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	<title>Ostthrakien - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T16:45:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ostthrakien&amp;diff=1516925&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-01-05T14:13:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Thrace and present-day state borderlines.png|mini|hochkant|Das Gebiet des antiken Thrakien innerhalb der heutigen Staatsgebiete]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Източна Тракия на картата на Мармара, Турция.png|mini|hochkant|Ostthrakien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostthrakien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Europäische Türkei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;türkisches Thrakien&amp;#039;&amp;#039;, {{trS|Doğu Trakya}} oder &amp;#039;&amp;#039;Trakya Bölgesi;&amp;#039;&amp;#039; {{BgS|Източна Тракия|Iztotschna Trakija}} oder Одринска Тракия &amp;#039;&amp;#039;Odrinska Trakija&amp;#039;&amp;#039; ‚Edirne-Thrakien‘ zu bulg. &amp;#039;&amp;#039;Odrin&amp;#039;&amp;#039; Одрин ‚Edirne‘; {{elS|Ανατολική Θράκη|Anatoliki Thraki}}) ist der geographische Teil der [[Türkei]], der sich auf der [[Balkanhalbinsel]] und somit auf dem [[Europa|europäischen]] Kontinent befindet (etwa 3 % der Landesfläche). Der Name leitet sich von der antiken Urbevölkerung ab, den [[Thraker]]n. Die Region ist der östliche Teil der historischen [[Thrakien (Landschaft)|Landschaft Thrakien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der Antike gehörte die Region zu den umkämpften Grenzregionen der [[Antikes Griechenland|hellenischen]] und der [[Perserreich|persischen]] Welt. Später wurde sie zum Kernland des Reichs des thrakischen Stammes der [[Odrysen]], bis zu der Eroberung durch die [[Römisches Reich|Römer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des oströmischen, [[Byzantinisches Reich|byzantinischen Reichs]] gehörte die Region zum direkten Hinterland von [[Konstantinopel]]. In dieser Zeit wurde sie in den Gebieten [[Makedonien (byzantinisches Thema)|Makedonien]] und [[Thrakien (byzantinisches Thema)|Thrakien]] zusammengefasst. Die [[Spätantike]] und das [[Frühmittelalter]] sind durch zahlreiche Einfälle und Verwüstungen von [[Keltische Südwanderungen|Kelten]], West[[goten]], [[Ostgoten]], [[Awaren]], [[Protobulgaren]] etc. dokumentiert. Im gesamten Mittelalter war die Zugehörigkeit der Region zwischen dem [[Geschichte Bulgariens|Bulgarischen]] und [[Byzantinisches Reich|Byzantinischen Reich]] umkämpft. In Ostthrakien konnten in Auswertung der reich erhaltenen literarischen, archäologisch-kunsthistorischen und landschaftlichen Quellen sowie der [[Toponomastik|Toponymie]] mehr als 700 Stätten aus Antike und Mittelalter dokumentiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://epub.oeaw.ac.at/3945-4 Andreas Külzer: &amp;#039;&amp;#039;Ostthrakien (Eurōpē)&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Teil der Türkischen Republik wurde während des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] als [[Rumelien]] („Land der [[Romaioi]]“ = „Land der (Ost-)Römer“, also der [[Griechen]]) bezeichnet, im Gegensatz zu Anadolu, heute [[Anatolien]] (aus dem Griechischen für „Land im Osten“), jenem Teil der Türkei, der zu Vorderasien gehört. Im August 1903 fanden dort einige der zentralen Kampfhandlungen des [[Ilinden-Preobraschenie-Aufstand]]es statt, der gegen die türkische Herrschaft gerichtet war und zur Ausrufung der kurzlebigen [[Strandscha-Republik]] führte. Während des [[Balkankrieg|Ersten Balkankrieges]] 1912, gelang es der bulgarischen Armee, fast ganz Ostthrakien (mit Ausnahme von Konstantinopel und den Dardanellen) zu erobern. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde das Gebiet im [[Vertrag von Sèvres (Osmanisches Reich)|Vertrag von Sèvres]] [[Griechenland]] zugeteilt; Konstantinopel verblieb jedoch bei der Türkei. Als Ergebnis des kurz darauf ausgebrochenen [[Griechisch-Türkischer Krieg|Griechisch-Türkischen Kriegs]] fiel Ostthrakien im [[Vertrag von Lausanne]] wieder an die Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Grenzen und Provinzen ==&lt;br /&gt;
Die heutigen Grenzen folgen den Grenzen und Küstenlinien des türkischen Staates. Im Norden grenzt die Region an [[Bulgarien]] und [[Nordthrakien]], im Westen bildet der Fluss [[Mariza]] die natürliche [[Grenze zwischen Griechenland und der Türkei|Grenze zu Griechenland]] und [[Thrakien (griechische Region)|Westthrakien]]. Im Süden grenzt die Region an das [[Marmarameer]] und im Osten an das [[Schwarzes Meer|Schwarze Meer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ostthrakien gehören heute die türkischen Provinzen [[Kırklareli (Provinz)|Kırklareli]], [[Tekirdağ (Provinz)|Tekirdağ]], [[Edirne (Provinz)|Edirne]] sowie die europäischen Teile von [[İstanbul (Provinz)|Istanbul]] und [[Çanakkale (Provinz)|Çanakkale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Provinz&lt;br /&gt;
! Fläche&amp;lt;br /&amp;gt;(km²)&lt;br /&gt;
! Bevölkerung&amp;lt;br /&amp;gt;(Zensus von 2007)&amp;lt;ref&amp;gt;Turkish Statistical Institute (2007): {{Webarchiv|url=http://www.tuik.gov.tr/jsp/duyuru/upload/adnks_Harita_TR/HaritaTR.html |wayback=20170706210821 |text=2007 &amp;#039;&amp;#039;Census, population by provinces and districts,&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-12-24 14:19:15 InternetArchiveBot }} 26. Dezember 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Bevölkerungsdichte&amp;lt;br /&amp;gt;(pro km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: left;&amp;quot; | [[Edirne (Provinz)|Edirne]]&lt;br /&gt;
| 6.279&lt;br /&gt;
| 396.462&lt;br /&gt;
| 63,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: left;&amp;quot; | [[Kırklareli (Provinz)|Kırklareli]]&lt;br /&gt;
| 6.550&lt;br /&gt;
| 333.256&lt;br /&gt;
| 50,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: left;&amp;quot; | [[Tekirdağ (Provinz)|Tekirdağ]]&lt;br /&gt;
| 6.218&lt;br /&gt;
| 728.396&lt;br /&gt;
| 117,1&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;border-bottom: 2px solid;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: left;&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;sub-total&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 19.047&lt;br /&gt;
| 1.458.114&lt;br /&gt;
| 76,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: left;&amp;quot; | [[İstanbul (Provinz)|İstanbul]] &amp;lt;small&amp;gt;(europäischer Teil)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 3.421 &amp;lt;!-- 5170 für die ganze Provinz --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 8.183.969&lt;br /&gt;
| 2392,2&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: left;&amp;quot; | [[Çanakkale (Provinz)|Çanakkale]] &amp;lt;small&amp;gt;(europäischer Teil)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1.296 &amp;lt;!-- 9887 für die ganze Provinz --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 56.745&lt;br /&gt;
| 43,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Total&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; | 23.764&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; | 9.698.828&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; | 408,1&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Städte im türkischen Teil Thrakiens, mit Ausnahme von [[Istanbul]], das sich auf zwei Kontinenten befindet, sind (Angaben aus dem Jahr 2000):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Çorlu]], 150.000 Einwohner&lt;br /&gt;
* [[Edirne]], 119.298 Einwohner&lt;br /&gt;
* [[Silivri]], 108.155 Einwohner&lt;br /&gt;
* [[Tekirdağ]], 107.191 Einwohner&lt;br /&gt;
* [[Lüleburgaz (Stadt)|Lüleburgaz]], 79.002 Einwohner&lt;br /&gt;
* [[Kırklareli]], 53.221 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Bis zum [[Balkankriege#Zweiter Balkankrieg (1913)|Zweiten Balkankrieg]] (1913) wohnten dort noch neben [[Türken]] und [[Roma in der Türkei|Roma]] viele [[thrakische Bulgaren]] und bis Anfang des 20. Jahrhunderts (s. auch [[Teşkilât-ı Mahsusa]])&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ljubomir Miletitsch]]: Разорението на тракийскитеѣ българи презъ 1913 година (bulg. &amp;#039;&amp;#039;Razorjawaneto na trakijskite balgari prez 1913 godina&amp;#039;&amp;#039;), Verlag Balgarski Bestseller, Sofia, 2003, S. 303, ISBN 954-9308-14-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie bis zum [[Pogrom von Istanbul]] (1955) [[Griechen]], die vertrieben wurden.&lt;br /&gt;
Im Sommer 1934 wurde die jüdische Bevölkerung in Ostthrakien Opfer kollektiver Gewalt, anschließend wurde sie bei einem [[Thrakien-Pogrom 1934|Pogrom]] vertrieben.&lt;br /&gt;
Örtliche Behörden wiesen die Juden an, binnen weniger Tage ihre Geschäfte abzuwickeln und ihre Unterkünfte zu verlassen, was auch geschah. Viele ließen ihren Besitz zurück oder mussten ihn zu Schleuderpreisen an einheimische Türken verkaufen; einige konnten ihre bewegliche Habe mitnehmen.&lt;br /&gt;
Man schätzte die Zahl der Vertriebenen auf bis zu 10.000 Menschen; offizielle türkische Angaben behaupteten 3.000 Vertriebene.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundeszentrale für politische Bildung]] (2014): [http://www.bpb.de/internationales/europa/tuerkei/181867/vertreibung-der-tuerkischen-juden &amp;#039;&amp;#039;Die Vertreibung der türkischen Juden aus Thrakien 1934.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das türkische Thrakien wird heute überwiegend von anatolischen Türken, die durch das Besiedlungsgesetz (İskân Kanunu) von 1934&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.resmigazete.gov.tr/arsiv/2733.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; angesiedelt wurden, und den Nachkommen von [[Muhacir]] ([[Balkan-Türken]], den [[Gadschalen]] (Muslimischen [[Gagausen]]), [[Pomaken]] (Muslime aus Bulgarien)), sowie muslimischen [[Roma in der Türkei|Roma]], die sich selbst Romanlar nennen,&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.itinari.com/de/celebrate-the-gypsy-festival-in-edirne-u5h8&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://renk-magazin.de/roma-in-der-tuerkei/&amp;lt;/ref&amp;gt; bewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.trakyanet.com/rumeli/makale/trakya-halklari.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei|Bevölkerungsaustauschs zwischen Griechenland und der Türkei]] gemäß dem [[Vertrag von Lausanne]] wurden mehrheitlich [[griechische Muslime]], die [[Vallahaden]] (Patriyotlar) aus der griechischen Region Makedonien&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.trakyagezi.com/trakyada-az-bilinen-etnik-bir-grup-patriyotlar/&amp;lt;/ref&amp;gt;, sowie muslimische [[Meglenorumänen]] (Karacaovalilar)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.oeaw.ac.at/fileadmin/kommissionen/vanishinglanguages/Collections/Meglen_Vlach/Bibliography_pdfs/Kahl_2002_-_Islamisierung_Notia.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Krimtataren]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.kirimdernegi.org.tr/haberler/702-trakya-da-kirim-surgununun-67-yili-anma-etkinlikleri&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.trthaber.com/haber/turkiye/saldirilardan-kacan-kirim-tatar-turkleri-edirne-ve-kirklarelide-661331.html&amp;lt;/ref&amp;gt; nach Ostthrakien umgesiedelt.&lt;br /&gt;
Die türkische [[1. Armee (Türkei)|1. Armee]] ist in der Gegend stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Külzer (Historiker)|Andreas Külzer]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Tabula Imperii Byzantini]].&amp;#039;&amp;#039; Band 12: &amp;#039;&amp;#039;Ostthrakien (Europe).&amp;#039;&amp;#039; Verl. der Österr. Akad. der Wiss., Wien, 2008, ISBN 978-3-7001-3945-4.&lt;br /&gt;
* Hatice Bayraktar: &amp;#039;&amp;#039;Zweideutige Individuen in schlechter Absicht. Die antisemitischen Ausschreitungen in Thrakien 1934 und ihre Hintergründe.&amp;#039;&amp;#039; [[Klaus Schwarz Verlag]] 2011, ISBN 978-3-87997-372-9.&lt;br /&gt;
* Berna Pekesen: &amp;#039;&amp;#039;Nationalismus, Türkisierung und das Ende der jüdischen Gemeinden in Thrakien.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg 2012, ISBN 978-3-486-70715-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4075763-8|VIAF=246533653}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Türkei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thrakien (Landschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in der Türkei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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