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	<title>Othmar Wundsam - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:28:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Othmar_Wundsam&amp;diff=1954718&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-18T01:51:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Othmar „Otto“ Wundsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Oktober]] [[1922]] in [[Wien]]; † [[27. Dezember]] [[2014]] ebenda) war ein österreichischer [[Zeitzeuge]] der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]]. Er war am [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]] beteiligt und überlebte die Inhaftierung in mehreren [[Konzentrationslager]]n sowie einen [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]]. Später war er bei der Weitergabe der Erinnerung an den [[Nationalsozialismus]] an die nächste Generation engagiert. Außerdem betätigte er sich als [[Künstler]], wobei er sich insbesondere mit seinen Erlebnissen aus dem Krieg und der KZ-Haft auseinandersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend, Berufsausbildung ===&lt;br /&gt;
Othmar Wundsam stammte aus einer Arbeiterfamilie und wuchs im „[[Rotes Wien|roten Wien]]“ in ärmlichen Verhältnissen auf. Im Alter von zwei Jahren kam er mit seinen Eltern und seiner zwei Jahre älteren Schwester [[Hilde Zimmermann|Hilde]] in das dörflich strukturierte [[Kagran]], das damals zum 21.&amp;amp;nbsp;Wiener Gemeindebezirk [[Floridsdorf]] gehörte (heute überwiegend zum 22.&amp;amp;nbsp;Wiener Gemeindebezirk [[Donaustadt]]). Er lebte zunächst zusammen mit seiner Familie bei seinen Großeltern, die dort ein preiswertes Grundstück zur Bebauung in Eigenleistung erworben hatten. Später bekamen seine Eltern in Kagran eine Wohnung in einem [[Gemeindebau]]. Seine Eltern waren beide aktive [[Sozialdemokratie#Österreich|Sozialdemokraten]]; seine Mutter arbeitete im Bildungsreferat der [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] (SDAP), und sein Vater war als [[Eisenbahn]]er ebenfalls überzeugter Sozialdemokrat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2001&amp;quot;&amp;gt;Brigitte Halbmayr: &amp;#039;&amp;#039;„Die erste Prägung war also: Kein Krieg!“ Hilde Zimmermann (geborene Wundsam).&amp;#039;&amp;#039; In: Helga Amesberger u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Lebensgeschichten&amp;#039;&amp;#039;. Wien 2001, S.&amp;amp;nbsp;257–263.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-00805, Wien, Februarkämpfe, Bundesheer 3.jpg|mini|Soldaten des Bundesheeres während der [[Österreichischer Bürgerkrieg|Februarkämpfe 1934]] vor der Staatsoper in Wien]]&lt;br /&gt;
Bis 1934 verbrachte Othmar Wundsam zusammen mit seiner Schwester viel Zeit bei den [[Kinderfreunde Österreich|Kinderfreunden]] als auch den [[Rote Falken|Roten Falken]]. Seine Eltern wurden dann arbeitslos und waren am [[Österreichischer Bürgerkrieg|Österreichischen Bürgerkrieg]] im Februar 1934 zwischen der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei mit deren [[Republikanischer Schutzbund|Schutzbund]] und dem [[Austrofaschismus|austrofaschistischen]] [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaat]] mit dessen [[Bundesheer (1. Republik)|Bundesheer]] und [[Heimwehr]] aktiv beteiligt: Sein Vater war beim Schutzbund und wurde als [[Sanitäter]] in Floridsdorf eingesetzt, seine Mutter versorgte verwundete [[Straßenbahn]]er. Die Gemeindebauten in Kagran wurden wie in vielen anderen Orten als „rote Festungen“ beschossen, und die Familie verlor durch Beschlagnahmung einen Großteil ihres Hab und Gutes. Seine Eltern wurden verhaftet, seine Mutter kam für zwei Monate ins [[Justizanstalt|Gefängnis]], der Vater für sechs Monate in das [[Anhaltelager Wöllersdorf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2001&amp;quot; /&amp;gt; Der 12-Jährige und seine 14-jährige Schwester blieben alleine zurück und wurden durch internationale Hilfsaktionen versorgt, wie von den [[Quäkertum|Quäkern]] und der [[Internationale Rote Hilfe|Roten Hilfe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Horsky&amp;quot;&amp;gt;Monika Horsky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Man muss darüber reden. Schüler fragen KZ-Häftlinge&amp;#039;&amp;#039;. Ephelant-Verlag, Wien 1988 (=&amp;amp;nbsp;Band&amp;amp;nbsp;2 von &amp;#039;&amp;#039;Dokumente, Berichte, Analysen&amp;#039;&amp;#039;), ISBN 3-900766-01-0, S.&amp;amp;nbsp;209: &amp;#039;&amp;#039;Biographien&amp;#039;&amp;#039;. (Kurzbiografie von Hilde Zimmermann).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1972-028-14, Anschluss Österreich retouched.jpg|mini|Nach dem „Anschluss“ Österreichs: [[Adolf Hitler]]s Wagenkolonne am Wiener Praterstern (15.&amp;amp;nbsp;März 1938)]]&lt;br /&gt;
Die Ehe seiner Eltern wurde 1936 geschieden. Seit dem Verbot der Roten Falken 1934 trafen sich die Jugendlichen weiterhin und nannten sich &amp;#039;&amp;#039;Junguranier&amp;#039;&amp;#039;. Um eine spätere Berufsanstellung zu erleichtern, legte Othmar Wundsam ein katholisches Religionsbekenntnis ab, wobei er sich für die [[Altkatholische Kirche Österreichs|Altkatholische Kirche]] entschied. Nach dem „[[Anschluss Österreichs|Anschluss]]“ Österreichs an das [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] im März 1938 wurde der Austrofaschismus durch den [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] abgelöst. Wundsam wurde Mitglied der [[Kommunistische Partei Österreichs|Kommunistischen Partei]] (KPÖ) und beteiligte sich an illegalen Aktionen gegen das NS-Regime. Nach Schulabschluss begann er eine Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten. 1939 wurden er und seine Schwester verhaftet, nachdem die Polizei bei einer Hausdurchsuchung ein [[Flugblatt]] mit [[Kommunismus|kommunistischen]] Parolen gefunden hatte. Wie von den Geschwistern verabredet, übernahm er als damals 17-Jähriger die Verantwortung und wurde für neun Monate eingesperrt, während seine Schwester nach acht Tagen wieder freikam. Aus dem Gefängnis kehrte er mit einer [[Lungenentzündung]] nach Hause zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2001&amp;quot; /&amp;gt; Nach seiner Haftentlassung setzte er seine Ausbildung fort und schloss diese 1941 ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirkszeitung&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Robert Eichet, Claudia Rois |url=http://donaustadt.gruene.at/uploads/media/dbz_Teil_5_1415-52008.pdf |titel=Othmar Wundsam |werk=Donaustadt 1938–1945 |hrsg=Donaustädter Bezirkszeitung |seiten=14 |format=PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-bot=2019-05-05 15:44:28 InternetArchiveBot |abruf=2010-04-19 |kommentar=Nr.&amp;amp;nbsp;5/2008}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegszeit, Verhaftung und Verurteilung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-031-2436-03A, Russland, Hinrichtung von Partisanen-2.jpg|mini|links|Hinrichtung von [[Partisan]]en durch deutsche Soldaten (hier 1943 in der Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde Othmar Wundsam unmittelbar nach Abschluss seiner Lehre 1941 zur [[Wehrmacht]] eingezogen und als [[Funktechnik|Funker]] eingesetzt. Seine bei der Mutter in Kagran lebende Schwester Hilde, die seit 1941 [[Bildhauerei]] an der [[Wiener Frauenakademie]] studierte, beteiligte sich weiterhin an illegalen Aktionen, agierte aber insbesondere seit der Verhaftung im Jahr 1939 vorsichtiger. Wundsam erlebte als [[Soldat]] die Gräuel des Krieges in Osteuropa, worüber er bei [[Fronturlaub]]en auch mit seiner Schwester sprach und ihr unter anderem berichtete, dass „die Deutschen, wenn sie [[Partisan]]en erwischen, auch die Frauen [[Erhängen|aufhängen]]“. Seine Schwester fühlte sich angesichts der Schilderungen zum Handeln verpflichtet und nahm daher Kontakt zu Personen auf, die im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus#Widerstand in Österreich|organisierten Widerstand]] tätig waren. So organisierte sie Anfang Januar 1944 den Unterschlupf für einen aus Bayern stammenden [[NKWD]]-[[Fallschirmspringen|Fallschirmagenten]], der, über [[England]] aus der [[Sowjetunion]] kommend, zusammen mit einem weiteren Agenten den Widerstand in Österreich unterstützen und vernetzen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;filmvideo.at&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Vrääth Öhner |url=http://www.filmvideo.at/filmdb_display.php?id=1812&amp;amp;len=de |titel=Dagegen muss ich etwas tun. Portrait der Widerstandskämpferin Hilde Zimmermann |werk=Film and Video Database |hrsg=Austrian Independent (www.filmvideo.at) |datum=2010-01-13 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111008201959/http://www.filmvideo.at/filmdb_display.php?id=1812&amp;amp;len=de |archiv-datum=2011-10-08 |abruf=2010-04-18 |kommentar=Kurzbeschreibung und filmtechnische Angaben}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2009&amp;quot;&amp;gt;Brigitte Halbmayr: &amp;#039;&amp;#039;„Das war eine Selbstverständlichkeit, dass wir da geholfen haben.“ Die Fallschirmagenten Albert Huttary und Josef Zettler und ihre UnterstützerInnen – ein Fallbeispiel.&amp;#039;&amp;#039; In: Christine Schindler (Red.), Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwerpunkt: Bewaffneter Widerstand – Widerstand im Militär&amp;#039;&amp;#039;. Münster 2009, S.&amp;amp;nbsp;176–204.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/josef-zettler Biographie von Josef Zettler im Handbuch &amp;#039;&amp;#039;Wer war wer in der DDR?&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Othmar Wundsams Schwester Hilde und seine Mutter Anna Wundsam übernahmen gemeinsam mit Hildes Freundin Pauline Hochmeister (später nach Heirat &amp;#039;&amp;#039;Pauline Leibel&amp;#039;&amp;#039;) und deren Mutter Gisela Hochmeister die Aufgabe, den Agenten abwechselnd in ihren Wohnungen zu verstecken. Seine Schwester war mit der früheren Nachbarstochter aus Kagran seit frühesten Jahren befreundet, wie auch die Eltern waren die beiden jungen Frauen durch ihre politischen Überzeugungen – die auch Othmar Wundsam teilte – eng verbunden. Der aus Bayern stammende [[NKWD]]-Agent, [[Josef Zettler (Kommunist)|Josef Zettler]] („Sepp“), kam zunächst bei der in Wien-[[Stadlau]] wohnenden Familie Hochmeister unter, dann bei Mutter und Tochter Wundsam. Als die Frauen vor einem [[Spitzel]] gewarnt wurden, war es bereits zu spät und alle Beteiligten wurden am 30.&amp;amp;nbsp;März 1944 verhaftet. Auch Othmar Wundsam, der gerade Heimaturlaub hatte und die illegale Unterbringung des Agenten deckte, wurde festgenommen. Zettler wurde bei der Familie Wundsam aus dem Bett heraus verhaftet und dabei brutal behandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unmittelbar Beteiligten kamen in [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Haft und wurden in der Folge in der Wiener [[Geheime Staatspolizei#Staatspolizeileitstelle Wien|Staatspolizeileitstelle]], die im vormaligen Hotel Metropol am Morzinplatz untergebracht war, mehrmals verhört. Die Frauen versuchten, mit einer vorher verabredeten Geschichte ihre Tat herunterzuspielen, mussten jedoch bald erkennen, dass die Gestapo ihnen schon länger auf der Spur war und von dem Agenten und dessen Mission wusste. So wurden auch der zusammen mit Zettler in Wien eingesetzte, weitere Fallschirmagent [[Albert Huttary]] und dessen Unterstützer am gleichen Tage verhaftet. Zettler und Huttary wurden durch körperliche Misshandlungen und Drohungen dazu gezwungen, zum Schein Funkkontakte mit ihren Verbindungsstellen aufzunehmen. Die Frauen blieben von Gewaltanwendungen seitens der Wiener Gestapo weitgehend verschont. Othmar Wundsam kam als Wehrmachtsangehöriger in [[Untersuchungshaft]] und wurde nach mehrmonatiger Verhandlung im Oktober 1944 von einem [[Militärgericht]] wegen „kriegsverräterischer Beihilfe zur Feindbegünstigung“ zu zehn Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt, die er nach dem Krieg abzusitzen hätte. Außerdem wurde er für vorerst „wehrunwürdig“ erklärt und der Gestapo unterstellt, die ihn in der Folge in verschiedene [[Konzentrationslager]] deportierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &amp;#039;&amp;#039;Zum weiteren Schicksal der vier Frauen, Hilde und Anna Wundsam sowie Pauline und Gisela Hochmeister, sowie von Josef Zettler, die alle die Haft- und Kriegszeit überlebten, siehe das Kapitel: [[#Das weitere Schicksal der Frauen und von Josef Zettler|Das weitere Schicksal der Frauen und von Josef Zettler]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== KZ-Häftling und Todesmarsch ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mauthausen-survivors-2-sq.jpg|mini|links|Überlebende des [[KZ Mauthausen|KZs Mauthausen]], kurz nach der Befreiung im Mai 1945]]&lt;br /&gt;
Othmar Wundsam kam kurz nach der Urteilsbegründung im Oktober 1944 zunächst in das bei [[Weimar]] gelegene [[KZ Buchenwald]], das als Arbeitslager betrieben wurde. Von dort wurde er in das vormalige Außenlager des KZs Buchenwald, das [[KZ Mittelbau-Dora|Konzentrationslager Mittelbau]] bei [[Nordhausen]] in [[Thüringen]] deportiert, wo er unter unmenschlichen Bedingungen [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeit]] leisten musste. Später kam er ins Außenkommando [[Liste der Außenlager des KZ Mittelbau|Hohlstedt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2009&amp;quot; /&amp;gt; Als die alliierten Truppen immer näher rückten, wurde er zusammen mit anderen Häftlingen mit einem &amp;#039;&amp;#039;[[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch-Transport]]&amp;#039;&amp;#039; zum [[KZ Mauthausen]] gebracht, das sich in den &amp;#039;&amp;#039;[[Donau- und Alpenreichsgaue]]n&amp;#039;&amp;#039; befand (damalige Propagandabezeichnung für Österreich). Dieser „Transport“ gehörte zu den „entsetzlichsten Erlebnissen“ Othmar Wundsams.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kaktus-29.04.2008&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kaktus.kpoe.at/news/article.php/20080428100149976 |titel=Othmar Wundsam, geb. 1922 |werk=Kunst in der Wurmbrandgasse – Ausstellung: Othmar Wundsam |hrsg=Initiative „Kunst in der Wurmbrandgasse“, Wien-Stadlau |datum=2008-04-29 |abruf=2010-04-18 |kommentar=Kurzbiografie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kam dann in das Nebenlager [[KZ-Nebenlager Steyr-Münichholz|Steyr-Münichholz]], das im April 1945 völlig überfüllt war, da mehrere &amp;#039;&amp;#039;Todesmärsche&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[Raxwerke|KZ Wiener Neustadt]] über [[Steyr]] geführt wurden. In dem Nebenlager herrschten katastrophale Zustände. Wundsam wog aufgrund der völlig unzureichenden Ernährung, der zwangsweise geleisteten Schwerstarbeit und der Strapazen des Todesmarsches nur noch 38&amp;amp;nbsp;Kilogramm und entging nur knapp einem Abtransport in das Hauptlager zur Tötung. Schließlich wurde er schwer krank befreit, als die [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischen]] [[United States Army|Truppen]] am 5.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 das Lager erreichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirkszeitung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit, Heirat und Berufstätigkeit ===&lt;br /&gt;
Nach Wien zurückgekehrt, lebte Othmar Wundsam einige Jahre gemeinsam mit seiner Schwester Hilde, die zusammen mit seiner Mutter die Inhaftierung in dem [[KZ Ravensbrück|Frauenkonzentrationslager Ravensbrück]] überlebt hatten, und deren Freundinnen – alle KZ-Überlebende – in einem Haus. Sie mussten jedoch bald erkennen, dass die Ideale aus der Rote-Falken-Zeit sich nicht verwirklichen ließen: Es gab bereits eine [[Österreich#Nachkriegszeit und Zweite Republik|neue Regierung]] und zusätzlich [[Besetztes Nachkriegsösterreich|Besatzungsmächte]], die Menschen waren mit dem Wiederaufbau beschäftigt und wollten von einer [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus#Aufarbeitung und Verdrängung|Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit]] nichts wissen, sondern verdrängten diese. Wundsam gab seine gesellschaftspolitischen Vorstellungen und Hoffnungen jedoch nicht auf und engagierte sich weiterhin solidarisch in seinem Umfeld, auch als Mitglied der wieder zugelassenen Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wundsam begann zunächst 1945 eine künstlerische Ausbildung an der Wiener [[Akademie der bildenden Künste Wien|Akademie der bildenden Künste]], unter anderem bei [[Gerda Matejka-Felden]], [[Josef Dobrowsky]] und [[Herbert Boeckl]]. Nach Heirat schied er an der Akademie aus und wurde berufstätig, um seine Familie zu ernähren. Von 1947 bis zur Pensionierung war er bei den [[Österreichische Bundesbahnen|Österreichischen Bundesbahnen]] (ÖBB) beschäftigt. 1948 wurde eine Tochter geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.lobau.org/index.php?mode=75 |titel=„Lobau und mehr.“ Inge Matysek – Ausstellung vom 20.&amp;amp;nbsp;Mai 2010 bis 30.&amp;amp;nbsp;Mai 2010 |hrsg=Bürgerinitiative &amp;#039;&amp;#039;Rettet die Lobau&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2010-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späteres Leben, künstlerische Betätigung ===&lt;br /&gt;
Wundsam setzte sich für Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit über die Gräuel des Krieges und den Nationalsozialismus ein, wie in Zeitzeugengesprächen mit Schülern und Jugendlichen. Als ehemaliger KZ-Häftling beteiligte er sich an Veranstaltungen und Gedenkfeiern, wie bei der &amp;#039;&amp;#039;Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora Freundeskreis e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen&amp;#039;&amp;#039; bzw. bei deren Nachfolgeorganisation seit 1997, dem &amp;#039;&amp;#039;Mauthausen Komitee Österreich&amp;#039;&amp;#039; (MKÖ). Zudem unterstützte er die Aktivitäten seiner 2002 verstorbenen Schwester Hilde Zimmermann (geb. &amp;#039;&amp;#039;Wundsam&amp;#039;&amp;#039;) in der &amp;#039;&amp;#039;Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück&amp;#039;&amp;#039; (ÖLGR, seit 2005: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück &amp;amp; FreundInnen&amp;#039;&amp;#039; – ÖLGRF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Berufstätigkeit betätigte Wundsam sich künstlerisch und beschäftigte sich ab 1968 intensiver mit der [[Malerei]], wobei er von dem [[Salzburg]]er Maler, Grafiker und Kunstprofessor [[Werner Otte]] (1922–1996) gefördert wurde. Wundsams bestimmende Themen waren seine Erlebnisse während des Krieges und in der KZ-Haft sowie der [[Holocaust]], außerdem befasste er sich mit [[Akt (Kunst)|Akten]] und [[Landschaftsmalerei|Landschaftsbildern]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;kaktus-29.04.2008&amp;quot; /&amp;gt; Er war in seinem Wohnbezirk, der Wiener [[Donaustadt]], kulturell aktiv, so engagierte er sich unter anderem seit seiner Pensionierung im &amp;#039;&amp;#039;Kulturverein Donaustadt&amp;#039;&amp;#039; und leitete langjährig Zeichen- und Malkurse an der [[Volkshochschulen in Österreich#Wien|Donaustädter Volkshochschule]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kaktus.kpoe.at/news/article.php/20081123122607695 |titel=Erfolgreiche Ausstellungen mit Othmar Wundsam in Stadlau |hrsg=Initiative „Kunst in der Wurmbrandgasse“, Wien-Stadlau |datum=2008-11-26 |abruf=2010-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnungen]], [[Linolschnitt]]e und [[Aquarell]]e wurden auf zahlreichen [[Kunstausstellung]]en im In- und Ausland gezeigt, wie in Wien und ganz Österreich, der Schweiz, Jugoslawien, Frankreich, der Sowjetunion (Moskau, Baku), der Bundesrepublik Deutschland und Italien. Unter anderem hatte er 2002 eine Einzelausstellung im Wiener [[Bezirksmuseum Floridsdorf]] (&amp;#039;&amp;#039;Österreichs Bergwelt&amp;#039;&amp;#039;, Aquarelle), sowie 2008 zwei Einzelausstellungen bei der Initiative „Kunst in der Wurmbrandgasse“ in Wien-Donaustadt (&amp;#039;&amp;#039;Motive aus der Donaustadt&amp;#039;&amp;#039; – Zeichnungen, Aquarelle und Linolschnitte; &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Bergwelt&amp;#039;&amp;#039; – Aquarelle). Wundsam erhielt mehrere internationale Auszeichnungen und Preise, wie eine Goldmedaille in [[Bologna]] in Italien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kaktus-29.04.2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es handelt sich hier, bei meinen Zeichnungen, nicht nur um Kunst. Ich habe all das selbst erlebt und mit eigenen Augen gesehen. Jahrzehntelang habe ich diese Schrecknisse verdrängt. In der Aufarbeitung des Gesehenen entstanden diese Werke. Ich lege, als zufällig Überlebender, Zeugenschaft ab, für die und von denen, die das Konzentrationslager nicht überlebt haben.&lt;br /&gt;
 |Autor=Othmar Wundsam&lt;br /&gt;
 |Quelle=Begleittext zu einer Kunstausstellung 2008 in Wien-Donaustadt&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kaktus.kpoe.at/news/article.php/20080610071833412 |titel=Wundsam-Ausstellung – Bilder Teil&amp;amp;nbsp;2 |hrsg=Initiative „Kunst in der Wurmbrandgasse“, Wien-Stadlau |datum=2008-06-09 |abruf=2010-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Sozialwissenschaftlerinnen [[Helga Amesberger]] und [[Brigitte Halbmayr]] vom Wiener &amp;#039;&amp;#039;Institut für Konfliktforschung&amp;#039;&amp;#039; (IKF) wurden Ende der 1990er-/Anfang der 2000er-Jahre in mehrjähriger [[Oral History|Oral-History]]-Arbeit die Lebensgeschichten von österreichischen Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück aufgezeichnet, analysiert und dokumentiert, so auch die Erlebnisse von Othmar Wundsams Schwester Hilde Zimmermann. Halbmayr führte 1999 mehrere [[Interview]]s mit Zimmermann, die neben anderen ausgewählten Biografien in der von Halbmayr und Amesberger gemeinsam erstellten wissenschaftlichen Studie &amp;#039;&amp;#039;Vom Leben und Überleben – Wege nach Ravensbrück&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben und ausgewertet wurden. Dabei wurde auch das Schicksal von Othmar Wundsam im Zusammenhang mit der Biografie seiner Schwester und dem „Fall Zettler“ mit behandelt. Das zweibändige Werk erschien 2001 in dem Wiener Promedia Verlag in dessen &amp;#039;&amp;#039;Edition Spuren&amp;#039;&amp;#039; (siehe Literatur).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ravensbrueck.at/html/kap2_1.htm#art1 |titel=Helga Amesberger / Brigitte Halbmayr: Vom Leben und Überleben – Wege nach Ravensbrück |werk=Wissenschaftliche Studien |hrsg=Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück &amp;amp; FreundInnen (ÖLGRF) |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110322194758/http://www.ravensbrueck.at/html/kap2_1.htm#art1 |archiv-datum=2011-03-22 |abruf=2010-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halbmayr veröffentlichte im &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 2009&amp;#039;&amp;#039; des [[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes|Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes]] ihren Fachbeitrag &amp;#039;&amp;#039;„Das war eine Selbstverständlichkeit, dass wir da geholfen haben.“ Die Fallschirmagenten Albert Huttary und Josef Zettler und ihre UnterstützerInnen – ein Fallbeispiel&amp;#039;&amp;#039;. Darin stellte Halbmayr als „exemplarisches und zugleich einzigartiges“ Beispiel für Widerstand und KZ-Haft von Österreichern während der NS-Zeit neben dem „Fall Huttary“ den „Fall Zettler“ mit dessen Unterstützerinnen Hilde und Anna Wundsam sowie Pauline und Gisela Hochmeister dar. Dabei behandelte sie auch das Schicksal von Othmar Wundsam, mit dem sie zuvor im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten mehrere Gespräche geführt hatte (siehe Literatur).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 porträtierte die in Österreich lebende Regisseurin [[Tina Leisch]] in ihrem Film &amp;#039;&amp;#039;Dagegen muss ich etwas tun&amp;#039;&amp;#039; den „Weg der politischen Aktivistin und Widerstandskämpferin Hilde Zimmermann“. Leisch verknüpfte dabei Interviews, die Halbmayr zehn Jahre zuvor mit Othmar Wunsams Schwester geführt hatte und die inzwischen Bestandteil des &amp;#039;&amp;#039;VideoArchivs Ravensbrück&amp;#039;&amp;#039; sind, mit den Erinnerungen von Gleichgesinnten und Begleitern, so auch mit Beiträgen von Othmar Wundsam.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wider den Verstand – Eine Veranstaltung zu den Themen Widerstand und Sozialarbeit als Komplizin des Nationalsozialismus – Sa., 17.&amp;amp;nbsp;Oktober 2009, [[Amerlinghaus]] (Stiftgasse&amp;amp;nbsp;8, 1070 Wien)&amp;#039;&amp;#039;. Programmankündigung, BastA – Bewegung alternativer studentischer Anliegen, FH für Sozialarbeit Wien.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;filmvideo.at&amp;quot; /&amp;gt; Der Film der [[Nestroy-Theaterpreis|Nestroy-Preisträgerin]] Leisch wurde unter anderem 2009 bei einer [[Matinee]] im Wiener &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtkino (Wien)#Neugründung als Stadtkino|Filmhaus am Spittelberg]]&amp;#039;&amp;#039; gezeigt und hatte im April 2010 [[Premiere|Kinopremiere]] in Österreich. Dabei nahm Wundsam jeweils als Zeitzeuge teil, wie auch an weiteren Filmvorführungen und begleitenden Podiumsgesprächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Othmar Wundsam lebte bis zu seinem Tod in Wien-Donaustadt. Er starb am 27.&amp;amp;nbsp;Dezember 2014 im Alter von 92&amp;amp;nbsp;Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kaktus-28-12-2014&amp;quot;&amp;gt;[https://kaktus.kpoe.at/article.php/20141228184900974 &amp;#039;&amp;#039;Die KPÖ trauert um Othmar Wundsam&amp;#039;&amp;#039;]. Nachruf auf Othmar Wundsam von der [[Kommunistische Partei Österreichs|KPÖ]] auf &amp;#039;&amp;#039;Kaktus-Online&amp;#039;&amp;#039; vom 28.&amp;amp;nbsp;Dezember 2014; abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Dezember 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde am Friedhof der [[Feuerhalle Simmering]] bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verstorbenensuche Wien |Name=Othmar Wundsam |Friedhof=Feuerhalle Simmering |Jahr=2015}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das weitere Schicksal der Frauen und von Josef Zettler ==&lt;br /&gt;
→ &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch Hauptartikel: [[Hilde Zimmermann|Hilde Wundsam]] (später nach Heirat: Hilde Zimmermann)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Othmar Wundsams Mutter und Schwester sowie Mutter und Tochter Hochmeister, in deren Wohnungen der Fallschirmagent Zettler Unterschlupf gefunden hatte, kamen wegen „Feindbegünstigung“ nach mehrmonatiger Gestapo-Haft in das KZ Ravensbrück. Als sich die [[Rote Armee]] im April 1945 dem Lager näherte, wurden sie zusammen mit anderen Häftlingen auf einen Todesmarsch getrieben, sie konnten jedoch alle vier flüchten und in das inzwischen befreite Lager zurückgelangen. Wegen einer Typhus-Erkrankung der Mutter, Anna Wundsam, verzögerte sich die Rückkehr nach Wien, wo alle vier Frauen schließlich im Juli 1945 eintrafen. Othmar Wundsams Schwester, nach Heirat in den 1950er-Jahren &amp;#039;&amp;#039;Hilde Zimmermann&amp;#039;&amp;#039;, engagierte sich zeitlebens in der von ihr mitgegründeten &amp;#039;&amp;#039;Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück&amp;#039;&amp;#039; (ÖLGR) sowie als politische Aktivistin und Zeitzeugin. Beruflich war sie unter anderem als [[Brille]]ndesignerin tätig und betätigte sich nebenher auch künstlerisch. Sie starb 2002 im Alter von 81&amp;amp;nbsp;Jahren in Wien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- → &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch Hauptartikel: [[Josef Zettler (Kommunist)|Josef Zettler]]&amp;#039;&amp;#039; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Zettler, Josef 02.jpg|mini|Ehrengrab Josef Zettlers in Berlin]]&lt;br /&gt;
Der aus Bayern stammende NKWD-Agent Josef Zettler (1904–1974)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/josef-zettler Biographie von Josef Zettler im Handbuch &amp;#039;&amp;#039;Wer war wer in der DDR?&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde nach seiner Verhaftung von der Wiener Gestapo verhört, wobei er schwer misshandelt wurde. Später kam Zettler in das Gestapogefängnis [[Kleine Festung Theresienstadt|Kleine Festung]] in [[Terezín|Theresienstadt]], wo er im April 1945 von der Roten Armee befreit wurde. Zettler kehrte in die Sowjetunion nach [[Tomsk]] zu seiner Familie zurück, übersiedelte mit ihr 1947 nach Ost-Berlin und machte in der DDR politische Karriere im höheren Polizei- und Ministeriumsdienst. Mit zahlreichen hohen Orden der DDR und [[Sowjetunion|UdSSR]] ausgezeichnet (1964 [[Banner der Arbeit]], 1969 [[Vaterländischer Verdienstorden]], 1970 [[Orden des Vaterländischen Krieges|Orden des Vaterländischen Krieges I. Klasse]], 1974 [[Karl-Marx-Orden]]), starb Zettler 1974, knapp 70-jährig, in [[Saalow]]. Seine Urne wurde auf Veranlassung des  [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Politbüro des Zentralkomitees|Politbüros der SED]]  in der [[Gedenkstätte der Sozialisten#Gräberanlage Pergolenweg|Ehrengräberanlage &amp;#039;&amp;#039;Pergolenweg&amp;#039;&amp;#039;]] des Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhofs Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine früheren Quartiergeber wussten nichts von seinem späteren Leben. Es bestand kein Kontakt zwischen Zettler und seinen früheren Unterstützern in Wien und Umgebung. Othmar Wundsam, wie wohl auch seine Schwester Hilde, ging vielmehr davon aus, dass Zettler in der Sowjetunion zur Rechenschaft gezogen worden sei; und auch Pauline Lebel (geb. &amp;#039;&amp;#039;Hochmeister&amp;#039;&amp;#039;) war bis zum Bekanntwerden von Halbmayrs Forschungsergebnissen davon überzeugt, dass Zettler in der Sowjetunion verhört, in ein Lager gekommen und dort erschossen worden sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halbmayr-2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Brigitte Halbmayr: &amp;#039;&amp;#039;„Das war eine Selbstverständlichkeit, dass wir da geholfen haben.“ Die Fallschirmagenten Albert Huttary und Josef Zettler und ihre UnterstützerInnen – ein Fallbeispiel.&amp;#039;&amp;#039; In: Christine Schindler (Red.), Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwerpunkt: Bewaffneter Widerstand – Widerstand im Militär&amp;#039;&amp;#039;. Lit Verlag, Münster 2009 (=&amp;amp;nbsp;Jahrbuch 2009 des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes), ISBN 978-3-643-50010-6, S.&amp;amp;nbsp;176–204.&lt;br /&gt;
* Helga Amesberger u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Mauthausen im Gedächtnis der Überlebenden.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bertrand Perz]] (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Das Gedächtnis von Mauthausen&amp;#039;&amp;#039;. Gedenkstätte Konzentrationslager Mauthausen, Bundesministerium für Inneres, Wien 2004, ISBN 3-9500867-4-9, S.&amp;amp;nbsp;104–127.&lt;br /&gt;
* Brigitte Halbmayr: &amp;#039;&amp;#039;„Die erste Prägung war also: Kein Krieg!“ Hilde Zimmermann (geborene Wundsam).&amp;#039;&amp;#039; In: Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr: &amp;#039;&amp;#039;Lebensgeschichten&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Promedia, Wien 2001 (=&amp;amp;nbsp;Edition Spuren: &amp;#039;&amp;#039;Vom Leben und Überleben – Wege nach Ravensbrück. Das Frauenkonzentrationslager in der Erinnerung&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;2); ISBN 3-85371-176-6, S.&amp;amp;nbsp;257–263.&lt;br /&gt;
* Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr: &amp;#039;&amp;#039;Vom Leben und Überleben – Wege nach Ravensbrück. Das Frauenkonzentrationslager in der Erinnerung&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Promedia, Wien 2001 (=&amp;amp;nbsp;Edition Spuren); Band&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation und Analyse.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-85371-175-8; Band&amp;amp;nbsp;2: &amp;#039;&amp;#039;Lebensgeschichten.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-85371-176-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentarfilme ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dagegen muss ich etwas tun. Portrait der Widerstandskämpferin Hilde Zimmermann&amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarfilm von [[Tina Leisch]], Österreich 2010, Länge: 90&amp;amp;nbsp;Minuten, Verleih/Vertrieb: [[Sixpackfilm]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;filmvideo.at&amp;quot; /&amp;gt; (Enthält Beiträge aus mit Othmar Wundsam geführten Interviews; [[Trailer|Filmtrailer]] als Online-[[Videostream]] frei verfügbar auf: [https://www.erinnern.at/e_bibliothek/videos/filmtrailer-hilde-zimmermann www.erinnern.at → Filmempfehlungen: &amp;#039;&amp;#039;Dagegen muss ich etwas tun&amp;#039;&amp;#039;]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [http://www.linkes-wort.at/aktuelles.html Angaben über &amp;#039;&amp;#039;Othmar Wundsam&amp;#039;&amp;#039;] bei der Kulturinitiative [[Linkes Wort]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.doew.at/php/gestapo/index.php?c=detail&amp;amp;l=de&amp;amp;id=11178 |text=Angaben über &amp;#039;&amp;#039;Anna Wundsam&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120311012634}} mit Fotos aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapo Wien, beim [[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes]] (enthält auch Angaben über Othmar Wundsam).&lt;br /&gt;
* [https://kaktus.kpoe.at/article.php/20141228184900974 Nachruf auf Othmar Wundsam] von der [[Kommunistische Partei Österreichs|KPÖ]] auf &amp;#039;&amp;#039;Kaktus-Online&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wundsam, Othmar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Widerstandskämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstand gegen den Austrofaschismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Mauthausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Mittelbau-Dora]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aufarbeitung des Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2014]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wundsam, Othmar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wundsam, Otto&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Zeitzeuge über die NS-Zeit, Widerstandskämpfer und Künstler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Oktober 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Dezember 2014&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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