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	<title>Othmar Daniel Zinke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T07:44:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-09T15:01:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Link aktiviert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Brandl, Petr - Otmar Zinke.jpg|miniatur|Abt Othmar Zinke OSB (Porträt von Petr Brandl, 1721)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Othmar Zinke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Benediktiner|OSB]] (* [[10. August]] [[1664]] in [[Strzegom|Striegau]], [[Herzogtum Schweidnitz]]; † [[8. September]] [[1738]] in [[Broumov|Braunau]], [[Königgrätzer Kreis]], [[Königreich Böhmen]]) war [[Abt]] der [[Benediktinerkloster|Benediktinerklöster]] [[Stift Břevnov|Břevnov]], [[Stift Broumov|Braunau]], [[Police nad Metují|Politz]] und [[Legnickie Pole|Wahlstatt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Werdegang ==&lt;br /&gt;
Sein Vater David Zinke war Kaufmann in Striegau. Nachdem er früh verstorben war, zog dessen Witwe Susanne mit ihren Kindern nach Braunau in Böhmen. Einige Jahre später heiratete sie dort einen Kaspar Sachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daniel Zinke besuchte das Gymnasium der Braunauer Benediktiner. Unter Abt Thomas Sartorius trat er 1670 in das Kloster ein. Nach Abschluss des [[Noviziat]]s am 25. März 1671 nahm er den [[Ordensname]]n &amp;#039;&amp;#039;Othmar&amp;#039;&amp;#039; an. Da im Juni des Jahres Kloster und Klosterkirche durch einen Brand beschädigt wurden, mussten die Novizen vorübergehend im [[Kloster Grüssau|Zisterzienserkloster Grüssau]] untergebracht werden, mit dem seit 1663 eine [[Gebetsverbrüderung]] bestand. Am 1. April 1685 legte Othmar Zinke die [[Ordensgelübde]] ab. Anschließend studierte er Philosophie an der Kloster-Lehranstalt und danach Theologie und Kirchenrecht im [[Erzbistum Prag|Erzbischöflichen Seminar]] in Prag. Mit der Verteidigung von 43 [[These]]n aus dem Gebiet der [[Dogmatik]] und der [[Moraltheologie]] schloss er das Studium im Juli 1689 ab. Opponenten waren zwei [[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] aus dem [[Franziskanerkirche Kłodzko|Franziskanerkloster Glatz]] und ein [[Zisterzienser]] aus Grüssau. Am 15. August des Jahres empfing er die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1690 wirkte Zinke als Lehrer am Braunauer Klostergymnasium. Zudem hielt er für die [[Pater|Patres]] Vorlesungen in Philosophie, Kirchenrecht und Moraltheologie. Schon bald erwarb er sich das Vertrauen des Abtes [[Thomas Sartorius]] (1663–1700). Dieser entsandte ihn als Abtei-Vertreter zum Kaiserhof und zum päpstlichen [[Apostolischer Nuntius|Apostolischen Nuntius]] nach Wien. Zusammen mit einem weiteren Pater nahm er &amp;lt;!-- am 24. November 1696 oder am 15. September 1697--&amp;gt; als Vertreter der Abtei Braunau an der [[Abt#Abtsbenediktion|Benediktion]] des Grüssauer Abtes [[Dominicus Geyer]] teil. Am 23. September 1697 wurde ihm das Amt des Wirtschaftsverwalters (&amp;#039;&amp;#039;Provisor&amp;#039;&amp;#039;) übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abt von Břevnov-Braunau ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Abtes Sartorius am 13. Oktober 1700 wurde Othmar Zinke durch die Konventualen am 17. November 1700 zu dessen Nachfolger gewählt. Dabei erhielt er 42 der 51 Stimmen. Zur Abtei gehörten die Klöster Břevnov, Politz und Braunau, das Sitz des Abtes war. Später kam die von Zinke neu gegründete Propstei Wahlstatt im [[Herzogtum Liegnitz]] hinzu. In Břevnov, Politz und Wahlstatt wurde der Abt durch [[Prior]]en vertreten. Damit in den Prioraten die [[Chorgebet]]e und der [[Gregorianischer Choral|Choralgesang]] abgehalten werden konnten, achtete Zinke darauf, dass dort immer möglichst zwölf Mönche vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Exemtion]]sstreit mit dem Prager Erzbischof beharrte Zinke auf der Sonderstellung von Břevnov-Braunau, der ein päpstliches [[Privileg]] zugrunde lag. Danach unterstand die böhmische [[Benediktinerkongregation]] nicht der [[Jurisdiktion (Kirche)|Jurisdiktion]] des betreffenden Bischofs, sondern unmittelbar dem [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhl]] bzw. dem zuständigen Apostolischen Nuntius. Deshalb führte Othmar Zinke regelmäßig [[Ordenskapitel|Provinzialkapitel]] sowie Kloster[[visitation]]en ab. Erst zwanzig Jahre nach seinem Tod entschied die [[Römische Kurie]], an die der Prozess gelangte, zugunsten des Erzbischofs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Amtszeit reformierte Othmar Zinke die Klosterverwaltung. Dabei kamen ihm die als Wirtschaftsverwalter erworbenen Kenntnisse zugute. Er erließ schriftliche Dienstanweisungen für die Patres und die angestellten Amtsträger. Um die Erträge der Güter zu steigern, richtete er in Břevnov eine landwirtschaftliche Schule ein. Nachdem es unter Abt Sartorius zu Bauernunruhen gekommen war, sollte mit der Förderung der Braunauer [[Leinenweberei]] und des [[Leinenhandel]]s die Leistungsfähigkeit der Untertanen und deren Lebensverhältnisse verbessert werden. Durch den Erwerb der Ländereien der in der [[Reformation]] aufgehobenen Benediktinerpropstei Wahlstatt erweiterte er den Klosterbesitz, verpflichtete sich damit jedoch auch gleichzeitig zu großen Investitionen, die zahlreichen Untertanen ein Einkommen sicherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauherr ===&lt;br /&gt;
Große Verdienste erwarb sich Othmar Daniel Zinke um die Bauten der ihm unterstehenden Klöster. Dabei entwickelte er selbst einen hohen Kunstsinn. Planung und Ausstattung übertrug er namhaften Architekten und Künstlern, die überwiegend aus Böhmen und Bayern kamen. Es waren u. a. die [[Brüder Asam]], [[Wenzel Lorenz Reiner]], [[Karl Joseph Hiernle]] und [[Christoph Thomas Scheffler]]. Nach Plänen und unter der Bauleitung von [[Christoph Dientzenhofer]] und dessen Sohn [[Kilian Ignaz Dientzenhofer]] wurden während Zinkes Amtszeit größere Baumaßnahmen durchgeführt:&lt;br /&gt;
* Břevnov: Die Klostergebäude wurde vollendet und die Klosterkirche neu errichtet.&lt;br /&gt;
* Braunau: Der von Abt Sartorius begonnenen Wiederaufbau der Klostergebäude und der Klosterkirche nach dem Brand von 1684 wurde vollendet. 1711 wurden im Klosterbezirk ein neues Schulgebäude für das Klostergymnasium und 1727–1735 ein neuer [[Konvent (Kloster)|Konventbau]] errichtet.&lt;br /&gt;
* In zehn Ortschaften des Braunauer Ländchens, das zum Stiftungsgut gehörte, wurden neue Dorfkirchen errichtet. Dabei sollte sich kein Bauplan wiederholen.&lt;br /&gt;
* Wahlstatt: Klostergebäude und Kirche für die neu errichtete Propstei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Beda Menzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Wahlstatt unter den Äbten von Břevnov-Braunau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Monatshefte&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 8 (1931), S. 419–423.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Politz: Erweiterung der Klostergebäude, Umgestaltung der Fassade der Klosterkirche.&lt;br /&gt;
* Kladno: Schloss und Kapelle St. Florian&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Walter: &amp;#039;&amp;#039;Othmar Daniel Zinke (1664–1738).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 7, S. 78–84, ISBN 3-7995-6198-6.&lt;br /&gt;
* [[Beda Menzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Abt Othmar Daniel Zinke. 1700–1738. Ein Prälat des Barocks&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;[[Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige|Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 89, H. I–II). Komm-Verlag Winfried-Werk, Ottobeuren 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|VIAF=59895820|GND=119512688}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zinke, Othmar Daniel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Broumov)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schlesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1664]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1738]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zinke, Othmar Daniel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zinke, Daniel (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Abt der Benediktinerklöster Břevnov, Braunau, Politz und Wahlstatt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. August 1664&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Strzegom|Striegau]], Herzogtum Schweidnitz&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. September 1738&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Broumov|Braunau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miediwo</name></author>
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