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	<title>Ostragehege - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:31:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ostragehege&amp;diff=297387&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Archemontolle1: /* Frühe Entwicklungen */</title>
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		<updated>2025-12-12T14:52:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Frühe Entwicklungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Dresdner Stadtgebiet Ostragehege. Zur gleichnamigen Literaturzeitung siehe [[Ostragehege (Zeitschrift)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild Dresden 05.jpg|mini|Die Ostrainsel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostragehege&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein innerstädtischer Landschaftsraum [[Dresden]]s im Westen des [[Altstadt (Stadtbezirk)|Stadtbezirks Altstadt]] und gehört weitestgehend zum Stadtteil [[Friedrichstadt (Dresden)|Friedrichstadt]]. Es besteht aus dem Großen und dem Kleinen Ostragehege. Eigentlich Teil einer breiten [[Flussaue|Auenlandschaft]] der [[Elbe]], wurde es durch [[Hans Erlwein]] Anfang des 20. Jahrhunderts zur Bebauung erschlossen. Benannt ist das Ostragehege nach dem Dorf Ostra, das 1206 erstmals erwähnt wurde. Der aus dem [[Sorbische Sprache|Sorbischen]] stammende Name &amp;#039;&amp;#039;Ostra&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Insel“ und trifft damit begrifflich den Charakter des Geheges gut, obwohl das ehemalige Dorf an Stelle der heutigen Friedrichstadt lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar David Friedrich 007.jpg|[[Caspar David Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Große Gehege (Gemälde)|Das Große Gehege]]&amp;#039;&amp;#039; (Ostragehege)&lt;br /&gt;
Dresden, grosses ostragehege, hauptallee.jpg|Die &amp;#039;&amp;#039;Pieschner Allee&amp;#039;&amp;#039; mit alten Linden&lt;br /&gt;
Ostra-Gehege.jpg|Ostragehege mit [[Hans Erlwein|Erlweinschem]] Vieh- und Schlachthof&lt;br /&gt;
Dresden Luftbild Blickrichtung Sueden.jpg|Die Sportanlagen am südöstlichen Ende&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das Ostragehege beginnt im Osten an der [[Marienbrücke (Dresden)|Marienbrücke]] und wird fast im Halbkreis im Norden durch die Elbe begrenzt. Im Süden liegt die [[Friedrichstadt (Dresden)|Friedrichstadt]]. Im Westen und Süden endet das Ostragehege am größten [[Häfen in Dresden|Hafen Dresdens]], dem [[Alberthafen Dresden-Friedrichstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich ist dieser Landschaftsraum größer gewesen und erstreckte sich mit dem &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Ostragehege&amp;#039;&amp;#039; bis fast an den ehemaligen [[Königlicher Marstall (Dresden)|Königlichen Marstall]] heran. In das Areal vom &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Ostragehege&amp;#039;&amp;#039; fällt auch der ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Maximiliansgarten&amp;#039;&amp;#039;, der zum [[Prinz-Max-Palais (Dresden)|Prinz-Max-Palais]] gehörte. Auf seinem elbnahen Teil befindet sich heute das [[Internationales Congress Center Dresden|Kongresszentrum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den Stadterweiterungen im 19. Jahrhundert war dieses Gebiet von einer teilweise bewaldeten Feuchtwiesenlandschaft geprägt. Weil sich die [[Weißeritz]] früher flussaufwärts vom Hauptbereich des Ostrageheges (gegenüber dem [[Neustädter Hafen (Dresden)|Neustädter Hafen]]) in die Elbe ergoss und auf diese Weise einen großen [[Fluviatiles Sediment|Schwemmlandfächer]] erzeugte, war dieses Areal lange eine permanente Feucht- und [[Überschwemmungsgebiet|Überschwemmungszone]]. Durch anthropogene Einflüsse, wie die Verlegung des Weißeritzlaufes, [[Drainage (technische Systeme)|Drainagen]], [[Städtischer Vieh- und Schlachthof (Dresden)#Vorbereitungen und Struktur|großflächige Aufschüttungen]], Elbuferausbau und Bebauungen sowie die Errichtung des Elbhafens haben sich die [[Hydrologie|hydrologischen]] Verhältnisse und Elbuferzonen erheblich verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Friedrichstadt, die sich als [[Dresdner Vorstädte|Vorstadt]] während der Industrialisierung stark entwickelte, grenzte das Ostragehege im Süden mehr und mehr ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ostragehege liegt in der Kernzone des ehemaligen [[Weltkulturerbe Dresdner Elbtal|Weltkulturerbes Dresdner Elbtal]] und definiert über seine Breite eine der breitesten Stellen der gesamten [[Kulturlandschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Entwicklungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresden planskizze4 1216a.jpg|mini|Lage des Dorfes Ostra vor der Stadtmauer (ca. 1216)]]&lt;br /&gt;
Die urkundliche Ersterwähnung Dresdens von 1206 fällt mit der des Dorfes Ostra zusammen. In derselben Urkunde erwähnt man einen &amp;#039;&amp;#039;Herbord von Ostrov&amp;#039;&amp;#039;, der ein Gewährsmann für den [[Dietrich der Bedrängte|Markgrafen von Meißen]] war. Das &amp;#039;&amp;#039;Dorf Ostrov&amp;#039;&amp;#039; (Ostra) gehörte zu dieser Zeit dem [[Bistum Meißen|Bischof von Meißen]]. Seine vor Hochwasser sichere Lage machte es zu einer wichtigen Siedlung des bischöflichen Besitzes im Elbtal und dem linksseitig der Weißeritz gelegenen Areals. Seine nördlichen bis westlichen Felder und Wiesen waren ein Teil des heutigen Großen Ostrageheges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechts der Weißeritz lag &amp;#039;&amp;#039;Klein-Ostra&amp;#039;&amp;#039; (Ostro minor), eine landwirtschaftliche Nutzfläche, die 1305 zur Unterhaltung einer kleinen Kapelle auf der alten [[Dresdner Elbbrücke]] gestiftet wurde. Im Jahr 1535 übernahm [[Georg von Komerstadt]] das Land und errichtete einen Hof. [[Moritz (Sachsen)|Kurfürst Moritz]] erwarb das [[Ostravorwerk]] am 29.&amp;amp;nbsp;Juli 1550 mit dem Vieh, den Einrichtungen zur Milchwirtschaft und weiterem Inventar. In den Folgejahren ließ er es mit erheblichen Aufwand ausbauen und kaufte von den Ostraer Bauern Land hinzu. Um 1550 nannte man das spätere Kleine Ostragehege den &amp;#039;&amp;#039;Baumgarten&amp;#039;&amp;#039;, was auf dessen Nutzung schließen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Atlas zur Geschichte Dresdens Tafel 02 a (cropped).jpg|mini|Plan des Dorfes Ostra im Jahre 1568]]&lt;br /&gt;
Die wirtschaftlichen Bestrebungen von [[August (Sachsen)|Kurfürst August]] zur besseren Vorratswirtschaft seiner Festung Dresden veranlassten ihn zum Aufkauf des Vorwerks im &amp;#039;&amp;#039;Dorf Ostra&amp;#039;&amp;#039;. Dieses Anwesen übernahm er 1559 vom Meißner Bischof und schuf schrittweise einen landwirtschaftlichen Großbetrieb mit etwa 553&amp;amp;nbsp;Hektar Gesamtfläche. Das &amp;#039;&amp;#039;Dorf Ostra&amp;#039;&amp;#039; löste man auf. Die bisher dort ansässigen 19 Bauern erhielten auf der Fläche des [[Säkularisation|säkularisierten]] Klostervorwerks [[Leubnitz (Dresden)|Leubnitz]] und im Vorwerk [[Zschertnitz]] eine neue Existenzgrundlage, die ansässigen Hausbesitzer wurden ausgezahlt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.google.de/books/edition/Sachsen_chronik_f%C3%BCr_vergangenheit_und_g/pQJAAQAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=dr+wenzel+naumann&amp;amp;pg=PA70&amp;amp;printsec=frontcover |titel=Sachsen Chronik für Vergangenheit und Gegenwart. |hrsg=Google Books |datum=1854 |abruf=12.12.2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Leubnitz entstand dadurch die dörfliche Siedlung [[Neuostra]]. Die [[Anna von Dänemark (1532–1585)|Kurfürstin Anna]] erhielt 1563 das Vorwerk im &amp;#039;&amp;#039;Baumgarten&amp;#039;&amp;#039; (Klein-Ostra). An diesem plantagenartigen Gebiet entstand später, gegenüber von [[Der Herzogin Garten]], ein Orangeriekomplex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewirtschaftung des neuen [[Kammergut]]es und seiner Flächen benötigte man eine große Zahl von [[Frondienst]]kräften. Zu deren Unterbringung existierte ab 1570 ein &amp;#039;&amp;#039;Frönerhof&amp;#039;&amp;#039;. Mit der wachsenden Personenzahl errichtete man 1613 einen neuen Hof an der Weißeritz, die spätere &amp;#039;&amp;#039;Schäferei&amp;#039;&amp;#039;. Die landwirtschaftlichen Aktivitäten im Ostragehege umfassten [[Milchproduktion|Milchwirtschaft]], [[Geflügelproduktion|Geflügelhaltung]], [[Obstbau]], [[Imkerei]] und [[Biberfell|Biberzucht]]. Die landwirtschaftlichen Ambitionen Kurfürst Augusts hatten auch die Herausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Künstlich Obst-Garten-Büchlein[s]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obst-Garten-Büchlein&amp;quot; /&amp;gt; zur Folge. Neben dem Gut in Ostra schuf er in Sachsen weitere Kammergüter. Sie bildeten zusammen, neben der gesetzlich verfügten Eingrenzung der Adelswillkür auf dem Land, den Kern seiner [[Merkantilismus|merkantilistischen]] Agrarpolitik. Mit seinem Berater [[Melchior von Ossa]] schuf der Kurfürst eine exakte Haushaltsführung auf den Kammergütern und vermied dadurch unnötige Steuerbelastungen seiner Untertanen. Diese straffe Wirtschaftsführung entwickelte sich zum Vorbild für landwirtschaftliche Unternehmungen anderer Eigentümer.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karin Zachmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Merkantilismus. Staatswirtschaftspolitik mit einem produktionszentrierten Ansatz.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Günter Bayerl]], [[Wolfhard Weber]]: Sozialgeschichte der Technik. [[Ulrich Troitzsch]] zum 60. Geburtstag. Waxmann Verlag, Münster 1998, S. 122–123, ISBN 3-89325-587-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. und 18. Jahrhundert diente die von Sumpfwiesen, kleinen [[Werder (Landschaft)|Werdern]] und [[Altarm]]en der Elbe, dem Weißeritzlauf und seinem [[Weißeritzmühlgraben|Mühlgraben]] geprägte Landschaft im Westen des alten Dresdner Stadtkerns weiterhin für landwirtschaftliche Zwecke. Dabei handelte es sich um Obstbaumpflanzungen, einen [[Tiergarten (Park)|Tiergarten]] und die [[Fasanerie]] des sächsischen Hofes. Das kurfürstliche Ostravorwerk am südwestlichen Rand des Geheges war mit dem &amp;#039;&amp;#039;Dorf Ostra&amp;#039;&amp;#039; hier lange Zeit die einzige Bebauung westlich der Weißeritz. Im Jahr 1670 begann [[Johann Georg II. (Sachsen)|Kurfürst Johann Georg&amp;amp;nbsp;II.]] den Plan einer Vorstadt in die Tat umzusetzen. Für dieses Projekt warb man um Siedler und Handwerker, der Erfolg blieb jedoch wegen Konkurrenzbedenken der Dresdner Innungen gering. Dieser Zeitpunkt stellt den Beginn der [[Friedrichstadt (Dresden)|Friedrichstadt]] dar, die damals noch als &amp;#039;&amp;#039;Ostra&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass die 1696 vorgenommene [[Einhegung]] eines Tiergartenareales vom Kammergut Ostra zur Benennung &amp;#039;&amp;#039;Großes Ostragehege&amp;#039;&amp;#039; führte. Das Ostragehege bildete mit dem 1676 als Jagdgelände angelegten [[Großer Garten (Dresden)|Großen Garten]] eine spiegelbildliche Grünflächenumfassung des historischen Stadtkerns von Dresden. Beide Landschaftsräume haben eine annähernd gleiche Fläche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rahmenplan Ostragehege&amp;quot;&amp;gt;[[Jörn Walter (Stadtplaner)|Jörn Walter]], Anette Friedrich, Peter Emmrich et al.: &amp;#039;&amp;#039;Städtebaulicher Rahmenplan Großes Ostragehege und Umfeld. Dokumentation zum Stadtratsbeschluß&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag, Landeshauptstadt Dresden, 1998&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volker Helas]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Rhythmus einer Stadt&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Dresdner Geschichtsverein]] (Hrsg.): Großes Ostragehege/Friedrichstadt. Geschichte und Entwicklungschancen. [[Dresdner Hefte]] 47. Dresden 1996, ISBN 3-910055-36-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sieglinde Nickel: &amp;#039;&amp;#039;Ostra – vom Dorf zum Gehege&amp;#039;&amp;#039;. In: Dresdner Geschichtsverein (Hrsg.): Großes Ostragehege/Friedrichstadt. Geschichte und Entwicklungschancen. Dresdner Hefte 47. Dresden 1996, ISBN 3-910055-36-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mutscher&amp;quot;&amp;gt;Klaus Mutscher: &amp;#039;&amp;#039;Planungen für das Große Ostragehege.&amp;#039;&amp;#039; In: Dresdner Geschichtsverein (Hrsg.): Großes Ostragehege/Friedrichstadt. Geschichte und Entwicklungschancen. Dresdner Hefte 47. Dresden 1996, ISBN 3-910055-36-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1740er Jahren legte man mit Baumpflanzungen auf der [[Ostra-Allee]] den Grundstein zu begrünten Promenadenstraßen in der sich langsam entwickelnden Vorstadt Friedrichstadt. Zeitgleich pflanzte man eine Allee parallel zur Weißeritz. Diese begann im Ostragehege unweit der Weißeritzmündung auf dem linken Ufer, führte zur Friedrichstädter Brücke weiter entlang der damaligen Wasserstraße (Weißeritzstraße) und endete weiter südlich am &amp;#039;&amp;#039;Löbtauer [[Schlag (Forstwirtschaft)|Schlag]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Sylvia Butenschön: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Dresdner Stadtgrüns – Die Entwicklung der städtischen Grünflächen vom 15. Jahrhundert bis in die 1930er Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In: Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): 30 Jahre Gartendenkmalpflege in Sachsen. Beucha 2007, ISBN 978-3-86729-019-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwinger dresden, cuvilliés project.jpg|mini|Plan von Cuvilliés zur Erweiterung des Zwingergartens]]&lt;br /&gt;
Die erste konzeptionelle Überlegung zur großflächigen gartenbaulichen Gestaltung im Großen Ostragehege ist aus dem Jahr 1761 überliefert, als [[August III.|Kurfürst Friedrich August&amp;amp;nbsp;II.]] den französischen Gartengestalter [[François de Cuvilliés der Ältere|François de Cuvilliés]] mit einer Umgestaltung der Stadtbefestigung und der Anpflanzung von Alleen vor den Befestigungen beauftragte. Die Pläne sahen beispielsweise vor, mit dem Projekt einer neuen Schlossanlage westlich des [[Zwinger (Dresden)|Zwingers]] eine gartenbauliche Anlage bis zur &amp;#039;&amp;#039;Übigauer Allee&amp;#039;&amp;#039; im Ostragehege zu schaffen. Damit sollte eine Verbindung zum [[Schloss Übigau]] entstehen. Die Pläne zu dieser ausgedehnten barocken Parkgestaltung wurden nicht umgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mutscher&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hafen&amp;quot;&amp;gt;Stephan Klaus: &amp;#039;&amp;#039;Das Ostragehege als Hafenanlage&amp;#039;&amp;#039;. In: Dresdner Geschichtsverein (Hrsg.): Großes Ostragehege/Friedrichstadt. Geschichte und Entwicklungschancen. Dresdner Hefte 47. Dresden 1996, ISBN 3-910055-36-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veränderungen im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ostragehege dresden 1863.jpg|mini|Das Ostragehege auf einer Stadtkarte von 1863]]&lt;br /&gt;
Die gewerblich-industrielle Nutzung des Ostrageheges hatte man bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erwogen. Bereits 1842 zeichnete sich eine solche Entwicklung ab, da sich hier die Presshefe- und Spiritusfabrik [[Bramsch]] gründete. Zunächst blieb die Landschaft des Ostrageheges von gewerblich-industriellen Entwicklungen unberührt. Einen Vorschlag zur Errichtung eines Elbhafens diskutierten die verantwortlichen Stellen 1845, der [[Sächsischer Landtag (1831–1918)|Landtag]] lehnte dieses Ansinnen jedoch ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Plan „Die Centralisation der Dresdner Bahnhöfe“ vom &amp;#039;&amp;#039;Finanzvermessungsbureau&amp;#039;&amp;#039; im kgl. Sächsischen Finanzministerium aus dem Jahr 1850 sollte westlich des Stadtkerns das Eisenbahnnetz für die bereits bestehenden Gewerbebetriebe zügig ausgebaut werden. Davon war vor allem das Kleine Ostragehege und der nordöstliche Teil vom Großen Ostragehege betroffen. Diese Planungen beeinflussten auch den etwa 50 Jahre später vorgenommenen Umbau des Fließgewässersystems in diesem Gebiet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mutscher&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hafen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Landesvermessungsamt Sachsen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Vermessung Sachsens. 200 Jahre Vermessungsverwaltung&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 2006, ISBN 3-937386-12-2, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nordöstlichen Bereich des Großen Ostrageheges, nahe der Marienbrücke befindet sich die am 2. April 1856 eröffnete Elbstation zur Kohleverschiffung von der früheren Elbzweigbahn, die vom ursprünglichen [[Dresden Albertsbahnhof|Kohlebahnhof]] heranführte. Hier wurde Kohle aus der [[Döhlener Becken|Döhlener Senke]] durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Bahnstrecke Freital Ost–Possendorf|Hähnichener Kohlezweigbahn]]&amp;#039;&amp;#039; zur Verladung auf Schiffe gebracht und andere Kohle aus dem böhmischen Hafen [[Děčín|Bodenbach]] kommend umgeschlagen. Ein aufgestellter Kran diente zur Entladung von angelieferten [[Elbsandstein|Sandsteinwaren]] aus dem [[Elbsandsteingebirge]]. Weitere Umschlagsprodukte waren Bauholz, Eisenbahnschwellen, Roheisen und Korbweiden. Etwas später, am 1. März 1859, eröffnete man eine Gleisanlage zur „Elbkaistation“ im Kleinen Ostragehege, die vom Kohleentladeplatz unter der Marienbrücke hindurch führte. Hier befanden sich der Packhof und die Zollbehörden. Mit diesen Hafenanlagen entstanden massive Uferbefestigungen an der Elbe und das Ostragehege begann seinen ursprünglichen Charakter als [[Flussaue|Auenlandschaft]] zu verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgelöst haben und erleichtert wurde dieser Elbstromausbau durch die Beschlüsse der &amp;#039;&amp;#039;Elbschiffahrts-Revisionscommission&amp;#039;&amp;#039;. Auf deren Tagung von 1870 in [[Prag]] war zur Sicherung der Schifffahrt im Elbstrom auch bei niedrigem Wasserstand eine Fahrtiefe von 84 cm festgelegt worden. Das erforderte die Beseitigung von Kies- und Sandbänken, einzelnen Felsen und Begradigungsarbeiten an Ufern. Auf der Höhe des Ostrageheges löste diese Vorgabe eine Umgestaltung der Flusslandschaft mit starken Eingriffen aus, die dem Ansinnen nach Bau von Wirtschaftshafenanlagen sehr erleichterte. Es war bekannt, dass die Elbe das mitgeführte [[Geröll]] in großen Mengen in ihrem Uferbereich von Dresden ablagerte. Deshalb hatte man zu dieser Zeit mehrere [[Baggerschiff|Dampfbaggerschiffe]] in Betrieb. Am Ostragehege komplizierte die Mündung der Weißeritz die Lage zusätzlich, da sie wegen ihrer gelegentlich reißenden Hochwassern mit starker Geröllführung eine erhebliche Gefährdung darstellte. Das [[Elbhochwasser 1845|Hochwasser von 1845]] hinterließ besonders große Schäden.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Hauschild: S. 445, 512–513, 536–538&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helas, Friedrichstadt&amp;quot;&amp;gt;Volker Helas: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Friedrichstadt.&amp;#039;&amp;#039; In: Dresdner Geschichtsverein (Hrsg.): Großes Ostragehege/Friedrichstadt. Geschichte und Entwicklungschancen. Dresdner Hefte 47. Dresden 1996, ISBN 3-910055-36-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1878 legte die Stadt mit einem Ortsgesetz fest, in welchen Stadtteilen „Fabrikbezirke“ zulässlich waren. Das betraf vier Stadtteile Dresdens. Für die Friedrichstadt bestand ab diesem Zeitpunkt keine Beschränkung mehr und deshalb nahmen dort die industriellen Ansiedlungen ihren frühen Beginn. Die Entwicklung in der [[Wilsdruffer Vorstadt]] und der Friedrichstadt zum industriell-gewerblichen Quartier ließ man 1875 in Dresden konkrete Projektierungen zur Verlegung des Weißeritzlaufes vornehmen. Die Notwendigkeit dieses Eingriffes in den Flusslauf war aber bereits 1850 durch F. K. Preßler, dem Direktor des &amp;#039;&amp;#039;Finanzvermessungsbureaus&amp;#039;&amp;#039; bei der Konzipierung des Eisenbahnnetzes in der Stadt angeregt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hafen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helas, Friedrichstadt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gegenvorschlag zu den gewerblichen Nutzungsinteressen entstanden 1885 mehrere Entwürfe für einen [[Volksgarten]]. Dazu hatte die Stadt Dresden einen Wettbewerb ausgeschrieben. Den ersten Platz erhielt ein Entwurf aus [[Berlin]]. Einen anderen beachteten Planungsvorschlag reichte [[Carl Friedrich Seidel]] aus Dresden ein, der eine von sozialen Gesichtspunkten getragene Nutzungsstruktur mit Spielplätzen, Veranstaltungsflächen und Gastronomie vorsah. Diese Überlegungen wurden nicht umgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mutscher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlegung der Weißeritz und der Bau des Alberthafens ===&lt;br /&gt;
Zur Verbesserung des [[Hochwasserschutz in Dresden|Hochwasserschutzes]] verlegte man 1891 bis 1893 den Weißeritzlauf zu einer Mündung in die Elbe westlich des Ostrageheges. Im gleichen Zeitabschnitt führte man die Arbeiten zur Errichtung der [[Friedrichstädter Flutrinne]] durch. Der anfallende Aushub wurde für den parallel laufenden Hafenbau, den [[Bahnhof Dresden-Friedrichstadt#Neuerrichtung des Rangierbahnhofs 1890 bis 1894|Rangierberg in Friedrichstadt]] und teilweise zur Erhöhung des Geländes im Ostragehege benutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helas, Friedrichstadt&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dresden.de/media/pdf/stadtplanung/stadtplanung/spa_stadtt_Geschichte_ostrage.pdf |titel=Geschichte und örtliche Situation |titelerg=Großes Ostragehege |werk=Stadtplanung und Architektur |hrsg=Landeshauptstadt Dresden |abruf=2019-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hafen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Juni 1891 begannen die Arbeiten für den [[Alberthafen Dresden-Friedrichstadt|Alberthafen]]. Dazu hatte man ein Areal ausgewählt, das sich am westlichen Ende des Großen Ostrageheges befand und durch seine natürlichen Verhältnisse von kleinen Wasserflächen und Wasserläufen geprägt war. Die Arbeiten fanden mit der Einweihung des König-Albert-Hafens am 1. November 1895 ihren Abschluss. In diesem Zusammenhang führte man vom Westen ein [[Elbezweigbahn|Anschlussgleis der Eisenbahn]] heran. Durch den Hafenbau verlor das Ostragehege einen großen Teil seiner &amp;#039;&amp;#039;Übigauer Allee&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ostragehege im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 entschied man sich, einen [[Städtischer Vieh- und Schlachthof (Dresden)|neuen Schlachthof]] für Dresden zu errichten. Dazu musste ein vor Hochwasser gesichertes Gelände geschaffen werden, was mit erheblichen Aufschüttungen erreicht wurde. Die dabei eintretenden Veränderungen im Geländerelief zogen den Bau der [[Schlachthofbrücke (Dresden)|Schlachthofbrücke]] nach sich. Die Planungen der Hochbauten für dieses gewaltige Projekt genehmigte der Rat am 11. April 1906. Die Schlachthofbaumaßnahmen erfolgten von 1906 bis 1910. Damit vollzog sich eine grundlegende Veränderung auf der „Ostrainsel“. Das ursprünglich als romantische Flussauenlandschaft wenig zugängliche Gebiet, in der Barockzeit mit zwei großen Baumalleen versehen, verlor nun endgültig diesen unberührten Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Alberthafen wurde 1914 die [[Dresdener Mühle]] eröffnet. Das Kammergut Ostra am südlichen Rand des Ostrageheges erlebte 1917 seine Auflösung. Damit endete die über mehrere Jahrhunderte anhaltende landwirtschaftliche Bewirtschaftung in Form eines ständigen Betriebes in diesem innerstädtischen Landschaftsraum. Die landwirtschaftliche Fläche wurde in Parzellen aufgeteilt und zum Kartoffelanbau an Vereine und Körperschaften verpachtet, heute befinden sich dort mehrere [[Kleingartenverein|Kleingartenvereine]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wp.kgv-wohlfahrt.de/geschichte-2/ |titel=Geschichte: Seit über 100 Jahren in Dresden-Cotta |hrsg=Kleingartenverein Wohlfahrt e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2022-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1919 nutzte der &amp;#039;&amp;#039;[[Dresdner SC|Dresdner Sportclub 1898]]&amp;#039;&amp;#039; Anlagen und das neugebaute Heinz-Steyer-Stadion im Ostragehege. Daraus entwickelten sich ab 1954 und erneut 1989 die sportliche Aktivitäten des &amp;#039;&amp;#039;[[SC Einheit Dresden]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 1937 unter Leitung von Stadtbaurat [[Paul Wolf (Architekt)|Paul Wolf]] vorgestellte Planung zu einem Sportforum mit Dimensionen wie die vom [[Olympiagelände Berlin|Berliner Olympiagelände]] wurde nicht umgesetzt. Beim späteren Ausbau der Sportanlagen wurde jedoch der östliche Abschnitt der Übigauer Allee abgeholzt. Zur repräsentativen Gestaltung des Übergangs der Innenstadt zum Kleinen Ostragehege plante die Stadt Dresden in den 1940er Jahren ein Kulturforum, das in einer Breite vom Elbufer bis zur Ostra-Allee einen großen Raum eingenommen hätte. Dazu hätten die [[Erlweinspeicher|Speicher-]] und Hafenanlagen komplett abgerissen werden müssen. Zur Ausführung dieser Pläne kam es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsereignisse]] war am Westrand des Großen Ostrageheges ein kleiner militärischer Hafen angelegt worden, der später wieder verfüllt wurde. Die [[Luftangriffe auf Dresden]] vom Februar 1945 verursachten auch einige Zerstörungen. Das [[Dresdner SC|DSC]]-Stadion (heute: [[Heinz-Steyer-Stadion]]) war ein Zielmarkierungspunkt für die Piloten. Bereits im Jahr 1945, nachdem die Kriegsereignisse Dresden stark zerstört hatten, diente der südliche Bereich vom Ostragehege als [[Schuttberg|Deponie]] für die gewaltigen Schuttmassen in der Stadt. Eine [[Trümmerbahnen in Dresden|Trümmerbahn]] führte den Schutt aus dem Stadtzentrum heran. Sie sind als begrünter Berg zwischen den Sportanlagen und der [[Magdeburger Straße (Dresden)|Magdeburger Straße]] noch heute erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage des [[Die 16 Grundsätze des Städtebaus#Aufbaugesetz|Aufbaugesetzes]] der [[DDR]] vom 6. September 1950 erfolgten umfangreiche Aktivitäten in den vom Krieg betroffenen Innenstädten. Für die Friedrichstadt und das Ostragehege war kein [[Bebauungsplan (Deutschland)|Bebauungsplan]] vorgesehen. Dadurch blieb dieses städtische Areal weitgehend unberührt. Allerdings verfielen in der angrenzenden Friedrichstadt viele Gebäude und Grundstücke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helas, Friedrichstadt&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helas, Kleines Ostragehege&amp;quot;&amp;gt;Volker Helas: &amp;#039;&amp;#039; Kleines Ostragehege.&amp;#039;&amp;#039; In: Dresdner Geschichtsverein (Hrsg.): Großes Ostragehege/Friedrichstadt. Geschichte und Entwicklungschancen. Dresdner Hefte 47. Dresden 1996, ISBN 3-910055-36-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen [[Bebauungsplan (Deutschland)#Aufstellungsverfahren|Aufstellungsbeschluss]] der [[Stadtvertretung|Stadtverordnetenversammlung]] vom 20. September 1990 nahm das Stadtplanungsamt die Arbeit am [[Flächennutzungsplan]] von Dresden auf. In diesem Zusammenhang erkannte man die Notwendigkeit des Schutzes und der Aufwertung vom Großen Ostragehege. Diese Auffassung fand bereits 1993 in den öffentlich ausgelegten Flächennutzungsplanvorentwurf Eingang. Mit der Verlagerung des Schlachthofbetriebes erhöhte sich der stadtplanerische Handlungsbedarf zu Gunsten einer neuen stadträumlichen Konzeption. Aus den bisherigen planerischen Vorentwürfen zum Ostragehege entwickelte sich die Idee zur Bewerbung Dresdens für die [[Internationale Gartenbauausstellung 2003|IGA 2003]]. Die Ansprüche zu dieser Entwicklungsaufgabe waren so hoch, dass sich namhafte Architekten, wie beispielsweise [[Roland Ostertag (Architekt)|Roland Ostertag]] im Vorfeld dafür einsetzten. In der Konsequenz wurde aus dem ursprünglich damit befassten Stadtplanungsamt eine eigene Planungsgruppe &amp;#039;&amp;#039;Ostragehege – IGA 2003&amp;#039;&amp;#039; geschaffen, die unter der Leitung von Klaus Mutscher stand. Parallel gründete sich eine Bürgerinitiative in Form eines Fördervereins, die sich um die öffentliche Aufmerksamkeit zur Entwicklung dieses städtischen Landschaftsraumes mit den Nutzungsschwerpunkten Wohnen sowie Ausstellungs- und Kongreßzentrum im Großen Ostragehege einsetzte. Den Planungsarbeiten folgend, lobte die Stadt Dresden einen internationalen städtebaulich-landschaftspflegerischen Ideenwettbewerb &amp;#039;&amp;#039;Großes Ostragehege – IGA Dresden 2003&amp;#039;&amp;#039; aus. Dieser Wettbewerb verlief vom 8. Februar bis 14. Juni 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nicht getroffene IGA-Entscheidung innerhalb der Stadt führte jedoch im Dezember 1995 zur Absage des Veranstalters [[Zentralverband Gartenbau|Zentralverband Gartenbau e.&amp;amp;nbsp;V. (ZVG)]] an den beabsichtigten Veranstaltungsort Dresden und beeinflusste damit den ursprünglichen Planungsrahmen. In der Folge entstand der städtebauliche Rahmenplan „Großes Ostragehege“, der westlich/nordwestlich der Innenstadt ein Gebiet von etwa 550 Hektar umfasste und am 29. Januar 1997 durch den Stadtrat bestätigt wurde. Ein Jahr später beschloss der Stadtrat den Bebauungsplan Nr. 78 „Schlachthofinsel“, in dessen Folge das am 17. September 1999 mit einem Festakt eröffnete [[Messe Dresden|neue Ausstellungszentrum]] entstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rahmenplan Ostragehege&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mutscher&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus F.W. Tempel: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerinitiative für das Ostragehege&amp;#039;&amp;#039;. In: Dresdner Geschichtsverein (Hrsg.): Großes Ostragehege/Friedrichstadt. Geschichte und Entwicklungschancen. Dresdner Hefte 47. Dresden 1996, ISBN 3-910055-36-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Landeshauptstadt Dresden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flächennutzungsplan – Teilflächennutzungsplan in den Stadtgrenzen vom 31. Dezember 1996. Bürgerinformation Landschaftsplan&amp;#039;&amp;#039;, Entwurf März 1997. Dresden 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Landschaftsplanentwurf von 1997, die ökologische Grundlage zur Bauleitplanung in Dresden, stufte man die [[Elbwiesen (Dresden)|Elbwiesen]] und die Flutrinne im Ostragehege als besonders bedeutsam für den [[Biotopschutz|Biotop-]] und [[Artenschutz]] und als wichtiges stadtklimatisches [[Advektion|Frischluftentstehungsgebiet]] ein. Zuvor erfolgte die Festlegung des nordwestlichen Areals zum [[Naturdenkmal|Flächennaturdenkmal]] &amp;#039;&amp;#039;[[Glatthaferwiese im Ostragehege]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Hafenbecken hat über seine wirtschaftliche Nutzung hinaus eine wichtige ökologische Funktion für die Überwinterung und als [[Laich]]gebiet von etwa 35 Fischarten der Elbe.&amp;lt;ref&amp;gt;Landeshauptstadt Dresden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landschaftsplan – Teillandschaftsplan in den Stadtgrenzen vom 31.12. 1996.&amp;#039;&amp;#039; Bürgerinformation Landschaftsplan, Entwurf März 1997. Dresden 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bebauung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportpark Ostra Dresden Orientierungsplan.jpg|mini|Überblick über den Sportpark Ostra]]&lt;br /&gt;
Erlwein ließ auf einem künstlich erschaffenen [[Umlaufberg]] den &amp;#039;&amp;#039;[[Städtischer Vieh- und Schlachthof (Dresden)|Neuen Schlachthof]]&amp;#039;&amp;#039; anlegen. Dieser wurde zuletzt zur [[Messe Dresden]] umgebaut. Um die [[Messe (Wirtschaft)|Messeanlage]] beziehungsweise früher das Schlachthofgelände auch bei Hochwasser zu erreichen, wurde über der Flutrinne zwischen Umlaufberg und Friedrichstadt für den Straßenverkehr die [[Schlachthofbrücke (Dresden)|Schlachthofbrücke]] gebaut. Weiter im Osten liegt ein großer Sportkomplex im Ostragehege. Wichtige Gebäude sind dabei das [[Heinz-Steyer-Stadion]] und die [[Joynext Arena|Eissporthalle]]. Das zweitgrößte Stadion der Stadt Dresden wird seit Oktober 2021 und planmäßig bis Herbst 2023 neugebaut und als Multifunktions-Sportstätte konzipiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stadion-dresden.de/neubau-vision/ |titel=Neubau-Vision für das Heinz-Steyer-Stadion in Dresden |werk=Stadion Dresden |sprache=de-DE |abruf=2021-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Größte Nutzer der Sportanlagen sind der [[Dresdner SC]], die [[Dresdner Eislöwen]] und die [[Dresden Monarchs]]. Von März 1990 bis Herbst 1993 befand sich in der Nähe der Sportanlagen im Ostragehege der Standort des Musik Circus Sachsen, einem temporären Zeltbau, seinerzeit mit einem Fassungsvermögen von 4000 Personen die größte Diskothek der damaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zur Messe 9 Friedrichstadt 1.JPG|mini|OSTRALE-Ausstellungsgebäude]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|OSTRALE – Internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste}}&lt;br /&gt;
Seit 2007 findet die &amp;#039;&amp;#039;OSTRALE – Internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste&amp;#039;&amp;#039; auf dem Ostragehege statt. Im Jahr 2008 besuchten rund 8500 Zuschauer die über 100 verschiedenen Kunsträume auf einer Fläche von mehr als 7000 Quadratmetern. Mittlerweile ist die OSTRALE die drittgrößte Kunstausstellung in Deutschland und konnte 2014 19.000 Besucher verzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Februar 2012 machten die OSTRALE-Direktoren [[Andrea Hilger]] und Martin Müller bekannt, dass für die Futterställe auf dem historischen Schlachthofgelände an der Dresdner Messe ein zehnjähriger Mietvertrag abgeschlossen wurde. Dieser Gebäudekomplex diente bisher jährlich als Ausstellungsplatz für das Kunstfestival. Der Vertrag bestand zwischen der OSTRALE, dem Förderverein OSTRALE.freunde und dem Eigentümer DGI, Gesellschaft für Immobilienwirtschaft mbH Dresden. Die bisher maroden Gebäude sollten mittels Förderung mit mindestens 4,5 Millionen Euro saniert werden, damit in den Futterställen Ausstellungen und Aktionen das ganze Jahr über wechseln können. Es bestehen Kooperationen mit der [[Hochschule für Bildende Künste Dresden]] und dem [[Theater Junge Generation]] in Dresden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ikz-online.de/nachrichten/dresdner-ostrale-hat-dauerhaftes-zuhause-id6358440.html |titel=Dresdner Ostrale hat dauerhaftes Zuhause |werk=[[Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung]] (online) |datum=2012-02-16 |abruf=2019-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2019 findet die inzwischen als Biennale ausgerichtete Ostrale dezentral an verschiedenen Standorten statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ostrale.de/de/Ueber-uns/Geschichte.html |titel=Mission &amp;amp; Geschichte |werk=ostrale.de |abruf=2022-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adolph Canzler]], [[Alfred Moritz Hauschild|Alfred Hauschild]], Ludwig Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Die Bauten, technischen und industriellen Anlagen von Dresden.&amp;#039;&amp;#039; Meinhold &amp;amp; Söhne, Dresden 1878.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ostragehege}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.dresdner-stadtteile.de/Zentrum/Friedrichstadt/Ostragehege/ostragehege.html|wayback=20220922024803|text=&amp;#039;&amp;#039;Ostragehege&amp;#039;&amp;#039;, dresdner-stadtteile.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obst-Garten-Büchlein&amp;quot;&amp;gt;Vgl. den brandenburgischen Nachdruck: {{Literatur |Titel=Künstlich ObstGartenBüchlein, Churfürst August I zu Sachsen, etc. Itzo auffs New von einem Liebhaber des Gartenbawes wiederumb an Tag gegeben |Ort=Berlin |Verlag=Martin Guthen |Datum=1636 |Online={{Google Buch |BuchID=sX-dsYnoHh4C |SeitenID=PP1 |Linktext=Digitalisat}} }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4428670-3|VIAF=240072804}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/04/15/N |EW=13/42/45/E |type=city |region=DE-SN |dim=2500 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostragehege| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtgliederung (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportstätte in Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausstellungsbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urbaner Freiraum in Dresden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Archemontolle1</name></author>
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