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	<title>Otgar von Mainz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T02:10:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otgar_von_Mainz&amp;diff=457717&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Umbau Vorlage:Germania Sacra auf benannte Parameter, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst</title>
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		<updated>2025-07-12T15:12:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Umbau &lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:Germania_Sacra&quot; title=&quot;Vorlage:Germania Sacra&quot;&gt;Vorlage:Germania Sacra&lt;/a&gt; auf benannte Parameter, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Raban-Maur Alcuin Otgar.jpg|mini|[[Rabanus Maurus]] (links), unterstützt von [[Alkuin]] (Mitte), übergibt sein Werk an den Hl. Martin von Tours, von späterer Hand irrtümlich als Ebf. Otgar von Mainz bezeichnet (rechts) – Fuldaer Handschrift von [[De laudibus sanctae crucis]] (Wien, ÖNB cod. 652, fol. 1v, um 840)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otgar von Mainz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Otger&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Autgar&amp;#039;&amp;#039;; † [[21. April]] [[847]]) war von 826 bis 847 [[Erzbistum Mainz|Erzbischof von Mainz]]. Er war der erste Mainzer [[Diözesan]], der nicht mehr aus dem Kreis der [[Bonifatius]]schüler und ihrer [[Alumni]] hervorging, sondern er stammte aus dem Kreis der Reformer um [[Ludwig der Fromme|Ludwig den Frommen]]. Allerdings soll er ein Verwandter seines Vorvorgängers [[Richulf]] gewesen sein. [[Hrabanus Maurus]] bescheinigte ihm eine gediegene theologische Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Als Mitglied der „Reichseinheitspartei“, die zunächst Ludwig den Frommen im Konflikt mit seinen Söhnen, nach dessen Tod den Erstgeborenen [[Lothar I. (Frankenreich)|Lothar I.]] unterstützte, beteiligte er sich aktiv an der Reichspolitik. Seine enge Verbindung zum Hof wird dokumentiert durch die Übertragung der Abteien [[Kloster Weißenburg (Elsass)|Weißenburg]] und [[Kloster Klingenmünster|Klingenmünster]].&amp;lt;ref&amp;gt;In der [[2. Reichenauer Verbrüderungsliste]], einer Korrektur der [[St. Galler Mönchsliste]] wird Otgar als [[Abt]] von [[Klingenmünster]] mit dem Zusatz „Erzbischof von Mainz“ geführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich der zweiten Verschwörung gegen Ludwig den Frommen von 833, die zu dessen Absetzung und Inhaftierung führte, wurde er genötigt, dessen Bewachung zu übernehmen. Nach der Befreiung Ludwigs fand er offenbar bald die [[Huld]] des Herrschers wieder und wurde 835 mit einer Gesandtschaft nach Italien zu Lothar beauftragt. 839 ernannte ihn Ludwig der Fromme zum Abt des Klosters Weißenburg, nachdem dessen Abt, [[Grimald von Weißenburg]], sich auf die Seite Ludwig des Deutschen geschlagen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Doll und Hans Ammerich: &amp;#039;&amp;#039;Der Landdekanat Weissenburg (mit Kloster St. Peter in Weißenburg)&amp;#039;&amp;#039; = Palatia Sacra. Kirchen- und Pfründebschreibung der Pfalz in vorreformatorischer Zeit 1: Bistum Speyer. Der Archdiakonat des Dompropstes von Speyer 2 = Quellen und Abhandlungen zur mittelalterlichen Kirchengeschichte 61.2. [[Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte]], Mainz 1999. ISBN 3-929135-29-9, S. 217.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Tod des alten Kaisers auf der Rheininsel bei Ingelheim war er unter den am Sterbebett Anwesenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da an unterstützte er kompromisslos Lothar, was zur Folge hatte, dass er nach dessen Niederlage in der [[Schlacht von Fontenoy (841)|Schlacht bei Fontenoy]] und der Reichsteilung von 843 im [[Vertrag von Verdun]] in eine schwierige Lage geriet, da das Bistum auch mit seinen linksrheinischen Gebietsteilen nun dem ostfränkischen Reich [[Ludwig der Deutsche|Ludwigs des Deutschen]] zugeschlagen wurde, den er an der Seite Lothars bekämpft hatte. Er büßte zwar seine bisherige Stellung bei Hofe ein, Ludwig verzichtete aber darauf, ihm etwa die Abtei Weißenburg zu entziehen und beließ ihn im Bischofsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Juni 826 nahm Otgar in [[Stift St. Alban vor Mainz|St. Alban]] die Taufe des Dänenkönigs [[Harald Klak|Hariold]] und seiner Gemahlin vor, und er war zusammen mit den Erzbischöfen [[Ebo von Reims]] und [[Hetti]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|12|321|322|Hetti|Franz Xaver Kraus|ADB:Hetti}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von Trier an der von [[Drogo von Metz]] vorgenommenen Weihe [[Ansgar (Erzbischof)|Ansgars von Corbie]] zum Missionsbischof für Skandinavien beteiligt, womit eine Tradition begründet wurde, die bis ins 10. Jahrhundert reichte. Umfangreiche Bautätigkeit und [[Reliquientranslation|Reliquienerwerbungen]] aus Italien sind für Otgar nachweisbar. Die von [[Einhard]] nach Seligenstadt transferierten Heiligen [[Petrus und Marcellinus]] reponierte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otgar unternahm im Jahre 834 eine Wallfahrt nach [[Rom]], von der er die Reliquien des Heiligen [[Justin der Märtyrer|Justin der Bekenner]] mitbrachte. Für sie veranlasste Otgar zwischen 836 und 847 in [[Frankfurt-Höchst|Höchst]] den Bau der [[Justinuskirche (Höchst)|Justinuskirche]] und gründete dort vermutlich ein Kloster.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Albrecht Kottmann]] |Titel=Das Geheimnis romanischer Bauten: Maßverhältnisse in vorromanischen und romanischen Bauwerken |Auflage=2., verb. |Verlag=Hoffmann |Ort=Stuttgart |Datum=1981 |ISBN=978-3-87346-042-3 |Seiten=41 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Teile der Reliquien sollen nach [[Freising]] und zu einem weiteren Teil ins [[Einhard-Basilika (Seligenstadt)|Kloster Seligenstadt]] gelangt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 836 ließ er die Gebeine des heiligen [[Severus von Ravenna]] zuerst nach Mainz und schließlich nach [[Erfurt]] in das Benediktinerinnenkloster St. Paul überführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reliquien der Heiligen Bischof [[Aureus (Mainz)|Aureus]] und des Diakons Iustinus transferierte er nach Heiligenstadt im Eichsfeld, wo deren ursprünglicher Kult überlebte, während Justinus in Mainz später zu einer Justina umgedeutet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den ersten Mainzer Dom, heute [[St. Johannis (Mainz)|St. Johannis]], erwarb Otgar Reliquien der oströmischen Heiligen [[Bakchos und Sergios]] und führte in diesem Zusammenhang umfangreiche Baumaßnahmen durch, die erst sein Nachfolger [[Hrabanus Maurus]] vollenden konnte. Dieser hatte ihm ein umfangreiches Gedicht zur Amtseinführung gesandt (MGH Poetae, Bd. 2, S. 183f.), widmete ihm auch mehrere seiner Werke, darunter ein Exemplar von [[De laudibus sanctae crucis]] (ebd. S. 162; MGH Epistolae aevi Karolini, Bd. 3, S. 425f.; S. 462)&amp;lt;ref&amp;gt;Herrad Spilling: &amp;#039;&amp;#039;Opus Magnentii Hrabani Mauri in honorem Sanctae crucis conditum. Hrabans Beziehung zu seinem Werk&amp;#039;&amp;#039;, Fuldaer Hochschulschriften 18, Josef Knecht, Frankfurt am Main 1992, S. 45–47; S. 70–78. Kritisch dazu Michele C. Ferrari: &amp;#039;&amp;#039;Hrabanica. Hrabans De laudibus sanctae crucis im Spiegel der neueren Forschung&amp;#039;&amp;#039;. In: Gangolf Schrimpf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kloster Fulda in der Welt der Karolinger und Ottonen&amp;#039;&amp;#039;, Fuldaer Studien 7, Josef Knecht, Frankfurt am Main 1996, S. 493–526, hier S. 501f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und verfasste Altartituli für Weißenburg (MGH Poetae, Bd. 2, S. 219) und sein Epitaph (ebd. S. 238f.).&amp;lt;ref&amp;gt;Die von Michele C. Ferrari: Il &amp;quot;Liber sanctae crucis&amp;quot; di Rabano Mauro. Testo - immagine - contesto (Lateinische Sprache und Literatur des Mittelalters 30). Peter Lang, Bern u. a. 1999, S. 184 aufgrund der handschriftlichen Überlieferung geäußerten Zweifel an der Autorschaft Hrabans scheinen doch übertrieben.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz einiger Auseinandersetzungen um Zehntrechte und Wahrnehmung der Jurisdiktion gegenüber Mitgliedern des Klosters, die gemäß [[Zachariasprivileg]] einer vorherigen invitatio (Einladung) durch Abt und Konvent bedurft hätte, sowie einer zwischenzeitlichen Belastung des Verhältnisses wegen des Streits um [[Gottschalk von Orbais]]&amp;lt;ref&amp;gt;MGH Epistolae aevi Karolini, Bd. 3, S. 518f.&amp;lt;/ref&amp;gt; waren die Beziehungen zwischen Otgar und Hrabanus Maurus eng, wenn auch wohl weniger herzlich als die zwischen diesem und Otgars Vorgänger [[Haistulph]]. Zu einem unbekannten Zeitpunkt während der Auseinandersetzung zwischen Ludwig dem Frommen und seinen Söhnen oder zwischen Kaiser Lothar und seinen Brüdern bat Hraban Otgar um Vermittlung, andernfalls müsse er mit seinen Anhängern aus dem Hauptkloster in die Nebenklöster fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Annales Fuldenses]] – Jahrbücher von Fulda&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 1975 (lateinisch-deutsch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Hussong]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Geschichte der Reichsabtei Fulda bis zur Jahrtausendwende&amp;#039;&amp;#039;, Teil 2. In: Archiv für Diplomatik 32, 1986, S. 129–304, hier S. 179; Anm. 408, S. 188f.; S. 196–201.&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|643|644|Otgar, Erzbischof v. Mainz|[[Hubertus Seibert]]|138793476}}&lt;br /&gt;
* [[Franz Staab]]: &amp;#039;&amp;#039;Erzbischof Otgar (826–847)&amp;#039;&amp;#039;. In: Friedhelm Jürgensmeier: Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte, Bd. 1 Christliche Antike und Mittelalter (Beiträge zur Mainzer Kirchengeschichte 6). Echter, Würzburg 2000, S. 153–162.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Germania Sacra|gnd=138793476|linktext=Otgar von Mainz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Haistulph]]|NACHFOLGER=[[Rabanus Maurus]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Mainz|Erzbischof von Mainz]]|ZEIT=826–847}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138793476|VIAF=95419125}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Otgar #Mainz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (9. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Rompilger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt (Wissembourg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt]]&amp;lt;!--Klingenmünster--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 8. oder 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Otgar von Mainz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Otger; Autgar&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Erzbischof von Mainz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 826&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. April 847&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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