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	<title>Othering - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Othering&amp;diff=139479&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Definition und Begriffsverwendung */ BKL Fix</title>
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		<updated>2025-07-31T09:13:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Definition und Begriffsverwendung: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Othering&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|other, otherness}}&amp;#039;&amp;#039; „anders, andersartig“), selten auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alterisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.hsozkult.de/event/id/event-113769 |titel=(De-)Othering: rassismuskritische Revisionen sprachlicher, visueller und materieller Ordnungen {{!}} H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften {{!}} Geschichte im Netz {{!}} History in the web |datum=2022-03-06 |sprache=de |abruf=2022-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] bisweilen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andersmachung,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Mohamed Amjahid: &amp;#039;&amp;#039;Unter Weißen,&amp;#039;&amp;#039; genannt im [[Die Tageszeitung|taz]]-Artikel: &amp;#039;&amp;#039; Soziale Ausgrenzung durch „Othering“: Weg mit dem Müll.&amp;#039;&amp;#039; [https://taz.de/Soziale-Ausgrenzung-durch-Othering/!5374607/ online] abgerufen am 31. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fremd-Machung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbuch von diversity-arts-culture.berlin: [https://diversity-arts-culture.berlin/woerterbuch/othering online] abgerufen am 31. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; o.&amp;amp;nbsp;ä., bezeichnet den Prozess der bewertenden Unterscheidung einer Person oder Gruppe von anderen [[Soziale Gruppe|Gruppen]]: Jeder Mensch bringt dabei seine höchsteigene Vorstellung hervor, welcher Gruppe er sich zugehörig fühlt ([[Eigengruppe]]) und welche er als „anders“ oder „[[fremd]]“ [[Kategorisierung (Kognitionswissenschaft)|kategorisiert]]. Die Art und Weise der empfundenen „[[Normalität|Norm]]“ bestimmt den Grad der [[Distanzierung]] von „den Anderen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Julia Reuter: &amp;#039;&amp;#039;Ordnungen des Anderen. Zum Problem des Eigenen in der Soziologie des Fremden.&amp;#039;&amp;#039; Transcript Verlag, Bielefeld 2002, ISBN 3-933127-84-X, S.&amp;amp;nbsp;20, 142, 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Othering: Was bedeutet der Begriff „othering“?&amp;#039;&amp;#039; in der Rubrik: „kurz erklärt“ der [https://www.vielfalt-mediathek.de/othering vielfalt-mediathek.de] abgerufen am 31. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klein&amp;quot;&amp;gt;Harald Klein: &amp;#039;&amp;#039;Die Haltung des „Othering“ und die „Fünf Formen der Unterdrückung“ nach [[Iris Marion Young]].&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Beiträge vom 25. November 2019 in &amp;#039;&amp;#039;Spiritualität für soziale Berufe&amp;#039;&amp;#039;, [https://www.harald-klein.koeln/die-haltung-des-othering-und-die-fuenf-formen-der-unterdrueckung-nach-iris-marion-young/ online] abgerufen am 31. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Othering hebt man sich selbst bzw. sein soziales Image positiv hervor, indem man Andere in bestimmter Hinsicht abwertet. In dieser Differenzierung liegt potenzielles [[Hierarchie|hierarchisches]] und [[stereotyp]]es Denken, um seine eigene Position zu verbessern und als richtig darzustellen. Je deutlicher die Abgrenzung hervorgehoben wird, desto einseitiger und unrealistischer werden „die Anderen“ wahrgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klein&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Entwicklung des Konzepts ==&lt;br /&gt;
Das Konzept des Othering hat seinen Ursprung in den Werken einer Reihe von Philosophen. [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Hegel]] etwa beschäftigte sich im Kapitel &amp;#039;&amp;#039;[[Herrschaft und Knechtschaft]]&amp;#039;&amp;#039; seiner [[Phänomenologie des Geistes]] mit der Frage, wie die Wahrnehmung des Selbst mit der Konstruktion und Abgrenzung zum Anderen zusammenhängt. [[Simone de Beauvoir]] verwendete das Konzept im Rahmen ihrer Theorie, dass Männer gesellschaftlich als Norm und Frauen als das Andere betrachtet werden. Später fand Othering in [[Postkolonialismus|postkolonialen]] Schriften von [[Edward Said]] (1978) und [[Johannes Fabian]] (1983) Anwendung. 1985 erweiterte [[Gayatri Chakravorty Spivak]] das Othering-Konzept und setzte es erstmals systematisch ein. In dem Essay &amp;#039;&amp;#039;The Rani of Sirmur&amp;#039;&amp;#039; analysierte sie Tagebücher britischer Kolonialmächte in Indien und wies darin drei Dimensionen des Othering nach.&amp;lt;ref&amp;gt;Lajos Brons: [http://www2.hu-berlin.de/transcience/Vol6_No1_2015_69_90.pdf &amp;#039;&amp;#039;Othering, an Analysis&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Transcience.&amp;#039;&amp;#039; 6, Nr. 1, 2015, S. 69–90. {{ISSN|2191-1150}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sune Qvotrup Jensen: [http://ojs.statsbiblioteket.dk/index.php/qual/article/viewFile/5510/4825 &amp;#039;&amp;#039;Othering, identity formation and agency&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Qualitative Studies.&amp;#039;&amp;#039; 2, Nr. 2, 2011, S. 63–78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Othering hält Einzug in die [[Kontinentalphilosophie]] und [[Kritische Theorie]] sowie Theorien der [[Ethnologie]], [[Sozialarbeit]], [[Soziologie]], [[Kulturanthropologie|Kultur-]] und [[Sozialanthropologie]] sowie [[Soziale Gruppenarbeit|Gruppenpädagogik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition und Begriffsverwendung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Othering&amp;#039;&amp;#039; beschreibt den Prozess, sich selbst und sein soziales [[Image]] hervorzuheben, indem man Menschen mit anderen Merkmalen als andersartig, „fremd“ klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maria do Mar Castro Varela |Titel=Un-Sinn: Postkoloniale Theorie und Diversity |Hrsg=Fabian Kessel, Melanie Plößer |Sammelwerk=Differenzierung, Normalisierung, Andersheit |Verlag=Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2010 |Seiten=256}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es findet also eine betonte Unterscheidung und Distanzierung von „den Anderen“ statt, sei es wegen des [[Gender|Geschlechts]], der [[Sexuelle Orientierung|sexuellen Orientierung]], der [[Religion]]s&amp;amp;shy;zugehörigkeit bzw. [[Weltanschauung]], der [[Sitte]]n und [[Brauch|Gebräuche]], der [[Ethnie|ethnischen]] Zugehörigkeit, der [[Nationalismus|Nationalität]], der sozialen Stellung innerhalb einer Gesellschaft, wie z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Klasse (Soziologie)|Klassenzugehörigkeit]], der [[Bildung]], der [[Ideologie]] oder auch vermeintlicher biologischer Unterscheidungskriterien zwischen Menschen (vgl. [[Rasse (Anthropologie)|„Rasse“]] bzw. [[Rassismus]] und [[Exotismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Othering&amp;#039;&amp;#039; bedeutet also, sich mit anderen zu vergleichen, sich von ihnen abzuheben und zu distanzieren, wobei die Vorstellung existiert, dass [[Mensch]]en und [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaften]] sich durch deren Lebensform, Kultur oder andere Merkmale von der eigenen sozialen Gruppe erheblich unterscheiden (so genannter [[Akzentuierungseffekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach persönlichem Umfeld einer Person ([[Wertvorstellung|Werte]] und Weltanschauungen der Eltern bzw. sozialen Gruppen, denen sich jemand zugehörig fühlt) und der Verweigerung eines Dialoges mit „den Anderen“ kann Othering zu verschiedenen Entwicklungen führen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klein&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Identifikation (Psychologie)|Identifikation]] durch Projektion der eigenen Denkkategorien auf andere Gruppen und anschließendem bewussten Vergleich, der zu einer [[Empathie|empathischen]] Annäherung und Verständnis führt&lt;br /&gt;
* [[Selbstbild|Selbstkonstruktion]] durch Definition angeblicher Gegensätze („&amp;#039;&amp;#039;Ich&amp;#039;&amp;#039; handle weitsichtig, bin aufrichtig und gottesfürchtig, &amp;#039;&amp;#039;du&amp;#039;&amp;#039; hingegen handelst unüberlegt, bist verlogen und gotteslästerlich.“)&lt;br /&gt;
* [[Stereotyp]]isierung durch unkorrekte Verallgemeinerungen (&amp;#039;&amp;#039;die&amp;#039;&amp;#039; Ausländer, &amp;#039;&amp;#039;alle&amp;#039;&amp;#039; Jugendlichen, abwertende Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Islamisten&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Moslems&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Distinktion (Soziologie)|Distinktion]] (Abgrenzungstendenzen) durch Festlegung der „richtigen“ Kleidung, der „einzigen“ Wahrheit, des „anständigen“ Lebenswandels usw. als (sichtbarem) Ausdruck der angeblichen Überlegenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der österreichische Ethnologe [[Andre Gingrich]] definiert Othering als die „Darstellung von machtlosen ‚Anderen‘ gemäß den Interessen der Mächtigen“. Insbesondere werde die Nichtberücksichtigung der Anliegen fremder Gruppen damit bezeichnet, etwa was die Eigentumsrechte [[Indigene Völker|indigener Völker]] betreffe.&amp;lt;ref&amp;gt;Andre Gingrich: &amp;#039;&amp;#039;Othering.&amp;#039;&amp;#039; In: derselbe, Fernand Kreff, Eva-Maria Knoll (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Globalisierung&amp;#039;&amp;#039;. transcript, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1822-8, S. 323 (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kultur- und Sozialanthropologin Ingrid Thurner weist darauf hin, dass gewisse kulturelle Institutionen und ökonomische Sparten ohne Alterisierungen nicht denkbar sind. „Im ethnologischen Museum und im Tourismus werden Differenz und Andersheit nachgerade zelebriert. Es sind jene Gesellschaften am interessantesten, die sich von derjenigen, der man sich selbst zugehörig fühlt, am meisten unterscheiden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid Thurner: &amp;#039;&amp;#039;Anderssein und Andersmachen. Über Diversitäten, Diskriminierungen und Dummheiten&amp;#039;&amp;#039;. Löcker Verlag, Wien 2021, ISBN 978-3-99098-059-0, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Religionswissenschaftler Janosch Freuding sieht im Fremdheitsbegriff einen Verweis „auf eine menschliche Urerfahrung“, welche „nicht auf einen speziellen Kontext beschränkt“ ist und daher ein „intersubjektiv anknüpfbares“ Thema darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Janosch Freuding |Titel=Fremdheitserfahrungen und Othering : Ordnungen des »Eigenen« und »Fremden« in interreligiöser Bildung |Ort=Bielefeld |Datum=2022 |ISBN=978-3-8376-6043-2 |Seiten=375}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig ist sie jedoch „zutiefst mit der persönlichen Biographie eines jeden Menschen verknüpft“, da nur das „Ich“ Objekt einer Fremdheitserfahrung sein kann. Freuding argumentiert jedoch, dass Fremdheitserfahrungen im Sinne der von [[Niklas Luhmann]] beschriebenen „Beobachtung zweiter Ordnung“ dekonstruiert werden können und somit über die persönliche Erfahrung des Individuums hinaus vermittelbar gemacht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine allgemein gebräuchliche deutsche Übersetzung existiert bislang nicht. [[Julia Reuter]] hat „othering“ als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„VerAnderung“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Larissa Schindler: [http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1817/3346 &amp;#039;&amp;#039;Rezension: Julia Reuter (2011). Geschlecht und Körper: Studien zur Materialität und Inszenierung gesellschaftlicher Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Forum Qualitative Sozialforschung]] / Forum Qualitative Social Research.&amp;#039;&amp;#039; 13(2), Art. 6. [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs120268 (nbn-resolving.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere gebräuchliche Übersetzung ist „Fremd-Machung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Dreher, Peter Stegmaier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Unüberwindbarkeit kultureller Differenz: Grundlagentheoretische Reflexionen&amp;#039;&amp;#039;. Transcript Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89942-477-5, S. 117. [https://books.google.ca/books?id=X7xKCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA117 (books.google.ca)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Claudia Benthien]], [[Hans Rudolf Velten]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Germanistik als Kulturwissenschaft: eine Einführung in neue Theoriekonzepte&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt Verlag, Reinbek 2002, ISBN 3-499-55643-X, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Othering kann zu [[Feindbild]]ern, insbesondere zur [[Fremdenfeindlichkeit]] führen, wenn Angehörige einer kulturellen Gruppe befürchten, dass sich „fremde“ Einflüsse auf die „eigene“ [[Kultur]] ausweiten und sie damit bedrohen würden. &amp;#039;&amp;#039;Zur Veranschaulichung ein Beispiel:&amp;#039;&amp;#039; Bezeichnet sich eine Gruppe als „auserwählt“, so grenzt sie sich damit zwangsläufig von den „Nicht-Auserwählten“ ab. Verbindet sich diese Idee mit der Angst davor, von den anderen „verunreinigt“ zu werden, entsteht die – oft geradezu [[Fanatismus|fanatisch]] vertretene – Vorstellung, es sei wertvoll bzw. notwendig, die eigene Gruppe vor Einflüssen der ausgegrenzten Gruppen „rein“ zu halten. Mischt sich diese Vorstellung von „kultureller Reinheit“ auch mit einer Vorstellung von „biologischer Reinheit“, so führt dies schließlich zum Rassismus. (&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch&amp;#039;&amp;#039; z.&amp;amp;nbsp;B. die Thematik der Rassenmischung im [[Nationalsozialismus]] und in anderen [[Faschismus|faschistischen]] Ideologien.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, dass sich die Fremdgruppe fundamental von der eigenen Gruppe abgrenzt und als nicht gleichwertig gesehen wird, führt zu einer Legitimierung von Ungleichbehandlung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Zick |Hrsg=Albert Scherr, Aladin El-Mafaalani, Gökçen Yüksel |Titel=Sozialpsychologische Diskriminierungsforschung |Sammelwerk=Handbuch Diskriminierung |Band= |Nummer= |Verlag=Springer VS |Ort=Wiesbaden |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=61 |Online=https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-658-10976-9_4.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der als Othering beschriebene sozialpsychologische Mechanismus ist eine der Grundlagen für &amp;#039;&amp;#039;[[Diskriminierung]]&amp;#039;&amp;#039; von Minderheiten und von &amp;#039;&amp;#039;Verfeindungsprozessen&amp;#039;&amp;#039; zwischen verschiedenen Gruppen allgemein (z.&amp;amp;nbsp;B. [[ethnische Gruppe]]n oder [[Glaubensgemeinschaft|Religionsgemeinschaften]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Eigengruppe und Fremdgruppe]] / Ingroup vs. Outgroup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sowie die Kategorien&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Diskriminierung nach Gruppen|Diskriminierung nach Gruppen]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Soziale Gruppe|Soziale Gruppe]]&lt;br /&gt;
* einzelne Lemmata in [[:Kategorie:Soziale Beziehung|Soziale Beziehung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Maureen Maisha Eggers]]: &amp;#039;&amp;#039;Rassifizierte Machtdifferenz als Deutungsperspektive in der kritischen Weißseinsforschung in Deutschland. Zur Aktualität und Normativität diskursiver Vermittlungen von hierarchisch aufeinander bezogenen rassifizierten Konstruktionen.&amp;#039;&amp;#039; In: Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Münster 2005, ISBN 3-89771-440-X.&lt;br /&gt;
* Janosch Freuding: &amp;#039;&amp;#039;Fremdheitserfahrungen und Othering. Ordnungen des »Eigenen« und »Fremden« in interreligiöser Bildung.&amp;#039;&amp;#039; Transcript, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-8394-6043-6.&lt;br /&gt;
* Kerstin Gernig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fremde Körper. Zur Konstruktion des Anderen in europäischen Diskursen.&amp;#039;&amp;#039; Dahlem University Press, Berlin 2001, ISBN 3-934504-04-3.&lt;br /&gt;
* [[María do Mar Castro Varela]], [[Paul Mecheril]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Dämonisierung der Anderen. Rassismuskritik der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. transcript, Bielefeld 2016, ISBN 978-3-8376-3638-3.&lt;br /&gt;
* Nelly Oudshoorn: &amp;#039;&amp;#039;Eine natürliche Ordnung der Dinge? Reproduktionswissenschaften und die Politik des „Othering“.&amp;#039;&amp;#039; In: Ilse Lenz, Lisa Mense, Charlotte Ullrich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reflexive Körper? – Zur Modernisierung von Sexualität und Reproduktion.&amp;#039;&amp;#039; Opladen 2004, ISBN 3-8100-3922-5.&lt;br /&gt;
* Julia Reuter: &amp;#039;&amp;#039;Ordnungen des Anderen. Zum Problem des Eigenen in der Soziologie des Fremden.&amp;#039;&amp;#039; Transcript Verlag, Bielefeld 2002, ISBN 3-933127-84-X.&lt;br /&gt;
* [[Gayatri Chakravorty Spivak]]: &amp;#039;&amp;#039;The Rani of Sirmur: An Essay in Reading the Archives&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;History and Theory&amp;#039;&amp;#039; 24 (1985), Heft 3, S. 247–272.&lt;br /&gt;
* Ingrid Thurner: &amp;#039;&amp;#039;Anderssein und Andersmachen. Über Diversitäten, Diskriminierungen und Dummheiten&amp;#039;&amp;#039;. Löcker Verlag, Wien 2021, ISBN 978-3-99098-059-0.&lt;br /&gt;
* [[Iris Marion Young]]: &amp;#039;&amp;#039;Fünf Formen der Unterdrückung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christoph Horn]], Nico Scarano: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Gerechtigkeit&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-29163-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://diversity-arts-culture.berlin/woerterbuch/othering Wörterbuch auf der Webseite der Konzeptions- und Beratungsstelle für Diversitätsentwicklung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa (gegründet April 2017)]&lt;br /&gt;
* [http://www.kindergartenpaedagogik.de/2271.html Othering in der Pädagogik]&lt;br /&gt;
* [https://inspire.dawsoncollege.qc.ca/2013/11/13/the-language-of-othering/ Artikel zum Zusammenhang von Sprache und Othering] auf der Webseite des Dawson College&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten (Soziologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Gruppen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskriminierung nach Gruppen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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