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	<title>Osvaldo Cacciatore - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Osvaldo Cacciatore&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1924]] in [[Buenos Aires]]; † [[2007]] ebenda) war ein [[Argentinien|argentinischer]] [[Offizier]] der [[Fuerza Aérea Argentina|Luftwaffe]] und vom 2. April 1976 bis zum 31. März 1982 Bürgermeister der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Osvaldo Andrés Cacciatore wurde 1924 in Buenos Aires geboren. 1946 schrieb er sich in der Schule der Luftwaffe ein und nahm am 28. September 1951 an dem [[Putsch]] gegen Präsident [[Juan Perón]] teil. Der Putsch, angeführt von General Benjamín Menéndez, schlug jedoch fehl und Menéndez, Cacciatore und andere Beteiligte flohen ins benachbarte [[Montevideo]], [[Uruguay]], dessen Regierung Perón ablehnte.&amp;lt;ref name=nacion&amp;gt;[http://www.lanacion.com.ar/nota.asp?nota_id=930166 &amp;#039;&amp;#039;La Nación&amp;#039;&amp;#039;: Cacciatore, el militar que cambió la ciudad (span.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cacciatore kehrte nach Argentinien und zur Luftwaffe zurück. 1955 nahm er an einem zweiten Aufstand gegen den Präsidenten teil, diesmal angeführt von Admiral Samuel Toranzo Calderón. Toranzo entschied am Vorabend des geplanten Coups, diesen zu verschieben. In Unkenntnis dieser Entscheidung führten Mitglieder der Luftwaffe am 16. Juni den Bomben-Angriff auf die [[Plaza de Mayo]] aus, bei dem 300 Zivilisten starben. Die Aufständischen flogen anschließend nach Uruguay.&amp;lt;ref name=clarin&amp;gt;[http://www.clarin.com/diario/2007/07/30/elpais/p-01001.htm &amp;#039;&amp;#039;Clarín&amp;#039;&amp;#039; vom 30. Juli 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Scheina, Robert: &amp;#039;&amp;#039;Latin America’s Wars&amp;#039;&amp;#039;; Brassey’s, 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Revolte der [[Streitkräfte Argentiniens|Armee]], geleitet von General [[Eduardo Lonardi]] im September des gleichen Jahres, führte schließlich zur Absetzung Peróns. Mit der Einsetzung der &amp;#039;&amp;#039;[[Revolución Libertadora]]&amp;#039;&amp;#039; am 23. September kehrte Cacciatore nach Argentinien zurück. Die weitere Laufbahn Cacciatores in der Luftwaffe verlief ohne Besonderheiten, 1972 übernahm er eine Führungsposition. Bei der Vorbereitung eines Besuchs von Perón am 17. November 1972 hatte er den Vorsitz in der Regierungsdelegation inne.&amp;lt;ref&amp;gt;Potash, Robert: &amp;#039;&amp;#039;The Army and Politics in Argentina&amp;#039;&amp;#039;; Stanford University Press, 1996&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Buenos Aires ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan de autopistas urbanas.svg|miniatur|210px|Planung des Schnellstraßennetzes, genehmigt von Cacciatore 1976 – Fünf davon wurden tatsächlich gebaut.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Putsch vom März 1976 und der Einführung der [[Prozess der Nationalen Reorganisation|Militärdiktatur]] wurden fast alle demokratisch gewählten Offiziellen ersetzt und Cacciatore von dem neuen Regime zum Bürgermeister von Buenos Aires ernannt.&amp;lt;ref name=clarin/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er stand damit einer Stadt vor, die ein Viertel des BSP Argentiniens produzierte und zu dem Zeitpunkt die größte südamerikanische Stadt war. Zu seinen bevorstehenden Aufgaben gehörte die Vorbereitung der Fußballweltmeisterschaft, die 1978 in Argentinien stattfinden sollte und für die zwei Stadien, nämlich das [[Estadio José Amalfitani]] und das [[Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberti]] umgebaut werden mussten. Die Stadt selber litt an logistischen Problemen: der Zunahme des Individualverkehrs seit den 1950ern standen keine entsprechenden Infrastrukturmaßnahmen gegenüber.&amp;lt;ref name=ausa&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ausa.com.ar/site/subpagina.asp?IdSeccion=9&amp;amp;IdSub=37 |wayback=20090708030739 |text=AUSA: Historia (span.) |archiv-bot=2018-12-05 23:19:34 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch waren im Zuge der Migrantenströme aus dem weniger entwickelten Norden Argentiniens und aus Nachbarländern wie Bolivien und Paraguay über 30 [[Villa Miseria|Elendsviertel]] entstanden, in denen rund 200.000 Menschen (6 % der Stadtbevölkerung) lebten.&amp;lt;ref name=pagina&amp;gt;[http://www.pagina12.com.ar/2001/01-03/01-03-25/PAG10.HTM &amp;#039;&amp;#039;Pagina/12&amp;#039;&amp;#039;: Militares vs. villeros (span.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Probleme zu lösen, beauftragte Cacciatore den Ingenieur Dr. Guillermo Laura mit einem Masterplan für ein neues öffentliches Transportnetz. Lauras Plan, ursprünglich bereits 1970 erdacht, sah neun Schnellstraßen mit einer Länge von 74 km vor, von denen zwei bereits existierten. Vorbereitend wurden zwischen 1977 und 1978 3.000 Häuser enteignet und abgerissen.&amp;lt;ref name=nacion/&amp;gt;  Im November 1978 wurde mit dem Bau der nächsten beiden Straßen begonnen. Diese Straßen hatten eine Gesamtlänge von 14 km und wurden im Dezember 1980 eröffnet. Bis 2006 waren sie gebührenpflichtige Straßen, die dem AUSA-Konsortium unterstanden.&amp;lt;ref name=ausa/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beseitigung der Slums sowie der Abriss von Sozialwohnungen, in denen rund 16.000 Menschen lebten, wurden durch eine Verordnung des Bürgermeisters vom 13. Juli 1977 festgelegt. Die Sozialmieter sollten in die Partidos [[Partido La Matanza|La Matanza]] und [[Partido Esteban Echeverría|Esteban Echeverría]] in [[Gran Buenos Aires]] umgesiedelt werden. Die Betroffenen waren jedoch mit der Umsiedlung nicht einverstanden, in Auseinandersetzungen kam es zu zahlreichen Toten und Verletzten.&amp;lt;ref name=pagina/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorfälle und die Einsicht der Kommission, dass eine Räumung der Slums erst geschehen kann, wenn annehmbare Unterkünfte für die Betroffenen bereitstehen, resultierten in einer Gerichtsentscheidung vom Dezember 1979.&amp;lt;ref&amp;gt;Schuurman, Franz Johan: &amp;#039;&amp;#039;Urban Social Movements in the 3rd World&amp;#039;&amp;#039;; Taylor &amp;amp; Francis, 1989&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Volkszählung von 1980 ergab, dass nicht mehr als 30.000 Menschen in den Slums lebten, was Cacciatores Wohnungs-Kommissar (und späteren Bürgermeister) [[Guillermo del Cioppo]] veranlasste zu sagen: „Ein Leben in Buenos Aires ist nicht für jeden vorgesehen, nur für diejenigen, die es verdienen und die bereit sind für ein Leben in einer anständigen Gemeinde – eine bessere Stadt für die besten Menschen.“&amp;lt;ref name=pagina/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen wurden ergänzt durch den Bau von 64 öffentlichen Schulen und mehrerer öffentlicher Parks sowie durch die Schließung zehntausender Verbrennungsanlagen in Mehrfamilienhäusern, die täglich bis zu 3.000 Tonnen giftiger Rückstände produzierten. Stattdessen wurde eine Müllabfuhr („Manliba“, ein privat-staatliches Konsortium) eingerichtet.&amp;lt;ref name=manliba&amp;gt;[http://www.clarin.com/diario/2009/08/29/laciudad/h-01987895.htm &amp;#039;&amp;#039;Clarín&amp;#039;&amp;#039; vom 29. August 2009: Un contrato enorme y codiciado (span.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cacciatores Leistungen wurden vom [[Schmutziger Krieg|Schmutzigen Krieg]] und dem Verschwinden von nahezu 30.000 Menschen überschattet. Allein in Buenos Aires unterhielt die Militärdiktatur 15 Folterzentren.&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, Martin: &amp;#039;&amp;#039;Dossier Secreto&amp;#039;&amp;#039;; Westview Press, 1993&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kamen finanzielle Unregelmäßigkeiten in vielen Projekten der Stadtverwaltung. Die beiden fertiggestellten Schnellstraßen, ursprünglich mit 222 Mio. US$ angesetzt, kosteten tatsächlich fast eine Milliarde US$. Da die Einnahmen aus der gebührenpflichtigen Nutzung geringer ausfielen als geplant, wurden die Arbeiten an den fünf weiteren Straßen zunächst verschoben.&amp;lt;ref name=clarin/&amp;gt; Der Bau einer weiteren Schnellstraße wurde erst nach einem Abriss storniert. Die Auswirkungen hieraus auf den betroffenen Stadtteil [[Saavedra (Buenos Aires)|Saavedra]] wurden erst in den späten 1990er Jahren „geheilt“. Drei Schnellstraßen wurden danach aber noch gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2022-12 |url=http://www.lanacion.com.ar/nota.asp?nota_id=69124 |text=&amp;#039;&amp;#039;La Nación&amp;#039;&amp;#039;: La autopista que no fue (span.) |archivebot=2022-12-24 14:47:07 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cacciatores Vereinbarung mit der Müllabfuhrfirma Manliba geriet ebenfalls wegen der Kosten und wegen der Unfähigkeit der Firma, die neue Müllkippe zu unterhalten, unter Beschuss.&amp;lt;ref name=manliba/&amp;gt; Sein Druck auf den Fußballverein [[CA San Lorenzo de Almagro]] zum Verkauf ihres Stadions und des Grundstücks in [[Boedo]] an den französischen Einzelhändler [[Groupe Carrefour|Carrefour]], konnte nicht aufgeklärt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.notasdefutbol.com/notas-de-futbol/el-viejo-gasometro-el-canalla-cacciatore-y-carrefour &amp;#039;&amp;#039;Notas de Futbol&amp;#039;&amp;#039;: El viejo gasómetro (span.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Bemühungen, den heruntergekommenen Stadtteil [[Villa Lugano]] zu entwickeln, führten zur Anlage des [[Parque de la Ciudad]] auf einer aufgelassenen Müllkippe. Erneute Kontroversen gab es, als die mit der Parkanlage beauftragte Firma Interama 1980 in Konkurs fiel und die Stadt die Firmenschulden übernahm. Auch die angestrebten 15 Mio. Besucher pro Jahr wurden nie erreicht, max. besuchten eine Mio. Menschen jährlich den Freizeitpark.&amp;lt;ref name=nacion/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.villalugano.com.ar/barrio/historia/evolucion2.php Villa Lugano (span.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Jahre ===&lt;br /&gt;
Cacciatore war gezwungen, eine Reihe anderer städtebaulicher Projekte abzusagen, darunter die Urbanisierung des damals noch verlassenen Hafenviertels [[Puerto Madero]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lewis, Paul: &amp;#039;&amp;#039;The Crisis of Argentine Capitalism&amp;#039;&amp;#039;; University of North Carolina Press, 1990&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. April 1982 übergab er die Geschäfte an seinen Nachfolger [[Guillermo del Cioppo]]. In einer Reihe von Anklagen musste er sich vor Gericht wegen seiner lukrativen Geschäfte verantworten.&amp;lt;ref name=nacion/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr zur Demokratie 1983 kehrten viele ehemalige Slumbewohner an ihre früheren Wohnorte zurück. Das veranlasste Cacciatore, 1993 für den [[Argentinischer Nationalkongress|Nationalkongress]] als Abgeordneter zu kandidieren. 1997 bewarb er sich für einen Sitz in der [[Legislative]] von Buenos Aires. Beide Male war er jedoch erfolglos. Cacciatore starb 2007, im Alter von 83 Jahren, in seiner Heimatstadt.&amp;lt;ref name=clarin/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Eduardo Alberto Crespi]]|NACHFOLGER=[[Guillermo del Cioppo]]|AMT=[[Liste der Bürgermeister und Regierungschefs von Buenos Aires|Bürgermeister von Buenos Aires]]|ZEIT=1976–1982}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cacciatore, Osvaldo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Buenos Aires)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Argentinien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argentinier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2007]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cacciatore, Osvaldo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=argentinischer Militär, Bürgermeister von Buenos Aires&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1924&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Buenos Aires]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2007&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Buenos Aires]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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