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	<title>Ottenbach ZH - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Peteremueller: /* Bevölkerung */ akt.</title>
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		<updated>2026-03-31T06:59:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bevölkerung: &lt;/span&gt; akt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärung Schweizer Kanton|ZH|Zürich|Ottenbach}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Ottenbach&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Ottenbach 2007.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = CHE Ottenbach COA.svg&lt;br /&gt;
| BILD = Ottenbach03.JPG&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Reformierte Kirche, 1234 erwähnt&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Datei:CHE Bezirk Affoltern COA.svg|20px|klasse=noviewer]] [[Bezirk Affoltern|Affoltern]]&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Bezirk Affoltern&lt;br /&gt;
| BFS = 0011&lt;br /&gt;
| PLZ = 8913&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.281659&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 8.404164&lt;br /&gt;
| HÖHE = 409&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 4.98&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENTIN = Gabriela Noser Fanger&amp;lt;br /&amp;gt;([[Parteiloser|parteilos]])&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.ottenbach.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ottenbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[politische Gemeinde]] im [[Bezirk Affoltern]] (älter: &amp;#039;&amp;#039;Knonauer Amt&amp;#039;&amp;#039;, pop. &amp;#039;&amp;#039;Söiliamt&amp;#039;&amp;#039;) des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]] in der [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Ottenbach-Inlandflüge-LBS MH01-003427.tif|mini|Historisches Luftbild von [[Walter Mittelholzer]] (1923)]]&lt;br /&gt;
Ottenbach liegt im [[Reuss (Fluss)|Reusstal]]. Die Reuss bildet sowohl die westliche Gemeindegrenze als auch die Grenze zum [[Kanton Aargau]]. Die Gemeinde ist je 15 Kilometer (Luftdistanz) von [[Zürich]] und [[Zug (Stadt)|Zug]] entfernt. Die Nachbargemeinden sind [[Obfelden]], [[Affoltern am Albis]], [[Jonen]], [[Aristau]] und [[Merenschwand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf zieht sich in West-Ost-Richtung vom Reussufer mit {{Höhe|380|CH|link=true}} zum &amp;#039;&amp;#039;[[Isenberg (Ottenbach)|Isenberg]]&amp;#039;&amp;#039; auf {{Höhe|533|CH}} hinauf. Das Gemeindegebiet ist 501 [[Hektar]] gross, davon sind 52,7 % Landwirtschaftsfläche, 20,4 % bewaldet, 17,8 % Siedlungsfläche, 4,4 % Verkehrsfläche, 2,2 % Gewässer und 2,6 % unproduktive Fläche (Stand 2018).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.web.statistik.zh.ch/gpv2/?tab=indikatoren&amp;amp;jahr=2018&amp;amp;indikatoren=44,183,184,187,186,185,459&amp;amp;bfs=11 &amp;#039;&amp;#039;Gemeindeporträts. Ottenbach. Flächen.&amp;#039;&amp;#039;] Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das unter Naturschutz stehende Flussufer wird als Naherholungsgebiet genutzt. Neben der Reuss liegt das [[Naturschutzgebiet Bibelaas]]. Zum Gemeindegebiet gehört ausserdem der Weiler &amp;#039;&amp;#039;Rickenbach bei Ottenbach&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Von einer Besiedlung spätestens seit der [[Bronzezeit]] zeugen ein Grabhügel im Lanzen, ein vermuteter römischer Gutshof am Isenberg und ein Gräberfeld aus der [[Völkerwanderung]]szeit in der Steinern. Eine kontinuierliche Besiedlung innerhalb des heutigen Siedlungsgebiets besteht vermutlich seit der Völkerwanderungszeit mit drei [[Fronhof|Fronhöfen]]. Jede Familie in Ottenbach gehörte im [[Hochmittelalter]] einem dieser Fronhöfe an. Ottenbach wurde in einer Urkunde des [[Fürstabtei St. Gallen|Klosters St. Gallen]] vom 18. August 831 erstmals als &amp;#039;&amp;#039;Marcha Hotumbacharia&amp;#039;&amp;#039; (bedeutet: &amp;#039;&amp;#039;Ottenbacher March&amp;#039;&amp;#039;) erwähnt. Im [[Fränkisches Reich|Karolingerreich]] war es Grenzposten zwischen dem Thurgau (inklusive St.&amp;amp;nbsp;Gallen) und dem Aargau, was die Bezeichnung «Marcha» erklärt. Ansonsten sagt die Urkunde sehr wenig über das Dorf aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Schneider |Titel=Ottenbachs Bevölkerung im Wandel der Zeit |Datum=1986 |Ort=Ottenbach}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lautliche Gestalt der Erstnennung deutet darauf hin, dass der zu Grunde liegende Personenname kein männlicher &amp;#039;&amp;#039;Otto/Hotto&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ottun/Hottun&amp;#039;&amp;#039; war (was über [[althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Ottin bah&amp;#039;&amp;#039; ein umgelautetes &amp;#039;&amp;#039;Öttenbach&amp;#039;&amp;#039; bzw. über althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;Ottunes bah&amp;#039;&amp;#039; ein modernes &amp;#039;&amp;#039;Ottensbach&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ottesbach&amp;#039;&amp;#039; ergeben hätte), sondern eine weibliche &amp;#039;&amp;#039;Hotta&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Otta&amp;#039;&amp;#039; (althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;Hottun bah&amp;#039;&amp;#039;). Dies stellt in einer sonst sehr maskulinen Ortsnamenlandschaft eine bemerkenswerte Ausnahme dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Gut |Titel=Lunnern. Londons Zwilling im Reusstal. Eine sprach- und kulturgeschichtliche Verortung von Siedlungsnamen |Datum=2010 |Verlag=BoD |Ort=Norderstedt |ISBN=978-3-8370-8758-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochmittelalter ===&lt;br /&gt;
In den Jahren 1027 und 1028 schenkte Gräfin Ida von Habsburg dem [[Kloster Muri]] Besitzungen in Ottenbach. Im Jahr 1169 tauchte der Name &amp;#039;&amp;#039;Arnoldus de Ottonbac&amp;#039;&amp;#039; auf, 1255 Hottenbach und 1278 schliesslich Ottenbach. 1226 wurde der erste Pfarrer, 1234 die erste Kirche in Ottenbach erwähnt. Zwei Fronhöfe gelangten aus dem Besitz des Ritters Walther von Liela 1242 und des Edlen Johannes von [[Schnabelburg (Albis)|Schnabelburg]] 1267 in den Besitz des [[Kappel am Albis|Klosters Kappel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter und Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottenbach04.JPG|mini|Gasthof «Post» und Taverne «Engel», Weinschenke seit 1422]]&lt;br /&gt;
Das [[Dorf]] löste die Fronhöfe als Organisationseinheit ab und ermöglichte ein einheitliches Recht für alle Dorfbewohner. 1406 erwarb die Stadt Zürich die Vogtei Maschwanden. Ottenbach fiel damit in den Machtbereich der Stadt Zürich. 1485 wurde die heutige Kirche im spätgotischen Stil erweitert. Dabei sollen Steine eines römischen Isistempels auf dem Isenberg verwendet worden sein. Ab 1519 führte Pfarrer Johannes Klinger die Reformation in Ottenbach durch. Er fiel – wie [[Huldrych Zwingli|Zwingli]] – 1531 in der [[Zweiter Kappelerkrieg|Schlacht bei Kappel]]. Die erste Schule wurde 1593 von der Stadt Zürich gestiftet, 1661 wurde das erste Ottenbacher Schulhaus gebaut, das 1861–1933 als Armenhaus diente. 1689–1694 führte eine Hungerkrise zu grossen Bevölkerungsverlusten. Das Dorf wurde im 18. Jahrhundert mehrmals von schweren Bränden verwüstet. 1753 gab es einen grossen Dorfbrand, bei dem 22 Häuser und 16 Scheunen niederbrannten. Mit der Hungersnot von 1770–1792 setzte sich der Kartoffelanbau durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts begünstigten tiefe Einzugsgebühren für Neuzuzüger ein starkes Bevölkerungswachstum, die Zunahme der Bevölkerungsdichte sowie eine Verknappung der Landwirtschaftsfläche und die vermehrte Nachfrage für Textilien aus der Stadt die Ausbreitung textiler [[Verlagssystem|Heimindustrie]]. 1784 beschäftigte die Baumwollspinnerei 49 % der Bevölkerung (430 Personen, davon 287 ganzjährig). Die Abhängigkeit von der Heimarbeit führte nach dem Franzoseneinmarsch zu Arbeitslosigkeit, wovon auch die Halbbauern betroffen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1799 – während der [[Helvetische Republik|Helvetik]] – führten die französischen Besatzer in Ottenbach die [[politische Gemeinde]], die sogenannte Munizipalität, ein. Als Basis übernahmen sie – wie praktisch überall – den Umfang der Kirchgemeinde, die damals neben Ottenbach auch die fünf Zivilgemeinden &amp;#039;&amp;#039;ob dem Felde&amp;#039;&amp;#039; [[Bickwil]], Oberlunnern, Toussen, Unterlunnern und Wolsen umfasste. Die Bevölkerung identifizierte sich jedoch mit der Zivilgemeinde und nicht mit der Kirchgemeinde. Am 15. Februar 1847 trennten sich die fünf Zivilgemeinden &amp;#039;&amp;#039;ob dem Felde&amp;#039;&amp;#039; mit ihren 829 Einwohnern (1841) und den Schulgenossenschaften Lunnern und Toussen von Ottenbach und gründeten die neue Einheitsgemeinde [[Obfelden]]. Für die [[Stapfer-Enquête]] des helvetischen Erziehungsministers berichtete Schulmeister Bernhart Funck 1799 über den Zustand der Schule in Ottenbach.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stapferenquete.ch/db/transkriptions/view/1309 &amp;#039;&amp;#039;Ottenbach&amp;#039;&amp;#039;] auf &amp;#039;&amp;#039;stapferenquete.ch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottenbach ZH Jonenstr. 6 Chilehuus zweites Schulhaus 1835.JPG|mini|«Chilehuus», zweites Schulhaus von 1835]]&lt;br /&gt;
Das zweite Schulhaus («Chilehuus») wurde 1835 neben dem ersten gebaut. Ab 1837 wohnte und unterrichtete hier Schulmeister Hans Funk, während er im alten Schulhaus eine Kuh und zwei Geissen stehen hatte. 1841 besass die Zivilgemeinde Ottenbach 1130 Einwohner. Die Schulgenossenschaft mit dem Dorf Ottenbach und den Weilern Gässli, Gibel, Rickenbach und Steinhof führte zwei Klassen mit 96 Alltagsschülern, 77 Repetierschülern und 61 Singschülern. Das Gemeindeland umfasste rund 2100 [[Juchart]]en zu 36 Aren mit 37 % Äckern, 28 % Wiesen, 15 % Wald (Holzboden), 11 % Weiden, 3 % Reben und 1 % Streuland. Die meisten Einwohner waren in der Landwirtschaft beschäftigt, daneben gab es bis 70 Handwerker, bis 70 Weber und Weberinnen und 9 Näherinnen. Das Dorf hatte 101 Wohnhäuser, eine Taverne, zwei Mühlen, zwei Schmieden, eine Ziegel- und eine Sennhütte.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Neues Orts-Lexikon des Kantons Zürich.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Orell Füssli und Co., Zürich 1841 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10454677?q=ottenbach&amp;amp;page=200,201 online] auf [[Münchener Digitalisierungszentrum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts wanderten viele Bauern wegen des Berner Erbrechtes ([[Minorat]]) ins [[Bezirk Affoltern|Säuliamt]] aus, wo sie Höfe von Bauern kauften, die finanziell vor dem Ruin standen (&amp;#039;&amp;#039;verlumpet&amp;#039;&amp;#039; waren). Einige [[Gondiswil]]er Bauern zogen nach Ottenbach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichten&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ottenbacher Geschichte(-n): erzählt von Ottenbacherinnen und Ottenbachern in den Jahren 2009/2010.&amp;#039;&amp;#039; IG Ottenbacher Geschichten (Hrsg.), Verlag Schneider Communications Ottenbach 2013, ISBN 978-3-906068-02-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reussbrücke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottenbach01.jpg|mini|Bauvorbereitungen für die neue Reussbrücke von 1955, im Hintergrund die Brücke von 1864]]&lt;br /&gt;
Der Reussübergang bei Ottenbach bestand vor dem Bau der ersten Brücke aus einer Fährstelle (Fahr). In den Jahren 1725 und 1796 hatte sich die Gemeinde Ottenbach das Fährrecht gesichert, um die Gemeindegüter jenseits der Reuss (Wallikon) bewirtschaften zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Pestalozzi (Sappeur-Leutnant): [https://www.e-manuscripta.ch/doi/10.7891/e-manuscripta-15141 &amp;#039;&amp;#039;Reuss zwischen Lunnern und Ottenbach.&amp;#039;&amp;#039;] 5. November 1847 (Sonderbundskrieg), [[Zentralbibliothek Zürich]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Sonderbundskrieg]]es wurde im November 1847 eine militärische Schiffsbrücke ([[Pontonbrücke]]) erstellt, die von zwei [[Artillerie]]batterien und durch [[Schanze (Festungsbau)|Schanzen]] geschützt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Heinrich Denzler (Sapeur-Leutnant): [https://www.e-manuscripta.ch/doi/10.7891/e-manuscripta-7159 &amp;#039;&amp;#039;Situationsplan der Schiffbrücke &amp;amp; des Brückenkopfs beim Fahr Ottenbach, nebst Stellung der Artillerie.&amp;#039;&amp;#039;] 19. November 1847  (Sonderbundskrieg), Zentralbibliothek Zürich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Heinrich Denzler (Sapeur-Leutnant): [https://www.e-manuscripta.ch/doi/10.7891/e-manuscripta-7160 &amp;#039;&amp;#039;Verschanzungen im Sonderbundskrieg 1847. Brückenkopf bei Ottenbach.&amp;#039;&amp;#039;] November 1847, Zentralbibliothek Zürich.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Brücke wurde 1864 gebaut. Sie war mit der gleichzeitig gebauten leichten Brücke von Obfelden der einzige feste Reussübergang zwischen Bremgarten und Sins und der erste feste Übergang zwischen dem Freiamt und dem Knonauer Amt. Sie musste 1955 der heutigen Brücke weichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://dav0.bgdi.admin.ch/kogis_web/downloads/ivs/beschr/de/AG18660000.pdf |wayback=20150224123324 |text=&amp;#039;&amp;#039;Strecke AG 1866: Muri/Türmelen – Birri – Ottenbach; Fahr&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz]]&amp;#039;&amp;#039; (IVS). Stand Januar 1996 (PDF; 83&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://dav0.bgdi.admin.ch/kogis_web/downloads/ivs/beschr/fr/ZH11100000.pdf |wayback=20150224123430 |text=&amp;#039;&amp;#039;Strecke ZH 1110: Ottenbach – Muri/Türmelen.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz&amp;#039;&amp;#039; (IVS). Stand Februar 1996 (PDF; 18&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mühlen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottenbach Mühlen 1847.jpg|mini|Ottenbacher Mühlen 1847 unterhalb Mühleweiher und am Reusskanal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottenbach Gygerkarte 1667 Blatt 46 47.jpg|mini|«Neumülli» an der Reuss, Gygerkarte 1667]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rickenbach Mühlen 1847.jpg|mini|hochkant|Rickenbacher Mühlen 1847 mit Reuss (rechts)]]&lt;br /&gt;
Je eine Mühle in Ottenbach und Rickenbach wurden erstmals 1454 mit Hans Müller «ze Rüss» und 1461 mit dem Müller-Gut von Rickenbach in den Steuerlisten erwähnt. 1638 ersuchten der Ottenbacher Müller Heinrich Grob und die Zivilgemeinde Ottenbach bei den «gnädigen Herren» in Zürich um die Bewilligung für den Neubau einer zusätzlichen Mühle (neuer «malhufen» mit einem Mühl- und Bodenstein und einem Wasserrad) auf Gemeindeland an der Reuss (mit Kanal zur Mühle), weil die bestehende Mühle vom Mühleweier während trockenen Sommermonaten zu wenig Wasser erhalte, um alles Korn zu mahlen. Zur gleichen Zeit stellte der Müller Hans Wydler von Rickenbach mit den Zivilgemeinden Lunnern und Wolsen ein gleiches Begehren. Der Ottenbacher Müller mahlte das Korn des Ottenbacher Zehntbezirks und der Rickenbacher dasjenige der fünf Obfelder Weiler. 1645 wurde dem Ottenbacher Müller eine dritte, dem Rickenbacher eine vierte Mahlanlage mit Reusswasser bewilligt. Diese Regelung der Mühlerechte, ein obrigkeitliches Recht des Zürcher Rats, blieb bis ins 18. Jahrhundert unverändert bestehen. 1647 konnte die neue Ottenbacher Getreidemühle «Neumülli» an der Reuss fertiggestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zuerich-geschichte.info/ottenbach.php?shown_bez=Affoltern&amp;amp;shown_gem=Ottenbach Pergamenturkunde von 1647 über den Streit um umfassende Regelung der Wasserrechte.] In: &amp;#039;&amp;#039;Archivführer der Zürcher Gemeinden und Kirchgemeinden sowie der städtischen Vororte vor 1798.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mühle Rickenbach hatte drei Mahlhufen (Mahlgänge, Mahlhäuser), davon eines an der Reuss (alter Flusslauf, Kanal). Sie bestanden aus einer Relle (Rölli, Schälgang, Entspelzen), drei [[Handramme|Stampfen]] (Schrotgang), einer Haberthere (Haferdarre, Haferdörranlage) und einer Ölrybi (Reibmühle, Ölreibe). Bis 1886, als die Mühlen dem Fabrikgesetz unterstellt wurden, arbeitete man in den Mühlen Tag und Nacht und auch am Sonntag. 1906 wurde südlich der Mühle eine Maschinenbauwerkstätte angebaut, wo landwirtschaftliche Geräte und Maschinen sowie Wasserräder hergestellt wurden. 1941 wurde der zur Mühle gehörende Landwirtschaftsbetrieb mit dem Wohnhaus, dem ehemaligen Restaurant «Mühle», verkauft. 1958 wurde der Mühlebetrieb vom letzten Müller Gottlieb Spörri eingestellt. Kundschaft und Wasserrad gingen an die Mühle Obschlagen in Jonen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.squix.org/ottenbach/index.php?title=M%C3%BChlen_in_Ottenbach &amp;#039;&amp;#039;Mühle Rickenbach bei Ottenbach.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ottenbacher Chronik.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1836 baute der Ottenbacher Müller eine neue Wasserkraftanlage mit einem Kanal und einem Streichwehr in der Reuss, um das Wasser regulierter ableiten zu können. 1869 wurde die Mühle von der &amp;#039;&amp;#039;Mechanischen Seidenstoffweberei Zürich&amp;#039;&amp;#039; (Besitzer Bodmer und Hürlimann) gekauft, um sie bis 1871 zu einer Textilfabrik umzubauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Ottenbachs Bevölkerung im Wandel der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Ottenbach, April 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.squix.org/ottenbach/index.php?title=Weberei_Haas_-_Bodmer_-_Hürlimann#Eine_Mühle_im_17._Jahrhundert_an_der_Reuss_am_heutigen_Standort_des_historischen_Kleinkraftwerkes? &amp;#039;&amp;#039;Eine Mühle im 17. Jahrhundert an der Reuss am heutigen Standort des historischen Kleinkraftwerkes?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ottenbacher Chronik.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alte Geschlechter und Zunamen ==&lt;br /&gt;
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts hiessen die Mehrzahl der Ottenbacher Familien &amp;#039;&amp;#039;Berli, Gut, Häberling, Hegetschweiler, Hofstetter, Leutert, Sidler und Schneebeli&amp;#039;&amp;#039;. Auch die geläufigen Vornamen wiederholten sich oft. Es gab zwar Flurnamen, aber die meisten Strassen und Wege hatten keine Namen und die Gebäude nur ungeordnete [[Versicherung (Kollektiv)|Assekuranznummern]]. Man half sich deshalb mit Zunamen, um zu wissen, wer gemeint war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zunamen richteten sich nach dem Wohnort/Flurnamen (&amp;#039;&amp;#039;Gibel, Grund, Hobacher, Högerli, Lanzen, Marxen, Ölberg, Schüracher, Staubetenbaum, Steinhof, Steinern, Stüdler, Tobel&amp;#039;&amp;#039;), nach den Berufen (&amp;#039;&amp;#039;Chüefer, Chuttlemetzger, Deger/Apotheker, Exerzierers, Forschters, Füürhauptme, Sigristen, Gmeindschreiber, Rasierer, Haarschneider, Richters, Sagi, Sattler, Schmids, Schnider, Söihirte, Statthalter, Wirts&amp;#039;&amp;#039;) oder nach Vornamen/Namen eines Vorfahren (&amp;#039;&amp;#039;Bönis, Chäpper, Chueris, Fanis, Hans-Chaschpers, Hansuelis, Lieni, Melcher, Othlis, Ruedels, Salomons, Saltes, Sares, Töfels, Uechis, Ursis&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;In Silber ein stehender schwarzer Hahn mit rotem Kamm, roten Halslappen und Füssen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen stammt vermutlich von einem gleichnamigen Adelsgeschlecht und wurde erstmals 1493 in der Chronik von [[Gerold Edlibach]] erwähnt. Das Wappen ist auf einem [[Glasmalerei|Glasgemälde]] eines Kirchenfensters von 1551 festgehalten, das sich seit 1897 im [[Landesmuseum Zürich|Schweizerischen Landesmuseum]] in Zürich befindet. Seit 1928 ist der &amp;#039;&amp;#039;Ottenbacher Güggel&amp;#039;&amp;#039; das offizielle Gemeindewappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; float:right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungs&amp;amp;shy;entwicklung&amp;lt;ref&amp;gt;Quellen: 1650: [[Historisches Lexikon der Schweiz|HLS]], 1850–1960: [https://www.web.statistik.zh.ch/ogd/daten/ressourcen/KTZH_00000037_00001173.xls Eidgenössische Volkszählungen] (XLS; 927&amp;amp;nbsp;kB), danach: [https://www.web.statistik.zh.ch/gpv2/?tab=indikatoren&amp;amp;jahr=2022&amp;amp;indikatoren=133&amp;amp;bfs=11 &amp;#039;&amp;#039;Gemeindeporträts. Ottenbach. Bevölkerung (Personen).&amp;#039;&amp;#039;] Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1962–2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1650 || 320&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850 || 1169&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900 || 1107&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 || 971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000 || 2189&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 2227&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 2412&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 2566&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 2706&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022 || 2847&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024 || 2973&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Ottenbachs Einwohnerzahl betrug 2858 Personen im Dezember 2022. Der Ausländeranteil lag im Jahr 2022 bei 14,5 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.web.statistik.zh.ch/gpv2/?tab=indikatoren&amp;amp;jahr=2022&amp;amp;indikatoren=205&amp;amp;bfs=11 &amp;#039;&amp;#039;Gemeindeporträts. Ottenbach. Ausländeranteil.&amp;#039;&amp;#039;] Statistisches Amt des Kantons Zürich.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr bezeichneten sich 892 Personen als reformiert, 649 als katholisch, und 1306 hatten eine andere oder keine Konfession.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.web.statistik.zh.ch/gpv2/?tab=indikatoren&amp;amp;jahr=2022&amp;amp;indikatoren=405,406,408&amp;amp;bfs=11 &amp;#039;&amp;#039;Gemeindeporträts. Ottenbach. Konfession.&amp;#039;&amp;#039;] Statistisches Amt des Kantons Zürich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1900 und 1980 stieg die Einwohnerzahl lediglich von 1107 auf 1389 Personen, während sie im nachfolgenden Jahrzehnt auf 2038 (1990) anwuchs. Das starke Bevölkerungswachstum in den 1980er Jahren ging mit dem Bau vieler neuer [[Einfamilienhaus]]siedlungen vor allem im oberen Dorfteil einher. Ab 1990 stagnierte die Zahl bei gut 2000 Einwohnern. Seit 2005 steigt sie infolge erneut erhöhter Bautätigkeit wieder etwas an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Gemeindepräsident]]in ist Gabriela Noser Fanger ([[Parteiloser|parteilos]], Stand 2023).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ottenbach.ch/topics/politik/gemeinderat &amp;#039;&amp;#039;Gemeinderat.&amp;#039;&amp;#039;] Website der Gemeinde Ottenbach.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Schweizer Parlamentswahlen 2019|Nationalratswahl 2019]] erreichten die Parteien folgende Wähleranteile: [[Schweizerische Volkspartei|SVP]] 32,31 %, [[Grünliberale Partei|glp]] 16,84 %, [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]] 13,65 %, [[FDP.Die Liberalen|FDP]] 13,15 %, [[Grüne Partei der Schweiz|Grüne]] 10,71 %, [[Evangelische Volkspartei|EVP]] 3,95 %, [[Christlichdemokratische Volkspartei|CVP]] 3,56 %, [[Bürgerlich-Demokratische Partei|BDP]] 2,94 %, [[Eidgenössisch-Demokratische Union|EDU]] 1,48 % und andere (8) 1,41 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wahlen.zh.ch/wahlen2019/public/dist/index.html#/nrw/listen/Gemeinden/Parteien/11 |titel=Nationalratswahl 2019 |hrsg=Kanton Zürich |abruf=2020-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wähleranteile bei der [[Schweizer Parlamentswahlen 2023|Nationalratswahl 2023]]: SVP 34,88 % (+2,57 %), glp 15,81 % (−1,03 %), SP 13,46 % (−0,19 %), FDP 10,63 % (−2,52 %), [[Die Mitte]] 7,61 % (+1,11 %), Grüne 7,43 % (−3,28 %), EVP 3,90 % (−0,04 %), Aufrecht Zürich 1,81 %, EDU 1,60 % (+0,11 %), Mass-Voll! 0,94 %, andere (10) 1,92 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://app.statistik.zh.ch/wahlen_abstimmungen/prod/Actual/Det/0_0_20231022/247586 &amp;#039;&amp;#039;Nationalratswahl 2023.&amp;#039;&amp;#039;] Kanton Zürich. 25. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Ottenbach ist eine typische [[Pendlergemeinde|Wohngemeinde]]. Von den 891 Wohnungen 2003 waren 53,08 % in Einfamilienhäusern untergebracht. Dies ist der höchste Anteil im Bezirk Affoltern. 76 % der Erwerbstätigen arbeiten ausserhalb der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ottenbach war während Jahrhunderten ein Bauerndorf, das von Viehzucht, Acker- und Obstbau (früher auch Rebbau) lebte. Im 19. Jahrhundert kam die Textilindustrie dazu. 1869–1871 wurde am Reusskanal an der Stelle der Mühle eine Seidenweberei gebaut. Die Wasserkraftanlage der Mühle wurde für die Textilfabrik gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1920 gab es folgende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe: zwei Metzgereien, eine Kuttlerei, drei Bäckereien, drei Spezereiläden, drei Schuhmacher, zwei Schmiedmeister, drei Schlossermeister, zwei Zimmermeister, drei Schreinermeister, zwei Wagner und Küfer, zwei Herrenschneidereien, zwei vollamtliche Nachtwächter mit Hunden, drei Coiffeure, zwei Uhrenmacher, einen Feldmauser&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.srf.ch/play/tv/antenne/video/der-letzte-seines-berufs?urn=urn:srf:video:ce5be311-c4c8-4602-bb81-fe4e0676c5d4 &amp;#039;&amp;#039;Der letzte seines Berufes.&amp;#039;&amp;#039;] [[Schweizer Fernsehen]], 9. August 1967 (Video; 3:59&amp;amp;nbsp;min).&amp;lt;/ref&amp;gt;, einen Dorfweibel, einen Briefträger und einen Hilfsbriefträger, einen Laden zum Verkauf von Glühbirnen, einen Laden mit Salzregal, zwei Tuchläden, einen [[Betreibung]]sbeamten im Nebenamt und einen Sigristen im Nebenamt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit der aufkommenden Motorisierung verschwanden viele Gewerbebetriebe. In den 1950er- und 1960er-Jahren existierten unter anderen noch jeweils ein Schmied, Sattler, Schreiner, Zimmermann, Wagner, Küfer und Klauenschneider auf [[Stör (Handwerk)|Stör]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1950 bis 1994 züchtete Edi Rodel im «Zwinger Säuliamt» Bernhardinerhunde. Mit bis zu 130 Hunden galt er als eine der weltweit grössten Bernhardinerzuchten. In dieser Zeit verkaufte Rodel rund 3000 Bernhardiner in 55 Länder. Der ehemalige Bauernsohn und Metzger gewann mit seinen Hunden rund 45 internationale Zuchtgruppensiege.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.squix.org/ottenbach/index.php?title=Bernhardinerzucht_Edi_Rodel_Ottenbach &amp;#039;&amp;#039;Bernhardinerzucht Edi Rodel Ottenbach.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ottenbacher Chronik.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bernhardinerzucht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anzeiger Bezirk Affoltern.&amp;#039;&amp;#039; 17. Juli 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute stillgelegte Seidenweberei Haas beherbergt das Warenhaus [[Haas Shopping]]. Insgesamt existieren 113 Arbeitsstätten in Ottenbach.&lt;br /&gt;
Im Dorf gibt es einen Kindergarten und eine [[Primarschule]]; die [[Oberstufenschule]] besuchen die Schüler in Obfelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Ottenbach liegt an der Kreuzung der Verbindungsstrassen [[Muri AG]] – [[Affoltern am Albis]] und [[Bremgarten AG]] – [[Mettmenstetten]]. Die Gemeinde hat keinen direkten Anschluss an die [[S-Bahn Zürich]], ist jedoch mit Busverbindungen zum Bahnhof Affoltern a.&amp;amp;nbsp;A. und bis nach Zürich-[[Wiedikon]] erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Eröffnung der Nationalstrasse [[A4 (Schweiz)|A4]] durchs [[Bezirk Affoltern|Knonauer Amt]] und dem Bau des [[Uetlibergtunnel]]s hat die Gemeinde an Attraktivität gewonnen. Da jedoch die durch Ottenbach führende Strasse als Zubringer zur A4 diente, nahm auch der Verkehr im Dorf stark zu. Deshalb plante man eine Umfahrungsstrasse für Ottenbach und Obfelden. Dabei kam es zu Kontroversen, als der Zürcher Regierungsrat den Bau der Strasse im Mai 2007 aus Gründen des Landschaftsschutzes zuerst nicht bewilligen wollte. Im Dezember 2007 korrigierte er seinen Entscheid. Am 23. September 2012 nahm die Stimmbevölkerung des Kantons Zürich die Umfahrungsstrasse/A4-Zubringer Obfelden/Ottenbach mit 62,6 % Ja-Stimmen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.tba.zh.ch/internet/baudirektion/tba/de/verkehrswege/grossvorhaben/autobahnzubringer_obfelden_ottenbach/_jcr_content/contentPar/downloadlist/downloaditems/das_projekt_im_detai.spooler.download.1414672186991.pdf/Autobahnzubringer_Obfelden_Ottenbach.pdf |wayback=20150222125130 |text=&amp;#039;&amp;#039;Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach. Projektstand Oktober 2014&amp;#039;&amp;#039;}}. Baudirektion des Kantons Zürich (PDF; 14,0&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; 2020 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, Anfang Juni 2023 wurde die Umfahrungsstrasse dem Verkehr übergeben. Sie entlastet Ottenbach und Obfelden vom Durchgangsverkehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zh.ch/de/planen-bauen/tiefbau/baustellen/strassenprojekt-obfelden-ottenbach.html |titel=Obfelden/Ottenbach |hrsg=Kanton Zürich |datum=Juli 2023 |abruf=2023-09-12 |kommentar=Strassenprojekt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten, Brauchtum und lokale Spezialitäten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Ottenbach}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottenbach Spräggele.JPG|mini|Spräggele]]&lt;br /&gt;
Zu den Wahrzeichen von Ottenbach gehört neben der Kirche der markante Riegelbau des Gasthofs «Engel», der seit 1422 über das Weinschenke- und seit 1626 über das [[ehaft]]e [[Tafernwirtschaft|Tavernenrecht]] verfügte. Als letztes Kraftwerk seiner Art im Kanton Zürich ist das historische [[Kleinkraftwerk Ottenbach]] im Originalzustand von 1920 erhalten und betriebsfähig und kann besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorfbrauch &amp;#039;&amp;#039;Spräggele&amp;#039;&amp;#039; entstand im 18. Jahrhundert in der stark von der Heimarbeit geprägten Region, wird heute aber nur noch in Ottenbach gefeiert. In der sogenannten «Durchspinn-Nacht» vor Weihnachten, wenn die armen Familien den Einkommensverlust während der mit Arbeitsverbot belegten Feiertage kompensierten, erschien eine Spräggele, damals meist eine alte Frau, um die Kinder zu kontrollieren, ob sie fleissig arbeiteten. Die Spräggele sollte als Schreckgestalt die Arbeitsmoral der Kinder hochhalten und ihnen helfen, die Müdigkeit zu bekämpfen. Heute verkleiden sich vorab junge Männer als Spräggele, und zwar jeweils am ersten und zweiten Freitag im Dezember.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bernhard Schneider (Historiker)|Bernhard Schneider]], Salomon Schneider, Erika Schmid (Gestaltung) |Titel=Ottenbach erzählt. Die jüngere Geschichte und Gegenwart der Gemeinde |Datum=2014 |Verlag=Schneider Communications |Ort=Ottenbach |ISBN=978-3-906068-03-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Ottenbacher Schellerbirne]]&amp;#039;&amp;#039; ist eine ortstypische Birnensorte, die hier im 18. Jahrhundert entdeckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Bodmer (Historiker)|Walter Bodmer]] (1896–1989), Industrieller und Pionier als Wirtschaftshistoriker&lt;br /&gt;
* [[George Gessler]] (1924–2012), Künstler, ab 1970 hier arbeitend, auch hier verstorben&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Schneider |Titel=George Gessler. Ein Leben in Bildern |Datum=2009 |Verlag=Schneider Communications |Ort=Ottenbach |ISBN=978-3-9523203-4-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Erwin Hürlimann]] (1880–1968), Generaldirektor und Verwaltungsratspräsident der [[Swiss Re|Schweizerischen Rückversicherungsanstalt]]&lt;br /&gt;
* [[Hans Oeschger]] (1927–1998), Physiker und Klimaforscher&lt;br /&gt;
* [[Nora Osagiobare]] (* 1992), Schriftstellerin &lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schneebeli]] (1849–1890), Physiker und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Schneider (Historiker)|Bernhard Schneider]], Salomon Schneider, Erika Schmid (Gestaltung): &amp;#039;&amp;#039;Ottenbach erzählt. Die jüngere Geschichte und Gegenwart der Gemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schneider Communications Ottenbach, September 2014, ISBN 978-3-906068-03-9.&lt;br /&gt;
* IG Ottenbacher Geschichte(n), Fridolin Egger: &amp;#039;&amp;#039;Ottenbacher Geschichte(n), mit einem Anhang zu Namen und Orten in Ottenbach.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schneider Communications Ottenbach, 2013, ISBN 978-3-906068-02-2.&lt;br /&gt;
* Bernhard Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Ottenbachs Bevölkerung im Wandel der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Ottenbach, April 1986.&lt;br /&gt;
* Paul Kläui et al.: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Gemeinde Obfelden. Festschrift zum hundertjährigen Bestehen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Gemeindeverein Obfelden. Affoltern am Albis 1947.&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Ottenbach&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Die Kunstdenkmäler der Schweiz]].&amp;#039;&amp;#039; Band 7). Hrsg. von der [[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]] (GSK). Bern 1938, {{DNB|365803030}}, S. 133–136 ([https://ekds.ch/library/book:007 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Obfelden. Gedenkschrift zum 50-jährigen Bestand der Gemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1897 (bekannt als «Altes Obfelderbuch»).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ottenbach.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Ottenbach]&lt;br /&gt;
* [https://www.web.statistik.zh.ch/gpv2/?tab=indikatoren&amp;amp;jahr=0&amp;amp;indikatoren=&amp;amp;bfs=11 Statistische Daten der Gemeinde Ottenbach]&lt;br /&gt;
* {{HLS|11|Ottenbach|Autor=Martin Illi}}&lt;br /&gt;
* {{dmoz|World/Deutsch/Regional/Europa/Schweiz/Zürich/Gemeinden/Ottenbach/|Ottenbach}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.denkmalpflege.zh.ch/internet/bd/arv/kdp/de/Ottenbach.html |wayback=20070719060729 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Turbinenanlage Ottenbach als Museumskraftwerk: Ein Stück Ämtler Industriegeschichte&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* Peter Eichhorn: [http://www.squix.org/ottenbach/index.php?title=Hauptseite &amp;#039;&amp;#039;Geschichten und Begebenheiten der Gemeinde Ottenbach und Umgebung&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Affoltern}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4535803-5|VIAF=24145304805778610613}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ottenbach ZH| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 831]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Peteremueller</name></author>
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