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	<title>Oswald Poche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T19:59:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oswald_Poche&amp;diff=1920491&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Lit: Link Kingreen</title>
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		<updated>2026-01-16T06:47:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lit: Link Kingreen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Wilhelm Oswald Poche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Januar]] [[1908]] in [[Brandenburg an der Havel]]; † [[22. September]] [[1962]] in [[Dannenberg (Elbe)|Dannenberg]]) war ein deutscher [[Oberregierungsrat]] und [[SS-Obersturmbannführer]], der als Leiter der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] in [[Frankfurt am Main]] und danach als Kommandeur des Einsatzkommandos 2 am [[Holocaust|Mord an den Juden]] beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Zum 1. Dezember 1930 trat Poche der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 378.342)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/15960931&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde später Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 267.316). Seinen höchsten Dienstgrad erreichte er mit der Beförderung zum Obersturmbannführer mit Wirkung zum 30. Januar 1939.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dienstaltersliste der Schutzstaffel der NSDAP (SS-Obersturmbannführer und SS-Sturmbannführer)&amp;#039;&amp;#039;, Stand vom 1. Oktober 1944. SS-Personalhauptamt, Berlin 1944.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] (IdS) in der Staatspolizeileitstelle [[Stettin]] mit Zuständigkeit für die [[Provinz Pommern]] löste Poche im Dezember 1939 [[Heinrich Seetzen]] ab. Poche übte die Funktion bis in das Frühjahr 1941 aus, sein Nachfolger wurde [[Otto Hellwig (SS-Mitglied)|Otto Hellwig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1941 wurde Poche zum Leiter der Staatspolizeistelle Frankfurt am Main ernannt. Der [[Gauleiter]] von Hessen-Nassau, [[Jakob Sprenger (Politiker)|Jakob Sprenger]], in dessen Gebiet Frankfurt lag, verfolgte die Politik, Frankfurt „[[Judenfrei|judenrein]]“ zu machen, und übertraf noch dabei die Anweisungen aus Berlin auf extreme Art. Diese Politik setzte Poche mit den Mitteln der Gestapo um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meyer&amp;quot; /&amp;gt; Zwischen 10. Oktober 1941 und 24. September 1942 organisierte die Frankfurter Staatspolizeistelle in zehn großen [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportationen]] die Verschleppung von etwa 10.000 Personen in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Poche leitete zusammen mit dem Leiter der Abteilung II, Kriminalrat Ernst Grosse, die Einsatzkräfte bei allen diesen Deportationen.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Meinl, Jutta Zwilling: &amp;#039;&amp;#039;Legalisierter Raub: die Ausplünderung der Juden im Nationalsozialismus durch die Reichsfinanzverwaltung in Hessen&amp;#039;&amp;#039;. Campus Verlag, Frankfurt 2004, ISBN 3-593-37612-1, S. 479–482.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem im Herbst 1942 die Deportation der Juden aus Frankfurt im Wesentlichen abgeschlossen war, nahm die Frankfurter Gestapo Maßnahmen vor, um eigentlich vor Deportationen (noch) geschützte Juden der Vernichtung auszuliefern: Juden, die in „[[Mischehe (Nationalsozialismus)|Mischehen]]“ lebten, „Weltkriegskämpfer“ und Rüstungsarbeiter sollten nicht deportiert werden. Durch ein System von Spitzeln und schärfster Überwachung ließ die Frankfurter Gestapo solche privilegierten Juden wegen Bagatell-„Delikten“ wie Verdeckung des [[Judenstern]]s oder ordnungswidrigem Antrag auf eine Kohlenzuteilung in das [[Konzentrationslager|KZ]] einweisen, von wo sie in den Osten deportiert und ermordet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meyer&amp;quot;&amp;gt;Beate Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Handlungsspielräume regionaler jüdischer Repräsentanten (1941–1945)&amp;#039;&amp;#039;. In: Birthe Kundrus, Beate Meyer (Hrsg.): „Die Deportation der Juden aus Deutschland : Pläne-Praxis-Reaktionen 1938-1945“. Wallstein, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-792-6, S. 68–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die führenden Personen in Frankfurt waren dabei Oswald Poche als Gestapo-Chef, Abteilungsleiter Ernst Grosse und der [[Judenreferent]] [[Heinrich Baab]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;eichler&amp;quot;&amp;gt;Volker Eichler: &amp;#039;&amp;#039;Das Judenreferat der Frankfurter Gestapo&amp;#039;&amp;#039;. In: Monica Kingreen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Nach der Kristallnacht&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. Campus-Verlag, Frankfurt/Main 1999, S. 245.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab September 1943 leitete er als Nachfolger von [[Reinhard Breder]] das Einsatzkommando 2, das beim [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Überfall auf die Sowjetunion]] Teil der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD#Einsatzgruppe A|Einsatzgruppe A]] war. Das Einsatzkommando verübte 1941/42 Massenmorde an Juden und [[Politoffizier|Politkommissaren]] im Gefolge der [[Heeresgruppe Nord]]. 1943 war an der nördlichen Ostfront die Zeit des Bewegungskrieges Richtung Osten vorbei. Das Einsatzkommando 2 wurde dementsprechend eine ortsfeste Einheit, die dem [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD|KdS]] Lettland/Riga unterstellt war. In [[Porchow]] wurde Poche Anfang 1944 bei einem Sprengstoffanschlag [[Sowjetische Partisanen|sowjetischer Partisanen]] schwer verwundet. Er kehrte zu einem Genesungsurlaub nach Frankfurt zu seiner Frau und den beiden Söhnen zurück. Ab 1. Mai 1944 trat er eine neue Stellung als KdS im [[Norwegen unter deutscher Besatzung|norwegischen]] [[Tromsø]] an, wo er SS-Sturmbannführer [[Kurt Stage]] ablöste. Diesen Posten hatte er bis Januar 1945 inne und wurde hier von SS-Obersturmbannführer [[Helmut Tanzmann]] abgelöst, der bis Kriegsende dort verblieb. Im April 1945 wurde Poche zum [[Reichssicherheitshauptamt|RSHA]] nach Berlin befohlen, wohin er auch gelangte. Von dort schlug er sich nach kurzer Zeit Richtung Westen nach Hamburg durch. Dort beschaffte er sich falsche Papiere auf den Namen des Schwagers seiner Ehefrau,&amp;lt;ref name=&amp;quot;eichler&amp;quot; /&amp;gt; tauchte nach Kriegsende unter und lebte unter dem falschen Namen „Koch“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 466. (Eintrag zu &amp;#039;&amp;#039;Poche, Oswald&amp;#039;&amp;#039;.)&amp;lt;/ref&amp;gt; mit seiner Familie in [[Salzwedel]], wo er sich als Handlungsreisender betätigte. Er verstarb in einem Krankenhaus in Dannenberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eichler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Monica Kingreen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Nach der Kristallnacht“ : jüdisches Leben und antijüdische Politik in Frankfurt am Main 1938 - 1945&amp;#039;&amp;#039;. Campus-Verlag, Frankfurt/Main 1999, ISBN 3-593-36310-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1314079182|VIAF=2839170351459664900006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Poche, Oswald}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Litauens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Lettlands 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Estlands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Norwegens 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberregierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Poche, Oswald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Poche, Julius Wilhelm Oswald (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Leiter der Gestapo in Frankfurt am Main und SS-Offizier in der Einsatzgruppe A&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Januar 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brandenburg an der Havel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. September 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dannenberg (Elbe)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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