsschulwörterbuch der deutschen Rechtschreibung. Für die Volksschule&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut, Leipzig 1934.&lt;br /&gt;
* (Bearb./Mitw.): &amp;#039;&amp;#039;Der große Duden&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bände, Bibliographischen Instituts, Leipzig 1934/35.&lt;br /&gt;
* (Fortges.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Fremdwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;L–P&amp;#039;&amp;#039; und Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Q–R&amp;#039;&amp;#039;. Begründet von [[Hans Schulz (Germanist)|Hans Schulz]], de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1942/77.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Rechtschreibung. Regeln und Wörterverzeichnis&amp;#039;&amp;#039;. Leibniz-Verlag, München 1948. (14. Auflage, Oldenbourg, 1960)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lutz Röhrich]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam: Otto Basler zum Gedenken&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Freiburger Universitätsblätter]]&amp;#039;&amp;#039; 14 (1975), Nr. 49, S. 7–8.&lt;br /&gt;
* Lutz Röhrich: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Otto Basler (1892–1975)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Berichte zur Volkskunde in Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039; 3 (1977), S. 257–258.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3465016645|Seite=12}}&lt;br /&gt;
* Kerstin Steiger: &amp;#039;&amp;#039;Basler, Otto&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Christoph König (Germanist)|Christoph König]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Germanistenlexikon 1800–1950]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–G.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 93–95.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116079762}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000004834|Otto Basler||in &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 48/1981 vom 16. November 1981}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hdbg.eu/biografien/web/index.php/detail?uid=4312 Otto Basler] beim [[Haus der Bayerischen Geschichte]]&lt;br /&gt;
* [https://www1.ids-mannheim.de/lexik/fremdwort/hansschulzottobasler.html Hans Schulz und Otto Basler] beim [[Institut für Deutsche Sprache]]&lt;br /&gt;
* [https://www1.ids-mannheim.de/lexik/fremdwort/baslernachlass/ Otto-Basler-Archiv am Institut für Deutsche Sprache]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116079762|LCCN=n/84/94108|VIAF=129387}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Basler, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskundler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliotheksleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bayerische Staatsbibliothek)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Universitätsbibliothek Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (PTH Freising)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Ritter II. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberstleutnant (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Basler, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Basler, Otto Victor Emanuel (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist, Volkskundler und Bibliothekar&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Mai 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kitzingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Mai 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Polarlys</name></author>
	</entry>
</feed>