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	<title>Osteopetrose - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Osteopetrose&amp;diff=427470&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2025-08-28T18:41:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = Q78.2&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Marmorknochenkrankheit&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = LD24.10&lt;br /&gt;
| Data-01 = Osteopetrose&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Osteopetrose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Osteopetrosis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Marmorknochenkrankheit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Albers-Schönberg-Krankheit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Albers-Schönberg-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;) wird in der Mehrheit der Fälle durch eine [[Vererbung (Biologie)|erbliche]] Unterfunktion der knochenabbauenden Zellen ([[Osteoklasten]]) verursacht. Durch die ungerichtete Anhäufung von Knochengewebe wird die Mikroarchitektur des Knochens gestört und die mechanische Stabilität gemindert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orpha&amp;quot;&amp;gt;{{Orphanet |ID= 2781 |Name=Osteopetrose |Abruf=2024-09-24 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leiber&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-541-01727-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Osteoklasten im Rahmen der [[Hämatopoese]] aus Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen gebildet werden, ist die bisher einzige Therapie eine [[Knochenmarktransplantation]], wonach es zur Bildung funktionsfähiger Osteoklasten und zum Abbau der übermäßigen Sklerosierung kommt, verbunden mit einem beträchtlichen Risiko einer [[Hypercalcämie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rukshana Shroff, Ortraud Beringer, Kanchan Rao, Lorenz C. Hofbauer, Ansgar Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Denosumab for Post-Transplantation Hyeprcalcemia on Osteopetrosis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;New England Journal of Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 367, Ausgabe 18, 1. November 2012, S. 1766–1767.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation und Vererbung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Autodominant 01.png|mini|Der autosomal-dominante Erbgang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Autorecessive 01.png|mini|Der autosomal-rezessive Erbgang]]&lt;br /&gt;
Nach ihrer Vererbung werden die verschiedenen Formen der Osteopetrose in zwei Hauptgruppen klassifiziert:&lt;br /&gt;
* [[autosomal]] [[rezessiv]]e Formen (infantil maligne Osteopetrose&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=667 |Name=Osteopetrose, maligne, autosomal-rezessive Form |Abruf= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Osteopetrose mit [[Renale tubuläre Azidose|renal - tubulärer Azidose]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=2785 |Name=Osteopetrose mit renaler tubulärer Azidose |Abruf= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[autosomal]] [[Dominanz (Genetik)|dominante]] Formen (Typ 1 (ADOI), Typ 2 (ADOII, Albers-Schönberg-Krankheit))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf der autosomal rezessiven Osteopetrose ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die autosomal rezessive Osteopetrose beginnt meist in den ersten beiden Lebensjahren, die Form mit [[Renale tubuläre Azidose|renaler tubulärer Azidose]] etwas später als die infantil maligne Form, die bereits in den ersten Wochen nach der Geburt zu Symptomen führen kann. Es gibt jedoch auch milder verlaufende rezessive Krankheitsbilder, die mit der dominanten Osteopetrose überlappen können. Unbehandelt ist die Prognose meist schlecht. Die einzige Heilungschance besteht zurzeit in einer [[Knochenmarktransplantation]], da die defekten Osteoklasten aus der hämatopoetischen Linie stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf der autosomal dominanten Osteopetrose ==&lt;br /&gt;
Für die ADOI ist eine generalisierte Osteosklerose mit besonderer Betonung der Schädelbasis typisch, während für die ADOII, die der ursprünglich von Albers-Schönberg beschriebenen Erkrankung entspricht, die sogenannten „Sandwichwirbel“ im Röntgenbild charakteristisch sind. Beide dominante Formen werden oft während des [[Wachstumsschub]]es in der Adoleszenz symptomatisch, wobei die ADOI nicht zu vermehrten Knochenbrüchen, sondern zu einer erhöhten Stabilität führt. Kosmetische Probleme können durch eine Vergrößerung des Unterkiefers entstehen. Die ADOI unterscheidet sich von allen anderen Formen, da sie durch eine Überfunktion der [[Osteoblasten]] hervorgerufen wird. Die ADOII führt im Gegensatz hierzu zu häufigen Knochenbrüchen und in Einzelfällen zu Komplikationen ähnlich der malignen Form (v.&amp;amp;nbsp;a. Schädigung der Hirnnerven). Eine kausale Therapie existiert derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genetische Ursachen ==&lt;br /&gt;
* Autosomal rezessive Osteopetrose:&lt;br /&gt;
Osteoklasten-reiche Formen: &amp;#039;&amp;#039;[[V-ATPase-Untereinheit a|TCIRG1]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;CLCN7&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;OSTM1&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;SNX10&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osteoklasten-arme Formen: &amp;#039;&amp;#039;TNFSF11&amp;#039;&amp;#039; (RANKL), &amp;#039;&amp;#039;TNFRSF11A&amp;#039;&amp;#039; (RANK)&lt;br /&gt;
* Autosomal rezessive Osteopetrose mit renaler tubulärer Azidose: &amp;#039;&amp;#039;CAII&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Autosomal dominante Osteopetrose Typ 1: &amp;#039;&amp;#039;LRP5&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=2783 |Name=Osteopetrose, autosomal-dominante, Typ 1 |Abruf= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Autosomal dominante Osteopetrose Typ 2: &amp;#039;&amp;#039;CLCN7&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=53 |Name=Osteopetrosis Albers-Schönberg |Abruf= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt außerdem [[Syndrom]]e, bei denen eine Osteopetrose wesentliches Merkmal ist:&lt;br /&gt;
* [[OLEDAID-Syndrom]] (Osteopetrose-Lymphödem-Ektodermale Dysplasie-Immundefekt)&lt;br /&gt;
* [[COMMAD-Syndrom]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=603494 |Name=Kolobom-Osteopetrose-Mikrophthalmie-Makrozephalie-Albinismus-Schwerhörigkeit-Syndrom |Abruf= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Osteopetrose mit neuroaxonaler Dysplasie, infantile Form]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID= 85179 |Name=Osteopetrose mit neuroaxonaler Dysplasie, infantile Form |Abruf= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Osteopetrose – Hypogammaglobulinämie – Syndrom]] (Osteopetrose mit Osteoklastenmangel und Hypogammaglobulinämie, autosomal-rezessive Form)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID= 178389 |Name=Osteopetrose-Hypogammaglobulinämie-Syndrom |Abruf= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese ==&lt;br /&gt;
Osteoblasten spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulation der Osteoklastenaktivität.&lt;br /&gt;
Bei Defekt in der [[CSF-1]]-Synthese, das von Osteoblasten sezerniert wird, können sich Osteoklasten nicht differenzieren (die Fusionierung der mononukleären Osteoklasten-Progenitorzellen wird unmöglich). Da Osteoklasten nicht vorhanden sind, wird der Knochen nicht abgebaut, was zur Osteopetrose führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Transkriptionsfaktor [[c-Fos]] muss in den osteoklastären Progenitorzellen exprimiert werden, damit die weitere Differenzierung erfolgt. Es wurde bei Mäusen das zuständige Gen ausgeschaltet, was zu Osteoklastendefizienz und folglich zu Osteopetrose führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osteoklasten sind im Bereich der sogenannten Haftzone besonders reich an [[Actin]]filamenten und [[C-Src]]-Kinase. Die Genausschaltung der C-Src-Kinase führt in Mäusen ebenfalls zur Osteopetrose, da deren Haftung an der Knochenmatrix nicht gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch geben Osteoklasten durch Exozytose lysosomale Enzyme ab, unter anderem Tartrat-resistente saure Phosphatase (TRAP) und [[Cathepsin]]&amp;amp;nbsp;K, die den Knochenabbau fördern. Der genetisch verursachte Mangel an Cathepsin K führt zur durch Skelettanomalien, Minderwuchs und erhöhter Knochenmasse gekennzeichneten Pyknodysostose, einer wichtigen Differentialdiagnose der Osteopetrose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem besitzen Osteoklasten in ihrem Bürstensaum (Ruffled Border) den [[Chloridkanal]] ClC-7, der Chlorid in die Lakune zwischen Osteoklast und Knochenmatrix abgibt. Dies ist für den Knochenabbau von zentraler Bedeutung, da Salzsäure in der Lakune gebildet wird. Mutationen von ClC-7 führen zur autosomal rezessiven oder autosomal dominanten Osteopetrose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Carboanhydrase]]-II ist ein entscheidendes Enzym in Osteoklasten, das die Bildung von Wasserstoffionen und Hydrogencarbonat aus Wasser und Kohlendioxid ermöglicht. Die Wasserstoffionen werden im Anschluss in die Lakune gepumpt, das Hydrogencarbonat wird durch Chlorid in der glatten Zellseite (Knochenmatrixfern) unter Beteiligung vom Anionenaustauscher 2 (AE2) ausgetauscht. Ein genetischer Defekt in der Carboanhydrase-II führt zu Osteopetrosis.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Drenkhahn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 16. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer, München 2003, S. 133–149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinik ==&lt;br /&gt;
Trotz einer erheblichen Vermehrung der Knochenmasse kommt es zu häufigen [[Knochenbruch|Knochenbrüchen]], die oft nur schwer verheilen. Als weitere Komplikationen können [[Hepatomegalie|Leber-]] und [[Splenomegalie|Milzvergrößerung]] (durch [[extramedulläre Blutbildung]]), verringerte [[Immunabwehr]], [[Epilepsie|Krampfanfälle]] und die Schädigung von [[Hirnnerven]] (v.&amp;amp;nbsp;a. Blindheit) auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose und Differentialdiagnose ==&lt;br /&gt;
Im [[Röntgenbild]] findet sich eine erheblich vermehrte [[Knochendichte]] und Verschmälerung des Markraumes.&lt;br /&gt;
Oft verplumpte [[Metaphyse]]n der langen Röhrenknochen mit Querstreifen. Verdickung des Schädeldaches und der Schädelbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abzugrenzen sind&lt;br /&gt;
* [[Pyknodysostose]]&lt;br /&gt;
* [[Melorheostose]]&lt;br /&gt;
* Sklerostose&lt;br /&gt;
* [[Engelmann-Syndrom]] (Progressive diaphysäre Dysplasie)&lt;br /&gt;
* [[Pyle-Syndrom]]&amp;lt;ref&amp;gt;F. Hefti: &amp;#039;&amp;#039;Kinderorthopädie in der Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Springer 1998, ISBN 3-540-61480-X, S. 674.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kornak u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Molekulare Mechanismen der Regulation der Knochendichte durch Osteoklasten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 100, Nr. 19, S. A1258–A1268.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=U. Kornak, S. Mundlos&lt;br /&gt;
   |Titel=Genetic disorders of the skeleton: a developmental approach&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Am. J. Hum. Genet.&lt;br /&gt;
   |Band=73&lt;br /&gt;
   |Nummer=3&lt;br /&gt;
   |Datum=2003-09&lt;br /&gt;
   |Seiten=447–474&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1086/377110&lt;br /&gt;
   |PMC=1180673&lt;br /&gt;
   |PMID=12900795}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Orthopädie und Unfallchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbkrankheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiHelper232</name></author>
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