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	<title>Ottheinrich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ottheinrich&amp;diff=46704&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-12-01T10:10:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkungen hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Pfälzer Kurfürsten Ottheinrich. Zum auch Ottheinrich II. genannten Herzog von Pfalz-Sulzbach siehe [[Otto Heinrich (Pfalz-Sulzbach)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg Pencz 001.jpg|mini|[[Georg Pencz]], Porträt des Pfalzgrafen Ottheinrich, [[Eremitage (Sankt Petersburg)]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ottheinrich von der Pfalz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ottheinrich von Pfalz-Neuburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Heinrich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Ott Heinrich&amp;#039;&amp;#039;) – (* [[10. April]] [[1502]] in [[Amberg]]; † [[12. Februar]] [[1559]] in [[Heidelberg]]) aus der Familie der [[Wittelsbach]]er war [[Pfalzgraf]] von [[Pfalz-Neuburg]] ab dem 2. Juni 1522 und [[Kurpfalz|pfälzischer]] [[Kurfürst]] ab dem 26. Februar 1556 bis zu seinem Tod. Mit ihm starb die Ältere Kurlinie der Wittelsbacher aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ottheinrich führte 1557 den [[Protestantismus]] in der Kurpfalz ein, förderte die Wissenschaft und verpflichtete angehende Mediziner zum [[Sezieren]] von Leichen. Seine [[Bibliothek]], die [[Bibliotheca Palatina]], galt als eine der bedeutendsten seiner Zeit. Aufgrund seiner aufwändigen Lebensführung drohte Ottheinrich mehrfach der [[Bankrott]]. In der Pfalz regierte Ottheinrich nur drei Jahre. Am [[Heidelberger Schloss]] ließ er den nach ihm benannten [[Ottheinrichsbau]] errichten, der als herausragendes Beispiel deutscher [[Renaissance]]-Architektur gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Ottheinrichs Eltern waren [[Ruprecht von der Pfalz (Freising)|Ruprecht der Tugendhafte]] (1481–1504) und [[Elisabeth von Bayern (1478–1504)|Elisabeth von Bayern-Landshut]] (1478–1504), eine Tochter von [[Georg (Bayern)|Georg dem Reichen]] (1455–1503). Sein Großvater väterlicherseits war somit Kurfürst [[Philipp (Pfalz)|Philipp der Aufrichtige]] von der Pfalz. Am 30. Juli 1505 endete nach dem Tode seiner Eltern der [[Landshuter Erbfolgekrieg]] mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Kölner Schiedsspruch]]&amp;#039;&amp;#039; [[Römisch-deutscher König|König]] [[Maximilian I. (HRR)|Maximilians]] auf einem [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]] zu [[Köln]]. Die beiden [[Waise|verwaisten]] Enkel [[Herzog]] Georgs, Ottheinrich und [[Philipp (Pfalz-Neuburg)|Philipp]], erhielten die neu gebildete [[Pfalz-Neuburg|Junge Pfalz]], ein zersplittertes [[Fürstentum]] von der oberen [[Donau]] bis zur nördlichen [[Oberpfalz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
1518 nahm er am Reichstag in [[Augsburg]] teil. Nach dem Tod von [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian]] begleitete Ottheinrich seinen Onkel und Vormund Pfalzgraf [[Friedrich II. (Pfalz)|Friedrich]] 1519 nach [[Spanien]], um dem neugewählten deutschen [[König]] [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] die Wahlnachricht zu überbringen. Danach bereiste er [[Kastilien]], [[Krone von Aragonien|Aragon]], [[Burgund]] und die [[Spanische Niederlande|Spanischen Niederlande]]. Kurz nach seiner Rückkehr nach Deutschland brach Ottheinrich zu einer Reise in den Nahen Osten ins [[Heiliges Land|Heilige Land]] auf, über die er Tagebuch führte. Am 5. Juni 1521 brach er in [[Republik Venedig|Venedig]] auf und erreichte am 10. Juli 1521 auf dem Seeweg [[Jaffa]]. Ottheinrich und sein Gefolge besuchten die [[Wallfahrtsort|heiligen Stätten]] in [[Bethlehem]], am [[Jordan]], am [[See Genezareth]], in [[Jerusalem]] und auf dem [[Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]. In der [[Grabeskirche]] wurde Ottheinrich zum [[Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem|Ritter vom Heiligen Grab]] geschlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ritter&amp;quot;&amp;gt;Hans Jürgen Brandt: &amp;#039;&amp;#039;Jerusalem hat Freunde. München und der Ritterorden vom Heiligen Grab&amp;#039;&amp;#039;. EOS, Münsterschwarzach 2010, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 6. August 1521 traf die Reisegesellschaft wieder in Jaffa ein, um die Heimreise anzutreten, die sie am 16. Dezember 1521 beendeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ritter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regent in Pfalz-Neuburg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen der Herzöge Ottheinrich und Philipp von Bayern.png|mini|hochkant|Wappen der Herzöge Ottheinrich und Philipp von Bayern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juni 1522 wurden Ottheinrich und sein Bruder [[Philipp (Pfalz-Neuburg)|Philipp]] im [[Rittersaal]] der [[Burg]] [[Burglengenfeld]] anlässlich eines dort abgehaltenen [[Neuburg an der Donau|Neuburger]] Landtags für [[Volljährigkeit|großjährig]] erklärt. Ottheinrich übernahm daraufhin mit seinem Bruder Philipp die Regierung des 1505 infolge des [[Landshuter Erbfolgekrieg]]s gegründeten Fürstentums [[Pfalz-Neuburg]] (Junge Pfalz), das aber 1535 wieder unter ihnen aufgeteilt wurde. Er nannte sich nun Ottheinrich von Pfalz-Neuburg und baute in den Folgejahren die Burg Neuburg in ein [[Schloss Neuburg (Bayern)|Renaissance-Residenzschloss]] um – immer in dem Bemühen, mangelndes Standesprestige im eigenen Land sowie auf dem Parkett des fürstlichen [[Hoher Adel|Hochadels]] zu kompensieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ottheinrich beteiligte sich an einigen Kriegszügen, wie etwa der Fehde gegen [[Franz von Sickingen]] 1523 oder dem [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]] 1525. Auf Grund seiner aufwändigen Lebensführung drohte Ottheinrich schon bald der [[Bankrott]], den er durch ständig neue [[Kredit]]aufnahmen abzuwenden versuchte. In seinen Besitz kam auch ein [[Schuldschein]] aus dem Nachlass seiner Großmutter [[Hedwig Jagiellonica (1457–1502)|Hedwig]]. Dieser Schuldschein über 32.000 [[Rheinischer Gulden|Gulden]], ausgestellt von König [[Kasimir IV. Andreas|Kasimir IV. von Polen]] aus Anlass der Heirat seiner Tochter Hedwig mit [[Georg (Bayern)|Georg dem Reichen]], war vom polnischen Königshof jedoch nie ausgezahlt worden. Ottheinrich ließ Zins und Zinseszins errechnen und kam auf die stolze Summe von 200.000 Gulden, die ihm der polnische König schulde. So brach Ottheinrich am 27. November 1536 zu seinem Großonkel, dem polnischen König [[Sigismund I. (Polen)|Sigismund I.]] nach [[Krakau]] auf, wo er am 24. Dezember 1536 eintraf. Während der dreiwöchigen Verhandlungen konnte Ottheinrich zwar die Auszahlung des Schuldscheins erreichen, nicht jedoch die der Zinsen. Die Finanzkrise Ottheinrichs blieb also ungelöst.&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel Beham 001.jpg|mini|hochkant|links|[[Barthel Beham]]: Porträt des Pfalzgrafen Ottheinrich von 1535, [[Alte Pinakothek]], München ]]&lt;br /&gt;
Während seiner Polenreise ließ Ottheinrich fünfzig [[Aquarell|Aquarellansichten]] der besuchten Städte anfertigen, die überwiegend deren früheste heute erhaltenen Darstellungen sind (siehe auch: „&amp;#039;&amp;#039;[[Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich]]&amp;#039;&amp;#039;“.). Dieses lange verkannte Reisesouvenir Ottheinrichs brachte erstaunlich neue und moderne Bildmotive in die europäische Kunstgeschichte ein und wurde erst kürzlich in seiner kulturhistorischen Bedeutung erkannt und gewürdigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ottheinrich.info/index.html?routen/2/index.php?stadt=4&amp;amp;navid=1132 Reiseroute von Neuburg nach Krakau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1541 erhielt Ottheinrich von seinem Bruder Philipp dessen Landesteil mitsamt seinen Schulden zurück. Er führte am 22. Juni 1542, beeinflusst von dem [[Theologe]]n [[Andreas Osiander]], per Erlass die [[Protestantismus|protestantische]] [[Konfession]] in seinem Fürstentum ein. Die von seinem Vorgänger Friedrich II. begonnene Universitätsreform führte der überzeugte Anhänger [[Martin Luther|Luthers]] zu Ende (1558 erhielt die sich von einer päpstlichen zu einer lutherischen gewandelte [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberger Universität]] neue, von dem [[Philipp Melanchthon]] mitausgearbeitete, Satzungen und Statuten&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Heyers: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Georg Marius, genannt Mayer von Würzburg (1533–1606).&amp;#039;&amp;#039; (Zahn-)Medizinische Dissertation Würzburg 1957, S. 14 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ub.uni-heidelberg.de/ausstellungen/625jahre2011/exponate/sektion1/01_10.html &amp;#039;&amp;#039;Die grundlegende Universitätsreform von 1558&amp;#039;&amp;#039;] Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz: Entwurf zur Reformation der Universität, mit Randglossen u.&amp;amp;nbsp;a. von Philipp Melanchthon, Heidelberg 1557 UA Heidelberg, RA 223, Bl. 184v/185r&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seine 1543 fertiggestellte [[Schloss Neuburg (Bayern)#Schlosskapelle|Schlosskapelle in Neuburg]] gilt als erster Schlosskirchenbau für den protestantischen Ritus (die erste ev. Kirche wurde 1540 in Sankt [[Kirche St. Joachim und St. Anna (Jáchymov)|Joachimsthal]] errichtet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1544 beliefen sich Ottheinrichs Schulden auf über eine Million Gulden. Über 600 Gläubiger erschienen auf [[Schloss Neuburg (Bayern)|Schloss Neuburg]]. In den folgenden Verhandlungen übernahmen schließlich die [[Landstände]] die Schulden Ottheinrichs. Im Gegenzug übernahmen sie die Regierungsgewalt und verkauften zur Schuldendeckung Ottheinrichs Besitz. Im September 1546 wurde Neuburg schließlich von Truppen des Kaisers besetzt, da Ottheinrich im (begründeten) Verdacht stand, den [[Schmalkaldischer Bund|Schmalkaldischen Bund]] im Krieg gegen den Kaiser zu unterstützen. Ottheinrich wurde [[Reichsacht|gebannt und geächtet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ging zunächst zu seinem Onkel nach Heidelberg ins [[Exil]]. Später siedelte er nach [[Weinheim]] ins dortige [[Karmeliten|Karmeliterkloster]] um. Dort richtete er ein [[Alchemie|alchemistisches]] [[Labor]] ein, um [[Gold]] herzustellen und den [[Stein der Weisen]] zu finden. Ottheinrich begann wieder für seine Bibliothek zu [[sammeln]], deren alter Bestand in Neuburg für ihn verloren gegangen war. So schaffte er um 1548 die [[Bibliothek]] des [[Kloster Lorsch|Klosters Lorsch]] auf das [[Heidelberger Schloss]]. Auch gelang ihm der kostspielige Rückerwerb der 1539 bis 1546 in Neuburg von [[Christian de Roy]] gefertigten Wandteppiche, die im Wesentlichen dem Lob von Ottheinrichs Herrschaft hatten dienen sollen. Nach dem [[Fürstenaufstand]] 1552 und Abschluss des [[Passauer Vertrag]]s konnte Ottheinrich nach Neuburg zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurfürst ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seines Onkels Kurfürst [[Friedrich II. (Pfalz)|Friedrich II. von der Pfalz]] am 26. Februar 1556 konnte Ottheinrich endlich die lang angestrebte Herrschaft als Kurfürst der Pfalz antreten, auf die er aufgrund der Erbfolge auch Anspruch hatte. Gesundheitlich war der fast 200&amp;amp;nbsp;kg wiegende Ottheinrich zu diesem Zeitpunkt schon schwer angeschlagen. Als Kurfürst war er nun [[Erzamt|Erztruchsess]] des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation]] und einer der beiden [[Reichsvikar]]e bei [[Thronvakanz]]. 1557 erhielt [[Wolfgang (Pfalz-Zweibrücken)|Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken]] die [[Pfalz-Neuburg|Junge Pfalz]] gemäß den Bestimmungen des [[Heidelberger Sukzessionsvertrag]]s, der 1553 zwischen den verschiedenen Linien des Hauses [[Wittelsbach]] geschlossen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ottheinrich führte 1557 die [[Reformation]] nach [[Martin Luther|lutherischer]] Richtung in der Kurpfalz und ihren [[Kondominium|Kondominien]] ein. Er förderte auch die Wissenschaft und verpflichtete angehende Mediziner zum Sezieren von Leichen. Seine Bibliothek, die [[Bibliotheca Palatina]], galt als eine der bedeutendsten seiner Zeit. In der Wissenschaftlichen [[Stadtbibliothek Mainz]] und im [[Gutenberg-Museum]] konnten bisher 63 [[Inkunabel]]n und Drucke des 16. Jahrhunderts aus der Provenienz Ottheinrichs ermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Presser: &amp;#039;&amp;#039;Unbekannte Ottheinrich-Bände in Mainz&amp;#039;&amp;#039;, Gutenberg-Jahrbuch 30 (1955), S.&amp;amp;nbsp;281–290; Annelen Ottermann: Vier neue Ottheinrichbände in der Stadtbibliothek Mainz, Gutenberg-Jahrbuch 66 (1991), S. 344–350.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mainz steht damit nach Rom und München an dritter Stelle in der Rangliste der bestandshaltenden Bibliotheken mit [[Ottheinricheinband|Ottheinricheinbänden]]. 26 Bände befinden sich heute in der [[Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau|Staatlichen Bibliothek Neuburg an der Donau]]. Er ließ die berühmte [[Ottheinrich-Bibel]] 1530/32 illuminieren bzw. vervollständigen. Spezielle Exemplare von [[Ottheinricheinband|Bucheinbänden]] wurden in den Jahren von 1546 bis 1559 gefertigt. Nach ihm ist der bekannte, unter seiner Regierung errichtete [[Ottheinrichsbau]] des [[Heidelberger Schloss]]es benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ottheinrich starb schon im dritten Regierungsjahr als Kurfürst im Alter von 56 Jahren. Sein Grab in der [[Heiliggeistkirche (Heidelberg)|Heiliggeistkirche]] in Heidelberg wurde im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] 1693 geplündert und zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ottheinrich starb die auf [[Ludwig III. (Pfalz)|Ludwig III.]] zurückgehende Linie aus. Er wurde daher von [[Friedrich III. (Pfalz)|Friedrich von Pfalz-Simmern]] beerbt, der von Ludwigs Bruder [[Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken|Stefan]] abstammte und ihm in der Kurpfalz nachfolgte. Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken, der ja die Junge Pfalz mit Neuburg schon zuvor erhalten hatte, stammte ebenfalls von Stefan ab und wurde seinerseits zum Stammvater aller heute lebenden Wittelsbacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heirat ==&lt;br /&gt;
Ottheinrich heiratete am 16. Oktober 1529 in Neuburg an der Donau seine Cousine, die Witwe des [[Markgraf|Markgrafen]] [[Kasimir (Brandenburg-Kulmbach)|Kasimir von Brandenburg-Kulmbach]], Prinzessin [[Susanna von Bayern]] (1502–1543). Susanna war die Tochter des Herzogs [[Albrecht IV. (Bayern)|Albrecht IV. von Bayern-München]] und seiner Gattin, [[Erzherzog|Erzherzogin]] [[Kunigunde von Österreich]]. Die Ehe blieb kinderlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
Ottheinrich ist Namensgeber des [[Ottheinrich-Gymnasium Wiesloch|Ottheinrich-Gymnasiums]] in [[Wiesloch]] sowie der Ottheinrich-Medaille in seiner Residenzstadt [[Burglengenfeld]] und des [[Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder|VCP]]-Stammes Ottheinrich von der Pfalz in [[Ingelheim am Rhein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ottheinrich findet auch im [[Studentenlied|studentischen Liedgut]] Erwähnung. In „Heidelberg, du Jugendbronnen“ heißt es zu Beginn der dritten Strophe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Schäumend tosten hier die Becher,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;und Herrn Otto Heinrich galt’s&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;der berühmter noch als Zecher,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;denn als Graf der schönen Pfalz.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.mkv.at/?sys=website&amp;amp;seite=25&amp;amp;lied=126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ahnentafel ==&lt;br /&gt;
{{Stammbaum/Start |style=margin:1em;font-size:85%;}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |boxstyle=background:#ffdead;| UV1 |y| UM1 | | | UV2 |y| UM2 | | | UV4 |y| UM4 |UV1=[[Ludwig IV. (Pfalz)|Ludwig IV.]]&amp;lt;br /&amp;gt;Kurfürst von der Pfalz|UM1=[[Margarethe von Savoyen]]|UV2=[[Ludwig IX. (Bayern)|Ludwig der Reiche]]&amp;lt;br /&amp;gt;Herzog von Bayern-Landshut|UM2=[[Amalia von Sachsen (1436–1501)|Amalia von Sachsen]]|UV4=[[Kasimir IV. Andreas|Kasimir IV.]]&amp;lt;br /&amp;gt;König von Polen|UM4=[[Elisabeth von Habsburg]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |boxstyle=background:#ffdead;| | | |!| | | | | |,|-|-|^|-|-|.| | | | | |!| | | }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |boxstyle=background:#ffdead;| | | GV1 |~|y|~| GM1 | | | | GV2 |~|y|~| GM2 | | |GV1=[[Philipp (Pfalz)|Philipp der Aufrichtige]]&amp;lt;br /&amp;gt;Kurfürst von der Pfalz|GM1=[[Margarete von Bayern (1456–1501)|Margarete von Bayern-Landshut]]|GV2=[[Georg (Bayern)|Georg der Reiche]]&amp;lt;br /&amp;gt;Herzog von Bayern-Landshut|GM2=[[Hedwig Jagiellonica (1457–1502)|Hedwig von Polen]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |boxstyle=background:#ffdead;| | | | | | |!| | | | | | | | | | | |!| | | | | | }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |boxstyle=background:#ffdead;| | | | | | Vat |~|~|~|~|y|~|~|~|~| Mut | | | | | |Vat=[[Ruprecht von der Pfalz (Freising)|Ruprecht von der Pfalz]]|Mut=[[Elisabeth von Bayern (1478–1504)|Elisabeth von Bayern]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |boxstyle=background:#ffdead;| | | | | | | | | | | | |!| | | | | | | | | | | | }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |boxstyle=background:#ffaa00;| | | | | | | | | | | | akt | | | | | | | | | | | |akt=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ottheinrich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|655|656|Ottheinrich|Andreas Edel|118738712}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Ammerich]], [[Hartmut Harthausen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ottheinrich und die humanistische Kultur in der Pfalz&amp;#039;&amp;#039; (=  &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichung der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Speyer&amp;#039;&amp;#039;, Band 103). Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 2008, {{OCLC|230141256}}.&lt;br /&gt;
* Suzanne Bäumler; Evamaria Brockhoff und [[Michael Henker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Kaisers Gnaden. 500 Jahre Pfalz-Neuburg. Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2005 Neuburg an der Donau 3. Juni bis 16. Oktober 2005.&amp;#039;&amp;#039; Augsburg 2005.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Wolfgang Bergerhausen]]: &amp;#039;&amp;#039;„So ist uns … große Ehre und Willfährigkeit erzeigt worden“. Zur Geschichte Ottheinrichs von Pfalz-Neuburg (1502–1559).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 2003, S. 135–147.&lt;br /&gt;
* Claudia Fabian/Jürgen Schefzyk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ottheinrich-Bibel. Das erste illustrierte Neue Testament in deutscher Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Primus, Darmstadt 2008, ISBN 3-89678-391-2&lt;br /&gt;
* Fritz Grosse: &amp;#039;&amp;#039;Image der Macht. Das Bild hinter den Bildern bei Ottheinrich von der Pfalz (1502–1559)&amp;#039;&amp;#039;. Imhof, Petersberg 2003, ISBN 3-937251-17-0 (zugleich Diss., Halle/Wittenberg 2002).&lt;br /&gt;
* Barbara Kurze: &amp;#039;&amp;#039;Kurfürst Ott Heinrich. Politik und Religion in der Pfalz 1556–1559.&amp;#039;&amp;#039; Bertelsmann, Gütersloh 1956.&lt;br /&gt;
* Neuburg an der Donau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pfalzgraf Ottheinrich. Politik, Kunst und Wissenschaft im 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Pustet, Regensburg 2002, ISBN 3-7917-1802-9.&lt;br /&gt;
* [[Angelika Marsch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Reisebilder Pfalzgraf Ottheinrichs aus den Jahren 1536/37. Von seinem Ritt von Neuburg a.d. Donau über Prag nach Krakau und zurück über Breslau, Berlin, Wittenberg und Leipzig nach Neuburg&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände, Verlag Anton H. Konrad, Weißenhorn 2000, ISBN 3-87437-440-8.&lt;br /&gt;
* Angelika Marsch: &amp;#039;&amp;#039;Bilder und Dokumente zur Reise des Pfalzgrafen Ottheinrich nach Krakau und Berlin 1536/37.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 2003, S. 148–157.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Metzger: &amp;#039;&amp;#039;Die Bibliothek Ottheinrichs von der Pfalz und die [[Bibliotheca Palatina]]&amp;#039;&amp;#039;. In: Buch und Wissenschaft, Bd. 39 (2006), S. 73–96.&lt;br /&gt;
* Reise, Rast und Augenblick: mitteleuropäische Stadtansichten aus dem 16. Jahrhundert ; [Ausstellung der Universitätsbibliothek Würzburg im Martin-von-Wagner-Museum, Residenz, Südflügel ; im Rahmen der 600-Jahrfeier der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vom 1. Februar – 31. März 2002]. Röll, Dettelbach 2002, ISBN 3-89754-201-3.&lt;br /&gt;
* [[Alexander von Reitzenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp von Neuburg&amp;#039;&amp;#039;. In: Josef Heider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neuburg, die junge Pfalz und ihre Fürsten. Festschrift zur 450-Jahr-Feier der Gründung des Fürstentums Neuburg&amp;#039;&amp;#039;. Im Auftrag der Stadt Neuburg a.d. Donau 1955, S. 33–42.&lt;br /&gt;
* [[Folker Reichert]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reise des Pfalzgrafen Ottheinrich zum Heiligen Land 1521&amp;#039;&amp;#039;. Pustet, Regensburg 2005, ISBN 3-7917-1964-5 (Neuburger Kollektaneenblatt, 153).&lt;br /&gt;
* Klaus Reichold: &amp;#039;&amp;#039;Der Himmelsstürmer. Ottheinrich von Pfalz-Neuburg (1502–1559)&amp;#039;&amp;#039;. Pustet, Regensburg 2004, ISBN 3-7917-1911-4.&lt;br /&gt;
* {{ADB|24|713|719|Otto Heinrich|Robert Salzer|ADB:Ottheinrich}}&lt;br /&gt;
* Susanne Wagini: &amp;#039;&amp;#039;Ottheinrichs Porträtgalerie in der „Runden Stube“ des Schlosses Neuburg an der Donau&amp;#039;&amp;#039;. tuduv, München 1987, ISBN 3-88073-247-7 (Schriften aus dem Institut für Kunstgeschichte der Universität München, Bd. 20).&lt;br /&gt;
* [[Karl Schottenloher]]: &amp;#039;&amp;#039;Pfalzgraf Ottheinrich und das Buch.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 1927. [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/Schottenloher1927/0002/image,info Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [[Susanne Seitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp.&amp;#039;&amp;#039; Sutton, Erfurt 2010, ISBN 978-3-86680-712-9.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629231950/http://www.bautz.de/bbkl/o/ottheinrich_v_d_p.shtml |band=6|spalten=1348-1352|autor=[[Wolfgang Wüst]]|artikel=OTTHEINRICH von der Pfalz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Otto Henry, Elector Palatine|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ottheinrich.info/ Die Reise des Pfalzgrafen Ottheinrich 1536/37]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118738712}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118738712}}&lt;br /&gt;
* Heidelberger Geschichtsverein e.&amp;amp;nbsp;V. [http://www.s197410804.online.de/Literatur/litoth.htm Literatur zu Kurfürst Otto Heinrich von der Pfalz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.pfalzneuburg.hdbg.de/ Von Kaisers Gnaden. 500 Jahre Pfalz-Neuburg]&lt;br /&gt;
* [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg302 Hans Kilian: Zeichnungen von Kurfürst Ottheinrichs alchemistischem Laborinventar]&lt;br /&gt;
* [http://www.datenmatrix.de/cgi-local/hdbg-biographien/suche.cgi?templ=detail&amp;amp;action=detail&amp;amp;id=626 Biografie und Bildnis des Pfalzgrafen Ottheinrich, Herzog von Pfalz-Neuburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.ottheinrich-bibel.de/ Ausstellung der Ottheinrich-Bibel]&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kaps: &amp;#039;&amp;#039;Ottheinrich von Pfalz-Neuburg und die Reformation in seinem Fürstentum und in der Kurpfalz&amp;#039;&amp;#039; Neuburg (Donau) 2017 [https://www.pfalzneuburg.de/wp-content/uploads/2013/04/Ottheinrich2013.pdf Online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Friedrich II. (Pfalz)|Friedrich II.]]|NACHFOLGER=[[Friedrich III. (Pfalz)|Friedrich III.]]|AMT=[[Liste der Herrscher der Kurpfalz|Kurfürst von der Pfalz]]|ZEIT=1556–1559&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=Neugründung|NACHFOLGER2=[[Wolfgang (Pfalz-Zweibrücken)|Wolfgang]]|AMT2=[[Pfalz-Neuburg#Linie Pfalz-Zweibrücken (1557–1569/1808)|Herzog von Pfalz-Neuburg]]|ZEIT2=1505–1557}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118738712|LCCN=n87918003|VIAF=89670152}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Pfalz-Neuburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurfürst (Pfalz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erztruchsess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (bayerische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wittelsbacher (Ältere Linie Pfalz-Neuburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Universitätsbibliothek Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliophiler]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1502]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1559]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ottheinrich| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ottheinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Otto Heinrich von der Pfalz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Pfalzgraf von Pfalz-Neuburg, Kurfürst von der Pfalz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. April 1502&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Amberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Februar 1559&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephanderpfeifer</name></author>
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