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	<title>Oswald Zimmermann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T20:21:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oswald_Zimmermann&amp;diff=712843&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hejkal: /* Leben */ lt. Sterbeurkunde</title>
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		<updated>2026-02-20T20:25:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; lt. Sterbeurkunde&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ZimmermannOswald.jpg|mini|Oswald Zimmermann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Alexander Oswald Zimmermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Februar]] [[1859]] in [[Środa Śląska|Neumarkt]] in Schlesien; † [[30. Mai]] [[1910]] in [[Dresden]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Säbi|Barbara Hillen|133160513|Zimmermann, Oswald}}; Standesamt Dresden I, Sterberegister Nr. 542/1910.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[deutsche]]r Journalist und Politiker ([[Deutsche Reformpartei|DRP]] bzw. [[Deutschsoziale Reformpartei|DSRP]]).  Ab den 1890er Jahren war er eine zentrale Figur im parteipolitischen Antisemitismus im [[Königreich Sachsen]] und auf Reichsebene. Er war von 1890 bis 1898 und von 1904 bis 1910 [[Mitglied des Reichstages]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Oswald Zimmermann, Sohn eines Kreissekretärs, besuchte von 1871 bis 1879 die Volksschule und das Gymnasium in [[Oława|Ohlau]] und studierte von 1879 bis 1883 in [[Universität Breslau|Breslau]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]] Philosophie und Volkswirtschaft. Während seines Studiums wurde er Mitglied der [[Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks|Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1883 war er Mitglied im [[Deutscher Reformverein (Antisemitismus)|Deutschen Reformverein]] in Dresden.&amp;lt;ref&amp;gt;Sven Brajer: &amp;#039;&amp;#039;Am Rande Dresdens? Das völkisch-nationale Spektrum einer »konservativen Kulturstadt« 1879–1933.&amp;#039;&amp;#039; Thelem, Dresden und München 2022, ISBN 978-3-95908-557-1, S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zimmermann beteiligte sich an der Gründung weiterer sogenannter Reformvereine in Sachsen und vereinigte diese mit der [[Otto Böckel|Böckel]]-Bewegung zur [[Deutsche Reformpartei|Antisemitischen Volkspartei]] (später [[Deutsche Reformpartei]]). Das Zentrum von Zimmermanns Wirkungskreis bildete Dresden, wo er die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Wacht&amp;#039;&amp;#039; herausgab und sein Reformverein lange die Lokalpolitik dominierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1890er-Jahre verdrängte Zimmermann Otto Böckel aus der Parteiführung und leitete die 1894 vollzogene Vereinigung von [[Deutschsoziale Partei|Deutschsozialen]] und „Reformern“ ein. In der [[Deutschsoziale Reformpartei|DSRP]] teilte er sich den Vorsitz mit [[Max Liebermann von Sonnenberg]]. Innerhalb der Partei eskalierte der Machtkampf zwischen Liebermann und Zimmermann, als sich die Reformer in ihrer Hochburg Sachsen bei der [[Reichstagswahl 1898]] nicht behaupten konnten und Zimmermann selbst nicht in den Reichstag gewählt wurde. Als Liebermann daraufhin versuchte, die alleinige Kontrolle über die Partei zu gewinnen, führte dies 1900 zur Spaltung. Zimmermann blieb Vorsitzender der Rumpf-[[Deutschsoziale Reformpartei|DSRP]], die sich 1903 wieder in Deutsche Reformpartei umbenannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermann und seine „Reformer“ konnten zeitweilig vom Niedergang des politischen [[Liberalismus]] in [[Sachsen]] profitieren und sich in Wahlen als bürgerliche Funktionspartei zur Verhinderung sozialdemokratischer Mehrheiten anbieten. Das Anwachsen der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] zur Massenpartei und Konflikte in der Zusammenarbeit mit konservativen und agrarischen Interessengruppen führten zum Niedergang der antisemitischen Bewegung in Sachsen. Auf Kommunal- und Landesebene verloren die Antisemiten durch die Verschärfung der Wahlrechtsbestimmungen an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oswald Zimmermann verstarb 1910 in Dresden und wurde auf dem [[Johannisfriedhof (Dresden)|Johannisfriedhof]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Totenschau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Dresdner Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 3, 1910, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl Pinkau Reichstagswahl 1904.png|mini|hochkant|Polemik der SPD gegen Zimmermann bei der Reichstagsnachwahl 1904]]&lt;br /&gt;
Von 1890 bis 1898 und von 1904 bis 1910 war er Mitglied des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstags]]. Er wurde [[Reichstagswahl 1890|1890]] im [[Reichstagswahlkreis Großherzogtum Hessen 3]] ([[Landkreis Alsfeld|Alsfeld]]-[[Landkreis Lauterbach|Lauterbach]]), [[Reichstagswahl 1893|1893]] im [[Reichstagswahlkreis Königreich Sachsen 5|Wahlkreis Königreich Sachsen 5]] (Dresden links der Elbe) und ab 1904 im [[Reichstagswahlkreis Königreich Sachsen 20|Wahlkreis Königreich Sachsen 20]] (Zschopau-Marienberg) gewählt. Eine Kandidatur 1893 im [[Reichstagswahlkreis Königreich Sachsen 2|Wahlkreis Königreich Sachsen 2]] (Löbau) blieb erfolglos. „Übrigens sächselt er nicht“, notierte ein Reichstagsberichterstatter 1907.&amp;lt;ref&amp;gt;Magdeburgische Zeitung Nr. 109, 1. März 1907, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1903 bis 1908 war er außerdem als Vertreter des 10.&amp;amp;nbsp;städtischen Wahlkreises ([[Frankenberg/Sachsen|Frankenberg]], [[Hainichen]], [[Mittweida]]) Abgeordneter in der II.&amp;amp;nbsp;Kammer des [[Sächsischer Landtag (1831–1918)|Sächsischen Landtags]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Elvira Döscher]], [[Wolfgang Schröder (Historiker)|Wolfgang Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Parlamentarier 1869–1918. Die Abgeordneten der II. Kammer des Königreichs Sachsen im Spiegel historischer Photographien. Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Droste, Düsseldorf 2001, ISBN 3-7700-5236-6, S.&amp;amp;nbsp;494.&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 6: &amp;#039;&amp;#039;T–Z.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S. 434–435.&lt;br /&gt;
* Gerald Kolditz: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklung des Antisemitismus in Dresden während des Kaiserreichs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dresdner Hefte.&amp;#039;&amp;#039; 45. Jg., 1996, {{ISSN|0863-2138}}, S. 37–45.&lt;br /&gt;
* [[Richard S. Levy]]: &amp;#039;&amp;#039;The downfall of the antisemitic parties in Imperial Germany.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, New Haven CT u. a. 1975, ISBN 0-300-01803-7 (&amp;#039;&amp;#039;Yale historical Publications. Miscellany&amp;#039;&amp;#039; 106).&lt;br /&gt;
* Matthias Piefel: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus und völkische Bewegung im Königreich Sachsen 1879–1914.&amp;#039;&amp;#039; V &amp;amp; R Unipress, Göttingen 2004, ISBN 3-89971-187-4 (&amp;#039;&amp;#039;[[Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung]]. Berichte und Studien&amp;#039;&amp;#039; 46).&lt;br /&gt;
* Hansjörg Pötzsch: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus in der Region. Antisemitische Erscheinungsformen in Sachsen, Hessen, Hessen-Nassau und Braunschweig 1870–1914.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Antisemitische Erscheinungsformen im Königreich Sachsen, in der Provinz Hessen-Nassau, im Großherzogtum Hessen und im Herzogtum Braunschweig zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs 1870/71–1914.&amp;#039;&amp;#039; [[Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen]], Wiesbaden 2000, ISBN 3-921434-21-1 (&amp;#039;&amp;#039;Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen&amp;#039;&amp;#039; 17), (Zugleich: Braunschweig, Techn. Univ., Diss., 1997).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|133160513}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|Barbara Hillen|133160513|Zimmermann, Oswald}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib |GND=133160513}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=133160513|titel=Zimmermann, Oswald|datum=2022-06-29}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133160513|VIAF=35636814}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Königreich Sachsen 5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zimmermann, Oswald}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Reformpartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1859]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zimmermann, Oswald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zimmermann, Franz Alexander Oswald (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (Deutschsoziale Reformpartei), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Februar 1859&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Środa Śląska|Neumarkt]], Schlesien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Mai 1910&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hejkal</name></author>
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