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	<title>Ostropablock - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T10:58:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ostropablock&amp;diff=1336556&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heied: /* Berechtigungskarten */</title>
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		<updated>2025-12-19T21:50:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Berechtigungskarten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ostropablock1.jpg|miniatur|Ostropablock]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostropablock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zählt als dritte [[Briefmarkenblock|Blockausgabe]] des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]] zu den [[Philatelie|philatelistischen]] Raritäten des Briefmarkenausgabezeitraumes 1872 bis 1945. Er erschien anlässlich der [[Königsberg (Preußen)|Königsberger]] Briefmarkenausstellung OSTROPA 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe ==&lt;br /&gt;
Anlässlich der OSTROPA (Internationale Osteuropäische Postwertzeichenausstellung) in Königsberg vom 23. Juni bis 3. Juli 1935 verausgabte die [[Deutsche Reichspost]] diesen Block, der bereits zum Ausgabetag eine [[Rarität]] war, da er nur über Bezugsscheine in stark begrenzter Stückzahl erhältlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf selber geht auf den aus Königsberg stammenden Professor Dr. [[Franz Marten]] zurück, die Ausführung erfolgte im Stahlstich[[tiefdruckverfahren]] auf gestrichenem [[Wertzeichenpapier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierereinheit in den Wertstufen 3, 6, 12 und 25 [[Reichsmark|Reichspfennig]] (was den vier damals am gebräuchlichsten Portostufen für Inlandsdrucksache, -postkarte, -brief und Auslandsbrief entsprach) weist im Markenbild die [[Burg Allenstein]] und im Hintergrund die Karte [[Ostpreußen]]s (3 Pfennige, orangebraun), das [[Tannenberg-Denkmal]] vor dem stilisierten [[Reichsadler]] (6 Pfennige, dunkelblaugrün), das [[Königsberger Schloss]] vor dem Ostpreußenschild (12&amp;amp;nbsp;Pfennige, rot) sowie das mit einem Eichenblatt hinterlegte [[Lidzbark Warmiński|Schloss Heilsberg]] (25&amp;amp;nbsp;Pfennige, dunkelblau) auf. Die Anordnung der Wertstufen im Uhrzeigersinn von rechts oben ist 12 – 25 – 6 - 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ostropablock1.jpg|Ostropablock in gestempelter Erhaltung, Ersttagssonderstempel. Das Papier ist schneeweiß, die Gummierung wurde rechtzeitig entfernt.&lt;br /&gt;
Datei:ostropablockpf.jpg|Ostropablock in postfrischer Erhaltung mit unberührter Originalgummierung (äußerst selten). Bereits starke Braunverfärbung erkennbar.&lt;br /&gt;
Datei:Herzstückostropa.jpg|Herzstück des Blockes in postfrischer Erhaltung, starke Braunverfärbung&lt;br /&gt;
Datei:Bedarfsbrief.jpg|Brief mit Ostropablock, Sonderstempel zur Ausstellung&lt;br /&gt;
Datei:Briefgeschäftsstelle.jpg|Offizieller Brief der Geschäftsstelle der OSTROPA-Ausstellung&lt;br /&gt;
Datei:einschreibezettel.jpg|R-Briefzettel des OSTROPA-Sonderpostamtes&lt;br /&gt;
Datei:Cranzrossitten.jpg|Der seltenste der offiziellen Sonderstempel – CRANZ-ROSSITTEN-SCHIFFSPOST&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ostropaallenstein.jpg|3 Pfennig Schloß Allenstein&lt;br /&gt;
Datei:DR 1935 577 Tannenberg-Nationaldenkmal.jpg|6 Pfennig Tannenbergdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:DR 1935 578 Königsberger Schloss.jpg|12 Pfennig Schloß Königsberg&lt;br /&gt;
Datei:ostropaheilsberg.jpg|25 Pfennig Schloß Heilsberg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wahl der Farben orientierte sich die Reichspost an den Empfehlungen des [[Weltpostverein]]s, wonach man schon anhand der Farbe den Verwendungszweck der Wertstufe erkennen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.briefmarkenfreunde-rheingau.de/files/uploads/Postvereinsfarben-Wolfgang-Greiner-2011-10-10.pdf Wolfgang Greiner (2011): &amp;#039;&amp;#039;Warum ist die 10 Pfg. Heuss grün?&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Block (Maße 148 auf 104&amp;amp;nbsp;mm) weist als Blockrand-[[Wasserzeichen (Briefmarkenpapier)|Wasserzeichen]] über den Marken die Inschrift OSTROPA und unterhalb der Vierereinheit (dem sog. Herzstück) die Jahreszahl 1935 auf.&lt;br /&gt;
Die vier Marken tragen als Wasserzeichen das [[Deutscher Orden#Zeichen und Ornat|Deutsch-Ordenskreuz]], was schon damals als Hommage an den Sitz des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]] in Königsberg aufgefasst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Auflage betrug 162.700 Stück&amp;lt;ref&amp;gt;Michel-Spezial Katalog Deutschland 2007 (Broschiert), Seite 408, Verlag: Schwaneberger Verlag GmbH (2007), ISBN 3-87858-137-8&amp;lt;/ref&amp;gt;, von denen mehr als die Hälfte zertrennt oder in Herzstücken aufgebraucht wurde. Ein nicht unerheblicher Anteil wurde nach Ablauf der Gültigkeit zum 31. Dezember 1935 amtlich vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechtigungskarten ==&lt;br /&gt;
Der Block wurde zu einem Postpreis von 1,70 [[Reichsmark]] am Sammlerschalter nur in Verbindung mit den Berechtigungskarten oder der Eintrittskarte abgegeben. Trotzdem hatten der ganze Block, sein Herzstück allein und auch die Einzelmarken die volle [[Frankatur]]kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ostropaberechtigung1.jpg|Berechtigungskarte zur Bestellung&lt;br /&gt;
Datei:ostropaberechtigung2.jpg|Berechtigungskarte zur Bestellung – Kontingentierung&lt;br /&gt;
Datei:ostropaberechtigung3.jpg|Berechtigungskarte zur Bestellung, Rückseite&lt;br /&gt;
Datei:ostropaberechtigung4.jpg|Berechtigungskarte zur Bestellung – Kontingentierung, Rückseite&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vignetten ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Ausstellung waren auch vier verschiedene Verschlussvignetten mit Motiven aus der Königsberger Gegend erhältlich. In Kombination mit dem Ostropablock auf Brief stellen diese einen besonderen philatelistischen Wert dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vignetteorange.jpg|Kanthen, geneigte Ebene&lt;br /&gt;
Datei:Vignetterot.jpg|Marienburg&lt;br /&gt;
Datei:Vignetteschwarz.jpg|Jagdschloss Rominten&lt;br /&gt;
Datei:Vignettebelegrückseite.jpg|Verwendungsnachweis der Vignette mit Ankunftsstempel&lt;br /&gt;
Datei:Vignettebelegvorderseite.jpg|Äußerst seltene Verwendungsform mit Tannenberg-Sonderstempel auf R-Brief&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gummierung ==&lt;br /&gt;
Den Reiz dieser Ausgabe verursacht ein Fehler in der Herstellung des Blockes. Da die Reichspost die Kosten für das teure [[Gummi arabicum]] senken wollte, wurde eine Versuchsreihe gestartet, um aus vorhandenen Rohstoffen einen Ersatzstoff herzustellen. Der aus Tierknochen hergestellte [[Glutinleim|Leim]] als Grundstoff für die [[Gummierung]] war herstellungsbedingt stark [[schwefelsäure]]haltig. Eine Neutralisierung des Säuregehalts unterblieb versehentlich. Der niedrige [[pH-Wert]] der Gummierung hat das Wertzeichenpapier im Laufe der Jahre teilweise sehr stark angegriffen, weswegen unbeschädigte Stücke kaum vorkommen. Dieses war den Sammlern bereits im Ausgabejahr bekannt, weshalb bereits bei Erwerb empfohlen wurde, die Gummierung sofort durch ein Wasserbad zu entfernen. Die abgebildeten Stücke weisen jeweils einen gewissen Grad von Beschädigungen auf. Am häufigsten sind die sogenannten Wasserzeichenbrüche, bei denen die ohnehin dünneren Stellen mit der Zeit herausgebrochen sind. Eher seltene und daher auch interessanter für den Spezialsammler sind Löcher im Markenbild oder im Blockrand. Bereits wenige Jahre nach der Verausgabung konnten zahlreiche Blocks nur durch oftmals stümperhafte Reparaturen (siehe Abbildungen) vor dem vollständigen Zerfall gerettet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Kenntnis der Gummischäden verbrauchte die Reichspost die aus der Herstellung des OSTROPA-Wertzeichenpapiers übrige Gummierung wenige Monate später für die Zeppelin-Flugpostmarken „[[LZ 129#Transatlantikdienst|LZ 129]] nach Nordamerika“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ostropabeschädigt.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Starke Beschädigung des Blockes durch die säurehaltige Gummierung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Datei:ostropabeschädigt2.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Bei diesem Exemplar wurde das Papier so brüchig, dass die Ecke regelrecht abgebrochen ist&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Datei:ostropabeschädigt3.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Bei diesem Block wurden bereits fünf Jahre nach der Ausgabe die abgebildeten Reparaturen durch aufgeklebte Randleisten der Hitler-Freimarkenserie vorgenommen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhaltungsgrade ==&lt;br /&gt;
Echt postalisch verwendete Stücke sind sehr selten, der Ostropablock kommt mit [[Poststempel|Ortsstempeln]] kaum vor, ist daher stark verfälschungsgefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Relativ häufig sind bei Entwertungen die [[Sonderstempel]] des Sonderpostamtes Königsberg-OSTROPA (mit den Daten 23. Juni 1935&amp;lt;!--sic--&amp;gt; bis einschließlich 3. Juli 1935&amp;lt;!--sic--&amp;gt;), sowie OSTROPA 1935/Cranz-ROSSITTEN SCHIFFSPOST und OSTROPA 1935/SCHIFFSPOST/MOOSBRUCH zu finden. Die Sonderstempel sind verhältnismäßig gering fälschungsgefährdet, andersfarbige Entwertungen sind nach Expertenansicht nicht amtlichen Ursprungs und sind daher in der Regel als wertmindernde [[Gefälligkeitsentwertung]] (d.&amp;amp;nbsp;h. Entwertung am Schalter, ohne als Briefmarke im eigentlichen Sinne verwendet worden zu sein) anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerst rar sind Ostropablocks in postfrischer Erhaltung. Normalerweise ist der Ostropablock entgummiert (*); er gilt dann – ungeachtet dieses eigentlichen Mangels – dennoch als vollwertig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:wzbruch1.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Wasserzeichenbruch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Datei:wzbruch2.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Wasserzeichenbruch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abarten ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu vielen Ausgaben des Deutschen Reiches sind vom Ostropablock trotz intensiver Forschung bislang weder Farbvarianten, nennenswerte Plattenfehler, Wasserzeichenfehler oder sonstige Abarten bekannt. Die durch das Druckverfahren (manuelle Handdruckpresse) in vier Arbeitsgängen, d.&amp;amp;nbsp;h. jedes Markenbild an sich wurde auf das bereits vorgezähnte und gummierte Papier separat aufgedruckt, bekannten Abweichungen im Abstand der Marken zueinander sind herstellungsbedingt (bis zu einem Millimeter) und verdienen daher keine wertmäßigen Aufschläge. Der Philatelist bezeichnet dies als sogenannte „Passerverschiebung“. Es existiert jedoch ein Versuchsdruck mit fehlender Zähnung, den Fachleute nicht unter 20.000 Euro bewerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wert und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
Durch die Seltenheit eines einwandfreien Blockes mit Originalgummierung ist eine Wertangabe nicht möglich, ein gestempeltes Exemplar wertet 900 Euro, ein ungebrauchtes 1.000 Euro, ein echtgelaufener Bedarfsbrief nicht unter 1.100 Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Briefmarkensammler existieren z.&amp;amp;nbsp;T. sehr hochwertige Nachdrucke; damit können Lücken in Briefmarkenalben zumindest optisch kaschiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Briefmarkenjahrgang Deutsches Reich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Briefmarke nach Name]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Briefmarke der Reichspost]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Königsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsches Reich (1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1935]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heied</name></author>
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