<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ostukraine</id>
	<title>Ostukraine - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ostukraine"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ostukraine&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T05:01:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ostukraine&amp;diff=650992&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Smirnoff80: Einordnung ergänzt: unterschiedliche Definitionen der „Ostukraine“ (mit Belegen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ostukraine&amp;diff=650992&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-10T14:25:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einordnung ergänzt: unterschiedliche Definitionen der „Ostukraine“ (mit Belegen)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostukraine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ukS|Східна Україна|Schidna Ukrajina}}) ist die östliche der vier Großregionen der [[Ukraine]]. Größte Stadt, kulturelles und geistiges Zentrum dieser von der [[Schwerindustrie]] geprägten Region ist [[Charkiw]] (russisch &amp;#039;&amp;#039;Charkow&amp;#039;&amp;#039;). Weitere große Industriezentren sind [[Dnipro]], [[Donezk]], [[Luhansk]] und [[Mariupol]].&lt;br /&gt;
Eine einheitliche Abgrenzung der „Ostukraine“ existiert in der Forschung nicht; je nach Kontext wird der Begriff unterschiedlich verwendet. In einem engeren Verständnis bezieht er sich häufig vor allem auf den [[Donbas]] (Donezk und Luhansk), insbesondere im politischen und konfliktbezogenen Kontext,&amp;lt;ref name=&amp;quot;bpb&amp;quot;&amp;gt;{{cite web&lt;br /&gt;
 |url=https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/UkraineAnalysen146.pdf&lt;br /&gt;
 |title=Ukraine-Analysen Nr. 146&lt;br /&gt;
 |website=Bundeszentrale für politische Bildung&lt;br /&gt;
 |language=de&lt;br /&gt;
 |access-date=2026-03-27&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; während andere Darstellungen zusätzlich Regionen wie Charkiw oder Dnipropetrowsk einbeziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kappeler&amp;quot;&amp;gt;{{cite book&lt;br /&gt;
 |last=Kappeler&lt;br /&gt;
 |first=Andreas&lt;br /&gt;
 |title=Kleine Geschichte der Ukraine&lt;br /&gt;
 |publisher=Beck&lt;br /&gt;
 |year=2014&lt;br /&gt;
 |language=de&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Донецкий коксохимический завод 010.jpg|mini|Kokerei in Donezk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte der Ukraine}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der [[Geschichte der Ukraine|Geschichte]] gehörten sowohl der Osten als auch der Süden der Ukraine wiederholt und längerfristig zu den [[Steppe]]nreichen der eurasischen [[Nomaden]]- und [[Reitervölker]] der [[Chasaren]], [[Kyptschaken]] (Hauptstadt Sharukhan bei Charkiw) und [[Tataren]] ([[Goldene Horde]] an der [[Wolga]]).&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch der tatarischen und litauischen Herrschaft erhoben sich 1648 die orthodoxen [[Kosaken]] der Zentral-Ukraine unter Führung von [[Bohdan Chmelnyzkyj]] gegen die katholischen [[Polen]] und stellten sich 1654 links des Flusses [[Dnepr]] alle, aber dann geteilt unter russischen Schutz. Polen musste 1668 die russische Herrschaft über die Ost- und Zentralukraine mitsamt Kiew anerkennen. [[Katharina II.|Katharina die Große]] führte die vorher in der Ukraine nicht bekannte [[Leibeigenschaft]] ein. [[Russisch-Türkische Kriege|1793 und 1795 eroberte Russland]] auch den Großteil der übrig gebliebenen [[Osmanisches Reich|osmanisch]]en Gebiete der Ukraine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine räumliche Abgrenzung der Ostukraine wird auf unterschiedliche Art und Weise vorgenommen. Auf Basis der historischen Entwicklung ließe sie sich von der „[[linksufrige Ukraine|linksufrigen Ukraine]]“ als Teil der Zentral-Ukraine abgrenzen, welche die Gebiete links des Flusses [[Dnepr]] und die am rechten Ufer des Dnepr gelegene Hauptstadt [[Kiew]] umfasst, da diese Teile Polen-Litauens gewesen waren. (Die „[[rechtsufrige Ukraine]]“ verblieb bis zu den [[Teilungen Polens]] weiterhin unter polnischer Kontrolle, nur das ganz im Westen gelegene Galizien sowie die [[Karpatenukraine]] kamen erst nach dem Zweiten Weltkrieg unter sowjetische Herrschaft.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ukrainian salary map.png|mini|Durchschnittslöhne nach Regionen (2008)]]&lt;br /&gt;
Wegen großer Rohstoffvorkommen wurde das Gebiet bereits relativ früh industrialisiert. Insbesondere in den [[Oblast Donezk|Oblasten Donezk]] und [[Oblast Luhansk|Luhansk]] entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Industriegebiet des [[Donezbecken]]s. [[Dnipro]], zwischen dem Kohleabbaugebiet im Donezbecken und dem [[Kriwbass|Erzabbaugebiet]] um [[Krywyj Rih]] &amp;#039;&amp;#039;(Kriwoi Rog)&amp;#039;&amp;#039; gelegen, ist eine weitere wichtige Industriestadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sowjets im [[Russischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]] und der Niederschlagung ukrainischer Unabhängigkeitsbestrebungen war 1920–1934 Charkiw anstelle Kiews Hauptstadt der [[Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik|Ukrainischen Sowjetrepublik]]. Die Sowjets forcierten die [[Industrialisierung der Sowjetunion|Industrialisierung]] und die Schifffahrt unter Ausbeutung der Landwirtschaft (Hungerexporte). Millionen von Menschen starben während des [[Holodomor]] (Hungersnot von 1932/33), viele davon in den Dörfern der Ostukraine, welche mit der Zentralukraine zusammen mehr betroffen war als die [[Westukraine]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.srf.ch/audio/echo-der-zeit/historiker-fremdherrschaft-belastet-die-ukrainische-bevoelkerung?uuid=d0fe9e7c-cf47-4fee-a73e-1a0422174ebe Andreas Kappeler: &amp;#039;&amp;#039;Fremdherrschaft belastet die ukrainische Bevölkerung&amp;#039;&amp;#039;], Audiodatei, SRF, 13. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die industrielle Entwicklung führte in der Ostukraine zu einem starken Verstädterungsprozess und zur [[Arbeitsmigration|Einwanderung von Arbeitskräften]] aus Russland, während die Westukraine heute teilweise noch sehr ländlich geprägt ist.&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Jüngere Entwicklungen, v.a. seit 2014}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Russians Ukraine 2001.PNG|mini|Anteil ethnischer Russen nach Regionen (Volkszählung 2001)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruslangsup2001.PNG|mini|Anteil der Bewohner, die Russisch als Muttersprache sprechen, nach Regionen (Volkszählung 2001)]]&lt;br /&gt;
Die [[Russen in der Ukraine|Bewohner russischer Abstammung]] konzentrieren sich vor allem in den größeren städtischen Ballungszentren. In den größeren Städten und besonders in den Oblasten Donezk und Luhansk dominiert das [[Russische Sprache|Russisch]]e als Muttersprache, wobei Russisch auch von vielen Ukrainern als Verkehrssprache verwendet wurde. Die hohe Bedeutung der russischen Sprache in den Städten der Ostukraine rührt daher, dass im Zuge der Industrialisierung viele Russen in die neugegründeten Städte dieses Gebietes einwanderten (insbesondere aus der [[Oblast Kursk]]). So waren etwa bei der Volkszählung 1897 63,17 % der Bevölkerung der Stadt Charkiw russischer Abstammung. Fast die gesamte jüdische Bevölkerung, sofern nicht geflohen, wurde während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ukrainischen Regionen [[Oblast Luhansk|Luhansk]] (russisch &amp;#039;&amp;#039;Lugansk&amp;#039;&amp;#039;; 39,0 %), [[Oblast Donezk|Donezk]] (38,2 %), [[Oblast Charkiw|Charkiw]] (25,6 %), [[Oblast Saporischschja|Saporischschja]] (russisch &amp;#039;&amp;#039;Saporoschje&amp;#039;&amp;#039;; 24,7 %), [[Oblast Odessa|Odessa]] (20,7 %), [[Oblast Dnipropetrowsk|Dnipropetrowsk]] (russisch &amp;#039;&amp;#039;Dnepropetrowsk&amp;#039;&amp;#039;; 17,6 %), [[Oblast Mykolajiw|Mykolajiw]] (russisch &amp;#039;&amp;#039;Nikolajew&amp;#039;&amp;#039;) und [[Oblast Cherson|Cherson]] (jeweils 14,1 %) gibt es große russische Minderheiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://2001.ukrcensus.gov.ua/eng/results/general/nationality/ Volkszählung 2001: Nationalitäten]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Autonome Republik Krim|Autonomen Republik Krim]] (58,3 %) sowie in der Stadt [[Sewastopol]] (71,6 %) stellen Russen die Bevölkerungsmehrheit vor den Ukrainern und den [[Krimtataren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anteil derer, die Russisch als Muttersprache sprechen, ist jeweils höher als der der ethnischen Russen, da es auch ethnische Ukrainer und Angehörige anderer Nationalitäten gibt, die Russisch als Muttersprache angeben. Der Anteil liegt am höchsten in der Autonomen Republik Krim (77,0 %), Donezk (74,9 %), Luhansk (68,8 %), Saporischschja (48,2 %) Charkiw (44,3 %) (und Odessa in der Südukraine (41,9 %)).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://2001.ukrcensus.gov.ua/eng/results/general/language/ Volkszählung 2001: Sprachen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner der Ostukraine sind zumeist [[Atheismus|atheistisch]], [[Ukrainisch-orthodoxe Kirche Moskauer Patriarchats|ukrainisch-orthodox mit Bekenntnis zum Moskauer Patriarchat]] oder protestantisch (v.&amp;amp;nbsp;a. Baptisten) – während im Westen der Ukraine eher Katholiken, [[Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche|Griechisch-Katholiken]] und Angehörige der [[Orthodoxe Kirche der Ukraine|Orthodoxen Kirche der Ukraine]] leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Krieg im Donbas]]&lt;br /&gt;
* [[Linksufrige Ukraine]]&lt;br /&gt;
* [[Neurussland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4362885-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Ukraine)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Smirnoff80</name></author>
	</entry>
</feed>