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	<title>Osthessisch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Osthessisch&amp;diff=601277&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Rhön; Ergänze Kategorie:Kultur (Rhön)</title>
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		<updated>2026-04-10T09:13:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Rh%C3%B6n&quot; title=&quot;Kategorie:Rhön&quot;&gt;Kategorie:Rhön&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Kultur_(Rh%C3%B6n)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Kultur (Rhön) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Kultur (Rhön)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
| Sprache=Osthessisch&lt;br /&gt;
| Länder=[[Hessen]]&lt;br /&gt;
| Sprecher=&lt;br /&gt;
| Klassifikation=&lt;br /&gt;
* [[Indogermanische Sprachen|Indogermanisch]]&lt;br /&gt;
*: [[Germanische Sprachen|Germanisch]]&lt;br /&gt;
*:: [[Westgermanisch]]&lt;br /&gt;
*::: [[Hochdeutsche Dialekte|Hochdeutsch]]&lt;br /&gt;
*:::: [[Mitteldeutsche Sprachen und Dialekte|Mitteldeutsch]]&lt;br /&gt;
*::::: [[Westmitteldeutsche Sprachen|Westmitteldeutsch]]&lt;br /&gt;
*:::::: [[Hessische Dialekte|Hessisch]]&lt;br /&gt;
| KSprache= Osthessisch&lt;br /&gt;
| Amtssprache=&lt;br /&gt;
| ISO1=&lt;br /&gt;
| ISO2=&lt;br /&gt;
| ISO3=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Osthessisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Dialekt]], der in [[Osthessen#Dialektraum|Osthessen]], das heißt im [[Fulda]]er Land und teilweise in der [[Rhön]] gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Osthessen ==&lt;br /&gt;
Mit [[Osthessen]] wird ein eigenständiger Dialektraum&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Göschel, Pavle Ivic und Kurt Kehr: Dialekt und Dialektologie, Steiner Franz Verlag 1980, S. 461 [http://books.google.de/books?id=sL4KAQAAMAAJ&amp;amp;q=Osthessen+Dialekt&amp;amp;dq=Osthessen+Dialekt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=bxf3UPvKIsGL4ATAl4C4Aw&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK Auszug] in Google Bücher&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, der im Süden bis [[Bad Brückenau]] ([[Bayern]]), im Südwesten bis [[Schlüchtern]], im Westen in den [[Vogelsberg]] bis nach [[Lauterbach (Hessen)|Lauterbach]], im Norden bis [[Bad Hersfeld]] und im Osten bis [[Geisa]] ([[Thüringen]]) reicht. Im Norden grenzt es an das [[Niederhessisch]]e, im Westen an das [[Mittelhessisch]]e, im Osten an das [[Thüringischer Dialekt|Thüringische]], im Süden und Südosten an das [[Ostfränkisch]]e und im Südwesten an das [[Südhessisch]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Peter Wiesinger|Wiesinger]] umfasst der Dialektraum &amp;#039;&amp;#039;Osthessen&amp;#039;&amp;#039; den [[Fulda (Fluss)|Fuldaraum]] von der Rhön bis Bad Hersfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Ramge: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte einer Sprachgeschichte des Hessischen.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner Besch, Anne Betten und Oskar Reichmann, Stefan Sonderegger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., 3. Teilband, Walter de Gruyter 2003, S. 2734 [http://books.google.de/books?id=DZwbJjFlqJYC&amp;amp;lpg=PA2734&amp;amp;dq=Region%20Osthessen&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA2734#v=onepage&amp;amp;q=Region%20Osthessen&amp;amp;f=false Auszug] in Google Books&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifizierung ==&lt;br /&gt;
Strukturell gehört das Osthessische im Fuldaer Land – wie schon in der älteren [[Dialektforschung]] richtig behauptet – zum [[Rheinfränkisch]]en, es schließt sich  an seine nördlichen, östlichen und südöstlichen Nachbarn an. [[Heinrich J. Dingeldein]] vom Forschungsinstitut für deutsche Sprache an der [[Universität Marburg]] und Herausgeber des hessischen [[Sprachatlas]] stellte fest, dass das Osthessische „im  Vergleich zu den anderen hessischen Dialekten eine recht altertümliche Struktur“ aufweist und „gemeinsam mit dem Alemannischen und den Mundarten der Eifel als beharrsam innerhalb der hochdeutschen Dialekte“ gelte. Er stellte eine Ähnlichkeit des Fuldaer Dialekts mit dem [[Alemannische Dialekte|Alemannischen]]  fest, da im Gegensatz zum Mittelhessischen und Rheinfränkischen die mittelhochdeutschen Langvokale i, ü (mhd. iu) und u (Monophthongierung wie im Niederdt.) nicht zu ei, eu und au durch [[Diphthongierung]] verändert wurden (niederdt.: „min nüwes Hus“/fuld.: „mi nei Huis“ statt „mein neues Haus“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übergangsdialekte und Exklaven ==&lt;br /&gt;
In der Rhön verläuft eine [[Sprachgrenze]] zwischen dem Südwesten nach Nordosten, die die osthessischen und [[Ostfränkische Dialekte|ostfränkischen]] Mundarten trennt. Die sprachlichen Übergänge zwischen dem Osthessischen und dem Mainfränkischen bzw. [[Ostfränkische Dialektgruppe|Ostfränkischen]] sind eher fließend, man spricht im Übergangsbereich auch von [[Rhöner Platt]]. Als eigentliche Grenze nimmt man die unterschiedliche p-pf-Lautung an. Das Ostfränkische hat im 5. Jahrhundert die Verschiebung vom germanischen p zum neuen pf (Beispiel: Appel-Apfel) mitgemacht, das Hessische das alte p jedoch erhalten (siehe auch [[Germersheim–Kassel–Linie|Germersheimer Linie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mundarten des Fuldaer Landes spricht man auch in [[Ungarn|Südungarn]] bei [[Pécs]]. Die deutschen Auswanderer, die dort in etwa zwanzig Dörfern lebten, u.&amp;amp;nbsp;a. in [[Feked]], waren Anfang des 18. Jahrhunderts nach Ungarn ausgewandert. Sie nennen sich selber „[[Stiffoller]]“, was hochdeutsch Stiftsfuldaer bedeutet, da ihre Vorfahren dem [[Hochstift Fulda]] entstammten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Sprachgebrauch ==&lt;br /&gt;
Präsent sind osthessische Dialekte vor allem noch im ländlichen Raum. Es gibt verschiedene Initiativen zur Mundartpflege, etwa die Mundartabende der Kolpingfamilie [[Hünfeld]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://osthessen-news.de/n11573696/fuenfter-mundartabend-der-kolpingfamilie-huenfeld.html |titel=Fünfter Mundartabend der Kolpingfamilie Hünfeld |datum=2017-11-01 |sprache=de-DE |abruf=2026-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch auf Osthessisch verfasste Bücher erfahren zunehmende Beliebtheit: Ein Beispiel ist das als Sprachkurs für die Mundart der hessischen Rhön dienende Buch „Ô“ von Franz Habersack, der auch regelmäßig mit „Rhöner Mundart-[[Comedy]]“ auftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz alledem ist das Osthessische vom Aussterben bedroht. Angesichts der Tatsache, dass in den Schulen zunehmend Wert auf das [[Standarddeutsch|Hochdeutsche]] gelegt wurde, brachten viele Eltern ab den 1970er Jahren ihren Kindern nur noch Hochdeutsch bei, um einer Benachteiligung aufgrund des Dialekts entgegenzuwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/projekte-nachhaltige-entwicklung-thueringen-2023/geismar-rhoener-platt |titel=Biosphärenreservat Rhön |datum=2023-07-18 |sprache=de |abruf=2026-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen sprechen die jüngeren Generationen kaum noch Dialekt. Selbst diejenigen, die im öffentlichen Raum mit mundartlichen Werken (Dichtung, Comedy, [[Büttenrede|Büttenreden]] usw.) präsent sind, geben teils an, im Alltag Hochdeutsch zu sprechen – der Dialekt ist in diesen Fällen eher ein Hobby. Dass die Bedeutung des Osthessischen zunehmend schwindet, wird in der Region durchaus bedauert, aber zugleich als weitgehend unausweichlich angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/fulda-mundart-rhoener-platt-aussterben-hofbieber-huenfeld-dialekt-franz-habersack-90871209.html |titel=Kulturgut vom Aussterben bedroht: Rhöner Platt feiert hierzulande Erfolge – und verschwindet trotzdem |datum=2021-07-20 |sprache=de |abruf=2026-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentation ==&lt;br /&gt;
In den Jahren 2003 bis 2004 wurde das [[Tonarchiv osthessischer Mundarten]] (ToM) eingerichtet, in dem sich rund 400 Mundartproben, davon 137 Übersetzungen der so genannten 40 Wenkersätze befinden. Insgesamt verfügt das Archiv über Tonproben aus 79 Orts- und Stadtteilen des Fuldaer Landes. ToM wird im Medienzentrum des [[Landkreis Fulda|Landkreises Fulda]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Magnus Breder Birkenes, [[Jürg Fleischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Zentral-, Nord- und Osthessisch.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Herrgen, Jürgen Erich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Raum. Ein internationales Handbuch der Sprachvariation.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 30.4). De Gruyter Mouton, Berlin/Boston 2019, ISBN 978-3-11-018003-9, S.&amp;amp;nbsp;435–478.&lt;br /&gt;
* Heinrich J. Dingeldein: &amp;#039;&amp;#039;Fulda in der Sprachgeschichte und in der Sprachlandschaft. Mit einer grammatischen Skizze des Osthessisch-Fuldischen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fulda in seiner Geschichte. Landschaft, Reichsabtei, Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. Walter Heinemeyer und Berthold Jäger. Marburg/Fulda 1995 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 57), S. 55–72.&lt;br /&gt;
* Rudolf Post: &amp;#039;&amp;#039;gesoecht on gefonge. Das Mundart-Wörterbuch des Fuldaer Landes. Geschichte, Erforschung, Charakteristik.&amp;#039;&amp;#039; Parzeller, Fulda 2020, ISBN 978-3-7900-0550-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Grabfeldisch]]&lt;br /&gt;
* [[Hennebergisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.christoph-kaeppeler.de/Rhoner_O-Tone/Mundart/mundart.html Der Dialekt von Rhön, Fulda und Vogelsberg mit Hörproben (Christoph Käppeler)]&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Rehm]]: [https://www.rhoenline.de/mundart.html &amp;#039;&amp;#039;Mundarten und Mundartgrenzen in der Rhön&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://medienzentrum-fulda.de/projekte/tonarchiv-osthessischer-mundarten/ Dialektprojekt „Tonarchiv osthessischer Mundarten“ des Medienzentrum Fulda]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172954-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hessischer Dialekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osthessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Rhön)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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